baustelle - baustelle - baustelle - baustelle - under construction - under construction - Seite zuletzt ergänzt am 22. September 2019

Oktoberfest 1900  (AT) / Oktoberfest: Blood and Beer (WT) / Empire Oktoberfest (WT)  in Post-Produktion

BR arbeitet an historischer "Oktoberfest"-Serie
Das Münchner Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt mit einer packenden Historie. Für den Bayerischen Rundfunk ein klarer Fall fürs Fernsehen.
Wer hat’s erfunden? Ein Franke! Das erste große Festzelt auf der Münchner Theresienwiese wurde tatsächlich vom Nürnberger Großgastronom Georg Lang errichtet. 1898 ersteigerte er als Nichtmünchner über Strohmänner mehrere Wirtsbudenplätze und realisierte seinen Traum von der Bierhalle mit Live-Musik. Ein raffinierter Schachzug und Stoff für eine fiktionale Miniserie, an deren Realisation der BR gemeinsam mit der ARD Degeto, dem WDR und MDR derzeit fieberhaft arbeitet.
Die historische Reihe erzählt von den intriganten Machtkämpfen der einflussreichen Münchner Brauereien um 1900. Um ihre streng behüteten Schanklizenzen für die Bierzelte auf dem Oktoberfest zu verteidigen, schrecken diese vor nichts zurück – auch nicht vor Mord. In sechs jeweils 45 Minuten langen Episoden soll Regisseur Hannu Salonen, der schon zahlreiche Tatort-Folgen gedreht hat, die hochspannende Geschichte des weltweit größten Volksfestes erzählen. Die einzelnen Drehorte stehen laut BR noch nicht fest. ­Sicher aber ist, dass sich die Original-Wiesn nicht als Kulisse für das historische Spektakel eignet, sondern eine eigene Zeltstadt nachgebaut werden muss.
Am Drehbuch arbeitet derzeit noch ein Team um den Straubinger Headautor Christian Limmer ("Sau Nummer vier"). Wiesn-Wirte-Sprecher Peter Inselkammer hat die Verantwortlichen laut Bild-Zeitung beraten. „Ich habe erklärt, wie das Oktoberfest abläuft, wie Lizenzen vergeben werden, wie Verträge aussehen und wer was entscheidet“, so der 48-Jährige. Mehr Details aber wollen die Produktionsfirmen Zeitsprung-Pictures und Violet Pictures zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt geben.
Quelle: Astrid Kistner, Münchner Merkur, 30.1.2019

Georg Lang - Das historische Vorbild für Curt Prank:

Der wohl erste Selbstdarsteller der Wiesn, der "Krokodilwirth" Georg Lang (1866-1904) aus Nürnberg, errichtete 1898 auf dem Oktoberfest die "1. Bayerische Riesenhalle" für 6.000 Personen.
Lang steckt übrigens auch hinter dem "Ein Prosit der Gemütlichkeit. 1-2-3- g'suffa". Dieser Trinkspruch findet sich erstmals bei ihm in einem Liedheft, von dem er zur Wiesn 1898 gleich 50.000 Exemplare verteilen ließ.
Als Zeichen der Verbundenheit zwischen Festwirt und Brauerei reitet als Giebelkrönung das Münchner Kindl auf einem Krokodil. Über die große Resonanz auf seinen Trinkspruch "Ein Prosit der Gemütlichkeit" war Lang so stolz, dass er ihn in kurios zerhackter Form zwischen dem Fachwerk anbringen ließ.

