Wer früher stirbt ist länger tot  (2006)

Premiere: 15. Juli 2006, 24. Filmfest München
Kinostart Deutschland: 10./17. August 2006
Besucherzahlen 2006: 1.256.459 (# 7 der dt. Filme, # 23 aller Filme)
Besucherzahlen 2007: 442.787 (# 16 der dt. Filme, # 69 aller Filme)
Besucherzahlen 2008: 13.352 (# 97 der dt. Filme) = insgesamt 1.793.603 Besucher ; Quelle: FFA
Kinostart Österreich: 17. November 2006
Besucherzahlen 2006: 49.839 (# 14 aller Filme)
Internationale Pemiere: 9. Februar 2007, 57. Berlinale
Fernsehpremiere: 1. November 2008, ARD, Reihe "BR-Filmherbst"
Einschaltquoten: 3,86 Mio Zuschauer / 12,4% Marktanteil
Preise:
24. Filmfest München 2006 : Förderpreis Deutscher Film: Regie - Marcus H. Rosenmüller
28. Bayerischer Filmpreis 2007 : Hauptpreis des Bayerischen Filmpreises für den Besten Film an Annie Brunner, Andreas Richter und Ursula Woerner, Roxy Film ; Bester Nachwuchsregisseur - Marcus H. Rosenmüller
2007 New Faces Award : Bester Debütfilm ; Sonderpreis - Markus Krojer
57. Deutscher Filmpreis 2007 : Lola in Gold Bestes Drehbuch - Christian Lerch und Marcus H. Rosenmüller ; Beste Regie - Marcus H. Rosenmüller ; Beste Filmmusik - Gerd Baumann ; Lola in Silber Bester Spielfilm - "Wer früher stirbt ist länger tot" / Produzenten Annie Brunner, Andreas Richter und Ursula Woerner, Roxy Film

Eine unsterbliche Komödie




oder: A Lausbua auf der Suche nach Unsterblichkeit

Besetzung:
Markus Krojer - Sebastian Schneider
Fritz Karl - Lorenz Schneider, der Kandlerwirt, Vater von Sebastian und Franz
Jule Ronstedt - Veronika Dorstreiter
Jürgen Tonkel - Alfred Dorstreiter
Saskia Vester - Frau Kramer, Evis Mutter
Franz Xaver Brückner - Franz Schneider, Sebastians großer Bruder
Johann Schuler - Sepp Graudinger, Bierfahrer
Sepp Schauer - Proske
Tim Seyfi - Kaffl / Irmengard
Heinz Josef Braun - Gumberger / Richter
Pia Lautenbacher - Evi Kramer
Konstantin Wecker - Herr Blüml, Vampir im Zug nach Innerbittlbach
Maximilian Brückner - Verkäufer im Musikgeschäft in München
Klausi Steinbacher - Toni
Gerd Baumann - John Ferdinand Woodstock
Stefanie von Poser - Sophie, Mutter von Franz und Sebastian / Frau am Kreuz
Vanessa Jeker - Krankenschwester
Robert Bartl - Pfarrer Behrendts
Johanna Bittenbinder - Mutter bei der Elternsprechstunde
Corinna Binzer - Mutter bei der Elternsprechstunde
Stab:
Regie: Marcus H. Rösenmüller
Drehbuch: Christian Lerch und Marcus H. Rosenmüller
Kamera: Stefan Biebl
Szenenbild: Michael Köning
Kostüm: Steffi Bruhn
Schnitt: Susanne Hartmann
Musik: Gerd Baumann
Musikalische Unterstützung: Brigitte Hobmeier
Casting: Nessie Nesslauer
Maske: Georg Korpas, Michaela Häusler, Sandra Lipps
Ton: Frank Hoyer, Peter Kovarik
Redaktion BR: Bettina Reitz, Dr. Cornelia Ackers
Produktionsfirma: Roxy Film
Produzenten: Annie Brunner, Andreas Richter, Ursula Woerner
Drehzeit: 4.7. - 18.8. 2005
Drehorte: quer durch Oberbayern vom Wendelstein bis München
Budget: 1,5 Mio €
Gefördert durch FilmFernsehFonds Bayern, Filmförderungsanstalt (FFA) und Kuratorium Junger Deutscher Film und BKM
Verleihförderung: 100.000 €, FFF

