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Hindafing / Willkommen in Hindafing  - (6-teilige Serie á 45 Minuten für den BR)


BR Programmhighlights 2017: [...] Willkommen in Hindafing (AT). Die neue Heimatserie erzählt von dem fiktiven Ort „Hindafing“ und den Versuchen des Bürgermeisters Alfons Zischl (Maximilian Brückner), zusammen mit Biometzger Sepp Goldhammer (Andreas Giebel) der Gemeinde ein frisches Image zu verpassen. Doch dann sollen Flüchtlinge einziehen - und Zischl dafür Zugriff auf Schwarzkonten erhalten. [...]
Quelle: BR, 30.12.16



"Hindafing" läuft in Doppelfolgen ab 16. Mai 2017 dienstags ab 20.15 Uhr im BR Fernsehen
Di 16.5. um 20.15 Uhr, Folge 1: Donau Village
Di 16.5. um 21.00 Uhr, Folge 2: Schwarze Kassen
Di 23.5. um 20.15 Uhr, Folge 3: Stille Teilhaber
Di 23.5. um 21.00 Uhr, Folge 4: Drogenpolitik
Di 30.5. um 20.15 Uhr, Folge 5: Wahlkämpfe
Di 30.5. um 21.00 Uhr, Folge 6: Energiewende. Mehr
Auf DVD & Blu-Ray ab 1. Juni 2017 bei EuroVideo

Offizielle Webseite
Intro-Video “Wählen Sie Bürgermeister Zischl!“ ... oder: wie manipuliere ich Meinung Musik: "The Rest of my Days" von der Münchner Band The Exploding Voids
– Maxi Brückner: Hindafing ist eine außergewöhnlich bayerische Satire. Mit dem zuckersüßen Klischee-Bayern hat "Hindafing" nichts zu tun: Es ist das pralle Leben, weit überzeichnet, betont Maxi Brückner, Darsteller des Bürgermeisters Alfon Zischl, der Hauptfigur in "Hindafing". BR-Video
– Maximilian Brückner spielt in "Hindafing" die Hauptrolle, Bürgermeister Alfons Zischl. "Im Kern ist er ein guter Mensch", sagt Brückner über Zischl, "aber er hat einfach zu viele Schwächen." BR-Video
– Die Qualität der Produktion und die tolle Geschichte: Zwei gute Gründe für Maxi Brückner sich für die Serie Hindafing zu entscheiden - und, so sagt der Schauspieler: "Man überlegt sich gut, ob man eine Serie macht." BR-Video
"Keine oberflächliche bayerische Gaudi" Maximilian Brückner über die Serie "Hindafing":  Er verrät im Interview was seine Rolle Alfons Zischl in der neuen Serie Hindafing für ein Problem hat, wann ein Inhalt zu einer Komödie wird und skizziert den typischen Werdegang einiger Politiker ... BR-Video
– Hindafinger unter sich: Rollen und Schauspieler
Poster & 40 Szenenfotos auf IMDb

Wenn Sie Fragen zur neuen Serie "Hindafing" im BR Fernsehen haben, Anregungen, Lob oder Kritik äußern möchten, dann nehmen Sie doch einfach Kontakt mit dem BR auf:
BR Fernsehen, Redaktion Bayerische Serie und Volkstheater, "Hindafing", Floriansmühlstr. 60, 80939 München. Oder hinterlassen Sie hier eine Nachricht.

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Beim Empfang des FilmFernsehFonds Bayern während des Filmfest München 2016 sagte Schauspieler Maximilian Brückner: „Wenn ich von einem Projekt überzeugt bin, dann arbeite ich auch mal ohne Gage. Umso schöner, wenn aus dem Projekt dann auch wirklich etwas wird - wie bei der BR-Serie Hindafing.“ Aus: Haste mal 'ne Million...? in: tz, 1.7.16

Drehstart für "Hindafing" mit Maximilian Brückner:
Für die NEUESUPER / BR-Produktion "Hindafing" steht Maximilian Brückner in der Hauptrolle noch bis Mitte September 2016 vor der Kamera. Gedreht wird in München und Umgebung.
Quelle: Agentur Lambsdorff, 26.7.16



Informationen zum Piloten, gedreht im September 2014

Episodenguide - mit weiteren Fotos
Hindafing Maximilian Brückner
Quelle: Maximilian Brückners offizielle Facebook-Seite, 26.7.16
Hindafing Maximilian Brückner
Quelle: Maximilian Brückners offizielle Facebook-Seite, 1.8.16
Auf meine besorgte Bermerkung Oiso echt jetzad. Ned scho wieda! Oda is des für d'Roin??? kam seine Antwort: Für die Rolle ;)

Besetzung:
Maximilian Brückner - Alfons Zischl, Bürgermeister
Katrin Röver - Marie Zischl, seine Ehefrau
Sylvia Eisenberger - Rosie Zischl, seine Mutter
Andreas Giebel - Sepp Goldhammer, Großmetzger
Petra Berndt - Gabi Goldhammer, seine Ehefrau
Roland Schreglmann - Moritz Goldhammer, sein Sohn
Ercan Karacayli - Erol Yildirim, Dorfpolizist
Michael Kranz - Pfarrer Krauss
Christian Lex - Schrüll
Heinz Josef Braun - Karli Spitz
Frederic Linkemann - Felix Spitz, sein Sohn
Kathrin von Steinburg - Jackie Spitz, seine Tochter
Lovis Linnartz - Sophie Spitz, ihre Tochter
Wolfgang Maria Bauer - Slomka
Joel Sansi - Amadou
Georg Maier - Zischl Senior
David Baalcke - Patrick Weihrauch
Jasmina Al Zihairi - Shari
Christian Heiner Wolf - Pater Benedikt
Johanna Bittenbinder - Angie, Zischls Sekräterin
Eli Wasserscheid - Carola Gulp
Bettina Mittendorfer - Elke, Polizistin
Jockel Tschiersch - Landrat Pfaffinger
Hassan Akkouch - Nabil
Michael Gampe - Hannes
Stab:
Drehbuch: Niklas Hoffmann und Boris Kunz
Regie: Boris Kunz
Szenenbild: Marcel Beranek
Kostümbild: Tina Keimel-Sorge
Maskenbild: Agnes Ellert, Kurosch Akhavan, Karin Steinhäuser und Karin Schedlbauer
Licht: Holger Welter
DoP: Tim Kuhn
Ton: Rainer Butschal
Schnitt: Katja Beck
Musik: David Reichelt
Casting: Daniela Tolkien
Produktionsfirma: NeueSuper GmbH & Co. KG, München
Redaktion BR: Elmar Jaeger, Programmbereichsleitung: Annette Siebenbürger
Förderung: FilmFernsehFonds Bayern (650.000,-€)
Drehzeit: Juli - Ende September 2016


Mehr bei Crew-United.com



Titelmusik: The Exploding Voids – "The Rest of my Days" (auf Soundcloud)

Gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk realisieren Studenten und Absolventen 2016 die Serie "Hindafing" mit Schauspieler Maximilian Brückner. Hauptautor ist der Drehbuchstudent Niklas Hoffmann, Regie führt der HFF-Absolvent Boris Kunz.
Quelle: Hochschule für Fernsehen und Film München, Drehbuch - Abt. VI, Feb. 2016

FilmFernsehFonds Bayern - Produktionsförderung Fernsehfilm
"Hindafing" (AT) € 650.000
Produktion: Neuesuper GmbH & Co. KG, München (HFF-Absolventen Simon Amberger, Korbinian Dufter, Rafael Parente)
Sender: BR
Drehbuch: Niklas Hoffmann, Boris Kunz
Regie: Boris Kunz
• Drama. 6x45 Minuten. Hindafings Bürgermeister Alfons Zischl will in der bayerischen Provinz ein Asylheim bauen. Doch dabei geht es ihm nicht nur ums Helfen, sondern auch um das Geschäft: Der joviale Landrat Paffinger hat Zischl Zugriff auf ein Schwarzgeldkonto seines Vaters in Aussicht gestellt, wenn er die Flüchtlingsunterkunft aufbaut. Als sich Zischl auf den Kuhhandel einlässt, beginnen die Probleme, und Zischl verstrickt sich in immer ausweglosere Situationen.
Quelle: FFF Bayern, Pressemitteilung: 9,6 Mio. Euro an 36 Projekte, 3.3.16