Bilderquellen: Stadtarchiv München und Bavarikon

Plan des Oktoberfest-Geländes von 1898

Ein Prooosit im ersten Bierzelt
Ebensoo stattlich wie geschäftstüchtig war er, der Nürnberger Großgastronom Georg Lang (1866-1904). Dem Franken verdanken wir die Festzelte in ihrer heutigen Form.
Zunächst war das Bier in kleinen Bretterbuden ausgeschenkt worden, in denen maximal 50 Zecher Platz fanden. Lang konnte mithilfe von Strohmännern fünf solcher Wirtsbuden ersteigern. Im Jahr 1898 setzte er dann seine Vision einer Riesenhalle um – die Geburtsstunde des ersten Festzelts. Ausgeschenkt wurde das Bier der Augustiner-Brauerei. Mit der zünftigen Musik der 40-köpfigen Kapelle Original Oberlandler wurde das Zelt schnell zum beliebten Treffpunkt auf der Wiesn. Der Wirt ließ Texthefte verteilen, damit seine Gäste mitsingen konnten. Darin zu finden sind die Klassiker: "Ein Prosit der Gemütlichkeit" und "Eins, zwei, drei - g'suffa".
Damit ist der findige Franke Georg Lang nicht nur Erfinder des heutigen Biezelts, sondern auch des ersten Wiesn-Hits ...

Quelle: tz, 21./22.9.2019, Oktoberfest-Spezial, Druckausgabe, S. 19


"Oktoberfest – Blood and Beer" ist eine Miniserie, die den Kampf zweier Wirtsdynastien um die Vormachtstellung in der Münchner Gesellschaft dicht am Abgrund des endgültigen Untergangs des eigenen Clans erzählt. Es ist auch die Geschichte vom Konflikt der Generationen, der von verletzter Ehre, Intrigen und Standesdünkel getragen wird und der Licht in die Abgeschiedenheit der Brauereien und Wirtshäuser bringt - dort, wo im Verschwiegenen die wirklich Mächtigen der Stadt ihre Geschäfte machen.
Natürlich ist es auch eine Geschichte, die von Liebe, Freundschaft, Eifersucht und Verrat handelt. Dies alles vor dem Hintergrund der aufziehenden Emanzipation von Frau und Bürgertum, eines stetig wachsenden Nationalismus, verbunden mit den unseligen Versuchen eines eigenen großdeutschen Imperialismus. Und nicht zuletzt ist es eine Geschichte von Sabotage, Denunziation, Hetze und Mord.
Quelle: Violet Pictures


The best thing about filmmaking: creating worlds of dreams. Molding the reality into fiction - magic. Here it begins. 29.1.19
Regisseur Hannu Salonen auf Instagram



Boarding Blood & Beer in Prague. A great way to enter the year 1900! 27.2.19

Born to play! OKTOBERFEST still in small - soon in large. 27.3.19

Besetzung:
Misel Maticevic - Curt Prank
Francis Fulton-Smith - Ignaz Hoflinger, der Deibl-Bräu
Martina Gedeck - Maria Hoflinger, seine Frau
Klaus Steinbacher - Roman Hoflinger, Sohn
Markus Krojer - Ludwig Hoflinger, jüngerer Sohn
Mercedes Müller - Clara, Pranks Tochter
Brigitte Hobmeier - Colina Kandl, Bedienung
Maximilian Brückner - Großbrauer Anatol Stifter
Martin Feifel
Michael Kranz - Stadtrat Urban
Vladimir Burlakov
Eisi Gulp - Eder
Michael A. Grimm - Rupprecht Kandl
Sibylle Canonica
Ferdinand Dörfler
Andreas Pegler
Joey Daser
Dan Bradford - Shaman
Urs Althaus - Häuptling Anaru
Caroline Sehm - Kaea
Ines Hollinger - Fanny zu Reventlow
Angela Ascher - Johanna
Petra Berndt - Gerdi Jakobmeyer
Joscha Baltha - Thomas Mann
Raphael Dwinger - Arzt in der Nervenheilanstalt von Dr. Kleckow
Christian Lex - Schottenhamel
Sascha Maaz - Vorarbeiter Kapo
Jonas Stenzel - Denhardt
Stefanie von Poser - Anita Augspurk
Irina Wanka - Elise Brockmann
Stab:
Regie: Hannu Salonen
Drehbuch: Ronny Schalk und Christian Limmer mit Stephan Betz und Christian Lex
Kamera/DoP: Felix Cramer
Maskenbild: Jana Lindner und Julia Rinkl
Kostümbild:
Szenenbild: Benedikt Herforth und Astrid Poeschke
Licht: Markus Thiermeyer
Schnitt: Ronny Mattas
Musik:
Casting: Anja Dihrberg
Produktionsfirma: Zeitsprung Pictures GmbH in Zusammenarbeit mit Violet Pictures in Ko-Produktion mit BR, ARD Degeto, WDR und MDR ; Czech Film Commission / Maya Production
Produzenten: Till Derenbach, Alexis Wittgenstein, Michael Souvignier und Felix von Poser
Line Producer: Jörg-Christian Engels
Verantwortliche Redakteurinnen: Bettina Ricklefs und Daniela Boehm (BR), Carolin Haasis (ARD Degeto), Elke Kimmlinger (WDR) und Meike Götz (MDR)
Förderungen: FFF Bayern (900.000 €, März 2018), Filmstiftung NRW (600.000 €, Jan. 2018) und German Motion Picture Fund (665.316 €, 2018)
Drehzeit: 7.5. - 16.8. 2019, 66 Drehtage
Drehorte: Tschechien (Prag), Bayern (München, Dachau und Umgebung, Landshut) und NRW (Bonn, Königswinter)