Lorenz Schneider, der Kandlerwirt von Germringen, einem kleinen oberbayerischen Dorf, ist schon lang Witwer und damit alleinerziehender Vater vom fast erwachsenen Franz und dem 11-jährigen Sebastian und so werden im Dorf die Stimmen mehr, die meinen, dass es langsam an der Zeit wäre für eine neue Frau im Haus. Momentan ist er außerdem führerscheinlos, weil nach Ansicht der Polizei 2.3 Promille einfach z'vui Alkohol in z'wenig Blut war.



Franz und Sebastian


Sepp Graudinger, der Bierfahrer fährt vor der Wirtschaft den Sebastian vom Fahrrad, merkt aber weder das noch dass er dabei dessen Fahrrad unter seinem Lastwagen eingeklemmt hat. Beim Versuch sein Radl zu befreien, steuert Sebastian blöderweise den LKW in die Hasenställe seines großen Bruders Franz, und bringt damit dessen Hasen um.
Franz ist dermassen sauer über den Tod der Viecherl, dass er Sebastian beschuldigt, verantwortlich für den Tod ihrer Mutter zu sein, weil sie bei der Geburt von Sebastian starb. Der dachte bisher, sie sei bei einem Autounfall umgekommen. Nach Franz' Aussage muss Sebastian deswegen und auch noch wegen seiner anderen 2713 ungesühnten Untaten nach seinem Tod ins Fegefeuer.
Als Sebastian an diesem Abend versucht einzuschlafen, hört er wie die Stammtischler für ihr jährliches Theaterstück proben. Dieses Mal ist es eins über einen Hexenprozess, "Das Hexengericht oder Die gestohlene Glückssau". Im Einschlafen bezieht Sebastian deren Worte auf seine Schuld, und auf einmal sieht er sich vom Jüngsten Gericht stehen.


Als er schweißgebadet aufwacht, versuchen die Stammtischler, Sebastian zu trösten und erklären ihm, seine Mutter lebe in ihm weiter; durch Fortpflanzung werde man gewissermaßen unsterblich.


Sebastian überlegt, dass er nicht ins Fegefeuer muss, wenn er unsterblich wird und fragt die Männer, wie man sich fortpflanzt. Aufklärung ist jetzt nicht so ihre Sache. Endlich behauptet einer von ihnen, dazu müsse er eine Frau ins Ohrläppchen beißen und fragen, ob sie mit ihm vögeln wolle. Das probiert Sebastian am nächsten Tag in der Schule an seiner Lehrerin Veronika Dorstreiter aus. Sebastians Übereifer führt jedoch nicht zum gewünschten Erfolg: Sie ruft seinen Vater an, weil sie sich Sorgen über Sebastians Zustand macht.

Am nächsten Tag versucht sich Sebastian in der Wiederbelebung der Hasen. Durch die Stromzufuhr explodiert leider einer der Hasen. Von seiner Schulfreundin Evi Kramer, die ihn zu ihrer Geburtstagsfeier einlädt, erfährt er, dass Katzen im Gegensatz zu Hasen sieben Leben haben. Das probiert er sofort aus, aber als er den Sack aus der Regentonne zieht und sich in ihm nichts bewegt, entfährt ihm ein herzhaftes "Scheiße!".


Als es beim Abendessen mit Vater und Bruder, Hasenragout gibt, fragt er: "Moanst ob a Katznragout a schmeckt?" Franz: "Wia moanst jetzt des?" Sebastian: "I glab, da Beppi hod scho sechs Lebn ghabt ...", worauf er sich von Franz a gschmackige Kopfnuß einfängt.



