baustelle - baustelle - baustelle - baustelle - under construction - under construction - Seite erstellt im Mai 2022 ; zuletzt ergänzt im Januar 2022


Nominierung für den Grimme-Preis 2023 in der Kategorie Fiktion Spezial: Manuel Nevosad für die Lichtgestaltung in "Riesending - Jede Stunde zählt" (Senator Film für BR/ARD Degeto/SWR/SRF/ServusTV)
Die Preisträger:innen des 59. Grimme-Preises werden am 21. März 2023 bekanntgegeben. Die Preisverleihung wird am 21. April 2023 im Theater der Stadt Marl stattfinden. Quelle: Grimme-Institut auf Instagram, 19.1.23

Riesending - Jede Stunde zählt
Riesending (AT)
– 2-Teiler für ARD/Das Erste, ServusTV und SRF

– Schweizer Premiere beider Teile auf SRF1 am Mittwoch, 28.12.2022 ab 20:05 Uhr. Bereits ab 21.12. auf Play Suisse
– Deutsche Premiere beider Teile in der ARD ist am Mittwoch 28.12.2022 ab 20:15 Uhr und ist ab 27.12. für 30 Tage lang in der ARD Mediathek verfügbar: Teil 1 / Teil 2
– Österreichische Premiere beider Teile ist ebenfalls am Mittwoch, 28. Dezember 2022 ab 20:15 Uhr auf ServusTV

Trailer

Darauf basiert der 2-teilige Fernsehfilm "Riesending":
Am Pfingstsonntag, 8. Juni 2014 sind die Höhlenforscher Ulrich Meyer, Thomas Matthalm und Johann Westhauser in der Riesending-Schachthöhle, im Untersberg an der deutsch-österreichischen Grenze bei Berchtesgaden auf einen Tunnelabzweig gestoßen, den vor ihnen niemals ein Mensch erblickt hat, drei Meter breit, die Wände von einem einstigen Wasserstrom glatt poliert. Er schien kein Ende zu nehmen – 1000 Meter tief im Gestein.
Die Riesending-Schachthöhle ist mit mindestens zwanzig Kilometern die längste und mit mehr als tausend Höhenmetern die tiefste bekannte Höhle in Deutschland. Seit zwanzig Jahren suchen Forschende in den unzähligen Verästelungen nach dem Höhlenende.
Als Johann Westhauser in die Höhle in den Berchtesgadener Alpen einstieg, war ihm klar, worauf er sich einließ. Ein Dutzend Mal war er schon in der Höhle, er kannte die Gefahrenstellen. Doch dann krachte ihm ein Felsbrocken auf den Helm, er erlitt ein schweres Schädel-Hirntrauma und war nicht mehr imstande, selbst hinaufzuklettern. Als die Bergrettung alarmiert wurde, schien die Situation aussichtslos. Erst nach vier Tagen erreichten ihn Notärzte in der Tiefe, der Transport nach oben schien unmöglich.
Die feuchte Kälte und Höhlenwinde fordern das Expeditionsteam heraus. An Johann Westhausers Unfallstelle in mehr als einem Kilometer Tiefe liegt die Temperatur konstant bei vier bis fünf Grad. Jener Augenblick am Pfingstsonntag 2014, an dem Johann Westhauser in der Riesending-Schachthöhle sein Bewusstsein verliert, wird den größten und schwierigsten Rettungsversuch in Gang setzen, den es in Europa seit Langem gegeben hat. Er wird Hunderte erfahrene Berg- und Höhlenretter aus sieben Nationen zusammenbringen, die ihr Leben riskieren, um den schwerverletzten 53-Jährigen auf einer Trage aus mehr als tausend Metern Tiefe zurück an die Erdoberfläche zu bringen.
11 Tage, 10 Stunden, 14 Minuten lang. 15 000 Meter an Seil, 2000 Karabiner, 1500 Bohrhaken, 60 Rollen und 400 Trittstifte haben die Speläologen für ihre Rettungsaktion im Riesending eingesetzt. 728 vorwiegend ehrenamtliche Helfer haben sich an der Mission beteiligt, 202 davon unter Tage.
Die Riesending-Höhle wurde erst 1996 entdeckt. Ihr Name soll auf den Ausruf „Das ist ja ein Riesending!“ ihres Entdeckers Ulrich Meyer zurückgehen. Der Eingang zur Riesending-Höhle wird unmittelbar nach der Rettung mit einem Metallgitter verschlossen, um Ungeübte am Einstieg zu hindern. Höhlenforscher müssen für neue Expeditionen nun bei der Gemeinde Bischofswiesen Zugang beantragen, eine besondere Unfallversicherung vorlegen und beweisen, dass sie ein wissenschaftliches Ziel verfolgen.
Die Rettung des Karlsruher Höhlenforschers Johann Westhauser aus der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden hat fast eine Million Euro gekostet. Das bayerische Innenministerium bezifferte die Summe auf 960.000 Euro. Davon trage der Freistaat einen Großteil, unter anderem für Hubschraubereinsätze der Bayerischen Polizei, Material der Bergwacht sowie Lohnzahlungen für die Ehrenamtlichen. Westhauser selbst übernehme „einen nicht unerheblichen Beitrag“, teilte das Ministerium der Deutschen Presse-Agentur mit. „Der Anteil entspricht seinen Einkommens- und Vermögensverhältnissen. Es wäre unverhältnismäßig, Westhauser vollumfänglich in Regress zu nehmen.“ Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher und die Stiftung Höhlenrettung hatten laut Mitgliederzeitung bereits 15.000 Euro als Beitrag für die Bergwacht Bayern und in- und ausländische Rettungsorganisationen überwiesen. Der Großteil stammte aus Spenden.
Zwei Retter waren maßgeblich an der spektakulären Aktion beteiligt. Beide sind inzwischen tot – gestorben nach einem Steinschlag in einer ihrer geliebten Höhlen: Am Salzburger Untersberg ist 2015 die österreichische Höhlenforscherin Sabine Z. (45) aus dem Pongau tödlich verunglückt, die dort vor einem Jahr an der spektakulären Rettung des deutschen Wissenschaftlers Johann Westhauser beteiligt war. Sie erlag in einer noch nicht erforschten Höhle ihren schweren Verletzungen, nachdem Steine herabgefallen waren. Der Tscheche Jiri V. (48) aus Pilsen war 2017 im Höhlensystem am Hochstadl bei Mariazell (Stmk.) unterwegs. Nach einem Steinschlag dürfte er abgestürzt sein. Vermutlich war der Höhlenforscher auf der Stelle tot.
"Drama in der Riesending-Höhle - Rettung aus tiefster Not" – Die vollständige Chronik des Unfalls und der Rettung, Lars Abromeit für Geo-Magazin


Foto: Kilian Pfeiffer für Berchtesgadener Anzeiger

ServusTV, ARD und SRF drehen Zweiteiler "Riesending" (AT) mit Verena Altenberger und Maximilian Brückner
Seit 4. April 2022 entsteht in Kroatien, Berchtesgaden, Freilassing und im Salzburger Land der TV-Zweiteiler "Riesending" (AT). Inszeniert wird "Riesending" von Oscar-Preisträger Jochen Alexander Freydank ("Spielzeugland", "Zero", "Kafkas Der Bau"). Johannes Betz ("Zero", "Das Boot" – Staffel 1, "Die Spiegel-Affäre", "Der Tunnel") liefert das Drehbuch zum Projekt. Ursprünglich wurde Andreas Prochaska ("Das finstere Tal", "Spuren des Bösen", "Das Boot" – Staffel 1) als Regisseur gehandelt.
Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 2014. Ein Höhlenforscher verunglückt am Untersberg in der längsten und am schwersten zugänglichen Höhle Deutschlands, zwölf Kilometer tief im Berg. Hunderte von Kletterern versuchen ihn in einem spektakulären Einsatz zu retten. Darsteller: Verena Altenberger, Maximilian Brückner, Anna Brüggemann, Sabine Timoteo, Christoph Bach, Sophie Rogall, Beat Marti, Philip Birnstiel, Roland Bonjour, Isaak Dentler, Roland Silbernagl u.a.

"Riesending" (AT) ist eine Koproduktion von Senator Film (Produzenten: Ulf Israel, Reik Möller), Lotus Film und C-Films mit BR, ARD Degeto, SWR, Servus TV und SRF, gefördert vom FilmFernsehFonds Bayern, RTR und Filmlocation Salzburg. Die Redaktion liegt bei Claudia Simionescu (BR), Christoph Pellander (ARD Degeto) und Brigitte Dithard (SWR).
Drehzeit: 4. April – 25. Juni 2022 in Kroatien, Berchtesgaden, Freilassing und im Salzburger Land
Ausstrahlung: Winter 2022 im Rahmen des FilmMittwoch im Ersten und in Österreich bei ServusTV, in der Schweiz um Weihnachten 2022 auf SRF 1.

Inhalt: Die Riesendinghöhle in Berchtesgaden, eines der längsten Höhlensysteme Deutschlands: Der Höhlenforscher Josef Häberle (Roland Silbernagl) verunglückt mit einer lebensbedrohlichen Kopfverletzung und liegt in über 1.000 Meter Tiefe, zwölf Kilometer vom Schachteingang entfernt. Während zwei Freunde ihn am Leben halten, gelangt Ralf Sommer (Isaak Dentler) in einem waghalsigen Klettersprint innerhalb eines halben Tages an die Oberfläche, um die Bergwacht zu alarmieren. Doch die gerät schnell an ihre Grenzen. Weltweit gibt es nur wenige Spezialisten, die so tief in eine Höhle vordringen können. Und im Team von Bertram Erhard (Maximilian Brückner), dem Einsatzleiter der Bergwacht, befindet sich kein Notarzt, der sich ein solches Vorhaben zutraut. Ralf sieht nur eine Chance: ein Hilferuf an die internationale Höhlenforscher-Gemeinschaft, darunter Birgit Eberharter (Verena Altenberger), eine Höhlenkletterin aus Salzburg, die Josef viel zu verdanken hat. Bertram gerät zunehmend unter Druck: Er will und darf die Einsatzleitung nicht an die internationalen Höhlenforscher abgeben oder diese in die Höhle lassen. Zugleich würde er das Leben Hunderter nicht ausreichend höhlenerfahrener Bergretter riskieren, würde er sie in die Tiefe schicken - für die Bergung eines Mannes, der wahrscheinlich gar nicht überleben würde. Erst durch viel diplomatisches Geschick verschmelzen Bergwacht und Höhlenforscher zu einem Team und setzen die Bergung in Gang. Eine logistische Meisterleistung, eine Rettungsaktion, die mehrere Wochen in Anspruch nimmt - im Kampf gegen die Zeit und das Wetter.
Zur Ausstrahlung kommenden Winter zeigt ServusTV außerdem die Kino-Dokumentation "Das Riesending – 20.000 Meter unter der Erde".
Für die ARD Mediathek entsteht parallel eine Dokumentation mit dem Arbeitstitel "Unterswelt" über den Mythos Untersberg in Berchtesgaden, wo die Riesendinghöhle liegt.
Quellen (u.a.): APA-OTS (Österreich), Presseportal ARD/Das Erste und Degeto, 26.4.22