Blut und Bier
Der Produzent Michael Souvignier spricht über die historische „Oktoberfest“-Serie der ARD
Noch bevor der erste Drehtag zur historischen Oktoberfest-Serie gestartet ist, zeigen internationale Sender reges Interesse an dem ARD-Projekt. Auf der französischen Fernsehmesse MIPTV in Cannes stellte Produzent Michael Souvignier (Zeitsprung Pictures) jetzt die zehn Millionen Euro teure Produktion vor – „ohne Trailer, nur mit ein paar Prospekten“, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt. Die Geschichte um den fränkischen Gastronomen Georg Lang, der 1900 das erste große Festzelt auf der Theresienwiese errichtete, bietet Stoff für vorerst sechs 45-minütige Episoden. Und, wenn es nach Souvignier geht, auch hoffentlich für eine Fortsetzung.
Wann und wo starten die Dreharbeiten zur Serie?
MS: Die Drehbücher sind gerade fertig geworden. Am 7. Mai legen wir in Prag los.
Entsteht in Tschechien eine zweite Theresienwiese?
MS: Das kann man so sagen. Wir bauen da gerade ein ganzes Oktoberfest auf – so wie es früher war. Das Gelände ist natürlich kleiner als die Theresienwiese. Aber wir sorgen dafür, dass man das nicht sieht.
Worum geht’s in, ja, wie heißt denn eigentlich die Serie?
MS: Noch steht der Titel nicht fest, aber Oktoberfest wird sicher drin vorkommen. Als Arbeitstitel haben wir „Blood and Beer“ („Blut und Bier“) gewählt. Die Geschichte dreht sich ja um einen Nürnberger Wirt, der sich durch verschiedene Winkelzüge und Gaunereien den Platz auf der Wiesn sichert, um das größte Zelt der Welt aufzubauen. Seine Bierburg war sechsmal größer als die damals üblichen Zelte und damit die größte Attraktion im Jahre 1900.
„Blut und Bier“ klingt dramatisch und auch nach einem Krimi. Stimmt das?
MS: Ja, das wird ein großes Familiendrama. Wir erzählen ja den Kampf der Brauer gegen die Wirte, und das sind damals wie heute lauter Familien. Es geht um Macht, Geld, Intrigen und damit auch um Gewalt. Themen, die auch nach mehr als einhundert Jahren noch aktuell sind. Schließlich hat sich der Mensch an sich nicht so sehr verändert, nur die Umstände, unter denen wir leben.
Welche Schauspieler werden wir in der Serie sehen?
MS: Eigentlich wollen wir das spannend halten, aber so viel kann ich Ihnen schon verraten: Martina Gedeck, Misel Maticevic und Francis Fulton-Smith werden gewichtige Rollen in der Produktion spielen.
Hannu Salonen, der schon den historischen Stoff „Die Hebamme“ verfilmte, führt Regie in der Serie.
MS: Ja, er ist ein Glücksgriff. Er hat mit „Arctic Circle“ eine Serie fürs skandinavische Fernsehen gemacht, die uns sehr gefallen hat. Hannu hat die Kraft, Kreativität und mentale Stärke, diesen Marathonlauf durchzustehen.
Warum ist das eine besondere Herausforderung?
MS: So eine Serie schlaucht. Wir haben weit mehr als 60 sicher anstrengende Drehtage angesetzt. Da muss man als Regisseur den Überblick behalten.
Sind Sie privat ein Fan des Münchner Oktoberfests?
MS: Absolut. Ich lebe als gebürtiger Essener in Köln und folge jedes Jahr gern den Einladungen nach München. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass auf dem Oktoberfest enorm viele kölsche Lieder gespielt werden? So wie „Viva Colonia“? Da trifft das Rheinland auf Bayern, und das ist für mich natürlich schön.
Das Gespräch führte Astrid Kistner. OVB-Heimatzeitungen, 12.4.2019