Ein paar Tage später, beim Schulausflug auf den Wendelstein mit Besuch der dortigen Radiostation lernt Sebastian vom Moderator Alfred Dorstreiter, zugleich der Ehemann seiner Lehrerin, dass Musiker wie Jimi Hendrix oder John Ferdinand Woodstock unsterblich sind. Er lässt ein Plektron von letzterem mitgehen und ergreift seine Chance: die Gitarre seiner Mutter, die er eigentlich noch nicht mal anfassen dürfte.


Er fängt trotzdem an auf ihr zu üben, bis ihn sein Vater dabei entdeckt, und beim Versuch ihm das Instrument zu entreißen, es entzwei reißt.
Sebastian flüchtet mit dem Zug nach München,
im Zug nach München
trifft auf den freundlichen Vampir von nebenan,

Manhattan Music in der Rosenheimer Strasse für die Innenaufnahmen
und sucht in den Musikgeschäften nach dem selben Modell. Nur reichen bei weitem weder sein Geld oder sein Können dafür und der Verkäufer versucht ihm statt dessen ein Anfängermodell zu verkaufen.
Sebastian will aber unbedingt die 'Eine', schreibt deswegen einen Entschuldigungszettel und flüchtet mit der geklauten Gitarre Richtung Marienplatz.

Musik Rauscher im Tal
Musik Rauscher im Tal (bis Mitte 2008) für die Aussenaufnahmen. Verwendung der 3 'realen' Photos mit freundlicher Genehmigung von katznragout.de

Aber er wird erwischt und von der Polizei nach Hause gebracht.
In einer der nächsten Nächte hört Sebastian, wie sich die Stammtischbrüder bei einer weiteren Theaterprobe über seinen Vater unterhalten und der Meinung sind, er sei mit Sebastians Erziehung überfordert und es fehle ihm eine Frau, "Eine mit G’schick, Grips und am g’scheiten Arsch!". Und Leviten lesen sollte sie auch noch können.



Und auch von seiner Mutter meint Sebastian ein Zeichen erhalten zu haben: um seine Sünden abzuarbeiten, muss er für seinen Vater eine neue Frau finden. Das bringt ihn auf den Gedanken, sein Sündenkonto mit einer guten Tat etwas auszugleichen: Er nimmt sich vor, seinen Vater mit Evis Mutter zu verkuppeln. Bei der Einladung zu Evis Geburtstag bringt er der Frau Kramer im Namen seines unwissenden Vaters Blumen mit, und lobt er ihren Kuchen und hilft ihr in der Küche. Zur Unterhaltung erzählen sich die Kinder Gruselgeschichten; in der von Sebastian sollen sich bei Vollmond die Leichen der im Mittelalter getöteten Hexen aus dem Danninger Weiher erheben. Beim nächsten Vollmond wollen die Kinder dorthin um dabei zu sein.
Dann besucht er Evis seit einen Schlaganfall gelähmte Uroma in ihrem Zimmer und weil er annimmt, dass sie bald sterben wird, bittet er sie, im Himmel nach seiner Mutter zu suchen. Sie soll dann zum Zeichen, dass es ihr gut geht, bei ihm zu Hause das Telefon dreimal klingeln lassen. Um der gelähmten Frau etwas Gutes zu tun, schiebt Sebastian sie an die frische Luft. Dabei kommt ihm das Bett aus und rollt unaufhaltsam über die Wiese den Abhang hinunter. Evis Uroma glaubt, plötzlich wieder jung zu sein und mit ihrem späteren Ehemann Motorrad zu fahren. Der Notarzt wundert sich denn auch, woher sie eine so eine gesunde Gesichtsfarbe bekommen hat.
Später stirbt sie aber dann doch, und beim Leichenschmaus läutet tatsächlich das Telefon der Kandlers dreimal.



Lorenz reagiert ziemlich genervt auf die bald einsetzenden Besuche der redseligen Frau Kramer.