Marko Lopac, Verena Altenberger, Roland Bonjour
Verena Altenberger in der Špilja Siničić Höhle in Kroatien:
Endlich ist es offiziell ❤️‍🔥 Seit 4 Wochen treib ich mich in #Kroatien rum - aber nicht, um die Sonne zu genießen, sondern um frühmorgens in eine #Höhle zu kriechen und abends verdreckt, nass, verschwitzt, mit blauen Knien und ohne meine Hände noch zu spüren wieder raus zu krabbeln. Und ich könnte dabei nicht glücklicher sein! "RIESENDING" ist im Entstehen und da kommt wahrlich Riesiges auf uns zu 😍
Instagram, 26.4.22

Verena Altenberger (Birgit Eberharter) und Roland Silbernagl (Josef Häberle)
Foto: Nikola Predovic für BR/Senator Film Produktion

SRF - Gemeinsame Produktion mit ARD und Servus TV: Der Zweiteiler «Riesending» beruht auf wahren Begebenheiten und wird seit drei Wochen in Kroatien, Deutschland und Österreich gedreht.
Ein Höhlenforscher verunglückt in der Riesending-Höhle in Bayern, zwölf Kilometer tief im Berg. Hunderte von Kletterern versuchen ihn in einem spektakulären Einsatz zu retten. Schweizer Spezialistinnen und Spezialisten spielten dabei eine zentrale Rolle. Der TV-Zweiteiler beruht auf wahren Begebenheiten und wird seit 4. April 2022 in Kroatien, Deutschland und Österreich gedreht. Ausgestrahlt wird der TV-Event um Weihnachten 2022 auf SRF 1, wie es in einer Mitteilung heisst.
Nur wenige Menschen kennen sich in der gewaltigen Riesending-Höhle in Bayern wirklich aus. Jetzt liegt dort in über 1000 Metern Tiefe, zwölf Kilometer vom Schachteingang entfernt, der schwerverletzte Höhlenforscher Josef Häberle (Roland Silbernagl). Zwei Freunde versuchen ihn am Leben zu halten, ein Dritter ist auf dem Weg, Hilfe zu holen. Eigentlich eine ausweglose Situation. Denn weltweit gibt es nur wenige Spezialisten und Spezialistinnen, die so tief in eine Höhle vordringen und eine Rettungsaktion organisieren können. Dazu gehören einige Schweizer Cracks – Res Wolfensberger (Beat Marti), Roger Furrer (Roland Bonjour) und die Ärztin Raffaela Pardeller (Sabine Timoteo).
Doch ihnen begegnet man mit viel Skepsis: Bertram Erhard (Maximilian Brückner), der Einsatzleiter der Bergwacht, will die Auswärtigen erst gar nicht in die Höhle lassen. Zu gross ist das Risiko für seine Bergretter, die selbst nicht über genug Erfahrung in solchen Tiefen verfügen. Zudem würde der Verletzte die Bergung wohl gar nicht überleben. Erst durch viel diplomatisches Geschick verschmelzen Bergwacht und Höhlenforscher zu einem Team und setzen die Bergung in Gang. Eine logistische Meisterleistung, eine Rettungsaktion, die mehrere Wochen in Anspruch nimmt – im Kampf gegen die Zeit und das Wetter.
Quelle: persoenlich.com (Schweiz), 28.4.22

Riesending | Feature film TV | Jochen Alexander Freydank | 2022
The Riesending in Berchtesgaden is one of the longest cave systems in Germany. Cave-researcher Josef Häberle has an accident with a life-threatening head injury and lies at a depth of over 1,000 meters at a distance of 12 kilometers from the cave entrance. While two friends keep him alive, Ralf Sommer reaches the surface within half a day in a daring climbing sprint to alert the mountain rescue service. But the rescue team quickly reaches its limits. There are only a few specialists in the world who can advance so deep into a cave. And in the team of Bertram Erhard, the operations manager of the mountain rescue service, there is no emergency doctor who dares such an undertaking. Ralf sees only one chance: a call for help to the international caving community, including Birgit Eberharter, a cave climber from Salzburg, who owes a lot to Josef. Bertram is coming under increasing pressure: He doesn't want to and can't hand over the command of operations to the international speleologists or let them into the cave. At the same time, he would risk the lives of hundreds of unskilled mountain rescuers if he sent them down to rescue a man who is unlikely to survive. Only through a lot of diplomatic skill do the mountain rescue service and cavers merge into one team and start the rescue. A logistical masterpiece, a rescue operation that takes several weeks - in a fight against time and weather.
Text & photos: Lotus Film

"Drama about Riesending cave is being filmed, shooting of “Giant Thing” is underway" (Englisch). Quelle ; "Un drame sur la grotte de Riesending est en cours de tournage, le tournage est en cours" (Französisch). Quelle ; "Se está filmando el drama de la cueva de Riesending, el rodaje está en marcha" (Spanisch). Quelle

Besetzung:
Verena Altenberger - Birgit Eberharter
Maximilian Brückner - Bertram Erhard, Einsatzleiter der Bergwacht
Anna Brüggemann - Helene Rechlin
Sabine Timoteo - Dr. Raffaela Pardeller
Marcus Mittermeier - Wolfgang Breitsamer, Politiker
Beat Marti - Res Wolfensberger
Sophie Rogall - Lucy Hellersdorf
Christoph Bach - Bernd Hellersdorf
Philip Birnstiel - Stefan Gerner, Rettungssanitäter
Roland Silbernagl - Josef Häberle
Roland Bonjour - Roger Furrer
Lukas Spisser - Georg Leitner
Franz-Xaver Zeller - Matthias Feulner
Jan Messutat - Ralf Sommer
Mathis Reinhardt - Dr. Ramming
Sandy Lopicic - Luka Perkovic
Salvatore Greco - Michele Grassi, Speleo-Leader Italia
Maya Haddad - Gülcan Kimiz
David Lindermeier - Rochus
Martin Walch - Stöhrwirt
Jakob Tögel - Pete
Isaak Dentler
Marko Lopac
Stab:
Regie: Jochen Alexander Freydank
Drehbuch: Johannes W. Betz und Jochen Alexander Freydank
Casting: Stefany Pohlmann Casting ; Komparsen/Kleindarsteller: Producer’s Friend
Maskenbild: Markus Hollinger, Kurosch Akhavan, Ela Milkovic ; SFX Maskenbildner: Schwerthelm Ziehfreund
Szenenbild: Uli Tegetmeier
Kostümbild: Leonie Zykan
Kamera: Thomy C. Dirnhofer und Martin Hanslmayr
Ton: Alexander von Zündt
Schnitt: Ollie Lanvermann und Antonia Fenn
Musik: Ingo Ludwig Frenzel
Stunt Koordinator: Jason Oettlé
Standfotografen: Nicola Predovic, Felix Vratny, Anke Neugebauer
Produktionsfirmen: Senator Film Produktion GmbH, Lotus-Film GmbH [Österreich], C-Films AG [Schweiz]
Produzenten: Ulf Israel, Reik Möller, Peter Wirthensohn, Tommy Pridnig und Anne Walser
Redaktion: Claudia Simionescu (BR), Christoph Pellander (ARD Degeto), Brigitte Dithard (SWR), Frank Holderied (Servus TV), Thomas Lüthi (SRF)
Drehzeit: 4.4. – 25.6.2022
Drehorte: Kroatien, Berchtesgaden, Freilassing und Salzburger Land
Förderung: FilmFernsehFonds Bayern, RTR (Fernsehfonds Austria) und Filmlocation Salzburg

Touristeninformation 'Visit Brinje': 📹 "Deutsches Filmteam im Brinje-Gebiet" 📽
Vertreter der Gemeinde Brinje besuchten das Filmset, das in den letzten Tagen in der Umgebung von Brinje gedreht wurde, und überbrachten die Grüße von Bürgermeister Zlatko Fumić. Ein großes Filmteam von etwa 150 Personen arbeitet an einer Verfilmung eines wahren Ereignisses aus dem Jahr 2014, als ein deutscher Höhlenforscher verletzt und in einer der gefährlichsten Höhlen Europas, Riesending in den bayerischen Alpen, in einer Tiefe von 1000 eingeschlossen wurde Meter. Diese Bergung, an der auch Retter aus Kroatien beteiligt waren, ist die größte und teuerste Höhlenrettung, die jemals durchgeführt wurde.
Das Filmteam wurde als Serviceproduktion von Blue Sky Adriatic nach Kroatien geholt, dessen Hauptproduzent Mario Žvan seit über 20 Jahren mit renommierten internationalen Produktionen in der Adriaregion und Afrika zusammenarbeitet, von Werbekampagnen bis hin zu großen Hollywood- und europäischen Produktionen wie Tomb. Raider, Lion King, Tribes of Europa usw. Sie geben an, dass Lika und Brinje beschlossen haben, ausländischen Produktionsstandorten anzubieten, die nicht oft das Ziel von Filmproduktionen sind, die sich ihrer Meinung nach durch natürliche unberührte Schönheiten auszeichnen und eine völlig andere Erfahrung Kroatien als das, was normalerweise auf Fernsehbildschirmen zu sehen ist. Obwohl sie zunächst viele Orte in Kroatien und im Ausland besuchten, waren die Produzenten und das gesamte deutsche Team aufgrund ihrer besonderen Ästhetik von Anfang an an der Spitze des Brinje-Gebiets.
Fotos & Text (O: Kroatisch: "Njemačka filmska ekipa na području Brinja") auf Instagram, 29.4.22


Blue Sky Adriatic Production, Croatia, Instagram, 22.4.22
Blue Sky Adriatic Production: One completely different filmset 🖤🤎💚
Instagram, 26.4.22

Blue Sky Adriatic Production: Filmset in caves? Yes, challenging and mysterious but we love working on it! #shootday 16 and still counting 💪 Instagram, 27.4.22
Blue Sky Adriatic Production: One month of working and shooting in caves, these girls and guys have really done impossible job 💪💪 We love you all! 👏🤝❤️ Instagram, 28.4.22


Jochen Alexander Freydank: So. Jetzt ist es offiziell. Seit Anfang des Monats drehen wir.
Instagram, 27.4.22


Blue Sky Adriatic Production: When you have an actor on set with such great and vibrant positive energy 👌🎬🎞 Roland Silbernagl (on 29.4.22) ❤️🥂🥂 Facebook, 2.5.22

Blue Sky Adriatic Production: Just a quick shot before we pull it down ... #endofshoot #filmingincroatia. Instagram, 4.5.22

