Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben
 Komödie in sieben Bildern von Kurt Wilhelm nach einer Erzählung von Franz von Kobell

  Münchner Volkstheater in der Brienner Straße 50: 2005 - 2020
 Münchner Volkstheater in der Tumblingerstraße 29: 2021 -

Den Tod stelle er sich jugendlich vor, hat Christian Stückl in einem Interview gesagt. Kraftvoll. Also ließ er die Rolle, die der am 29. Januar 2005 verstorbene Toni Berger legendär interpretierte, in seiner Fassung des Brandner Kaspar von einem jungen Schauspieler darstellen: vom 26-jährigen Maximilian Brückner. Brückner hat unter Stückl am Münchner Volkstheater schon den "Räuber Kneißl" und den Mammon im "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen gespielt. Bekannt wurde er auch durch seine Rolle in dem Fußballfilm "Männer wie wir". Gleichfalls wie beim Räuber Kneißl wollte der Christian Stückl auch wieder mit den Riederinger Musikanten zusammenarbeiten. Denn ein Stück über den Tod, den Boandlkramer, also den Knochenhändler, ist immer auch ein Stück über das Leben. Über das ewige Leben gar. Und kann man sich ein Paradies vorstellen ohne Musik?

Die Geschichte
Der Brandner Kaspar ist ein Schlitzohr. So schlitzohrig ist er, dass er sogar den Tod über den Tisch zieht. Als der Boandlkramer kommt, um ihn zu holen, serviert ihm der Brandner Kaspar einen Kerschgeist nach dem anderen. Als der Tod, zwar an Spirituelles, aber an Spirituosen nicht gewöhnt, nicht mehr Rechts und Links unterscheiden kann, schwindelt der schlitzohrige Alte ihm bei einem Kartenspielchen 18 weitere Lebensjahre ab. Im Himmel jedoch fliegt der Betrug auf. Der Portner Petrus stellt beim Check seiner Liste fest, dass des Brandner Kaspars Zeit schon abgelaufen ist. Warum ist der noch nicht geholt worden? Der Tod, eine grundehrliche Haut, steckt in der Klemme. Was soll er tun? Sein Wort will er auf keinen Fall brechen! Um den Brandner Kaspar zu überzeugen, dass man sich mit einem Umzug immer verbessern kann, lässt er ihn die Freuden des Jenseits vorkosten. Ein "Bayern im Himmel" führt er vor, paradiesische Opulenz. Mit Freuden bleibt der Brandner Kaspar dort oben bei den Engeln, zumal er sich dadurch den drohenden Aufenthalt im Fegefeuer erspart.

Die 5-seitige Erzählung von Franz Ritter von Kobell "Die G’schicht vom Brandner Kaspar", die zuerst 1871 in den Fliegenden Blättern erschien, inspirierte seinen Ururgroßneffen Kurt Wilhelm Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts zu seiner Komödie "Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben". 1975 fand am Münchner Residenztheater die Uraufführung statt. Mehr als 900 Mal ging der urbayerische Stoff dort über die Bühne, bis Intendant Dieter Dorn das Stück in der Saison 2001/02 aus dem Spielplan nahm.
Aus der Pressemitteilung des Münchner Volkstheaters zur Inszenierung von Christian Stückl. 5. April 2005.

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Am ersten Weihnachtsfeiertag 2009 starb der große Münchner Autor und Regisseur Kurt Wilhelm im Alter von 86 Jahren im Kreis seiner Familie. ... "Kurt Wilhelm kam auf mich zu: 'Ich wünsch mir, dass du den 'Brandner' machst'", erinnert sich Christian Stückl. "Ich fand das sehr mutig von ihm, mir das Stück zu geben - er musste ja davon ausgehen, dass ich etwas Anderes daraus machen würde." Kennengelernt haben sich Wilhelm und Stückl vor fünf Jahren, wo noch keiner ahnen konnte, dass der Grundstein gelegt wurde für den größten Erfolg des Volkstheaters mit bisher über 100.000 Besuchern. "Kurt Wilhelm war schon sehr krank, die Arbeit mit ihm war aber sehr angenehm. Er war umgänglich und nett - und ein Mensch, der genau wusste, was er wollte." Bei der Premiere im Volkstheater war Wilhelm ebenfalls, "aber er konnte kaum aufstehen. Ich bin mir aber sicher, dass es ihm sehr gut gefallen hat." ... Jetzt hat Kurt Wilhelm sein ewig’ Leben. Ob’s da oben auch Kerschgeist gibt?
Programmheft