Global Screen (the world sales unit of Bavaria Film and Telepool) hat den im September 2014 gedrehten Teaser auf seiner Webseite veröffentlicht, zusammen mit einer englischsprachigen Inhaltsbeschreibung der 6-teiligen BR-Serie mit Maximilian Brückner als Bürgermeister Alfons Zischl.
Hindafing (6 x 45 min.) / Willkommen in Hindafing / Welcome to Hindafing
HINDAFING is a German Lilyhammer, a provincial House of Cards, or a Bavarian Fargo. Character-driven, darkly comic and unexpectedly moving the first season focuses on the current German refugee crisis, but is by no means limited to that. The series is not a one-dimensional political commentary; rather it targets nepotism and ecological hysteria as well as satirizing clerical homophobia, over-the-top political correctness and the limits of monogamy.
HINDAFING tries to project an idyllic image of family values, while it struggles with its inner demons. By day, people go to the local soccer club and practice Bikram Yoga. At night, it's off to the swingers' club or a rendezvous with the local meth dealer.
The series follows the rise and fall of ballsy provincial mayor Alfons Zischl and his fictional village of Hindafing, deep in the Bavarian backwoods. A wry, contempo look at rural Germany - far from any touristy clichés - a place neither urban nor rustic, pretending to be much hipper than it actually is. The residents see themselves as family-oriented and tradition conscious free thinkers, but can't live up to these high ideals.
In short, it provides a complex look at the dark underbelly our modern society.
Quelle: Global Screen

BR dreht Serie im Olchinger Rathaus
Schon bald wird sich das Olchinger Rathaus in die Verwaltungszentrale der fiktiven Stadt Hindafing verwandeln. Der Bayerische Rundfunk dreht dort nämlich voraussichtlich vom 8. August an eine neue sechsteilige Heimatserie. Diese soll ein satirisch überspitztes Bild einer oberbayerischen Kleinstadt zeichnen und die Geschichten ihrer eigenwilligen Bewohner erzählen. Wie eine Sprecherin des BR nun bestätigt, wird Maximilian Brückner die Hauptrolle spielen. Jürgen Koller, der Geschäftsleiter im Rathaus betont: "Wir sind wahnsinnig gespannt und hoffen, dass die Serie am Ende nicht zu viel Ähnlichkeit mit Olching hat." Denn die Handlung wird wohl die Untiefen einer oberbayerischen Kommunalverwaltung aufs Korn nehmen.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 4.8.2016

Dreharbeiten im Olchinger Rathaus
[...] Ein noch weitaus ungewöhnlicherer Dreh steht der Stadt Mitte August bevor. Das BR-Fernsehen plant für das Frühjahr 2017 eine neue Serie namens "Willkommen in Hindafing" mit den Schauspielern Maximilian Brückner und Andreas Giebel in den Hauptrollen. Es handelt sich dabei um eine Satire, die die Verstrickungen einer bayerischen Kommunalverwaltung aufs Korn nimmt. Gedreht wird unter anderem im Sitzungssaal, wo der fiktive Bürgermeister mit anderen Gemeinderatsmitgliedern debattiert. Einige Büros werden in eine Polizeistation umfunktioniert und auch die ehemaligen Zellen im Untergeschoss des Rathauses, die tatsächlich ursprünglich zur Polizeistation Olching gehörten, werden für die Dreharbeiten genutzt.
Bürgermeister Andreas Magg freut sich über diese alternativen Nutzungen des Hallenbads bzw. des Rathauses. "Es ist eine schöne Abwechslung und Olching als Filmstadt wäre ja auch nicht schlecht", erklärt er schmunzelnd. "Für Olching ist es aber natürlich auch eine gute Gelegenheit über die Grenzen des Landkreises und des Großraumes München hinaus ein stückweit bekannter zu werden."
Quelle: Olching Blog, 5.8.2016

"Willkommen in Hindafing" (AT)
Neue sechsteilige bayerische Serie für das BR Fernsehen
Maximilian Brückner, Katrin Röver, Andreas Giebel, Petra Berndt, Heinz Josef Braun und viele andere mehr stehen seit Ende Juli 2016 für die neue Serie "Willkommen in Hindafing" (AT) an verschiedenen Orten in der Umgebung Münchens vor der Kamera von Tim Kuhn. Nach einem Drehbuch von Niklas Hoffmann, Rafael Parente und Boris Kunz, der auch Regie führt, entsteht eine moderne, bayerische Heimatserie, die von den Geschichten verschiedener Einwohner des fiktiven Ortes Hindafing erzählt. Die Ausstrahlung der sechs Folgen à 45 Minuten ist für 2017 im BR Fernsehen geplant.

v.l.n.r.: Rafael Parente (Produzent), Maximilian Brückner (Alfons Zischl), Sylvia Eisenberger (Rosi Zischl), Katrin Röver (Marie Zischl), Joel Sansi (Amadou), Boris Kunz (Regie), Tim Kuhn (Kamera)
Foto: NEUESUPER / Günther Reisp
Im Mittelpunkt steht der korrumpierbare Bürgermeister Zischl, der zwar clever jedwede Situation für sich zu nutzen weiß, sich aber letztlich in seinen Intrigen immer weiter verheddert und gegen den irgendwann dann sogar die örtliche Polizei Ermittlungen anstellt. Anhand des Hindafinger Mikrokosmos entwirft die Serie ein dramatisch zugespitztes und satirisch überhöhtes Bild des ländlichen Bayerns, abseits von touristischen Klischees.
Zum Inhalt:
Die kleine Gemeinde Hindafing, inmitten veralteter Industrie und touristisch kaum erschlossen, versucht ein neues Image aufzubauen. Der junge Bürgermeister Alfons Zischl (Maximilian Brückner) verfolgt dazu mit dem unternehmerischen Landwirt und Bio-Metzger Sepp Goldhammer (Andreas Giebel) schon länger den ehrgeizigen Plan, in ihrem Ort ein modernes Shoppingcenter zu errichten, das vom Erfolg der aktuellen Ökotrends profitiert: das Donau Village. Doch dann macht die Landespolitik Zischl einen Strich durch die Rechnung, denn Hindafing muss 50 Flüchtlinge aufnehmen. Im Gegenzug soll der verschuldete Bürgermeister Zugriff auf die Schwarzkonten seines verstorbenen Vaters erhalten.
Die Ankunft der Flüchtlinge und die damit entstehenden Turbulenzen geben den Anstoß für zahlreiche weitere Geschichten: Da ist der junge, ebenso enthusiastische wie unerfahrene Pfarrer Krauss (Michael Kranz) mit seiner Liebesgeschichte zu dem jungen Afrikaner Amadou (Joel Sansi). Da sind die beiden Ehefrauen Gabi Goldhammer (Petra Berndt) und Marie Zischl (Katrin Röver), für die sich plötzlich ganz neue Aufgabengebiete auftun. Da ist der türkischstämmige Dorfpolizist Erol Yildirim (Ercan Karacayli), der sich alleinerziehend um seine beiden Kinder kümmert und alsbald gegen Bürgermeister Zischl nicht nur wegen dessen vermeintlicher Verstrickungen ins Drogenmilieu zu ermitteln beginnt. Und da ist der Betreiber des Vereinsheims, Karli Spitz (Heinz Josef Braun), dessen junge, von allen begehrte Tochter Jackie (Kathrin von Steinburg) sich nicht daran erinnern kann, wer der Vater ihrer Tochter ist.
In weiteren Rollen spielen Bettina Mittendorfer, Jockel Tschiersch, Hassan Akkouch, Sylvia Eisenberger, Roland Schreglmann, Jasmina Al Zihairi, Frederic Linkemann, Johanna Bittenbinder, Eli Wasserscheid, Wolfgang Maria Bauer, Georg Maier u.v.a. Gedreht wird die Serie voraussichtlich noch bis Ende September 2016.
"Willkommen in Hindafing" (AT) ist eine Produktion der NEUESUPER Produktions GmbH (Produzent: Rafael Parente) in Koproduktion mit dem BR (Redaktion: Elmar Jaeger, Bayerische Serie und Volkstheater, Programmbereichsleitung: Annette Siebenbürger, Unterhaltung und Heimat) gefördert vom FFF Bayern.
Quelle: Pressemitteilung BR zum Drehstart, 5.8.2016