Ab Mitte Mai starten die Filmarbeiten in und um Berchtesgaden, wie es auf Anfrage aus dem Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden heißt. Auch in Freilassing werden die Schauspieler vor der Kamera stehen, zudem sollen einige Szenen im Salzburger Land gedreht werden. Quelle: Berchtesgadener Anzeiger, 2.5.22
Vom 9. Mai bis zum 27. Juni 2022 finden die Dreharbeiten in Berchtesgaden, Salzburg und der Steiermark statt. Quelle: crew-united, 4.5.22






Anna Brüggemann: Hier bin ich jetzt in nächster Zeit. #riesending #br #srf #servustv #senatorfilmproduktion #c-films #casting #stefanypohlmann #regie #jochenalexanderfreydank 🎬🏔
Instagram, 13.5.22

Sina Eggert / XOGOURMET: Die ersten Drehtage sind rum! Mit unserer neuen Mannschaft haben wir die erste Zeit super gerockt und sind stolz, sie in unserem Team zu haben! Das wird ein „Riesending“! #xogourmet #filmcatering #superteam #frischgekocht #filmdreh #senatorfilm #riesending.
Instagram, 14.5.22





Jochen Alexander Freydank: Drehtag 24 #diealpen. Instagram, 17.5.22



Die ARD verfilmt das "Riesending"-Unglück. Höhlenforscher Johann Westhauser war vor acht Jahren in der Schachthöhle im Untersberg verunglückt, wurde aber nach zwölf Tagen gerettet. Die dramatischen Ereignisse dienen als Grundlage für einen Zweiteiler der Reihe "FilmMittwoch im Ersten".
"Anzeiger"-Redakteur Thomas Jander begleitete die Dreharbeiten auf der Schnitzhofwiese in Marktschellenberg. Ein Selfie mit Hauptdarsteller Maximilian Brückner, der in die Rolle des Einsatzleiters schlüpft, durfte nicht fehlen.
Die Reportage erscheint am Samstag. Quelle: Berchtesgadener Anzeiger auf Instagram, 19.5.22

Abendschau am 20. Mai 2022 im BR Fernsehen: Verfilmung einer dramatischen Rettung "Riesending"
Vor acht Jahren im Berchtesgadener Land: Ein Höhlenforscher wird von einem internationalen Team aus der Riesending-Schachthöhle in einer dramatischen Hilfsaktion gerettet. Und die wird nun verfilmt - ein Besuch bei den Dreharbeiten in Marktschellenberg, mit Interviews mit Maximilian Brückner, Verena Altenberger und Regisseur Jochen Alexander Freydank. Auch Ausschnitte der Dreharbeiten in den kroatischen Höhlen, und der echten Rettungsaktion 2014 sind zu sehen. Die 4 Minuten gibt es (auch zum Download) in der BR-Mediathek

Der "Riesending" betitelte TV-Zweiteiler mit Verena Altenberger und Maximilian Brückner in den Hauptrollen orientiert sich am wahren Geschehen von 2014. Vor acht Jahren verletzte sich ein Höhlenforscher in den Tiefen des Untersbergs bei einem Felssturz. Die spektakuläre Rettungsaktion, die darauf folgte, wird ab dem Winter als Spielfilm auf ServusTV zu sehen sein. Video vom Setbesuch in Marktschellenberg mit Interviews mit Verena Altenberger, Maximilian Brückner (der dabei stolz seinen Attrappenbauch präsentiert) und Anna Brüggemann. Quelle: Salzburger Nachrichten, 20.5.22

»Riesending«-Unglück wird verfilmt: ARD dreht Millionen-Produktion über Höhlen-Drama

"Ihr wollt's jetzt nicht ernsthaft noch Text machen" neckte Maximilian Brückner seine beiden Schauspielkolleginnen Verena Altenberger und Anna Brüggemann in einer Drehpause auf der Hausbank vom Schnitzhofbauern.
Die Rettung von Johann Westhauser sorgte im Juni 2014 zwölf Tage lang weit über die Grenzen von Deutschland hinaus für Aufsehen. Der Forscher war in der »Riesending«-Schachthöhle im Untersberg durch einen Steinschlag in etwa 1000 Meter Tiefe und rund sechs Kilometer vom Einstieg entfernt verunglückt. Über 700 Helfer waren im Einsatz, bis der Forscher schließlich lebend geborgen werden konnte. Die ARD hat die dramatischen Ereignisse nun als Grundlage für einen Zweiteiler im Rahmen der Reihe »FilmMittwoch im Ersten« genommen.
Mit Oscar-Preisträger Jochen Alexander Freydank als Regisseur sowie den Hauptdarstellern Maximilian Brückner, Anna Brüggemann und Verena Altenberger ist das Personaltableau hochklassig besetzt. Gedreht wird seit 4. April und noch bis Ende Juni in Kroatien, Salzburg und dem Berchtesgadener Land. In Marktschellenberg versammelte sich das Filmteam an einem der Originalschauplätze von damals: Viele Hubschrauberflüge nahmen ihren Ausgangspunkt auf der Schnitzhofwiese an der B 305. Der »Berchtesgadener Anzeiger« durfte einen halben Tag lang die Dreharbeiten in Marktschellenberg begleiten.

Der Regisseur von »Riesending« ist Oscar-Preisträger Jochen Alexander Freydank (2.v. r., mit Sonnenbrille), hier bei der Besprechung einer Szene mit Helikopter-Einsatz.


Heimatidyll mit Helikopter: Für eine Szene, in der Retter auf der Wiese neben der B 305 abgeholt werden, holte sich das Filmteam für eine Einstellung eine Kuh namens 'Nullinger' des Schnitzhofbauern – die beäugte den Trubel allerdings eher skeptisch.
Das Erste, das beim Empfang am Schnitzhofheim und auch am Schauplatz der Dreharbeiten beim nebenan gelegenen Bauernhof auffällt: keine Hektik. Überraschend für einen Neuling am Film-Set, möglicherweise auch nicht die Regel, aber durchaus angenehm ist die entspannte Stimmung, die bei Crew und Darstellern herrscht. Es dauert auch nicht lange, bis die Protagonisten auftauchen: Maximilian Brückner, Verena Altenberger und Anna Brüggemann. Alle drei locker, bester Laune und sehr auskunftsfreudig gegenüber den anwesenden Journalisten. In das höfliche Siezen schleicht sich bei den Schauspielern immer mal ein »Du« ein – so zum Beispiel, als Brückner vom Vertreter der Heimatzeitung nach seiner extravaganten Rolle als Bürgermeister von »Hindafing« gefragt wird. Alle drei Hauptdarsteller der ARD-Produktion geben gut gelaunt allerlei Wissenswertes rund um die Dreharbeiten, aber auch die Herangehensweise an ihre Rollen preis.
Maximilian Brückner hat das Geschehen um die Riesending-Höhle seinerzeit in den Medien verfolgt; Einfluss auf sein Spiel hat es indes nicht, dass dem Film eine wahre Begebenheit zugrunde liegt: "Es sind ja fiktive Figuren, da bin ich frei in der Interpretation. Es geht darum, die Figur glaubwürdig darzustellen. Ich lerne hauptsächlich meinen Text so gut wie möglich. Der ist aber ein bisschen verhandelbar, da ändert sich vor Ort oft noch was. Das kommt auch darauf an, was vom Drehpartner kommt."
Wie Brückner hat auch Anna Brüggemann vor den Dreharbeiten nicht den Kontakt zu damals eingesetzten Rettungskräften gesucht. Sie spürt beim Drehen ebenfalls dem emotionalen Kern ihrer Rolle nach: "Es wäre etwas anderes bei einer historischen Figur der Zeitgeschichte, da geht es auch um die dramaturgische Aufarbeitung und die möglichst genaue Darstellung dieser Persönlichkeit." Für die beiden sind die Dreharbeiten – trotz der dramatischen Handlung – körperlich nicht übermäßig fordernd; das liegt aber an den jeweiligen Rollen.
"Ich spiele den Einsatzleiter, der seit Jahren nicht mehr draußen war. Ich hab mir sogar extra einen künstlichen Bauch geben lassen", verrät Brückner augenzwinkernd und klopft auf die »Prothese«. Anna Brüggemann hat zur Vorbereitung ihrer Rolle – ebenfalls eine koordinierende Funktion – ein Klettertraining in Berlin absolviert: "Das hat riesig Spaß gemacht, war aber auch irre anstrengend."
Bei der Frage, ob sie sich selbst vorstellen könnten, in solche Höhlen zu steigen, sind sich beide einig. »So eine enge Höhle, mit Kriechpassagen, das ist schon krass«, winkt die in Berlin lebende Schauspielerin ab. Bei Brückner fällt das noch deutlicher aus: "Ganz ehrlich, für kein Geld der Welt würde ich da reingehen."
Ein wenig anders sieht das bei der Dritten im Bunde aus. Die gebürtige Gasteinerin Verena Altenberger, die nicht weit weg in Hallein zur Schule gegangen ist, hat in ihrer Rolle als Höhlenforscherin den körperlich forderndsten Part. Nach vier Wochen Höhlenszenen in Kroatien hat sie in Marktschellenberg ihren ersten Drehtag seit Langem unter freiem Himmel.

"Die Kamera sieht alles", sagt Verena Altenberger, deswegen muss die Vorbereitung perfekt sein.