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Theaterplakat

Neuinszenierung des Brandner Kaspar am Münchner Volkstheater
Ursprünglich stammt die Geschichte des Brandner Kaspars von Franz Ferdinand von Kobell (1803-1882). Sie umfasst nur wenige Seiten und erzählt von einem Büchsenmacher am Tegernsee, den der Tod holen will. Die Erzählung wurde mehrfach dramatisiert und auch mit Carl Wery und Paul Hörbiger verfilmt.
Kurt Wilhelm, ein Urgroßneffe Kobells, schrieb 1974 eine Bühnenfassung, die am 7. Januar 1975 am Bayerischen Staatsschauspiel unter Intendant Kurt Meisel Premiere hatte. Bis zur Spielzeit 2001/2002 trat in mehr als 900 Aufführungen der unlängst verstorbene Toni Berger in der Rolle des Boandlkramers auf.
Eine Programmlinie des Münchner Volkstheaters widmet sich Stoffen, die im Bayerischen beheimatet sind, wie der Geierwally und dem Räuber Kneißl - und jetzt dem Brandner Kaspar. Schon seit Längerem waren Kurt Wilhelm und Christian Stückl wegen des Brandner Kaspar im Gespräch. Anfang 2005, nachdem die Geierwally abgespielt war, einigten sie sich schließlich auf eine Neuinszenierung am Münchner Volkstheater.
"Ganz anders als im Jedermann wird im Brandner Kaspar die ewige Angst des Menschen vor dem Tod mit Witz und Ironie behandelt", sagt Christian Stückl. Ebenfalls habe ihn eine Neuinszenierung des Stoffes in Zusammenarbeit mit den Riederinger Musikanten gereizt. Wie schon beim Jedermann in Salzburg hat sich Christian Stückl bewusst dazu entschieden, den Tod mit einem jungen Schauspieler zu besetzen. Den Boandlkramer wird Maximilian Brückner spielen, der zuletzt als Räuber Kneißl am Münchner Volkstheater zu sehen war, bei den Salzburger Festspielen den Mammon im Jedermann gespielt hat und im Kino bekannt wurde mit dem Film Männer wie wir. In der Titelrolle wird Alexander Duda zu sehen sein. Als Porter wird Peter Mitterrutzner besetzt, der ebenfalls dem Münchner Volkstheater schon lange verbunden ist. Markus Brandl spielt Simmerl, Florian Brückner die Figur des Florian, Ursula Burkhart spielt Therese und Hubert Schmid spielt den Erzengel Michael.
Regie: Christian Stückl ; Bühne: Alu Walter ; Kostüme: Ingrid Jäger ; Premiere: 7. April 2005
Pressemitteilung Münchner Volkstheater, 22. Februar 2005

Premiere am 7. April 2005
Besetzung:
Alexander Duda - Kaspar Brandner
Maximilian Brückner - Boandlkramer
Kathrin von Steinburg / Susanne Wiesner - Marei (ab Spielzeit 2013/14 Doppelbesetzung)
Stefan Murr - Florian, Taglöhner
Markus Brandl - Simmerl, Jäger
Wilfried Labmeier - Bürgermeister Senftl / Nantwein (jetzt: Hans Schuler)
Ursula Burkhart - Theres / Traudl
Tobias van Dieken - Kai-Uwe von Zieten / Hans-Joachim von Zieten
Peter Mitterrutzner - Portner Petrus
Hubert Schmid - Erzengel Michael
Agnes Staber - die seelige Afra
Josef Staber - Luzifer
Bauern / Jagdhelfer / Engerl: u.a. Dominikus Brückner, Florian Brückner, Andreas Buntscheck, Simon Daxlberger, Andreas Engelmann, Franz Maier, Sebastian Schwaiger, Franz Staber, Martin Weyerer
Stab:
Regie: Christian Stückl
Bühne: Alu Walter
Kostüme: Ingrid Jäger
Dramaturgie: Volker Bürger
Lichtdesign: Günther E. Weiß
Musik: (Junge) Riederinger Musikanten
Musikalische Mitarbeit: Markus Zwink