Nachdem auch Sebastian zu der Auffassung gekommen ist, dass sie nicht die richtige Frau für seinen Vater sei, will er es mit der Lehrerin versuchen. Evi, die in Sebastian verliebt ist, überredet ihn, dafür einen Liebeszauber auszuprobieren. Hilfe dabei holen sie sich beim Radiomoderator und Teilzeitschamanen Alfred Dorfstreiter, der dabei auch gleich seine eigene Frau wiedergewinnen will.
Während die Zeremonie bei Sebastian offenbar nicht funktioniert, wirkt sie auf Veronika Dorstreiter und Lorenz Schneider mitten in der Elternsprechstunde, und die beiden verabreden sich am Danninger Weiher.
Dorthin radeln in dieser regnerischen Vollmondnacht auch Sebastian, Evi und ihr Mitschüler Toni, denn sie wollen die Hexen tanzen sehen.



Während Veronika Dorstreiter und Lorenz Schneider miteinander turteln, werden die Kinder von einem Geist, der sich als Alfred Dorstreiter entpuppt, erschreckt, der seiner Frau eifersüchtig nachspioniert.

Sebastian bekommt die reparierte Gitarre von seinem Vater zurück, und arbeitet also an seiner Karriere als Rockmusiker. Für Lorenz zeichnet sich ein neues Glück ab, alles könnte so wunderbar sein - gäbe es nicht noch ein letztes Hindernis: Veronika ist verheiratet, und zwar mit Alfred. Doch Sebastian wird auch dieses kleine Problem noch in Angriff nehmen. Ein weiteres Zeichen am Grab seiner Mutter macht ihm klar: Alfred muss sterben.
Mit einer Pistole, die er von Toni bekommen hat, rast er zum Wendelstein hinauf. Als er das Studio betritt, hat Alfred Dorstreiter sich gerade aus Verzweiflung über die Untreue seiner Frau aufgehängt, aber noch ist er nicht tot: er röchelt und zappelt noch. Sebastian schießt und trifft den Strick. Während der Gerettete am Boden liegt und um Luft ringt, ruft Sebastian den Notarzt an. Durstig trinkt er das neben dem Telefon stehende Glas Wasser aus - ohne zu ahnen, dass der lebensmüde Moderator darin eine Überdosis Schlaftabletten aufgelöst hatte.

Sebastian wird im Wald von furchteinflössenden Perchten verfolgt, flüchtet sich in die Unterwasserwelt, in der er auf seine Mutter trifft, und Vergebung und Wiedergeburt erfährt. Im Krankenhaus kommt er dann wieder zu sich und Franz, sein Vater und Veronika - der Rest der neuen Familie - erwarten ihn schon.
Die Theateraufführung hat er verpasst, aber die Stammtischler wollen das Stück extra für ihn nochmal aufführen.


Franz repariert seine Ställe für die nächste Hasengeneration, und das Leben nimmt wieder seinen ruhigen Lauf.

Und dann kommt noch Sebastians persönlicher Höhepunkt: Alfred lädt ihn ein, live im Studio auf dem Wendelstein zu spielen.


So viel zur Unsterblichkeit.

Das bayerische Fegefeuer - sei es, dass es wie hier in einem Silotum stattfindet oder auf der Vorbühne des Münchner Volkstheaters - hat schon was ...



Photos, soweit ncht anders vermerkt: cinema.de und Roxy Film

GRAVE DECISIONS
Local pub owner Lorenz lives in the little village of Germringen with his two young sons Franz und Sebastian. For several years now, since the death of his wife, he runs the tavern alone, so that general opinion now believes it's time for a new woman to find her place in his home. When eleven-year-old Sebastian learns by chance that his mother died during his birth, events begin to precipitate. Sebastian, who for his age has accumulated a remarkable array of transgressions, now feels guilty of having murdered his mother. Since, as he believes, he is damned to stew in purgatory when he dies, he tries with all his might to become either immortal or to wash away all his sins. He seems to have trouble with the remission of his sins, because no matter how hard he tries, one mishap after another befalls him. Searching for a good deed, he attempts to find a new wife for his father, but Lorenz has meanwhile set his eyes on another woman. Inexplicably, almost magically, he is drawn to Sebastian's teacher Veronika, who unfortunately is already married. So Sebastian gives it a try with immortality, and behold, Veronika's husband Alfred suggests that the boy can become immortal through music! Sebastian now develops a double strategy: to become rock musician and at the same time to get rid of Veronika's troublesome husband. Alfred's days are counted …
In his delightful debut feature film, Marcus H. Rosenmüller combines fiction, surrealism and reality to create a humorous Bavarian tale of life, death and love.