- Drehstart von "Willkommen in Hindafing": Maximilian Brückner, Katrin Röver, Andreas Giebel, Petra Berndt, Heinz Josef Braun und viele andere mehr stehen seit Ende Juli 2016 für die neue FFF-geförderte Serie "Willkommen in Hindafing" (AT) an verschiedenen Orten in der Umgebung Münchens vor der Kamera. FilmFernsehFonds Bayern, 5.8.2016
- Hindafing träumt vom Shoppingcenter: Der BR dreht eine neue, "satirisch überhöhte" Serie über ein fiktives oberbayerisches Dorf. Mit der seit 2007 laufenden täglichen Serie "Dahoam is Dahoam" bedient der Bayerische Rundfunk ein eher konservatives Publikum. Nun will der Münchner Sender dem Sujet des dörflichen Lebens in Oberbayern eine deutlich schrägere Note verpassen. Münchner Merkur, 6.8.2016 und tz, 8.8.2016 u.d.T. BR plant eine neue Heimatserie mit dem Ex-Tatort-Kommissar Maximilian Brückner
- "Willkommen in Hindafing": Bayerischer Rundfunk dreht Flüchtlingsserie und erfindet dafür ein Dorf. Focus.de, 8.8.2016
- Drehstart für neue BR-Serie: In der Umgebung von München entsteht aktuell für den Bayerischen Rundfunk die neue sechsteilige Produktion (jeweils 45 Minuten) "Willkommen in Hindafing" (AT). Blickpunkt Film|Mediabiz.de, 9.8.2016

Olching - Filmreifes Rathaus
Eine neue Serie des Bayerischen Rundfunks setzt die Untiefen einer fiktiven Verwaltung satirisch in Szene. Bei der Suche nach möglichst abwegigen Drehorten ist die Stadt erste Wahl des Produktionsteams.
Vom Himmel regnet es Bindfäden und unter den Plastikpavillons auf dem Schotterplatz beim Olchinger Rathaus drängt sich die Crew des Bayerischen Rundfunks beim Mittagessen um die Bierbänke. Pure Tristesse. "Gerade so ein Wetter freut uns total", sagt Rafael Parente. Er ist der Produzent der neuen BR-Serie "Willkommen in Hindafing", die momentan im Olchinger Rathaus gedreht wird. "In Hindafing steht ein Rathaus aus Beton und es regnet viel." Schlichte Worte, die doch eine Idee der Bildsprache des neuen Sechsteilers entstehen lassen. Denn die "moderne Heimatserie" soll, so sagt es Parente, auf satirische Weise "mal ein anderes Bild des ländlichen Bayerns" zeigen. Das ganze orientiere sich stilistisch an den Verfilmungen der Brenner-Krimis von Wolf Haas, in denen Josef Hader die Hauptrolle spielt. "Land ist nicht nur Lederhose und grüne Wiesen, sondern Funktionskleidung und Swingerclubs", sagt der Produzent, der selbst in Puchheim aufgewachsen ist.
Gemeinsam mit Niklas Hoffmann und Boris Kunz hat Parente das Drehbuch entwickelt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der junge Bürgermeister Alfons Zischl, gespielt von Maximilian Brückner. Die fiktive bayerische Gemeinde, inmitten veralteter Industrie und touristisch kaum erschlossen, versucht ihr Image aufzupolieren. Zu diesem Zweck macht Zischl gemeinsame Sache mit dem Landwirt und Bio-Metzger Sepp Goldhammer, gespielt von Andreas Giebel. Gemeinsam wollen Rathauschef und Landwirt im Ort ein modernes Shopping-Center errichten, das vom Erfolg des gerade grassierenden Ökotrends profitieren soll. Doch dann muss Hindafing plötzlich 50 Flüchtlinge aufnehmen und alles kommt anders als geplant.
Die Idee zu "Willkommen in Hindafing" wurde bereits vor etwa zwei bis drei Jahren geboren. Damals hat der BR gemeinsam mit der Hochschule für Fernsehen und Film über eine Ausschreibung nach "jungen Fernsehstoffen" gesucht. "Zu diesem Zeitpunkt war die Flüchtlingskrise sehr aktuell", sagt Parente. Deshalb sei sie als Aspekt aufgegriffen worden, allerdings dominiere sie den Plot nicht. Erzählt werde ein Sammelsurium an Themen. "Geschäftemacherei, natürlich Vetternwirtschaft", sagt Parente. Assoziativ fällt auch der Ortsname Miesbach, wobei Hindafing und seine Einwohner frei erfunden sind. "Erzählt wird aber auch die Geschichte der Frau, die von ihrem Mann nicht das bekommt, was sie will und sich deswegen nachts heimlich auf den Weg zur Autobahnraststätte macht."
Das alles spielt sich vor einer Kulisse ab, die Bayern fernab von geranienbehangenen Holzbalkonen zeigt. Vielmehr war es dem Produktionsteam ein Anliegen, klischeefreie und in diesem Sinne möglichst "abwegige" Motive zu finden. Das Olchinger Rathaus war da erste Wahl. Natürlich sei es bei der Auswahl der Drehorte, die in ganz Bayern verstreut liegen, ein Vorteil gewesen, dass die jungen Filmemacher, allesamt Anfang 30, selbst zum großen Teil aus der Region stammen. "Und natürlich hat uns das geprägt", sagt Parente über das Aufwachsen auf dem Land.
Überrascht waren Parente und seine Kollegen darüber, dass die Drehortsuche so unkompliziert abgelaufen ist. Vorbehalte habe es nicht gegeben. "Zum Teil stehen ja schon sehr freche Dinge im Drehbuch", erklärt der Produzent. Ein Beispiel? "Naja, der Bürgermeister hat in seiner Freizeit ein latentes Drogenproblem."
Die Schauspieler für das Projekt zu gewinnen, war für Parente, Boris Kunz und Niklas Hoffmann, die zusammen das Drehbuch geschrieben haben, kein Problem. Ziemlich schnell hätten sie gutes Feedback auf die Bücher bekommen. So gut, dass die Darsteller bei den Testaufnahmen ehrenamtlich mitgewirkt haben. "Zum Glück haben wir sehr gute Schauspieler", betont auch Kunz. Unter ihnen etwa Katrin Röver, Petra Berndt und Heinz Josef Braun. Sie erleichterten und bereicherten die Dreharbeiten ungemein.
Hindafing Set in Olching
Und Action: Maximilian Brückner, Produzent Rafael Parente und Regisseur Boris Kunz (v.l.) besprechen vor dem Olchinger Rathaus die letzten Details.
Foto: Günther Reger
Der Regen reißt ab, der Dreh geht weiter. In der Schwojerstraße taucht Maximilian Brückner auf - auf seiner Stirn eine blutige Schramme. Unter seiner Regenjacke trägt er einen piefigen hellblauen Anzug, während das Produktionsteam die Plane von einem Polizeiauto zieht. Hinter dem Einsatzfahrzeug steht ein offenbar in Eile abgestellter wuchtiger Geländewagen halb auf der Fahrbahn, halb auf dem Bürgersteig. Bilder, die zumindest auf die Ausstrahlung 2017 neugierig machen. "Es wird am Ende sehr zugespitzt sein", verspricht Parente. Und voller schwarzem Humor.
Von Julia Bergmann, Olching in: Süddeutsche Zeitung, 10. August 2016, 17:47 Uhr

Andreas Schwaiger ("Dahoam is Dahoam", "Willkommen bei den Hartmanns") dreht im August 2016 eine Gastrolle in der neuen BR-Serie "Hindafing" u.a. mit Petra Berndt und Maximilian Brückner in den Hauptrollen unter der Regie von Boris Kunz. Gedreht wird im Münchner Umland, das Casting macht Daniela Tolkien.
Ab 3.3.2017 wird im BR wöchentlich um 21:00 ausgestrahlt.
Quelle: A. Schwaigers Agentur Frederking Management

Hindafing Maximilian Brückner
Quelle: Maximilian Brückners offizielle Facebook-Seite, 12.8.16
Hindafing Maximilian Brückner
Quelle: Maximilian Brückners offizielle Facebook-Seite, 17.8.16
Hindafing-Set Maximilian Brückner
Quelle: Maximilian Brückners offizielle Facebook-Seite, 23.8.16