Maximilian Brückner spielt die Rolle des Bergwacht-Einsatzleiters Bertram Ehrhardt. Zumindest ein kleiner Teil des Untersbergs war bei Dreharbeiten zu sehen.
Auch sie kann sich noch an die Bergungsaktion 2014 erinnern, "vieles ist beim Lesen des Drehbuchs zurückgekommen". Vor allem ein emotionaler Aspekt steht für sie im Fokus: "Am meisten hängen geblieben ist die damalige Diskussion, ob Johann Westhauser überhaupt rausgeholt werden soll – die Frage, was ein Menschenleben wert ist, bzw. kosten darf." Als sie angefragt wird für die Rolle, ist sie sofort fasziniert: "Gerade bei Projekten, die sehr viel Vorbereitung brauchen, und wenn die Anforderungen hoch sind, sage ich gern zu. Als ich das Drehbuch gelesen habe, dachte ich mir: Das klingt so anstrengend, da sagen bestimmt nur coole Leute zu. Besonders finde ich, dass der Dreh so ausgewogen ist zwischen Action einerseits, aber auch der Auseinandersetzung auf der emotional-psychologischen Ebene andererseits. Das hat man nicht so oft."
So hat sich Verena Altenberger auch mit einigen Kletterinnen und Höhlenforschern getroffen, um herauszufinden, warum sich Menschen in solche Extremsituationen begeben und "um zu verstehen, wo der Reiz, wo die Magie liegt". Körperlich bringen sie die Dreharbeiten an Grenzen. "Ich hatte wochenlang einen Mörder-Muskelkater, der überhaupt nicht mehr aufgehört hat und überall blaue Flecken", lacht sie. Und freut sich über das »fantastische Stunt-Team«, das dafür gesorgt hat, dass nicht mehr passiert ist: "In der Vorbereitung musste ich zum Teil mit verbundenen Augen klettern, weil es in einer Höhle ja auch dunkel ist und alle Handgriffe sicher sitzen müssen. Unser Stunt-Koordinator hat auch bei der Serie ›Game Of Thrones‹ mitgearbeitet, der ist echt super. Ihm vertraue ich in diesen Dingen sozusagen blind."
Sie selbst hat durch den Film das Klettern für sich entdeckt: "Beim Training hab ich gemerkt, dabei bleib ich." Und zwar sowohl im Freien als auch in Höhlen, wie Altenberger betont: "Eine Höhle hat etwas Heiliges, da wird man ganz leise." Fasziniert ist sie auch vom Watzmann, obwohl sie in ihrer Kindheit nie viel in Berchtesgaden war. Aber bei ihren Eltern hörte sie oft das Ambros-Werk »Der Watzmann ruft« auf CD. Und sie selbst war im Teenager-Alter als Tänzerin beim »Salzsaga«-Musical am Königssee dabei, wie sie schmunzelnd verrät.
Sehr angetan von Berchtesgaden zeigen sich ebenso ihre Schauspiel-Kollegen. Anna Brüggemann hat ihre Familie mitgebracht und genießt die Landschaft auch abseits der Drehtage: "Ich finde es superschön hier." Für Maximilian Brückner ist es nicht der erste Ausflug ins Berchtesgadener Land: "Es ist wunderschön, ich hab mit meiner Familie erst hier Urlaub gemacht. Und ich hab einige Spezln in Bad Reichenhall und Berchtesgaden."
Dann wird es Zeit für die drei, sich auf den anstehenden Dreh vorzubereiten. Währenddessen wird unter den wachsamen Augen von Regisseur Freydank auf der Wiese eine Hubschrauber-Szene gedreht. Der erste Versuch geht daneben, der Oscar-Preisträger versammelt Schauspieler, Piloten und Crew-Mitglieder um sich, damit die Szene so in den Kasten kommt, wie er sich das vorstellt. Und mit einer Kuh des Schnitzhofbauern als Blickfang vor dem landenden Hubschrauber.
Man darf gespannt sein, was im kommenden Winter dann über die Bildschirme flimmern wird. Die originalen Ereignisse hatten ein Happy End. Ob das auch im Film so ist, haben die Hauptdarsteller nicht verraten. "Gespoilert" wird nicht.
»Riesending« im Überblick: Der ARD-Zweiteiler »Riesending« beruht auf den Ereignissen des Jahres 2014, Handlung und Charaktere sind aber fiktiv. Das Budget beträgt für eine Produktion aus der Reihe »FilmMittwoch im Ersten« etwa 18.500 Euro pro Minute, also rund 1,7 Millionen Euro für einen 90-minütigen Film. Beim »Riesending« handelt es sich laut Sender um eine »herausragende Eventproduktion«, für die kein allgemeingültiger Durchschnittswert angegeben werden kann. Da es ein Zweiteiler wird, darf getrost von einem deutlich siebenstelligen Betrag ausgegangen werden. Die Ausstrahlung ist für kommenden Winter geplant.
Parallel entsteht für die ARD-Mediathek eine Dokumentation mit dem Arbeitstitel »Unterswelt« über den Mythos Untersberg.
Text & Fotos: Thomas Jander, Berchtesgadener Anzeiger, 22.5.22

Das Höhlendrama als TV-Zweiteiler: Maximilian Brückner dreht ARD-Großproduktion "Riesending"

"Und Action!" Im Jahr 2014 war der Ort, wo nun gedreht wird, Hubschrauberlandeplatz und Treffpunkt für Einsatzkräfte.
Die Rotoren des Helikopters dröhnen. Aber Schauspieler Maximilian Brückner bleibt tiefenentspannt. An seine Rolle als Einsatzleiter der Bergwacht im 180-minütigen ARD-Zweiteiler "Riesending" geht der gebürtiger Münchner ganz locker ran, sagt er am Rande der Dreharbeiten zum Untersberg-Höhlendrama, das unter anderem in Marktschellenberg und Freilassing im Landkreis Berchtesgadener Land gefilmt wird. Regisseur ist Oscar-Preisträger Jochen Alexander Freydank.
Maximilian Brückner lehnt an der Wand eines Bauernhofs. Die rührige Filmcrew dreht nebenan eine Helikoptersequenz. Mehrere Szenen. Start und Landung. Einmal, zweimal, dreimal, viermal. Regisseur ist Jochen Alexander Freydank, der für seinen Kurzfilm "Spielzeugland" 2009 den Oscar gewonnen hat. Der Regisseur gibt Anweisungen ans Team. "Ruhe. Es wird gedreht", ruft ein Verantwortlicher.
Maximilian Brückner ist noch nicht dran, er betrachtet die idyllische Landschaft, im Hintergrund Berge: "Wunderschön ist es hier." Sein Blick fällt auf den Untersberg, in dem das reale Drama stattfand. Vom Feld aus, wo der Helikopter steht, koordinierten die Rettungsmannschaften schon während des Rettungseinsatzes vor acht Jahren die Hubschrauberflüge.
Brückner hat 2021 mit seiner Familie in Berchtesgaden Urlaub verbracht. Er hat in Reichenhall "viele Spezl" aus früheren Zeiten, sagt er. Für ihn ist der Dreh eine Art Heimspiel in vertrauter Umgebung. Neben Maximilian Brückner hockt Verena Altenberger, Schauspielerin aus dem österreichischen Salzburg. Sie ist nicht oft in Deutschland, das letzte Mal, als sie im Musical "Salzsaga" am Königssee mitwirkte. Mit dem Watzmann, Deutschlands zweithöchstem Berg, stehe sie in gutem Verhältnis. Im Zweiteiler wird sie die Rolle der Höhlenforscherin übernehmen. Fünf Wochen Dreharbeiten in Kroatien liegen hinter ihr. "Das war eine intensive Zeit mit vielen blauen Flecken", sagt sie. Die Vorbereitung für ihre Rolle beschreibt sie so: "Aua und ein Mördermuskelkater." Je gefährlicher die Rollenbeschreibung desto wahrscheinlicher, dass Altenberger zusage, sagt sie.



Das Höhlendrama ist angelehnt an ein Unglück aus dem Jahr 2014. Höhlenforscher Johann Westhauser verletzte sich tief im Innern der längsten Höhle Deutschlands im Untersberg, zwei Tage Fußmarsch vom Tageslicht entfernt. Hunderte Einsatzkräfte begleiteten die millionenschwere Rettungsaktion. "In unserer Geschichte sind die handelnden Personen aber alle fiktiv", klärt Maximilian Brückner. Kontakt zu den realen Einsatzkräften gab es keinen, sagen die Schauspieler.
Verena Altenberger hatte sich aber mit Höhlenforschern aus Wien getroffen. Mit Menschen, die sich in solche Extremsituationen begeben. Sie bereite sich intensiv vor, wenn es die Rolle erfordere, sagt sie. In drei verschiedenen Höhlen in Kroatien fanden die Dreharbeiten statt, drei Grad Celsius, kein Handyempfang, Begegnungen mit Massen an Fledermäusen. "Fokussiert und konzentriert" sei sie beim Dreh gewesen, sagt Altenberger.
Studionachbauten von Höhlengängen gab es für die TV-Produktion keine. Altenberger lernte deshalb Klettern, Abseilen, manchmal mit verbundenen Augen. "Die Handgriffe müssen im Schlaf sitzen." Für Stunts unterstützte sie jener Stunt-Koordinator, der bei der Erfolgsserie "Game of Thrones" verantwortlich zeichnete. Klettern möchte sie auch in Zukunft: "Das ist mein neues Hobby geworden."
Obwohl in der Rolle als Einsatzleiter, wird Maximilian Brückner für die TV-Produktion keine Höhle von Innen sehen. Das ist auch gut so. Enge Gänge erinnerten ihn an einen Maulwurfsbau. Allein die Vorstellung, tief im Berg zu sein: Brückner prustet laut, schüttelt den Kopf. "Für kein Geld der Welt würde ich reingehen", sagt auch Schauspielkollegin Anna Brüggemann, die im Film eine "erfahrene und mutige Kletterin" spielt und die Rettungsaktion in Gang setzt, wie es in ihrer offiziellen Rollenbeschreibung heißt.
Maximilian Brückner hat sich recht schnell für die Rolle entschieden, als er das Drehbuch angeboten bekam. Weil die Rolle fiktiv ist, könne er sich darin entfalten. Natürlich gebe es manchmal Gesprächsbedarf bei einem Drehbuch. Szenen müssten abgeändert, Dialoge ergänzt werden. "Das ist häufig work in progress. Manchmal sind Dialoge zu Beginn noch nicht schlüssig, dann wird noch am Gesprächsaufbau gefeilt", sagt er. Für Anna Brüggemann war sofort klar, dass sie die Rolle annimmt: Kein Drama, kein Krimi – die Klarheit der Figuren habe sie überzeugt, die emotionale Tiefe ebenso, sagt sie. Dafür nahm die in Berlin lebende Schauspielerin auch einige wenige Kletterszenen in Kauf.
Maximilian Brückner hat noch rund vier Wochen Dreh vor sich. 45 Tage sind insgesamt eingeplant. Bis zu 60 Personen sind täglich am Set, wenn in Berchtesgaden und Freilassing gedreht wird, sagt Andreas Grosch, Line Producer bei Senator Film. Der Münchner Grosch hat die Gesamtverantwortung des Drehs inne. Seit 32 Jahren ist er in diesem Job unterwegs, war unter anderem bei "7 Zwerge", "An deiner Schulter" mit Kevin Costner und "Die Nibelungen" beteiligt.
Fragen zum Budget bleiben unbeantwortet: "Bei dem Projekt handelt es sich um eine Eventproduktion und nicht um eine herkömmliche Auftragsproduktion für den Film-Mittwoch", schreibt Produzent Reik Möller von Senator Film auf Anfrage. Insofern seien die Budgets nicht vergleichbar. Zahlen könne man deshalb nicht nennen. Bei gewöhnlichen Auftragsproduktionen orientiert sich der Minutenpreis bei 18500 Euro, wie aus öffentlich einsehbaren Zahlen hervorgeht. Bei 180 Minuten wären das 3,3 Millionen Euro. Bei einer Produktion wie dieser lägen die Kosten aber "deutlich höher" heißt es aus dem Produktionsumfeld.
Text & weitere Fotos: Kilian Pfeiffer, Nachrichten aus dem Landkreis Berchtesgadener Land, 24.5.22

Bergfest! Regisseur Jochen Alexander Freydank: Die Hälfte ist geschafft #übernberg #film #caves #bergfest. Instagram, 24.5.22