CELUI QUI MEURT PLUS TOT EST MORT PLUS LONGTEMPS
L’aubergiste Lorenz vit dans le petit village de Germringen avec ses deux jeunes fils, Franz et Sebastian. Cela fait des années qu’il tient l’auberge tout seul, depuis le décès de sa femme. De l’avis général, il est maintenant grand temps qu’une nouvelle femme s’installe dans son foyer. Lorsque Sebastian apprend un jour par hasard que sa mère est morte à sa naissance, les événements se précipitent. Le garçon, qui a déjà commis beaucoup de fautes pour son âge, se sent désormais de surcroît responsable de la mort de sa mère. Comme il pense qu’à sa mort il va être condamné à se languir au purgatoire, il fait tout son possible pour devenir immortel ou pour se disculper de tous ses péchés. La rémission des péchés s’avère pour lui difficile car malgré tous ses efforts, il en commet de nouveaux. Cherchant à faire une bonne action, il décide de trouver une nouvelle femme pour son père. Mais Lorenz s’intéresse déjà à une autre : il se sent attiré de façon inexplicable, presque magique, par Veronika, l’institutrice de Sebastian, qui est toutefois déjà mariée. Sebastian tente donc sa chance avec l’immortalité et voilà qu’Alfred, le mari de Veronika, lui suggère de devenir immortel en tant que musicien. Le garçon met alors au point une double stratégie: devenir musicien de rock et en finir avec l’encombrant mari de Veronika! Les jours d’Alfred sont comptés ...
Marcus H. Rosenmüller a réussi, pour ses débuts de cinéaste, un film où se combinent la fiction, le surréalisme et la réalité autour d’une drôle d’histoire bavaroise de vie, de mort et d’amour.
Source: Berlinale 2007, German Cinema

Offizielle Webseite mit Interviews, Videos und weiteren Informationen
Webseite mit Photos der Drehorte und Informationen dazu


DVD DVD Veröffentlichung: 7. März 2007
Sprache: Bayrisch, Untertitel: Hochdeutsch
Hörfilm-Fassung und akustisch unterlegtes Menü für Blinde und Sehbehinderte; Audiokommentar von Marcus H. Rosenmüller (Buch & Regie) und Christian Lerch (Buch); Hinter den Kulissen; Interviews; Making of Spezialeffekte; Nicht verwendete Szenen und Trailer; Trailer
Eurovideo


Spezial DVD DVD Limitierte Sonderedition, Veröffentlichung: 7. März 2007
Sprache: Bayrisch, Untertitel: Hochdeutsch
Hinter den Kulissen; Interviews; Making of Spezialeffekte; Nicht verwendete Szenen; Trailer; Audiokommentar von Marcus H. Rosenmüller und Christian Lerch; Hörfilm-Fassung und akustisch unterlegtes Menü für Blinde und Sehbehinderte
+ Original Soundtrack zum Film von Gerd Baumann (54 Min.) + Polyglott-Sprachführer "Bairisch" (120 Seiten mit Wörterbuch und vielen Informationen zu Eigenheiten und Tücken süddeutscher Lebensart und Sprachkultur)
Eurovideo


Interviews (in Bild und Ton) anlässlich der DVD-Veröffentlichung mit Markus Krojer, Franz Xaver Brückner und Saskia Vetter in Regensburg am 17. März 2007