Seit der Corona-Pandemie bedingten Vorstellungsabsage und Deutschlandweiten Theaterschließung im März 2020 gab es keinen "Brandner Kaspar und das ewig' Leben" mehr im alten Haus, aber am 4. (sehr verregnet) und 5. Juli 2021 als schönes Open-Air am Münchner Königsplatz in der Reihe "Theatersommer - Bayern spielt". Meine Fotos vom 4.7.21 ; Fotos von Dr. Astrid Fendt und Video von Almliebe vom 5.7.21

150 Jahre Brandner Kaspar - Unsterblicher Boandlkramer vom Tegernseer Tal


Christian Stückl und Maximilian Brückner auf der Baustelle vom neuen Volkstheater im Viehhof







Christian Stückl: "Der erste Schnaps am Nachmittag seit ma an Brandner macha. Prost! Pfui Teife - i stell mir jetzt einfach vor, dass i a Mon Cherie gessn hätt!"
Quelle: 1871 erschien die Urfassung des Brandner Kaspar von Franz von Kobell - der Ursprung einer der berühmtesten literarischen Figuren Bayerns. Deren Heimat, das Tegernseer Tal, war für ihren Schöpfer sehr real. Kobell lebte zeitweise hier und ließ sich von der Landschaft inspirieren. Anlässlich des 150. Geburtstags des Brandner Kaspars begeben wir uns auf Spurensuche nach den Wurzeln dieser legendären Figur. Bericht im Bayerischen Fernsehen in "Zwischen Spessart und Karwendel" am 22. Mai 2021 mit Ausschnitten aus der Residenztheaterinszenierung und natürlich auch aus der vom Münchner Volkstheater. 🙂 Außerdem besuchen Maximilian Brückner (zusammen mit einer Fleischpflanzerlsemmel) und Christian Stückl die Baustelle des neuen Hauses und Maxi ist schwerst beeindruckt von der Bühnengröße, und sie trinken Kerschgeist. Video - Viel Spaß!


Münchner Volkstheater Eintrittskarten für den Brandner Kaspar beim Münchner Volkstheater


Das Münchner Volkstheater – jetzt Ecke Tumblinger-/Zenettistraße, Tage der offenen Tür am 10. + 11. September 2021
Am Samstag, 11.9. gingen mittags die Warteschlangen der Interessierten vor beiden Zugängen am Haus entlang und wieder zurück; ich bekam erst einen Termin für die 16:20 Führung, also konnte ich vorher die Riederinger Musikanten begrüßen und ihnen zuhören. Die Gruppen bestanden mittags noch etwa 20 Personen, nachmittags waren es jeweils mindestens 100 Personen, aber trotzdem war meine Führung durch Markus Weinkopf, den Vorsitzenden der Freunde des Volkstheaters informativ, und die Hinterbühne, die Seitenbühne und die diversen Werkstätten besichtigen und sich auch mit den Mitarbeitern dort unterhalten zu können hat richtig Lust auf die offizielle Theatereröffnung gemacht. Toi, toi, toi! ..... Meine Fotos


Christian Stückl auf der grossen Bühne
Beide Fotos: Gabriela Neeb

Rechts Christian Stückl, daneben sein Vater Peter, in der Mitte die Mama, mit grünem Hut der Staber Sepp, und im Hintergrund - auch mit Hut seine Schwester Agnes, beide von den Riederinger Musikanten.
Münchner Volkstheater: „Das war die Eröffnung! Danke, dass Ihr da wart. Wir sind immer noch ganz beseelt von dem wunderschönen Eröffnungsabend mit Euch! ✨ ❤“ Mehr Fotos, 16.10.2021

Am Donnerstag ,14. Oktober gab es die öffentliche Generalprobe von "Edward II." mit nur etwa 300 Zuschauern (u.a. auch mit mir) vor der offiziellen Premiere mit geladenen Gästen am folgenden Abend.
Mit "Edward II." von Shakespeares Rivalen Christopher Marlowe, in der Regie von Christian Stückl auf Bühne 1 wurde am Freitag, 15. Oktober 2021 das neue Volkstheater im Viehhof eröffnet.
Die zweite Premiere war am Samstag, 16. Oktober: Mit "Unser Fleisch, unser Blut" weihen Jessica Glause und ihr Team die Bühne 2 ein.
Die dritte Premiere am Sonntagabend des Eröffnungswochenendes: Der Dramatiker Bonn Park inszenierte sein Stück "Gymnasium", ein Postfaktisches Musical.

"Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben" gab es am 30. + 31. Oktober 2021 das erste Mal auf der Bühne 1 (der grossen mit 600 Plätzen) zu sehen.


Foto: Markus Brandl, 30.10.21

Foto: Barbara Beil, 30.10.21
gesucht wird : Maximilian Brückner: Und wie wars so gestern in der 1. Vorstellung auf der neuen grossen Bühne?
Annette Forster: War ein sehr schöner Theaterabend 😃😃 grandiose Vorstellung 👍👍
Uwe Hammer: Is doch so ein Gefühl wie in Oberammergau auf der großen Bühne? 🙂
gesucht wird : Maximilian Brückner @ Uwe Hammer: Soo groß ist sie nun auch wieder nicht, dass wie in O'gau die Bühnenbilder nebeneinander passen würden.
Uwe Hammer: na ja aber immerhin größer wie im alten Theater 🙂
Oana Baciu: Wie immer sehr schön, auch wenn dieses Mal ein bissl improvisiert wurde (kleine Textlücken) 😉 das merkt man aber auch nur wenn das schon das 8. Mal Brandner Kaspar war 😃 und im Theater hat man ja auch keine Roboter, von daher finde ich dass es auch ein bissl dazu gehört.
gesucht wird : Maximilian Brückner @ Oana Baciu: Stimmt, sonst wärs ja nicht das echte Theatererlebnis!
Barbara Beil: Es war wirklich super - vielen Dank für den schönen Abend 👏 Für mich Brandner zum 4. mal 👍

Über die 2. Vorstellung von "Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben" auf der großen Bühne im neuen Münchner Volkstheater am Sonntag, 31. Oktober 2021:
Überprüfung von 3G und Ausweisen, samt einem lila Bändchen ums Handgelenk im Hof vorm Eingang (ich frag mich wie das dann bei Regen, Schnee und Kälte werden wird), dann konnten die Masken ab. Aber einige Besucher trauten dem nicht, es wurden weiter Masken getragen.
Ausverkauft natürlich, aber in der ersten Reihe wurden steife Hälse befürchtet, da die Bühne höher ist als im alten Haus - und natürlich sehr viel tiefer. Die Spannung stieg, ob es neue, der neuen Größe angepassten Bühnenbilder geben würde. Nicht wirklich: Die Bäume wurden nach oben verlängert, und nun können sie schweben…, die Wirtsstube bekam einen Rahmen - nun ist der Guckkasteneffekt noch stärker, der Himmel ein neues Wolkenbild, die Höllenpforte ist nicht mehr vorne in der Mitte, sondern wo anders, woran sich die Engerl erst noch gewöhnen müssen - nicht dass noch einer abstürzt, und Boandls Pferd und Karren fliegen jetzt, nur das Ross ist davon nicht begeistert. Gefunden haben sie den Boandl auf der Passionsbühne in Oberammergau.
Besondere Vorkommnisse des Abends: Viele Erstbesucher dieser Inszenierung, wenige TrachtenträgerInnen, Susanne Wiesner spielte die Marei - wie immer sehr süß, der Boandlkramer (Maximilian Brückner) zerstörte den Schrubberstiel und damit gleich noch das Radio, was der Brandner Kaspar (Alexander Duda) mit „Des war a Radio“ kommentierte, die Stabers hatten einige ihrer Kinder und weitere Familienmitglieder mitgebracht, Agnes war beim Vierergesang dabei, es hatte Texthänger - vor allem beim Portner, die der Boandl füllte, und den Trockeneisnebel gabs wohl im Sonderangebot - sogar der Boandl musste ihn gelegentlich wegblasen.
Hinterher wie schon früher im alten Haus langanhaltender Applaus. Gefeiert wurde danach auf der Alten Utting. Text © EFi, 1.11.21





Da nichts dazwischen kam, war die 350. Vorstellung von "Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben" im Münchner Volkstheater am Mittwoch, 12. Januar 2022, und bis auf Bürgermeister Senftl/der fast heilige Nantwein, der inzwischen von Hans Schuler gespielt wird, und einigen anderen Riederinger Engerln, sowie Susanne Wiesner die seit der Spielzeit 2013/14 als Doppelbesetzung der Marei dazugekommen ist, immer noch in der Originalbesetzung seit der Premiere am 7. April 2005.