Ungewöhnliches Treiben herrscht zur Zeit im Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr Freilassing. Des Rätsels Lösung: Aktuell werden, laut Zeitungsbericht mit Millionenaufwand, Szenen für einen großen Zweiteiler für das Abendprogramm des „Ersten“ gedreht. Es geht um die Rettung eines Höhlenforschers, der tatsächlich 2014 im nahen Untersberg in der Riesendinghöhle, so auch zumindest der Arbeitstitel des Films, verunglückte. Für die Nachverfilmung mit sehr bekannten deutschen Schauspielern und sogar einem Oscar-prämierten Regisseur wurde nun das Freilassinger Feuerwehrhaus als geeigneter Drehort auserkoren. Rund zwei Wochen werden hier teilweise die Szenen nachgestellt, die damals unter Dach durchgeführt wurden, wie gesagt eben große Pressekonferenzen, die Einsatzleitung der ganzen Aktion usw.. Am ersten Drehtag waren deshalb knapp 100 Personen im Gerätehaus. Fortsetzung folgt…
Vollständiger Bericht mit Fotos: Freiwillige Feuerwehr Freilassing, Facebook, 25.5.22

Zweiter Drehtag im Feuerwehrhaus Freilassing: Auch der Vatertag am 26. Mai stoppte die Filmcrew nicht. Tag zwei der Dreharbeiten für den ARD-Mehrteiler "Riesending" im Freilassinger Feuerwehrhaus fand trotz Feiertag am Christi Himmelfahrtstag statt. Massenszenen wie am ersten Tag, als 50-60 Schauspieler und Komparsen gleichzeitig ins Bild zu setzen waren, gab es diesesmal keine. Der Fokus wurde im wahrsten Sinn des Wortes mehr auf die Hauptdarsteller gelegt. Weinend, wütend, gereizt, zornig – um solche Emotionen glaubwürdig darzustellen, verlässt man sich lieber auf die Profis und setzt sie dafür formatfüllend ins Bild. Dafür durften diesesmal sechs Kameraden unserer Wehr als Statisten mit dabei sein um das, auch nicht unwichtige, Drumherum ausfüllen. Fortsetzung folgt...
Vollständiger Bericht & Fotos (eins davon mit Maxi): Freiwillige Feuerwehr Freilassing auf Facebook, 29.5.22

Teilweise recht beengt ging es am dritten Tag der Dreharbeiten für den ARD-Zweiteiler, der das Höhlenunglück in der Riesendinghöhle aus dem Jahr 2014 nacherzählt, im Freilassinger Feuerwehrgerätehaus zu. Am Vormittag lag das an der großen Anzahl an Statisten und Fahrzeugen, die den eigentlich weitläufigen Platz vor dem Gerätehaus zumindest optisch ziemlich füllten. Dargestellt werden sollte in der Szene die Ankunft verschiedener ausländischer Höhlenrettungsspezialisten im Hauptquartier der Einsatzkräfte, dargestellt eben im Freilassinger Feuerwehrhaus. Laut Drehbuch waren diese Höhlenretter mit vielen, mehr oder weniger privaten Fahrzeugen nach Deutschland gereist, um bei den Rettungsarbeiten zu unterstützen. Wie bereits in der Woche zuvor war natürlich alles mit der Filmcrew besprochen und organisiert. Für die Filmmenschen ging es schon am frühen Nachmittag noch auf andere Weise beengt weiter: Die Einsatzzentrale der Feuerwehr und sogar die Männertoilette waren Schauplatz für einige Szenen, in denen selbstverständlich Schauspieler, aber auch die Kameraleute mit Equipment, die Beleuchtung, das für den Ton verantwortliche Personal mit diversen Mikrofonen usw. untergebracht werden mussten. Per Weitwinkelobjektiven und viel „Bauch einziehen“ bei den Protagonisten wurden aber auch diese Szenen für den Regisseur zufriedenstellend eingefangen. Und wenn der zufrieden ist, dann passt es… Fortsetzung folgt...
Vollständiger Bericht & Fotos: Freiwillige Feuerwehr Freilassing auf Facebook, 30.5.22

„Achtung, Ruhe am Set, wir drehen!“ „Ton läuft!“ Klappe!“ „Und Action!“ bzw. „Und Bitte!“ wie es der deutsche Regisseur, Jochen Freydank zu sagen pflegt: Inzwischen sind es fast schon vertraute Töne, die da auch an den Drehtagen vier, fünf und sechs durchs Freilassinger Feuerwehrhaus schallen. Ertönen sie, wird dann aber auch erwartet, dass absolute Ruhe im Haus herrscht, sogar der Getränkeautomat musste ausgeschaltet werden, weil das leise Brummen schon zu viel Störgeräusch erzeugte! Nach nunmehr sechs Drehtagen und etwa 70 Stunden im Feuerwehrhaus sind die Dreharbeiten in Freilassing jetzt beendet. Weiter geht es nach dem verlängerten Pfingstwochenende (4.-6.6.) laut Crew wieder am Berg, also in der freien Natur. Gespannt sind wir jedenfalls, wieviele Sekunden oder Minuten der 70 Stunden bei uns in der Wache im Endprodukt tatsächlich zu sehen sein werden...
Vollständiger Bericht mit Fotos: Freiwillige Feuerwehr Freilassing auf Facebook, 7.6.22
Auf einigen Fotos ist Maximilian Brückner samt seinem Attrappenbauch gut zu sehen, und eins zeigt ihm zusammen mit Marcus Mittermeier, der hier den Politiker Wolfgang Breitsamer gibt, und die sich von "München Mord - Die Hölle bin ich" kennen.

Marcus Mittermeier: Die ARD verfilmt die Rettungsaktion von 2014 unter dem Arbeitstitel Riesending … Natürlich entsendet auch der Freistaat einen Politiker: Wolfgang Breitsamer … Politiker sind … *gutaussehend *machtbewusst *meinungsstark *menschennah *verantwortungsvoll (Mehrere Antworten möglich!)

Der Einsatzleiter der Bergwacht, Bertram Erhard (Maximilian Brückner) mit dem Politiker Wolfgang Breitsamer (Marcus Mittermeier). Quelle











Videoquelle: Verena Altenberger, 8.6.22

Fotoquelle: Maximilian Brückner auf Instagram und Facebook, 8.6.22

Regisseur Jochen Alexander Freydank: Drehtag 38 #untersberg @bruecknermaximilian #jochenfreydank #film. Foto, 8.6.22

Kletter-Statisten für Filmdreh gesucht! Für die Verfilmung der Rettungsaktion in der Riesending-Schachthöhle werden kurzfristig Statisten mit Bergerfahrung gesucht.
Kletterer, Bergwachter (Bergretter) oder nur Bergbegeisterte Leute gesucht für den “Riesending“ Film Dreh in Bad Aussee - nach einer wahren Begebenheit
Lust und Zeit dabei zu sein? Dann melde dich doch bei uns… es gibt auch Bezahlung und Verpflegung am Set!!! Wann? Donnerstag, 23.06./ Freitag, 24.06./ Samstag, 25.06.2022 (auch 1 Tag möglich) Wo? Bad Aussee/Loser
Am besten kurz bei uns auf WhatsApp oder per Anruf melden. Tel. +43 660 714 6607 Maria Registrierung bitte hier. Wir freuen uns auf DICH! Lieben Gruß, Maria von Agentur Magic Models. Quelle: bergsteigen.com, 21.6.22


Maximilian Brückner mit Regisseur Jochen Alexander Freydank, Kameramann Thomas C. Dirnhofer, und den Kolleginnen Verena Altenberger und Sophie Rogall - wieder in einem Helikopter. Instagram, 14.6.22

Marcus Mittermeier: #DieHöhle ist abgedreht. Danke an alle Beteiligten und den tollen Support durch das Team: @jochenfreydank @bruecknermaximilian @verena_altenberger @messutat @roland_silbernagl und viele mehr! Instagram, 25.6.22

Maximilian Brückner: I’m too sexy for … whatever. It’s a wrap! #diehöhle. Instagram, 25.6.22
Die Bauchattrappe in voller Schönheit 🤣 - schaut arg unkommod aus!


Maximilian Brückner, Marcus Mittermeier und Bastian Zaharia (Assistent der Aufnahmeleitung) auf dem Loser auf 1.837 m. Instagram

Jochen Alexander Freydank: what a great team #thx #wrap #itsawrap #film #diehöhle #danke. Instagram, 28.6.22 ; Foto: Anke Neugebauer


Verena Altenberger: Ich hab mir sagen lassen, das passiert alle 12 Jahre, ich vertraue aber auf meine persönliche Erfahrung und sage, das passiert alle 3 Jahre: Ein perfekter Dreh. 💫
Ein Vierteljahr so glücklich sein, so viel reisen, so viel verhandeln und so viel lernen, vielleicht sogar ein Stück weit wachsen. Danke Universum für den "Riesending" Dreh.
I've been told this happens once in 12 years but I'd rather trust my personal experience and say every third year: a perfect shoot.
💫
3 months of pure happiness, traveling, learning, deep artistic examination, even personal growth. Thanks to the universe for the "Riesending" project.
Instagram, 29.6.22

Premiere des Zweiteilers "Riesending - Jede Stunde zählt" in der ARD (Das Erste) ist am Mittwoch 28. Dezember 2022, ab 20:15 Uhr ; Wdh. am Donnerstag 29.12.22 ab 01:40 Uhr.
Im Rahmen des FilmMittwoch zeigt Das Erste am 28. Dezember 2022, ab 20:15 Uhr als Event-Zweiteiler die bewegende Geschichte "Riesending - Jede Stunde zählt", die auf einer wahren Begebenheit beruht. Ein Höhlenforscher verunglückt in der längsten und am schwersten zugänglichen Höhle Deutschlands, zwölf Kilometer tief im Untersberg. Hunderte von Kletterern versuchen ihn in einem spektakulären Einsatz zu retten. Eine logistische Meisterleistung, die mehrere Wochen in Anspruch nimmt und 728 Rettungskräfte vereint - im Kampf gegen die Zeit und das Wetter. Der Oscar-prämierte Regisseur Jochen Alexander Freydank hat das Drehbuch zu diesem Event-Zweiteiler nach einer Geschichte von Johannes Betz geschrieben und in Szene gesetzt.
Die Sendung ist nach der Ausstrahlung 30 Tage lang in der ARD Mediathek verfügbar. Dort steht außerdem ab 27. Dezember 2022 die Dokumentation "Tief im Fels - Überleben am Untersberg" bereit, (25. Dezember, um 19:15 Uhr im BR Fernsehen).
Quellen: ARD-Presseportal und TVinfo, 14.11.22

Auch im österreichischen Fernsehen ServusTV werden beide Teile von "Riesending - Jede Stunde zählt" am Mittwoch, 28. Dezember 2022 ab 20:15 Uhr gesendet.
Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt Regisseur Jochen Alexander Freydank im packenden TV-Event "Riesending - Jede Stunde zählt" von einer der größten Rettungsaktionen der bayerischen Bergwacht. Gemeinsam mit Kameramann Thomas Dirnhofer gelingt dem Filmemacher eine intensive Rekonstruktion der Ereignisse, die durch ihre Bilder und Atmosphäre fesselt und den Überlebenskampf in der Höhle spürbar macht. In den Hauptrollen: Verena Altenberger und Maximilian Brückner.
Im Anschluss zeigt ServusTV ab 23:35 Uhr die Dokumentation "Das Riesending - 20.000 Meter unter der Erde".
Quelle + 15 (teils bisher unbekannte) Setfotos: ServusTV-Presse, 18.11.22