Zum 10-jährigen Jubiläum kommt der Film 2016 wieder in ausgewählte Kinos

"Wer früher stirbt ist länger tot" - Hauptdarsteller Markus Krojer erinnert sich an die Dreharbeiten von Marcus H. Rosenmüllers Filmdebüt, über die der Rosi 2005 am Set am Wendelstein ebenfalls spricht. Zu sehen in "Kino Kino" vom 1. Juni 2016

"Wer früher stirbt ist länger tot" war der Eröffnungsfilm von "Kino, Mond und Sterne 2016" im Open-Air Kino auf der Seebühne im Münchner Westpark am Mittwoch 1. Juni 2016.
Einer der erfolgreichsten bayerischen Kinofilme aller Zeiten kommt nach 10 Jahren wieder in die Kinos und feiert die Premiere der Wiederaufführung bei Kino, Mond & Sterne. Wir freuen uns zu diesem Anlass das Filmteam und viele der Schauspieler auf der Seebühne im Westpark persönlich begrüßen zu dürfen!
Es kamen zur Wiederaufführungspremiere:
v.l. hintere Reihe: ?, Regisseur Marcus H. Rosenmüller, ?, Tim Seyfi (Kaffl/Irmengard), Franz-Xaver Brückner (Franz), Johann Schuler (Sepp Graudinger, Bierfahrer), Sepp Schauer (Proske), Kameramann Stefan Biebl
v.l. vordere Reihe: ?, Markus Krojer (Sebastian), Jürgen Tonkel (Alfred Dorstreiter), ?, Stefanie von Poser (Sophie, Mutter von Franz und Sebastian/Frau am Kreuz), Corinna Binzer (Mutter bei der Elternsprechstunde)
Die Abendschau im Bayerischen Fernsehen zeigte am 2. Juni einen Beitrag darüber.
Zum Anschauen gehts hier: Rosenmüllers Open-Air-Revival

Vor zehn Jahren kam die bayerische Kultkomödie "Wer früher stirbt ist länger tot" von Marcus H. Rosenmüller in die Kinos. Hauptdarsteller Markus Krojer war bei den Dreharbeiten erst zehn Jahre alt. Heute ist er 22 und erzählte der tz bei der Wiederaufführungs-Premiere, dass er von dem Erfolg des Fims total überrascht wurde: "Ich war damals beim Dreh ein Kind und hatte noch gar nicht verstanden, wie viel Tiefgang der Film hat." Heute hat er sich beruflich noch nicht festgelegt, obwohl er bereits zwei Preise als bester Nachwuchsdarsteller bekam und in mehreren Filmen (u.a. "Bastard", "Die Perlmutterfarbe"). Er studiert Soziologie und macht Musik mit einer neugegründeten akustischen Hip-Hop-Band, die allerdings noch keinen Namen hat. Ein kreativer Kopf mit vielen Begabungen. SVS, tz Druckausgabe S.19, 4./5. Juni 2016