'Teamwork-Filmservice' hat einige Fotos vom Dreh von Hindafing in und um Olching auf seine Facebook-Seite gesetzt.
10. August: Und wieder leicht historisch angehaucht..... Für die neue Produktion "Hindafing" sind wir für einige Drehtage im Einsatz. Fotos
16. August: Grüße der Niederlassung München. Fotos
17. August: Der Eingang zum Hindafinger Polizeiposten (im Olchinger Rathaus). Dank dem Autokennzeichen ist jetzt auch klar dass dieser fiktive Ort im Einzugsbereich von Ingolstadt liegt. Foto


Auch Andreas Magg, der Bürgermeister von Olching hat drei Bilder vom Set von Hindafing auf seine Facebook-Seite gesetzt. Im echten Olchinger Rathaus wurde unter anderem für das Polizeirevier und das Rathaus der fiktiven Gemeinde Hindafing gedreht. Fotos

Quelle: Maximilian Brückners offizielle Facebook-Seite, 29.8.16


Quelle: Frederic Linkemann, Instagram 21.8.16
Maxi hat das Foto auf seiner offiziellen Facebook-Seite so kommentiert: Hart, härter....Hindafing

v.r. Frederic Linkemann, Petra Berndt, Andreas Giebel, Roland Schreglmann, Regisseur Boris Kunz, Maximilian Brückner, Heinz Josef Braun, Katrin Röver
Quelle: Frederic Linkemann, Instagram 1.9.16
Filmkulisse: Olching statt Bayernkitsch
Als ausgesprochen schön gilt das Olchinger Rathaus nicht. Doch genau deshalb dient es nun als Kulisse für eine neue Fernsehserie des Bayerischen Rundfunks (BR). Ein Kamerateam war drei Tage lang vor Ort.
Am Set neben dem Rathaus herrscht gerade Mittagspause, als plötzlich heftiger Regen einsetzt. Das Fernsehteam deckt sich beim Catering mit Essen ein und flüchtet sich unter drei Pavillons ins Trockene. „Es klingt vielleicht seltsam, aber der Regen freut uns gerade total“, sagt Produzent Rafael Parente. „Ein Beton-Rathaus und viel Regen - so ist Hindafing.“
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v.l. Produzent Rafael Parente, Regisseur Boris Kunz, Maximilian Brückner (Alfons Zischl) und DoP Tim Kuhn
Hindafing ist der fiktive Ort, in dem die neue Serie "Willkommen in Hindafing" spielt, die voraussichtlich im Laufe des Jahres 2017 im BR ausgestrahlt wird. „Das ist aber erst mal nur der Arbeitstitel“, erzählt Parente, der zusammen mit Niklas Hoffmann und Regisseur Boris Kunz auch die Drehbücher verfasst hat. Der Name des Ortes ist freilich schon fix. Muss er auch sein, wegen der Kulisse: An den Schautafeln des Olchinger Rathauses steht nämlich in großen Lettern "Information Hindafing". Und davor steht ein Wahlkampfplakat für einen gewissen Bürgermeister Alfons Zischl.
Das Rathaus ist der Arbeitsplatz eben jenes leicht korrumpierbaren Gemeindechefs, dargestellt von Maximilian Brückner. Der will zusammen mit Landwirt und Bio-Metzger Sepp Goldhammer ein neues Shopping-Center errichten, wird aber von der Ankunft von 50 Flüchtlingen ausgebremst. Die Flüchtlings-Thematik dient dabei jedoch nur als Aufhänger für zahlreiche andere Geschichten und Verstrickungen auf politischer und auch zwischenmenschlicher Ebene in dem fiktiven Ort.
Insgesamt 46 Drehtage sind für die sechs Folgen á 45 Minuten angesetzt. An 15 Tagen ist das Fernsehteam in Olching unterwegs, drei davon am und im Rathaus. Los geht's meistens um 9 Uhr. „Dann gehen die Schauspieler in die Maske und das Team hält seine Vorbesprechung“, erzählt Regisseur Kunz. Kameramann Tim Kuhn rückt dabei die Vorstellungen des Regisseurs ins rechte Bild. Sieben bis acht Stunden lang heißt es dann: Kamera läuft, und Action. „Ich habe das Glück, dass ich mit guten Schauspielern arbeiten darf“, sagt Kunz. Da müsse er nur Kleinigkeiten korrigieren. „Die meisten Szenen sind in zwei bis drei Takes im Kasten.“
Die Figuren der Serie sind ambivalent gezeichnet. „Jeder hat etwas Gutes und etwas Böses an sich“, sagt Parente. Dazu passt auch, dass Hindafing eben nicht das pittoreske bayerische Dorf sein soll, wie man es aus vielen Heimatserien kennt. „Wir wollten visuell etwas anderes machen“, sagt Parente. "Weg vom bayerischen Landhaus-Stil." In Bayern würden schließlich kaum noch Ortschaften diesem Klischeebild entsprechen. „Nicht alles ist immer Chiemgau, viele Orte sind wie Olching mit Neubaugebieten und 70er-Jahre-Häusern.“
Aus diesem Grund habe man auch kein Rathaus an einem hübschen Platz mit einem schönen Brunnen davor gesucht. „Wir wollten eher abwegige Kulissen finden.“ Dass der BR daraufhin in Olching anfragte, ist kein Zufall. Parente ist in Puchheim aufgewachsen und kennt die Region. „Das Rathaus hier hat uns als Kulisse gut gefallen und war erste Wahl“, sagt der Produzent und Autor. Die Stadt habe sich der Anfrage gegenüber gleich sehr offen gezeigt - „trotz mancher frecher Drehbuchinhalte“, wie Parente sagt.
So habe Hauptfigur Zischl beispielsweise ein latentes Drogenproblem. Das jedoch schreckte den echten Rathaus-Chef Andreas Magg nicht ab, sein Amtsgebäude zur Verfügung zu stellen. Für das Filmteam ist die Kulisse gleich mehrfach wertvoll. „Wir drehen dort nicht nur die Rathaus-Szenen“, sagt Parente. Die Räume im Inneren dienen auch als Kulisse für eine Polizeistation.
Nach drei Tagen ist der Spuk vorbei: An den Schaukästen steht wieder der Name der Stadt Olching, das Wahlplakat von Alfons Zischl ist verschwunden - und auch der Rathauschef hat kein latentes Drogenproblem mehr.
Quelle: Drehtage im Rathaus, Münchner Merkur, 2.9.16

FFF Bayern besucht das Set von "Willkommen in Hindafing"
Zurzeit finden die Dreharbeiten der FFF-geförderten TV-Serie "Willkommen in Hindafing" in München und Umgebung statt. FFF-Geschäftsführer Klaus Schaefer und Fernsehförderreferentin Gabriele Pfennigsdorf besuchten das Team am Set in Baierbrunn und verschafften sich einen Eindruck von den Dreharbeiten.
Nach einem Drehbuch von Niklas Hoffmann, Rafael Parente und Boris Kunz, der auch Regie führt, entsteht eine moderne, bayerische Heimatserie, die von den Geschichten verschiedener Einwohner des fiktiven Ortes Willkommen in Hindafing erzählt. Im Mittelpunkt der Serie steht der korrumpierbare Bürgermeister Zischl, der zwar clever jedwede Situation für sich zu nutzen weiß, sich aber letztlich in seinen Intrigen immer weiter verheddert und gegen den irgendwann sogar die örtliche Polizei Ermittlungen anstellt. Anhand des Hindafinger Mikrokosmos entwirft die Serie ein dramatisch zugespitztes und satirisch überhöhtes Bild des ländlichen Bayerns, abseits von touristischen Klischees.
Die Dreharbeiten in und um München dauern noch bis Ende September 2016. Die Ausstrahlung der der sechs Folgen à 45 Minuten ist für 2017 im BR Fernsehen geplant.

v.l.: Darsteller Maximilian Brückner, Klaus Schaefer, Darsteller Andreas Giebel, Gabriele Pfennigsdorf, Regisseur Boris Kunz und Produzent Rafael Parente.
"Willkommen in Hindafing" (AT) ist eine Produktion der NEUESUPER Produktions GmbH (Produzent: Rafael Parente) in Koproduktion mit dem BR (Redaktion: Elmar Jaeger, Bayerische Serie und Volkstheater, Programmbereichsleitung: Annette Siebenbürger, Unterhaltung und Heimat) gefördert vom FFF Bayern.
Quelle: FilmFernsehFonds Bayern, 6.9.16