Bei den zwei Vorstellungen am 16. und 17. Februar 2022 von "Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben" fiel Peter Mitterrutzner, der den heiligen Petrus spielt, coronabedingt aus. Umbesetzen oder eine Ersatzvorstellung disponieren? Die Lösung war schnell gefunden. Intendant Christian Stückl sprang nach kurzer Bedenkzeit ein. „Er hat schon einmal den Petrus krankheitsbedingt gespielt [im Juni und Juli 2019]. Er ist auch der Regisseur der Inszenierung und dann lag die Idee nahe, dass er es macht. Und zum Glück hatten alle Schauspieler*innen, die in den Szenen mit Petrus spielen, kurzfristig für eine Probe Zeit.“, so Disponentin Katharina Osterhammer. So entstehen manchmal auch besondere Abende. Denn wann sieht man schon den Intendanten auf der Bühne spielen? Mit Christian Stückl haben sie im Münchner Volkstheater halt einen Chef, der alle Rollen im Kopf hat (allerdings: „Den Boandlkramer mach ich euch ned!“), der 2007 als Kirchenfürst in seiner eigenen Produktion von Schillers "Don Karlos" und auch 2011 für einige Vorstellungen von Brechts "Dreigroschenoper" als Peachum einsprang, weil die Stimmbänder des Schauspielers nicht so konnten wie sie sollten. Auch „kostümmäßig“ musste sich Christian Stückl etwas einfallen lassen. Denn das „Petrus-Outfit“ von Mitterrutzner passt nicht, es ist ihm zu eng. Also beauftragte er seinen Spezl Hubert Schmid, der im Brandner den Erzengel Michael mimt, er möge sein Nikolausgewand aus Oberammergau mitbringen.
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Ich hatte sowohl 2011 wie auch 2019 das Glück, zufällig Christian Stückl als Peachum, bzw. als Portner auf der Bühne erleben zu dürfen. Sehr salbungsvoll in der Stimmlage – ist er doch „der Fachmann fürs Katholische“ und textsicher. Auf die Schnelle hatten sie ihm ein Kostüm angepasst, sogar rauchen auf der Bühne durfte er, und er brachte auch noch neue Ideen in seinen Auftritt ein – der arme Erzengel Michael war ganz verwirrt davon. Die anderen Schauspieler (und ganz besonders der Maximilian Brückner, der beinahe das Bühnenbild demoliert hätte vor Überschwang) samt den Riederinger Musikanten waren allerdings wesentlich alberner auf der Bühne als sonst, denn wann hat man schon die Chance mit dem Chef zu spielen? Bei der Verbeugungsrunde wurde er ganz besonders gefeiert und vom Boandl auch heftigst gedrückt. EFi



Mit dem Boandl auf da Roas
Der Brandner Kaspar und der Boandlkramer auf Tournee



Keine Vorstellungen vom "Brandner Kaspar" im März, April, Mai, Juni und Juli bis zum Ende der Spielzeit 2021/22. Da alle Mitwirkenden nur noch als Gäste am Haus sind, kommt es gelegentlich zu Schwierigkeiten für Alle passende Termine zu finden.

Am 3. Oktober 2022 gibt es einen "Wiesn-Brandner", und am 4. und 13. Oktober die ersten 'regulären' Vorstellungen der neuen Spielzeit 2022/23 im Theater.

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Trivia:
Der echte Hans Joachim von Zieten (1699-1786) war einer der berühmtesten Reitergeneräle der preußischen Geschichte und ein enger Vertrauter König Friedrichs des Großen. Seine Söhne starben allerdings kinderlos.


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 Seite erstellt am 22.2.22 von EFi zurück
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