Ralf Sommer (Jan Messutat), Bertram Erhardt (Maximilian Brückner) und Birgit Eberharter (Verena Altenberger)

Fotos: © SFP / Felix Vratny

Erhardt (Maximilian Brückner), Sommer (Jan Messutat) und Birgit (Verena Altenberger)

Riesending – Jede Stunde zählt, Teil 1 & 2
Das Projekt "Riesending" wurde von den wahren Ereignissen im Jahr 2014 inspiriert. Die Autoren und Produzenten haben mit vielen der damals Beteiligten gesprochen und der Ablauf der Handlung folgt im Wesentlichen den Stufen der damaligen Rettungsaktion. Gerade die enorme Solidarität der europäischen Höhlenforscher-Community und den aufopferungsvollen Einsatz aller Beteiligten füreinander hat es so gegeben wie auch Unsicherheiten und Diskrepanzen bei der Planung der eigentlichen Rettung. Die Einzelheiten sind jedoch fiktiv – wie auch die Charaktere.
- Teil 1: Am Pfingstsonntag 2014 verunglückt der Höhlenforscher Josef Häberle in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden. Mit einer lebensbedrohlichen Kopfverletzung liegt er in über 1000 Meter Tiefe – und über 12 Kilometer vom Schachteingang entfernt. Sein Kletterkollege Ralf Sommer kämpft sich an die Oberfläche zurück, um die Rettung zu alarmieren, während zwei weitere Begleiter versuchen, den Verletzten am Leben zu halten. Die Bergwacht übernimmt von Minute eins an die Verantwortung, jedoch ohne jegliches Wissen über die Riesending-Höhle und ohne Expertise über die Bergung aus dieser Tiefe. Ralf Sommer sieht nur eine Chance, seinen Kameraden zu retten: ein Hilferuf an die internationale Höhlenforscher-Community.
- Teil 2: Der Höhlenforscher Josef Häberle liegt mit lebensbedrohlichen Verletzungen tief in der Riesending-Höhle im Untersberg bei Berchtesgaden. Hunderte Rettungskräfte warten auf den Beginn der Bergung. Doch die Dimensionen und Herausforderungen der Höhle lassen das Unterfangen aussichtslos erscheinen. Die beispiellose Aktion entpuppt sich als unglaublicher Thriller zwischen Ohnmacht und Hilfsbereitschaft, Expertise und Aktionismus, Medien und Politik. Es braucht das diplomatische Geschick und einen geschickten Schachzug der Bergretterin Helene Rechlin, um die Blockade zu lösen und die Bergung des Verletzten in Gang zu setzen. Ein Meisterstück an Klettertechnik, Logistik, Wagemut und Koordination und eine „Sternstunde Europas“.
Quelle: Degeto


Fotoquelle: © SRF/BR/ARD Degeto/Senator Film Produktion/Felix Vratny

Riesending – Jede Stunde zählt, Folge 1 & 2
Ein Höhlenforscher verunglückt in der längsten und am schwersten zugänglichen Höhle Deutschlands, zwölf Kilometer tief im Berg. Zwei Wochen lang ringen 728 Menschen um sein Leben. Darunter ein Schweizer Expertenteam. Eine bewegende Geschichte von absoluter Freundschaft und grenzenloser Opferbereitschaft.
- Folge 1: Die Riesending-Höhle in Berchtesgaden, eines der längsten Höhlensysteme Deutschlands: Der Höhlenforscher Josef Häberle verunglückt mit einer lebensbedrohlichen Kopfverletzung und liegt in über 1000 Meter Tiefe, zwölf Kilometer vom Schachteingang entfernt. Während zwei Freunde ihn am Leben halten, gelangt Ralf Sommer in einem waghalsigen Klettersprint innerhalb eines halben Tages an die Oberfläche, um die Bergwacht zu alarmieren.
Doch die gerät schnell an ihre Grenzen. Weltweit gibt es nur wenige Spezialistinnen und Spezialisten, die so tief in eine Höhle vordringen können. Und im Team von Bertram Erhardt, dem Einsatzleiter der Bergwacht, befindet sich kein Notarzt, der sich ein solches Vorhaben zutraut. Ralf sieht nur eine Chance: ein Hilferuf an die internationale Höhlenforscher-Gemeinschaft, darunter die Schweizer Res Wolfensberger und Roger Furrer. Viel persönliches Engagement bringt auch Birgit Eberharter ein, eine Höhlenklettererin aus Salzburg, die Josef viel zu verdanken hat. Gemeinsam mit Ärztin Raffaela Pardeller macht sich Birgit auf zum Schwerverletzten – um festzustellen, ob er überhaupt transportfähig ist.
Bertram gerät zunehmend unter Druck: Er will und darf die Einsatzleitung nicht an die internationalen Höhlenforschenden abgeben oder diese in die Höhle lassen. Zugleich würde er das Leben Hunderter nicht ausreichend höhlenerfahrener Bergretter riskieren, würde er sie in die Tiefe schicken – für die Bergung eines Mannes, der wahrscheinlich gar nicht überleben würde. Höhlenspezialist Res Wolfensberger ist zunehmend genervt von Bertrams zögerlichem Verhalten. Er und sein Team wären parat. Jetzt gilt es endlich, die Operation Rettung aus der Riesending-Höhle zu starten. Sonst wird Josef sterben.
- Folge 2: Bis zum letzten Moment sperrt sich Bergwachtleiter Bertram gegen die Rettung vom schwerverletzten Josef aus der Riesending-Höhle. Als er endlich einwilligt kann die paneuropäische Rettungsaktion unter Schweizer Leitung gestartet werden. Die Höhlencracks sind sich bei der Aktion eines bewusst: Jede Stunde zählt.
Höhlenspezialist Res Wolfensberger sitzt wie auf Nadeln. Denn die News aus der Tiefe der Riesendinghöhle sind nicht gut. Zwar ist jetzt Notärztin Raffaela beim schwerverletzten Josef. Doch dessen Zustand ist kritisch. Und langsam gehen die Medikamente aus. Josef müsste eigentlich so schnell wie möglich aus der Höhle transportiert werden.
Doch oben sperrt sich Bergwachtleiter Bertram nach wie vor gegen die Rettungsaktion des paneuropäischen Teams, das unter Schweizer Leitung steht. Zum einen steht Bertram unter politischem Druck. Sein Vorgesetzter, Wolfgang Breitsamer, ein aufstrebender Politiker, befürchtet einen Imageverlust, wenn die bayrische Bergwacht den Lead abgibt. Lähmend wirkt auf Bertram eine vergangene Rettungsaktion. Bei dieser haben Bergwacht-Kollegen das Leben verloren. Bertram will auf keinen Fall, dass sich diese Tragödie wiederholt. Seine Kollegin Lucy Hellersdorf erkennt, unter welchem psychischen Druck Bertram steht, und zeigt sich bereit die Verantwortung von ihm zu übernehmen. Bertram willigt ein und endlich kann die Rettungsaktion beginnen.
Für Res Wolfensberger, Roger Furrer, die italienischen und die kroatischen Kolleginnen und Kollegen beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn um Josef aus der Höhle zu transportieren, müssen kilometerlange Rettungsstrecken eingerichtet, Haken eingeschlagen, Seile gespannt und Gewässer überbrückt und überquert werden. Eine weitere Herausforderung bietet die Bahre. Doch hier haben die findigen Kroaten eine innovative Lösung gefunden. Bei allem darf eines nicht vergessen gehen: Der hirnverletzte Josef darf zu keinem Zeitpunkt kopfabwärts transportiert werden. Als alle Vorbereitungen getroffen sind, brechen die Höhlencracks auf, um ihren Kollegen zu retten. Sie sind sich bewusst: Jede Stunde zählt.
Basierend auf wahren Begebenheiten zeigt der Film, was möglich ist, wenn Menschen zusammenhalten und an einem Strang ziehen – unabhängig von ihrer Nationalität, ihres Geschlechts, ihres Alters. Dann wird das Unmögliche möglich. Dann heisst es 728 für 1. Die Koproduktion von SRF mit der ARD erzählt von einer der aufwändigsten Rettungsaktionen, die mehrere Wochen in Anspruch nimmt – eine logistische Meisterleistung, bei der auch Schweizer Retterinnen und Retter massgeblich beteiligt waren.
Quelle: SRF1.ch


Res Wolfensberger (Beat Marti), Bertram Erhardt und Wolfgang Breitsamer vom Innenministerium

Bertram Erhardt (Maximilian Brückner) und Wolfgang Breitsamer (Marcus Mittermeier)

Bertram Erhardt bei einer der Pressekonfernzen

Pressekonferenz mit Breitsamer, Stefan Gerner (Philip Birnstiel) und Bertram Erhardt
Fotos © BR/ARD Degeto/Senator Film Produktion/Felix Vratn

Mehrteiler "Riesending - Jede Stunde zählt" – Altenberger, Timoteo, Brückner, Brüggemann, Freydank. Als hinge man selbst am Seil...
Eine faszinierende Abenteuerreise und die Frage, wieviel ein Leben wert ist: Jochen Alexander Freydank schildert in dem Zweiteiler "Riesending - Jede Stunde zählt" die Rettung eines verletzten Höhlenforschers aus einer Tiefe von 1000 Metern. Die Produktion bietet Hochspannung und atemberaubende Bilder (Kamera: Thomas C. Dirnhofer). Zugleich nutzt Freydank das enorme dramatische Potenzial, denn für das Überleben eines Einzelnen setzen hier zahlreiche Helfer:innen ihr Leben aufs Spiel. Basierend auf der realen Rettung von Johann Westhauser aus der Riesending-Höhle im Jahr 2014, feiert der Zweiteiler Mut, Menschlichkeit und den Zusammenhalt der internationalen Wissenschafts-Community. Verena Altenberger, Sabine Timoteo u.a. gehen „unten“ an ihre Grenzen, „oben“ liefern sich Anna Brüggemann, Maximilian Brückner & Marcus Mittermeier einen packenden Dreikampf.
[...] Im Mittelpunkt des großen Ensembles steht Birgit Eberharter, umwerfend gespielt von Verena Altenberger, die hartnäckig gegen alle Widerstände um die Rettung ihres verehrten Josef Häberle kämpft. [...] Eine Heldinnenreise, von Altenberger so natürlich und unpathetisch wie möglich gespielt. Der bayerische Dialekt, den ihre und andere Figuren sprechen, unterstützt das lebensecht wirkende Spiel. Ähnliches gilt für die sich auf Englisch verständigende internationale Höhlenforscher-Gemeinschaft. [...] Maximilian Brückner spielt überzeugend, wie es den Bergwacht-Chef Bertram Erhardt innerlich zerreißt, wie er mit dem eigenen Ethos und der Angst vor einem Scheitern der Rettungsmission mit möglichen Todesopfern ringt, wie er zwischen Verantwortungsgefühl, politischer Einflussnahme, medialem Interesse und dem Druck durch die immer größer werdende Helferschar geradezu zerrieben wird. Man kann es verwerflich und provinziell finden, wie er die herbeigeeilten Retter:innen abfertigt. Dennoch ist dieser Einsatzleiter eine differenzierte, keineswegs rein „böse“ Figur, sondern ein Mensch, in dessen Haut man nicht stecken möchte. Das nötige Rückgrat beweist schließlich Helene Rechlin (Anna Brüggemann), und so sind vor allem Frauen die entscheidenden, starken Figuren des Films. [...] Der Zweiteiler feiert die Menschlichkeit und die Kraft der Gemeinschaft über nationale Grenzen hinweg. Am Ende lässt Freydank die Europa-Fahne wehen. Ein bisschen Pathos nach einem derart emotionalen Ritt darf schon mal sein. ⭐⭐⭐⭐⭐1/2 von 6 möglichen Sternen
Vollständige Kritik von Thomas Gehringer auf tittelbach.tv, Text-Stand: 29.11.22