Setbesuch Hindafing
Der BR lädt herzlich ein zum Set-Termin im Motiv „Loft“ für die neue Serie WILLKOMMEN IN HINDAFING (AT), die noch bis Ende September gedreht und voraussichtlich 2017 im BR Fernsehen ausgestrahlt wird.
Für Fotos und O-Töne anwesende Darsteller: Maximilian Brückner, Andreas Giebel, Katrin Röver und Petra Berndt
Ausserdem: Boris Kunz (Regie), Rafael Parente (Produzent NeueSuper) und Elmar Jaeger (Redakteur BR)
Am Donnerstag, 8. September 2016 ab 16:30 Uhr Fototermin & Interviews / Boschetsrieder Str. 129, 81379 München (U-Bahn Station Aidenbachstraße oder Machtelfingerstraße)
Anmeldung mit diesem Formular bei der Pressestelle des BR
Vollständige Pressemeldung der HFF München, 2.9.2016

"Wilkommen in Hindafing" - Besuch bei den BR-Dreharbeiten
Hinterfotzig in Hindafing - In München und Umgebung realisiert der BR derzeit eine etwas andere Rathausserie mit Maximilian Brückner
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Ein weiterer Bericht von diesem Setbesuch mit einem weiteren Foto, auf Reisetravel
Die etwas andere Serie
Gedreht wird derzeit in Obersendling, in einer Gegend, die durch Hochhäuser, Fabrikhöfe und mehrspurige Straßen geprägt ist.
Nichts also, was sich mit dem fiktiven Ortsnamen „Hindafing“ assoziieren ließe. Aber an dieser neuen Serie ist manches anders als in anderen Serien des Bayerischen Fernsehens. Nichts also, was sich mit dem fiktiven Ortsnamen „Hindafing“ assoziieren ließe. Aber in dieser neuen Serie ist manches anders als in anderen Serien des Bayerischen Fernsehens, deren Schauplätze kleinere oder größere Dörfer waren oder sind. Das fängt schon damit an, dass das Rathaus kein historisches Gebäude ist, sondern ein wenig anheimelnder Zweckbau aus den Siebzigern (für den das Rathaus von Olching im Landkreis Fürstenfeldbruck Pate stand).
Und so überrascht es nicht, dass auch die Hauptfigur der Produktion mit dem Arbeitstitel „Willkommen in Hindafing“ ein von der (Fernseh-)Norm abweichender Typ ist: Bürgermeister Alfons Zischl, gespielt von Maximilian Brückner, „verstrickt sich in die Intrigen, die er selbst spinnt“, erklärt Regisseur Boris Kunz den versammelten Journalisten bei einer improvisierten Pressekonferenz auf dem Seitenstreifen der Boschetsrieder Straße. Hindafing liegt, so wollen es die Macher, „irgendwo zwischen Ingolstadt und der tschechischen Grenze“. Der neu gewählte Rathauschef verfolgt zusammen mit dem unternehmerisch veranlagten Landwirt und Metzger Sepp Goldhammer (Andreas Giebel) „ambitionierte Projekte“, wie den Bau eines Shoppingchenters und eines Windparks.
Eine wichtige Rolle spielen auch die Ehefrauen der beiden, verkörpert von Katrin Röver und Petra Berndt, ein türkischstämmiger Polizist, der „deutscher ist als alle Deutschen“, und ein junger Pfarrer in einer persönlichen Krise. Die Geschichte werde einen „überspitzte, schwarzhumorigen Ton“ haben, ergänzt Produzent Rafael Parente, der zusammen mit Niklas Hoffmann und Regisseur Kunz das Drehbuch schrieb. Seine kurze Vorschau lässt ahnen, dass das Trio nicht viel ausgelassen hat an kleinen und großen Katastrophen. Bürgermeister Zischl habe ein Drogenproblem, (nicht nur) seine Frau eine Affäre - „ganz viele Dinge, wie sie jeden Tag überall in Deutschland passieren“.
Während Crew und Journalisten in ein „Loft“ im obersten Stock eines Lagerhauses wechseln, dem eigentlichen Set dieses Tages, spricht Elmar Jaeger, für die Produktion verantwortlicher BR-Redakteur, stolz vom etwas anderen Erzählton in „Willkommen in Hindafing“. Die Serie soll die ländliche Realität spiegeln, wie sie in Skandalen wie beispielsweise der gesponserten Geburtstagsfeier eines Mandatsträgers Schlagzeilen machten. Auch die Flüchtlingsproblematik und das umstrittene „Fracking“ würden nicht ausgespart, so Jaeger. Alle diese Themen sollen den Hintergrund der Handlung - „getragen von sehr guten Schauspielern“ bilden. Einer von ihnen ist Hauptdarsteller Maximilian Brückner.
Während die Szene einer riesigen, hellen Sofalandschaft, Schauplatz eines Techtelmechtels zwischen Marie Zischl (Röver) und einem Kunstprofessor, der - aus höchst eigennützigen Motiven - die Bilder seiner Angebeteten ganz groß herausbringen will, drinnen vorbereitet wird, schüttelt Hauptdarsteller Brückner draußen auf der Dachterrasse auf die Frage nach Vorbildern seiner Figur den Kopf. Wer dieser Alfons Zischl sei, das wisse er selbst noch nicht so genau, sagt der 37-Jährige. Auf jeden Fall einer, der darauf aus sei, für sich immer das schönste Stück aus der Torte herauszusuchen - „typisch menschlich, nicht typisch bayerisch“, wie er betont.
„Da geht's ans Eingemachte“, beschreibt er den schwierigen Spagat zwischen Überspitzung und dem für die Glaubwürdigkeit nötigen Realismus. Viele Gedanken um die Eigenschaften seines Charakters mache er sich nicht, gesteht Brückner: „Ich bin ein Instinktschauspieler.“ Was nicht zu verwechseln sei mit Schlampigkeit: „I stell mi ned hi und sag an Text auf, bloß weil d'Zeit ned langt.“ Dabei habe er noch nie so wenig Zeit gehabt, lässt der Münchner durchblicken: „Wir sind am Limit. Aber weil hier jeder mit Enthusiasmus dabei ist, kriegen wir's hin.“
Gedreht wird bis Ende September. Die Ausstrahlung der sechs Folgen ist für 2017 geplant.

Quelle: Maximilian Brückners offizielle Facebook-Seite, 7.9.16
von Rudolf Ogiermann
Foto(s): Thomas & Thomas / dpa
Quellen: Münchner Merkur & tz, OVB, 10./11.9.16

14 Fotos und ein Video vom Setbesuch am 8. September, in "Mittags in ..." im BR von Julia Binder
tz
Scans: EFi

Neue Fernsehserie - Twin Peaks in Oberbayern
Ein Bürgermeister, seine Frau, der Biometzger - und ihre teils zwielichtigen Machenschaften im fiktiven Dorf Hindafing: Das sind die Zutaten für eine neue BR-Serie, die in München und Umgebung gedreht wird.
Von der Terrasse des Luxuslofts in der Boschetsrieder Straße sind hohe Fabrikgebäude, ein Supermarkt und ein fußballfeldgroßer Parkplatz zu sehen. Außenaufnahmen stehen im Motiv "Loft" in München Obersendling für "Willkommen in Hindafing" vermutlich nicht im Drehplan. Im mondänen Inneren der Dachgeschosswohnung - das volle Programm neureicher Dekadenz samt drei Meter langem Aquarium - dreht der Bayerische Rundfunk seit Juli einige Szenen der neuen Fernsehserie.