„Wer früher stirbt ist länger tot“ – Ich geb's ja zu, ich hatte den Film bis heute noch nicht im Kino gesehen gehabt. Aber dafür die DVD rauf und runter gespielt. Doch zum 10-jährigen Jubiläum habe ich mir heute Abend den Kinobesuch dazu gegönnt. In einem meiner Lieblingskinos, dem am Sendlinger Tor zu München.
Nach Werbung und Trailern und vor Filmbeginn gaben sich der Regisseur und Drehbuchautor Marcus Hausham Rosenmüller, Hauptdarsteller Markus Krojer und Kameramann Stefan Biebl die Ehre. Der Rosi stellte zuerst Stefan Biebl vor, mit dem er zahlreiche Filme gemacht hat, nicht nur die bekannten wie „Räuber Kneißl“, „Sommer in Orange“, „Wer's glaubt wird selig“, „Beste Chance“ und nach meinen Einwurf fiel ihnen auch noch die Konzertdokumentation über LaBrassBanda im Zirkus Krone ein, sondern sie arbeiten schon seit der Zeit an der HFF zusammen an Kurzfilmen. Damals träumten sie gemeinsam von zumindest einem langen Kinofilm - und das wurde dann eben „Wer früher stirbt ist länger tot“. Dann stellte er Markus Krojer vor und fragte, ob wir ihn noch erkannt hätten. Nach dem Bericht gestern in „Kino Kino“ schon, sonst wohl eher nicht. Markus sagte sonst nichts weiter.
Rosi erzählte vom vorletzten Drehtag, an dem der Helikopterflug rund um den Wendelstein der den Film eröffnet und beschließt, doch noch gedreht werden konnte, sie aber am Abend davor richtig gefeiert hätten und er deswegen nach so drei Flügen seinen Platz dem Praktikanten überließ weil es ihm so schwindlig geworden war.
Dann zählte er die anwesenden Besucher und kam auf 23, was ihn zu der Bemerkung veranlasste, dass das doch eine gute Zahl und eigentlich Thema für einen Film wäre, aber es gibt ja schon einen mit dem Titel. Seine Frage ans Publikum: “Wer hat denn den gesehen?“ Ein paar. Danach betrachtete er die Anwesenden genauer und fragte nach dem Alter und wer seinen Film damals gesehen hätte. Oder ihn überhaupt heute das erste Mal sehen würde. Die Hälfte so, die andere so. Und ob wir Fragen hätten, weil sonst würde er uns nur noch viel Spaß beim Film wünschen.
Jemand fragte ihn nach seinen neuen Filmen - er arbeitet grade an einigen Projekten, aber bei keinem ist bis jetzt die Finanzierung sicher.
Und dann konnte ich mal wieder nicht an mich halten und fragte wie er denn auf die Geschichte zu diesem Film gekommen sei. Es fing damit an, dass er und ein anderer Musiker seiner Band sich überlegten eine Radiostation zu kapern und ihre eigenen Songs, die sonst niemand spielen wollte in den Äther einspeisen wollten. Und von dort aus zog die Geschichte dann ihre Kreise zwischen Tod, Liebe und Unsterblichkeit.
Dann wurde nochmals gewunken, das Publikum klatschte, und dann fing der Film auch schon an. Auf der großen Leinwand kommt „Wer früher stirbt ist länger tot“ viel beeindruckender rüber als auf einem Fernsehbildschirm und ich habe einiges neu entdeckt. Wer also die Chance hat ihn in einem Kino zu sehen, sollte diese ergreifen!
© EFi, 2. Juni 2016
Markus Krojer, Stefan Biebl, Marcus H. Rosenmüller
v.l. Markus Krojer, Kameramann Stefan Biebl, Regisseur Marcus H. Rosenmüller

"Grave Decisions" / "Wer frueher stirbt ist laenger tot" (German with English subtitles) will screen on Wednesday, July 20th 2016, 7:00pm at the Goethe-Institut Los Angeles, 5750 Wilshire Blvd. Suite 100, Los Angeles CA 90036, United States. Info: (phone) +1 323 5253388 or (email) info@losangeles.goethe.org
No entrance fees. No registration neccessary. Seating is available on a first-come, first-served basis.
This screening is part of a retrospective film series presenting the opening night features from the past nine editions of German Currents. More information.

Trivia:
Auf die Idee für den Film kam Marcus Rosenmüller zusammen mit dem Bassisten seiner damaligen Band, als sie unterwegs zum Wendelsteinsender waren, und sie sich ausmalten, den Sender zu überfallen, eigene Songs in dessen Programm einzuspielen und so als Rockmusiker berühmt zu werden. Besagter Bassist ist der andere Kunde im Gitarrenladen.
Der "Kandler-Wirt" in Oberbiberg ist inzwischen keine eigentliche Wirtschaft mehr, sondern ein beliebter Drehort, wie z.B. für Innenaufnahmen von "Mein Gott, Anna!" mit Mariele Millowitsch und Harald Krassnitzer", und für die Fernsehserie "Ihr Auftrag, Pater Castell" mit Francis Fulton-Smith.


Seite erstellt am 5. Januar 2010 von EFi, zuletzt ergänzt am 3.6.2016 zurück
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