Stefan Gerner (Philip Birnstiel) und Georg Leitner (Lukas Spisser) bringen den verletzten Josef Häberle (Roland Silbernagl) aus der Höhle.
© BR/ARD Degeto/Senator Film Produktion/Anke Neugebauer


Gespräch mit Regisseur Jochen Alexander Freydank
"Ein Film, der auf einer wahren Begebenheit beruht, erfordert einen besonders sensiblen Umgang mit Charakteren und Fakten. Man geht dann einen schmalen Grat zwischen Fiktion und Realität. Ich wollte mit diesem Film nah an der Realität sein, nah am Leben sein. Dies sollte auch bei den Darstellern, im Look und im Lichtkonzept zu spüren sein.
Ich wollte die Besonderheiten und die Schönheit einer Höhle zeigen und einen wirklich echten Höhlenfilm inszenieren. Es geht neben dem existenziellen Kampf um ein Menschenleben auch um die Faszination dieser ganz eigenen Welt. Dinge geschehen dort langsamer, Stille kann hörbar sein. Das spürte ich selbst in der Hektik eines Drehs.
Bei der Entscheidung, wo und wie man eine Höhle erzählen kann, sind wir einige Umwege gegangen, um am Ende da zu landen, wo wir gelandet sind: in realen Höhlen. Das war herausfordernd. Bei diesem Dreh wurden Dinge normal, die bei anderen Drehs eher der Extremfall sind. Schauspieler und Technik in schwindelerregender Höhe, Wasser, Schlamm. Wir alle wussten, dass Höhlen durch Wasser entstehen, aber wenn es dann kommt, ist es doch sehr herausfordernd. Gemeinsam haben wir das gemeistert. Das war nichts für Leute mit Platzangst, es war physisch extrem hart, es war kalt und dunkel.
Film ist Teamarbeit, und wir waren ein großartiges Team. Für so einen Film braucht man besondere Darsteller. Und die hatte ich hier. Ich wollte eine Geschichte inszenieren, die ganz real in diesem unserem Land erzählt wird, in der es auch um Dinge wie Bürokratie und menschliches Versagen geht. Was kostet ein Menschenleben? Was kann man gemeinsam erreichen? Für mich wirklich wichtige Fragen: gerade in der heutigen Zeit."
Quelle: ARD/Das Erste

Setfotos von Teil 1
Setfotos von Teil 2
Trailer

Kameramann Thomas Dirnhofer über die Dreharbeiten
"Es sollte ein 'echtes' Abenteuer werden. Es sollte nicht nur nach Höhle aussehen, es sollte sich auch nach Höhle anfühlen. Alle, die sich das erste Mal in eine Höhle – unter die Erde – begeben, spüren sofort die befremdliche Einzigartigkeit dieser Umgebung. Die Dunkelheit ummantelt einen. Sie lehnt dich nicht ab, sie lädt dich vielmehr ein und weckt die Neugier. Gleichzeitig zieht die kalte, durchdringende Feuchtigkeit in den Körper ein und lässt ein Gefühl irgendwo zwischen Geborgenheit und Unheimlichkeit entstehen.
Um dieses Gefühl für ein Publikum erlebbar zu machen, haben sich die Schauspieler*innen im Vorfeld ausgiebigem Höhen- und Seiltraining in Kletterhallen unterzogen. So war es möglich, dass wir Abseilszenen in echten Schächten, an echten Seilen, über dem echten Abgrund drehen konnten, was den Bildern und den Figuren eine einzigartige Authentizität zu verleihen mag.
Es ist der Tiefblick in die Dunkelheit, der kondensierende Atem vor den Helmlampen, die manchmal unheimlichen Schattenspiele an den feuchten Höhlenwänden, die diesem Film seine Unverwechselbarkeit verleihen. Wir waren als Filmemacher überzeugt, dass dieses Gefühl nur in einer Originalhöhle vermittelt werden kann, und nicht im beheizten, gemütlichen Studio erzeugt werden sollte. Deshalb haben wir nach langer – europaweiter – Locationsuche eine Höhlenregion in Kroatien gefunden, die für unsere Zwecke funktionierte. Die unterirdischen Szenen wurden dann dort auf drei relativ zugängliche Höhlen aufgeteilt. Dennoch musste das Hauptmotiv über 370 Stufen und durch eine gerade menschengroße Engstelle erreicht werden. Und nach mehreren Tagen Regen und Schmelzwasser glich das anfänglich nicht recht trockene Hauptmotiv einem knietiefen Sumpf.
Besonders beeindruckend war für mich zu erleben, wie sehr das gesamte Team während dieser intensiven Drehzeit zusammengewachsen ist. Die konzentrierte Arbeit an Seilen, in unterirdischen Seen und in engen Schächten hat – in meinen Augen – für viele eine nachhaltige Erfahrung hinterlassen. In der Dunkelheit und Kälte der Höhle entsteht eben ganz automatisch ein Gefühl für das notwendige 'Miteinander'.
Man wächst über die verschiedenen Aufgaben am Set zusammen, egal, ob man nun vor oder hinter der Kamera steht, egal, welche Aufgabe man hat. Deshalb sticht dieses Projekt für mich aus vielen anderen in seiner Besonderheit heraus. Und ich bin überzeugt, es wird vielen von uns, die dabei sein durften, noch lange in Erinnerung bleiben. Nun hoffe ich sehr, dass es dem Publikum genauso gehen wird."
Quelle: ARD/Das Erste

«Riesending – Jede Stunde zählt» zeigt die spektakuläre Rettung eines Höhlenforschers aus einer Höhle – nach wahren Tatsachen.
Höhlen sind nichts für zarte Gemüter: stockdunkel, kalt, nass – und oft gefährlich. Die Höhle, um die es hier geht, ist selbst für viele erfahrene Bergsteiger eine Nummer zu gross. In der Riesending-Höhle im bayerischen Berchtesgaden, die als längste und am schwersten zugängliche Höhle Deutschlands gilt, kennen sich nur wenige Höhlenforscher aus.
Einer von ihnen ist Josef Häberle (Roland Silbernagl). Er befindet sich mit drei Kollegen in mehr als 1000 Metern Tiefe im Berg, zwölf Kilometer vom Schachteingang entfernt, als über ihnen ein Steinschlag niedergeht. Josef wird schwer am Kopf verletzt, verliert das Bewusstsein. Für seine Begleiter ist klar: Sie müssen sofort Hilfe holen, Josef muss irgendwie aus der Höhle geschafft werden.
Während zwei Freunde ihn am Leben halten, gelangt Ralf Sommer (Jan Messutat) in einem waghalsigen Klettersprint innert eines halben Tages an die Oberfläche, um die Bergwacht zu alarmieren. Dort kommt man aber schnell ans Limit: Einsatzleiter Bertram Erhardt (Maximilian Brückner) merkt rasch, dass es weltweit nur ganz wenige Spezialisten gibt, die so tief in eine derartige Höhle vordringen können.
Während die Bergwacht zaudert und sich überlegt, wie man eine Rettung für unmöglich erklären könnte, handelt Ralf und sendet einen Hilferuf an die internationale Höhlenforscher-Gemeinschaft. Dazu gehört Birgit Eberharter (Verena Altenberger), eine Höhlenkletterin aus Salzburg, welche dem verletzten Josef viel zu verdanken hat. Mit Res Wolfensberger (Beat Marti) und der Ärztin Raffaela Pardeller (Sabine Timoteo) verstärken auch Experten aus der Schweiz das Rettungsteam.
Das zweiteilige Drama «Riesending – Jede Stunde zählt» schildert die gigantische Rettung (728 Personen waren involviert) in realistischen, ungeschönten Bildern. Etwa das Kompetenzgerangel zwischen Bergwacht, Politik und der internationalen Höhlenforscher-Gemeinschaft oder auch die vielen beklemmenden Szenen aus der Tiefe der Höhle. Oft sind die Stirnlampen der Bergleute und Ärztinnen die einzige Lichtquelle im eisigen Dunkel das Keuchen der Retter macht in jenen Momenten jeden Dialog überflüssig.
Für das grosse Filmprojekt haben sich Deutschland und die Schweiz zusammengetan, Regie führt Jochen Alexander Freydank (Oscar 2009, Bester Kurzfilm «Spielzeugland»). Ihm war es auch wichtig, in echten Höhlen zu drehen – und nicht im Studio. „Wir waren überzeugt“, sagt Kameramann Thomas Dirndorfer, „dass dieses Gefühl nur in einer Originalhöhle und nicht im beheizten, gemütlichen Studio erzeugt werden kann.“ In Kroatien wurde man fündig: „Die unterirdischen Szenen wurden auf drei relativ gut zugängliche Höhlen aufgeteilt“, so Dirndorfer, „dennoch musste das Hauptmotiv über 370 Stufen und durch eine gerade mal menschengrosse Engstelle erreicht werden.“
Dieser Extra-Aufwand – dazu gehört auch das Höhen- und Seiltraining für den Cast – hat sich gelohnt. «Riesending» ist ein mitreissender Wettlauf gegen die Zeit.
Das Drama endet wie die wahre Geschichte, auf der es beruht: Am 19. Juni 2014, nach mehr als elf Tagen, wurde der schwerverletzte Johann Westhauser (im Film heisst er Josef Häberle) aus der Riesending-Höhle gerettet, vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Heute hat sich Westhauser so weit von den Strapazen erholt, er steigt sogar wieder regelmässig in verschiedenste Höhlen ab. ⭐⭐⭐⭐ von 5 möglichen Sternen
Quelle: Simone Reich für Streaming.ch, 16.12.22