Maximilian Brückner, Petra Berndt, Katrin Röver und Regisseur Boris Kunz. Foto: Julia Bender/BR

Maximilian Brückner, Petra Berndt und Katrin Röver. Foto: Florian Peljak/SZ
Maximilian BrücknerNach einem Drehbuch von Niklas Hoffmann, Rafael Parente und Boris Kunz, der auch Regie führt, entsteht so in München und Umgebung momentan die sechsteilige Serie um den Bürgermeister Alois Zischl Junior (Maximilian Brückner), seine Frau Marie Zischl (Katrin Röver), den Biometzger Sepp Goldhammer (Andreas Giebel) und ihre - nicht immer legalen - Machenschaften. Die Serie um das fiktive Dorf Hindafing war vor zwei Jahren als Studien-Projekt von Studenten der Filmhochschule (FHH) München in Kooperation mit dem BR entstanden.
Hindafing sei ein kleiner Ort zwischen Ingolstadt und der tschechischen Grenze, erklärt Regisseur Boris Kunz. Ein Ort, der touristisch nicht erschlossen sei und jetzt ein neues Image aufbauen wolle, so Kunz weiter. Der Filmemacher, der schon mit seinem Abschlussfilm "Drei Stunden" 2012 bei den Internationalen Hofer Filmtagen auf sich aufmerksam machte, hat für das Dorf in den ersten sechs Folgen auch so einiges geplant: Bürgermeister Alois Zischl Junior hat zusammen mit dem Biometzger Sepp Goldhammer nämlich eine Idee, wie der kleine beschauliche Ort wieder auf die touristische Landkarte kommen könnte.

Nicht ganz ohne Hintergedanken planen die beiden Macher ein Shoppingcenter, das ganz auf die aktuellen Ökotrends ausgerichtet ist und wieder mehr Besucher nach Hindafing bringen soll. Als nun 50 Flüchtlinge in den kleinen Ort kommen, nimmt die Story eine radikale Wendung und gewinnt an Brisanz und Härte. Der Produzent und Co-Autor Rafael Parente fasst die narratorische Stoßrichtung der Serie zusammen: "Wir versuchen, aktuelle Themen zu streifen, politische Diskussionen anzureißen und unsere Figuren dabei zu begleiten, wie sie damit umgehen."
Auch das Figurenkonstrukt macht klar, dass es hier nicht um eine Heimatserie im klassischen Sinne geht: Neben einem homosexuellen Priester, der sich in einen Afro-Amerikaner verliebt, einem türkischen Polizisten, der preußisch-korrekt sein Dorf maßregelt, und den Ehefrauen der Macher-Männer, die systematisch Affären pflegen, ist die Hauptfigur, der Bürgermeister Alois Zischl Junior, auch noch schwer drogensüchtig. Lauter brisante Themen, Konstellationen und Diskurse also, für die dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen sonst oft der Mut fehlt. Referenzpunkte sind für die Produktion amerikanische Erfolgsserien wie "Breaking Bad", "House Of Cards" oder "Mr. Robot".
Alois Zischl ist als eine für solche Serien typische ambivalente Figur angelegt - ähnlich einem Walt White aus "Breaking Bad" oder Francis Underwood aus "House Of Cards" immer zwischen gut und böse schwankend, immer haarscharf vor der Katastrophe. Eine Rolle, die Maximilian Brückner ganz schnell an diesem Projekt gereizt hat: "Im Grunde ist er ein guter Kerl. Aber er muss auch manchmal unsympathisch sein. Sonst spielt man nur so einen Budenzauber", sagt er. Brückner, der selbst schon im Gemeinderat seines Heimatdorfs Riedering saß, verkörpert den jungen Bürgermeister und will seiner Rolle Intensität und Tiefe verleihen: "Du musst die Szenen, die hart sind, auch richtig hart spielen. Wenn das nur so eine Gaudi-Nummer ist, wird es einfach langweilig. Hier geht's ans Eingemachte."
In Tonfall und erzählerischem Stil möchte die linear erzählte Serie um die Hauptfigur Zischl Junior wie ein Roman Kapitel für Kapitel den Mikrokosmos Hindafing nutzen, um satirisch und überspitzt über das Leben in der Provinz zu erzählen. Der Ansatz sei es, beschreibt Produzent Rafael Parente das künstlerische Konzept der Produktion, das Landleben satirisch, schwarzhumorig und modern zu beleuchten. Es solle um ein reales Bayern gehen, sagt Parente, fernab von Postkarten-Idylle, Holzvertäfelung und Alpen-Panorama-Ästhetik.
In der Geschichte um die Intrigen und Spielchen des Bürgermeisters kommen in "Willkommen in Hindafing" die kleinen Geheimnisse und vergrabenen Leichen der Dorfgemeinde wieder ans Licht: "Tagsüber trifft man sich im Hasenzüchterverein und nachts eben im Swinger-Club." Wie in David Lynchs Mystery-Serie "Twin Peaks" aus den Neunzigern verstecken sich auch hier einige düstere Rätsel hinter der idyllischen Fassade. Die Ausstrahlung der Serie im Bayerischen Fernsehen ist für das Jahr 2017 geplant.
Von Stefan Sommer. Quelle: Süddeutsche Zeitung, 13.10.16


Das Team: Florian Kamhuber, Boris Kunz, Niklas Hoffmann, Moritz Wos, Joanna Klinger, Ulrike Kraus-Ringelmann, Jacqueline JayJay, Michael Kosyk, Patrick Wosien, Christina Christl Neher, Ringo Hermann, Marion Littich, Stefan Netzer, Bartosz Batura, Stephie Anna Wiehler, Max Greil, Marlene Piller,Felix Schmittenbecher, Tim Kuhn, Thomas Tröger, Rebecca Meining, Olivier Mo, Florian Lederer, Franziska Hurm, Micha Lang, Björn Mayer, Holger Welter, Bastian Huber, Ralf Hauschild, Vincent Oktay, Robin Schmid, Boris Heide, Rainer Hutchal, Calvin Holm, Marcel Beranek, Attila Makai, Daniló Gerul, David Reichelt, Clemens Lehmann, Bettina Berghammer, Pit Philipp, Tom Demiraldo, Naira Cavero, Susanna Haneder, Helga Berthold, Tina Keimen-Sorge, Kurosch-Oliver Akhavan, Agnes Ellert, Karin Schedlbauer, Katja Beck, Andreas Pfohl, Viktoria Vanillevodka
Quelle: NeueSupers Facebook-Seite


Quelle: Maximilian Brückners offizielle Facebook-Seite, 29.9.16



Quelle: Maximilian Brückners offizielle Facebook-Seite

Hindafing-Nachdreh
Video mit seiner Maskenbildnerin Agnes

Quelle: Maximilian Brückners offizielle Facebook-Seite, 20.12.16


Meine Frage: "Nachdreh zu Hindafing? Oder ist der Clip von den Dreharbeiten im Sommer?" hat Maxi mit "Ein kleiner Nachdreh!" beantwortet.

Der Bayerische Rundfunk hat am 23. Januar 2017 beim traditionalen BR-Filmbrunch im Literaturhaus München die Film- und Fernseh-Highlights 2017 präsentiert.
Hindafing-Besetzung
v.l. Andreas Giebel, Petra Berndt, Heinz-Josef Braun, Johanna Bittenbinder, Katrin Röver, Maximilian Brückner und BR-Redakteur Elmar Jäger. Foto: Tobias Hase/dpa

Foto: Hannes Magerstaedt/Getty Images
Hindafing - Katrin Röver + Maximilian Brückner
Quelle: Presseheft BR-Filmhighlights 2017


Mehr Fotos mit Maximilian Brückner und Video mit den Hauptdarstellern von Hindafing (ab ca. 4:23 min)

Themen der FilmNewsBayern #1/2017 des FilmFernsehfonds Bayern: "Katharina Luther", Dan Maag über Pantaflix, Sven Pannicke und Dominik Trimborn über die neue Niederlassung von RISE | Visual Effects Studios in München, 25 Jahre Bayerisches Filmzentrum Geiselgasteig, bald 50 Jahre Hochschule für Fernsehen und Film München, Interview mit Wolfgang Emmer von Icebird Studios, "Hindafing" von NEUESUPER (S. 24-25 → Scans s.u. und in voller Größe im Album „Willkommen in Hindafing (AT)“ auf Facebook), "Eine unerhörte Frau" von Hans Steinbichler, produziert von Lailaps Pictures GmbH, Berlinale-Premiere von Die Häschenschule - Der Film, Fotos von der Preisverleihung "Drehort des Jahres", von der Filmtheater Prämienverleihung, vom Mediengespräch im Englischen Garten und "De la classe" - der Bayerische Filmpreis. Voilà! Zum Download
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'Drama Series Days' auf der Berlinale
Überwiegend verheißungsvoll wird die nähere TV-Serien-Zukunft, wenn es nach den Projekten der diesjährigen 'Drama Series Days' geht. Aus Deutschland sorgt vor allem die BR-Serie "Willkommen in Hindafing" für eine positive Überraschung.
Die beiden deutschen Beiträge der Drama Series Days brauchten sich vor der internationalen Konkurrenz nicht zu verstecken. Positiv überraschte vor allem der von Neuesuper für den Bayerischen Rundfunk produzierte Sechsteiler "Willkommen in Hindafing" – von seinen Machern nicht ganz zu Unrecht als bayerische Antwort auf "Fargo" bezeichnet. Ex-"Tatort"-Kommissar Maximilian Brückner glänzt als korrupter, koksender, inkompetenter Provinzbürgermeister, der seine große Stunde gekommen glaubt, als er in seinem Ort ein Flüchtlingsheim unterbringen soll. Das Autorentrio Niklas Hoffmann, Boris Kunz und Rafael Parente hat herrlich skurrile Figuren geschaffen, deren Beziehungsgeflecht gerade so weit ins Absurde getrieben wird, dass Denkanstöße zur gesellschaftlichen Gegenwart noch erkennbar sind.
aus: Vom bayerischen "Fargo" zur Serienkiller-Jagd mit Freud auf DWDL.de, 16.2.17

Welcome to Hindafing
Quelle: Global Screen (mit Trailer)

Quelle: IMDb

Pressetag in Hamburg am 7. April 2017

Quelle: Maximilian Brückners offizielle Facebook-Seite

Quelle: BR-Bayerischer Rundfunk auf Twitter

So böse (und komisch) kann eine Heimat-Serie sein
Hindafing, ein bayerisches Idyll? Von wegen: Ein korrupter Bürgermeister sorgt in der BR-Serie für jede Menge Drama. Und die irre Story samt tollen Stars für außergewöhnliche Unterhaltung.
Es geht um Drogen, Affären, Korruption und Flüchtlingspolitik. Eine explosive Mischung, die sich in der bayerischen Provinz für Enthüllungen sorgt, die besonders Bürgermeister Zischl und seinen Spezln zum Verhängnis werden könnte.
Sollte man sehen weil Kleinstadtpolitik hier mal nix mit Kleintierzüchterverein und Frühlingsfestplanung zu tun hat. Hier geht's um Geldgier und Machthunger, die zusammen eine ganze Gemeinde in die komische Katastrophe treiben. Und wenn dann noch der talentierte Maximilian Brückner und Kabarettist Andreas Giebel in den Hauptrollen zu sehen sind, ist der etwas andere Heimatabend gesichert.
Neues zu Staffel 2? Ob es eine zweite Staffel zur bayerischen Serie geben wird, steht noch in den Sternen. Doch wenn die erste Staffel im Mai 2017 ein Erfolg wird, ist sicher nichts unmöglich und weitere TV-Skandale aus Hindafing denkbar.
Vollständiger Artikel von Claudia Donald in Hörzu, 12.4.17

Bayern, einmal anders bitte!
Hindafing, irgendein Kaff in Oberbayern. Leider sieht es hier nicht so schön aus. Keine sattgrünen Wiesen vor weißblauem Himmel. Auch jene bärbeißigen und doch liebenswerten Originale, die hier vielleicht noch einen netten Mord aufklären könnten, sucht man vergebens. Nein, die BR-Serie "Hindafing" ist anders als jene Stoffe, die auf Heimattümelei, Postkartenbilder und Geschichten von der Stange setzen. Sollte man das in drei dienstäglichen Doppelfolgen ausgestrahlte Werk junger Filmschaffender beschreiben, man müsste absurd klingende Vergleiche wie den Mix aus Gerhard Polt und "Breaking Bad" ins Felde führen. Maximilian Brückner, den man einst beim Saarländischen "Tatort" als Kommissar nicht mehr haben wollte, spielt grandios einen Bürgermeister im verzweifelten Draufgänger-Modus.
Wer das Landleben kennt, jene Mischung aus gegenseitiger Hilfe und Erniedrigung, weiß, wie es Alfons Zischl (Maximilian Brückner) geht. Auf der Beerdigung seines Vaters, im Ort war er wohl immer jener, der das Sagen hatte, bekommt der junge Bürgermeister noch einmal vorgehalten, was für ein großer Mann der Verstorbene war - während der Sohn weiter gegen sein Image als Würstchen ankämpfen muss.
Der kinderlos mit einer seltsam stoischen Malerin (Katrin Röver) Verheiratete arbeitet fieberhaft an der Realisierung seines Prestige-Projekts, des neuen Einkaufszentrums "Donau Village". Während Zischl private Geldsorgen drücken, schlägt ihm der mafiöse Landrat Pfaffinger (Jockel Tschiersch) ein unsauberes Geschäft vor. Sollte Zischl seine Pläne fürs fast fertige Einkaufszentrum eine Weile auf Eis legen, damit in den Räumlichkeiten Flüchtlinge untergebracht werden können, bekäme der Bürgermeister Zugriff auf vom Vater in Übersee geparkte Schwarzgeld-Millionen.
Blöderweise hat Zischl junior vielen Geschäftsleuten seiner Stadt längst konkrete Versprechungen gemacht, die von einer baldigen Eröffnung des "Donau Village" abhängen. Vor allem der korrupte Biofleisch-Händler Sepp Goldhammer (Andreas Giebel) kämpft mit harten Bandagen. Jedoch ist er nicht der einzige im Ort, der Alfons Zischl in der Hand hat. Fast scheint es, als würde jeder in dieser feinen Gemeinde Druck auf den Bürgermeister ausüben, was diesen zu einem wahren Parforce-Ritt in Sachen Kopf-retten zwingt.
Das irre Drehbuch zu "Hindafing" entstammt der Feder junger, ehemaliger Filmhochschüler, die sich mit diesem Stoff an einem Kreativwettbewerb des BR beteiligten. Gott sei Dank wurde die Qualität des Drehbuchs von Niklas Hoffmann, Rafael Parente und Boris Kunz (auch Regie) frühzeitig erkannt. "Hindafing" wurde als besonderes Projekt gefördert und als Sechsteiler mit viereinhalb Stunden Spielzeit ausgestattet. Eine der Stärken der Serie, neben ihrer genauen Beobachtung des auf gegenseitigen Abhängigkeiten beruhenden Landlebens, sind die Ernsthaftigkeit und der Realismus, mit denen hanebüchene Geschichten auch in ihren irrsten Wendungen erzählt werden. Fast glaubt man, noch einmal die besten Sketche aus Gerhard Polts Kultserie "Fast wia im richtigen Leben" mitzuerleben.
Gerade wenn man weiß, wie schnell solche satirischen Stoffe den Deutschen ins Lächerliche, Überzogene abkippen, muss man bewundern, wie der BR seine böse Heimatserie gegen den Mainstream konsequent anders inszenierte. Wenn das deutlich sanftere "Mord mit Aussicht" im Ersten Bruce Springsteen wäre, könnte man "Hindafing" als Frank Zappa der deutschen TV-Serie bezeichnen. Weil Zappa jedoch abseits seiner provokanten Ferkeleien zwar geniale, aber zu komplizierte Musik machte, um der Masse zu gefallen, läuft "Hindafing" im Bayerischen Fernsehen anstatt im Ersten.
Doch wer weiß? Auch US-Serien wie "Breaking Bad" schienen anfangs viel zu abgefahren, um für einen Mainstream-Erfolg in Frage zu kommen. Wie man weiß, kam es anders. Dem deutschen Serienwesen, zumindest jenem mit kleinem Budget, sollte "Hindafing" ein großes Vorbild sein.
Von Eric Leimann, Weser-Kurier, 21.4.17