Am 22.12.22 war Maximilian Brückner zu Gast bei Christoph Deumling in der Abendschau im Bayerischen Fernsehen um den Film vorzustellen.
Der Beitrag im Video


Verena Altenberger: "Jedes einzelne Menschenleben ist unbezahlbar"
STANDARD: Kannten Sie zuvor die Geschichte des Höhlenunglücks, das sich 2014 ereignet hat?
Verena Altenberger: Ja, der Untersberg war eine Zeitlang mein Hausberg, ich habe insofern auch das Drama in der Riesending damals mitverfolgt. Am meisten war mir diese abstoßende teilöffentliche Debatte über den Wert eines Menschenlebens hängen geblieben. Ich war froh, dieses Thema auch im Drehbuch aufgegriffen zu finden, und mag, dass der Film diesbezüglich eine klare Antwort gibt: Jedes einzelne Menschenleben ist unbezahlbar.
STANDARD: War die Vorbereitung auf den Dreh intensiver als sonst? Immerhin geht es um eine nicht alltägliche Beschäftigung: Höhlenklettern.
Altenberger: Meine Vorbereitungen gestalten sich immer sehr intensiv. Gerade in der Vorbereitung tauche ich ganz ab in diese anderen Leben, über die ich so viel wie möglich versuche herauszufinden. Insofern nicht intensiver, aber natürlich trotzdem sehr besonders. Ein großer Fokus lag auf dem Klettertraining. Alles musste wirklich wie im Schlaf sitzen. Unser Anspruch war, alle Stunts selbst zu machen, außerdem haben wir uns großteils selbst gesichert, also kein extra Sicherungsseil, das dann wegretuschiert wird oder so. Da dürfen also keine Fehler passieren. Und – das Ganze soll ja vor allem nach Profiarbeit aussehen, all diese Retterinnen und Retter waren Profi-Höhlenkletterinnen mit jahrelanger Erfahrung.
STANDARD: Sind Sie ein Höhlenmensch, der sich gerne abseilt, oder sind Sie jetzt zum ersten Mal damit in Berührung gekommen?
Altenberger: Ich war zwar zum ersten Mal so richtig in Höhlen unterwegs, aber ich habe herausgefunden: Offensichtlich bin ich ein Höhlenmensch. Ich habe es geliebt. Ich habe dort unten große Geborgenheit empfunden. Wobei – das mag auch ein wenig der Rolle geschuldet sein. Meine Rolle Birgit liebt die Unterwelt, und ihre Begeisterung hat womöglich auf mich abgefärbt.
STANDARD: Wie schwierig und körperlich herausfordernd waren die Dreharbeiten?
Altenberger: Die Dreharbeiten zählen zu den herausforderndsten und gleichzeitig schönsten, die ich bisher erleben durfte. Insgesamt war das schon irre – wochenlang morgens in die Höhle rein, teilweise erst abends wieder raus. Permanente Dunkelheit, ein bis acht Grad, alles ist immer nass, sportliche Höchstleistung, und zusätzlich spielt man die ganze Zeit diese Todesnähe. Eigentlich Wahnsinn. Aber das Team war so fantastisch, meine Haupthöhlenpartnerinnen und -partner Sabine Timoteo und Roland Bonjour, der Regisseur Jochen Alexander Freydank. Wir haben so wahnsinnig viel gelacht und abends eigentlich fast immer zusammen am Meer gesessen und Fisch gegessen. Die Höhlenparts haben wir nämlich in Kroatien gedreht.
STANDARD: Stößt man dabei auch an eigene Grenzen?
Altenberger: Ich glaube, ich kann für die gesamte Höhlencrew sprechen, wenn ich sage: Jede und jeder von uns hatte diesen einen Tiefpunkt. Eine sehr interessante Grenze wurde für mich auch spielerisch durchbrochen: Wir durften relativ viel improvisieren, Jochen hat uns da sehr viel Freiraum für die hochkommenden Gefühle gegeben. An einer Stelle im Film diskutieren Raffaela und Birgit, ob sie Josef kurz kopfüber transportieren können, anders ginge es fast nicht. Die eigentliche Szene im Drehbuch waren nur zwei Sätze oder so, aber Sabine und ich sind plötzlich so aufeinander losgegangen. Wir haben uns angebrüllt, haben gezittert. Nach dem "Cut" war es noch lange ganz still, dann kam Jochen vorsichtig und fragte, ob alles okay ist. Wir konnten es beide nicht so richtig beantworten. Die Grenzen zwischen Schauspielerinnen und Rollen hatten sich so massiv verschoben. Das ist Magie. Plötzlich kommt etwas über einen und steckt den ganzen Raum an. Und die Spielpartnerin hält nicht am Drehbuch fest, sondern springt mit dir, und ihr wisst beide nicht, wo ihr gleich landen werdet. Ich liebe Schauspiel.
STANDARD: Klaustrophobisch sollte man nicht sein, oder?
Altenberger: Das wäre suboptimal, ja. Ich hatte das Klettern so richtig gut trainiert vorab, ich wusste, das schaffe ich, komme, was wolle. Aber sich einen ganzen Tag lang tief in einer Höhle aufhalten, und das viele Tage immer und immer wieder aufs Neue – das kann man vorher nicht ausprobieren. Das war schon sehr aufregend.
Vollständiges Interview von Oliver Mark für Der Standard, 23.12.22

– Artikel & Kritiken in Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Berliner Zeitung, Frankfurter Allgemeine, Frankfurter Rundschau

– Regisseur Jochen Alexander Freydank im Radiointerview mit SWR 2 am 27.12.: „Was ist ein Menschenleben wert?“ Das Interview mit Wilm Hüffer zum Nachhören

– Regisseur Jochen Alexander Freydank im Radiointerview mit Bayern 2 am 28.12.: „Dreh physisch sehr herausfordernd“. Das Interview mit Uwe Pagels zum Nachhören

– Philip Birnstiel, der in dem 2-Teiler den Rettungssanitäter Stefan Gerner spielt, war am Nachmittag des 28.12. zu Gast in "Wir in Bayern" im Bayerischen Fernsehen. Die ganze Sendung gibt es in der BR-Mediathek
 

Maximilian Brückner spricht am 15.12. oben auf dem Watzmann über den Film mit Andrea Pohlei für "Brisant". Die Sendung vom 28.12.22 gibt es bis 4.1.23 in der ARD-Mediathek. Der Beitrag beginnt ab 33:30 Min und ist der letzte in dieser Sendung. Quelle mit Webcambild auf "Rund um den Wendelstein", 15.12.22


Maximilian Brückner spricht mit Nico Gutjahr in dessen 'Webtalkshow' über "Riesending", die SR-"Tatorte", "Die Wannseekonferenz" und "Wunderschön". Video auf YouTube, 28.12.22

Einschaltzahlen am 28.12.22 ab 20:15 Uhr
1. Stubbe - Ausgeliefert (ZDF) - 6,51 Mio Zuschauer ab 3 Jahre = 23,9% Marktanteil
2. Riesending T.1 (ARD) - 2,37 Mio ZS = 8,7% MA
3. Der letzte Bulle (Sat1) - 1,72 Mio = 6,5% MA
4. Kaum zu glauben - XXL (NDR) - 1,62 Mio = 6,1% MA
5. Sisi (RTL) - 1,39 Mio = 5,1% MA
6. Die unendliche Geschichte (Kabel 1) - 1,03 Mio = 3,8% MA
7. TV Total (pro7) - 1,02 Mio = 3,8% MA
8. Planet der Affen - Prevolution (RTL2) - 0,74 Mio = 2,8% MA
9. Die Hitwisser (VOX) - 0,69 Mio = 3,0% MA
Riesending T.2 ab 21:45 Uhr - 2,09 Mio ZS ab 3 Jahre = 9,3% MA ; Quellen: AGF/Gfk / DAP videoscope
– Linear war "Riesending" im Ersten kein großer Erfolg. Sicherlich mehr erhofft hat sich Das Erste vom am Mittwoch in einem Rutsch gezeigten Eventzweiteiler "Riesending" über eine spektakuläre Rettungsaktion. Sowohl insgesamt als auch bei den 14- bis 49-Jährigen stieg die dreistündige Ausstrahlung nur auf sehr verhaltenes Interesse. 2,37 Millionen Personen ab drei Jahren sahen nun den ersten Teil am Mittwoch im Ersten, 2,09 Millionen den zweiten ab 21:45 Uhr. Entsprechend verblieben die Gesamt-Marktanteile klar im einstelligen Bereich. 8,7 und 9,3 Prozent wurden gemessen. Bei den 14- bis 49-Jährigen fiel der Eventfilm deutlich unter den eigentlichen Senderschnitt: 4,4 und 4,0 Prozent holte "Riesending", das seinem Titel somit zumindest im Linearen nicht gerecht wurde. Quellen: DWDL.de und Meedia.de, 29.12.22

Der Film war wohl gut - aber in der Höhle so authentisch dunkel dass ich die meiste Zeit nichts erkennen konnte, und außerdem hätten maximal zwei Stunden auch gereicht. Den 2. Teil hatte ich mir deswegen erspart. EFi, 29.12.22

"Riesending"-Film: Bergwacht „in falsches Licht gerückt“, tz München, 30.12.22 ; Scharfe Kritik an ARD-Höhlen-Drama: „Unmöglich und eine Frechheit“, tag 24, 30.12.22 ; Riesenwirbel um "Riesending"-Zweiteiler: Bergwacht Bayern sieht sich zu Klarstellung genötigt, Berchtesgadener Anzeiger, 31.12.22 ; ARD-Film "Riesending": Die Bergwacht sieht sich falsch dargestellt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.12.22 ; Kritik an "Riesending"-Film auf ARD und Servus TV: Bergwacht „in falsches Licht gerückt“ (Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nahm Stellung zu TV-Zweiteiler), Der Standard, 31.12.22 ; Bergwacht sauer über Darstellung in ARD-Film: „In keiner Weise nimmt der Film die Wirklichkeit auf“, Münchner Merkur, 1.1.23 – und diverse weitere Artikel zur Kritik

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Trivia:

Mit Regisseur Jochen Alexander Freydank drehte Maxi den SR-Tatort "Heimatfront", der im Januar 2011 ausgestrahlt wurde.
Mit Marcus Mittermeier war Maxi in "München Mord - Die Hölle bin ich" (2014) zu sehen.
Mit Roland Silbernagl und Christoph Bach war Maxi im ZDF-2-Teiler "Der Mordanschlag" (2018) zu sehen.
Sowohl Maxi wie auch Verena Altenberger waren im Film "Generation Beziehungsunfähig" zu sehen, der 2021 in die Kinos kam.

Einer meiner damaligen Mitarbeiter hatte einige Tage vor dem Unglück 2014 an der Riesendinghöhle kartographiert, so dass dessen neueste Berechnungen in die Rettungsaktionen miteingeflossen waren.

Seite erstellt im Mai 2022 von EFi ; zuletzt ergänzt im Januar 2022 zurück
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