Photo: Günther Reisp. Quelle: IMDb
Schrill-schräger Serien-Blick auf Bayern
Im Mittelpunkt steht die kleine fiktive Gemeinde Hindafing mit ihrem selbstherrlichen und hoch verschuldeten Bürgermeister Alfons Zischl (Maximilian Brückner). Der will mit seinem alten Spezl, Bioschlachter Sepp Goldhammer (Andreas Giebel), an der Stelle der alten Kriegskonservenfabrik der Goldhammers ein modernes Bio-Shopping-Paradies errichten, das den klangvollen Namen Donau Village trägt. Alles läuft nach Plan. Doch dann macht Landrat Pfaffinger (Jockel Tschiersch) dem verschuldeten Bürgermeister ein unmoralisches, aber äußerst verlockendes Angebot. Zischl soll Zugriff auf die Schwarzgeldkonten seines verstorbenen Vaters erhalten, wenn er im Gegenzug in Hindafing 50 Flüchtlinge aufnimmt. Als Ort würde sich am besten das Gebäude eignen, in dem eigentlich das Donau Village geplant war. Zischl lässt sich auf den Deal ein und fordert so nicht nur den Unmut von Sepp Goldhammer heraus. Auch seine Frau Marie (Katrin Röver), die leidenschaftlich gerne malt und eine kleine Galerie im Center bekommen soll, und Vereinsmeier Karli Spitz (Heinz Josef Braun), dessen Tochter Jackie (Kathrin von Steinburg) dort einen Friseursalon eröffnen will, sind von den Plänen des Bürgermeisters alles andere als begeistert und schießen zurück. Kaum sind die Flüchtlinge angekommen, werden die Turbulenzen immer größer. Pfarrer Krauss (Michael Kranz) verliebt sich in den jungen Afrikaner Amadou (Joel Sansi), der türkischstämmige Dorfpolizist Erol Yildirim (Ercan Karacayli) ermittelt heimlich gegen Zischl wegen dessen Verstrickungen ins Drogenmilieu, Karli Spitz will sich plötzlich wieder daran erinnern, wer vor Jahren seine Tochter (Spitzname: die unbefleckte Empfängnis) geschwängert hat und ein zwielichter Typ namens Slomka (Wolfgang Maria Bauer) will beim Bürgermeister Drogenschulden eintreiben. Und auch Goldhammer hat so seine Probleme: Auf seinem Hof entdecken Inspekteure ukrainische Fleischabfälle. Alles bio - oder was?
So mancher Kommunalpolitiker dürfte entsetzt sein: So durchgeknallt hat man wohl noch nie einen Bürgermeister gesehen. Der kokst, was das Zeug hält, ist korrupt, machtgeil, spielt jeden gegen jeden aus, weiß clever jede Situation für sich zu nutzen. Doch, und das macht den besonderen Reiz der Serie aus, letztlich verheddert er sich stets selbst in seinen Intrigen. Man merkt den Machern an vielen Stellen an, welche Serien sie beeinflusst und wohl auch inspiriert haben (das wird schon äußerst gelungenen Vorspann sichtbar). Da ist Walter White aus „Breaking Bad“, der sich auch immer mehr hinein reitet und ähnlich geschunden durch die Szenerie stolpert wie Alfons Zischl. Da ist Frank Underwood in „House Of Cards“, der für den Machterhalt auch - obgleich anders - über Leichen geht. Da ist „Twin Peaks“, eine Kleinstadt, hinter deren idyllischer Fassade sich ein Labyrinth aus Sex, Drogen, Lügen und Gewalt verbirgt. All das findet man auch in dem Ort „Hindafing“. Das Dorf ist nur auf den ersten Blick ein bayerisches Idyll. Hier gibt es Kokain, Affären, Korruption, Machthunger, Geldgier und Flüchtlingspolitik als Spielball eigener Interessen. Das alles reißt Bürgermeister Zischl in die Katastrophe. Durch seine Intrigen und Spielchen kommen Stück für Stück kleine Geheimnisse, alte Sünden und vergrabene Leichen der Dorfgemeinde ans Licht.
Das ist teilweise angenehm verschachtelt erzählt. Das Drehbuch stammt von Niklas Hoffmann, Rafael Parente (beide konzipierten auch die ZDFneo-Serie „Blockbustaz“) und Boris Kunz (der drehte die Tragikomödie „Daniels Asche“ und als HFF-Abschlussfilm die Liebeskomödie „Drei Stunden“), der hier auch Regie führt. So richtig rund und flüssig ist das alles noch nicht immer. Zu schwankend ist die Qualität der einzelnen Szenen, manches wirkt unausgegoren, anderes - wie beispielsweise die Szene auf dem Fußballplatz - gerät ein wenig hölzern. Doch der innovative Anteil überwiegt deutlich. Viele Sequenzen stecken voll sprudelnder Ideen, sind schrill, schräg und herrlich pointiert. Da stimmt das Timing. Was die Macher wollen, ist spür- und sichtbar, auch wenn manch Straffung der Serie gut getan hätte.
So eine ambivalente Figur wie diesen Alfons Zischl gab es früher in deutschen Serien nicht, hier haben die Vorbilder aus den USA eine Menge in Bewegung gebracht. Zischl schwankt stets zwischen Gut und Böse, agiert immer haarscharf vor der Katastrophe. Ein guter Kerl und ein Kotzbrocken zugleich, zu dem man Empathie entwickelt kann, aber im nächsten Moment als Zuschauer sofort wieder auf (moralische) Distanz geht. Maximilian Brückner („Pregau“) gibt dieser Rolle Intensität und Tiefe, spielt die harten Szenen auch richtig hart. Ob ihm dabei seine Erfahrung als Gemeinderat seines Heimatdorfs Riedering geholfen hat, sei mal dahin gestellt. Die Serie lebt von der Überhöhung des Lebens in der Provinz, von der Überspitzung der agierenden Charaktere, will das Landleben satirisch, schwarzhumorig und modern beleuchten. Keine Postkarten-Idylle, keine Alpen-Panorama-Ästhetik, man spielt auch nicht einmal mit den bekannten Motiven. Der Mikrokosmos Hindafing ist von Regisseur Kunz atmosphärisch gut eingefangen, die Locations mit viel Überlegung ausgewählt. Das fängt schon beim Rathaus an, das kein historisches Gebäude ist, sondern eine typische Bausünde aus den siebziger Jahren, ein liebloser, kalter Zweckbau in Beton.
Der Traum vieler Dörfer vom Aufschwung durch Ansiedelung moderner Unternehmen oder den Bau eines großen Einkaufszentrums nimmt die Serie als Ausgangsidee. Dabei spielt sie mit aktuellen Ökotrends genauso wie mit der Angst mancher Gemeinden vor der Aufnahme von Flüchtlingen. Was am Anfang witzig beginnt, nimmt im Verlauf der sechs Folgen deutlich an Brisanz und Härte zu. „Wir versuchen, aktuelle Themen zu streifen, politische Diskussionen anzureißen und unsere Figuren dabei zu begleiten, wie sie damit umgehen“, sagt Rafael Parente. Herrlich frech, frisch und politisch alles andere als korrekt ist das Figurenkonstrukt: Der Priester homosexuell, der türkische Polizist preußisch-korrekt und „deutscher als die Deutschen“, der Bürgermeister drogensüchtig, korrupt und ein Weiberheld, die Frauen treiben es ähnlich bunt wie die „Vorstadtweiber“, der Biometzger (eine Rolle wie geschnitzt für Andreas Giebel!) ein Betrüger. Man traut sich was... und das tut der Serie gut. Man merkt dem jungen Team seinen anderen soziokulturellen Hintergrund an: Hier wird nicht so verschmitzt und liebevoll erzählt wie es in Bayern beispielsweise ein Franz X. Bogner („Schexing“) macht, bei diesen jungen Wilden geht es zur Sache. Dabei gelingt der Spagat zwischen Überspitzung und dem für die Glaubwürdigkeit des Ganzen nötigen Realismus nicht immer, aber die Einarbeitung kleiner und großer Themen - von der Flüchtlingsproblematik über „Fracking“ bis zu kleinen Skandalen wie der gesponserten Geburtstagsfeier des Miesbacher Ex-Landrats Kreidl - machen die Serie zu einem durchdachten Vergnügen auf der Höhe der Zeit. Und die teilweise jazzig angehauchte Musikuntermalung (Musik: David Reichelt) gibt der Produktion auch eine besondere Klang-Note.
4 1/2 von 6 Sternen
Von Volker Bergmeister, Tittelbach.tv, 25.4.17

Seite erstellt im Juli 2016 von EFi; zuletzt ergänzt am 25.4.2017 weiter zum
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