ARD/Das Erste : Dreharbeiten zur historischen Eventserie "Oktoberfest - 1900" (AT)
Der erbitterte Kampf zweier Brauerei-Clans um gesellschaftliche und wirtschaftliche Vormachtstellung im München des Jahres 1900 stehen im Mittelpunkt der sechsteiligen, historischen Eventserie "Oktoberfest - 1900" (AT) (BR/ARD Degeto/WDR/MDR). Die Dreharbeiten haben im Mai in Prag begonnen. Vor der Kamera stehen - neben vielen anderen - Misel Maticevic, Martina Gedeck und Francis Fulton-Smith. Gedreht wird voraussichtlich noch bis Mitte August in Tschechien, Bayern und NRW. Gezeigt wird die Serie in Doppelfolgen 2020 im Ersten.
Zum namhaften Schauspieler-Ensemble gehören auch Klaus Steinbacher, Mercedes Müller, Brigitte Hobmeier, Maximilian Brückner, Markus Krojer, Martin Feifel, Michael Kranz, Vladimir Burlakov, Eisi Gulp, Petra Berndt, Michael A. Grimm u.v.a. Regie führt Hannu Salonen ("Arctic Circle", "Schuld") nach einer Idee von Alexis von Wittgenstein und den Drehbüchern von Ronny Schalk ("Dark", "Wir wollten aufs Meer") und Christian Limmer ("Hinter Kaifeck", "Sau Nummer vier. Ein Niederbayernkrimi"). Die Kamera verantwortet Felix Cramer ("Die dunkle Seite des Mondes", "Tatort: Der Himmel ist ein Platz auf Erden").
"Oktoberfest - 1900" (AT) erzählt von einer Zeit, in der die wahre Macht in München von den größten Arbeitgebern der Stadt ausgeht, den Brauereien - und von den in ihrer Gunst stehenden Wirte-Clans, die die begehrten Schank-Lizenzen für die Bierbuden auf dem Oktoberfest innehaben. Es ist auch die Geschichte vom Konflikt der Generationen, der von verletzter Ehre, Intrigen und Standesdünkel getragen wird, und der zugleich Licht in die Schattenwelt der Brauereien und Wirtshäuser bringt. Dorthin, wo im Verschwiegenen die wirklich Mächtigen der Stadt ihre Geschäfte machen.
Bettina Ricklefs, BR-Programmbereichsleiterin Spiel-Film-Serie: Als das Konzept der Miniserie zum ersten Mal auf unserem Tisch lag, hat es uns von Anfang an in den Bann gezogen. Damals wie heute ist das Münchner Bier- und Volksfest ein Magnet für Alt und Jung aus der ganzen Welt und Pulsmesser der Zeit. "Oktoberfest - 1900" (AT) führt uns in eine Zeit der aufziehenden Emanzipation von Frau und Bürgertum, es ist die Geschichte von Liebe, Freundschaft, Eifersucht und Verrat. Die Faszination dieser aufregenden Zeit um 1900 spiegelt sich im aufwendigen Setting, den historischen Kostümen und dem großartigen Cast wider und macht die Serie zu einem Event.
Michael Souvignier, Till Derenbach und Alexis von Wittgenstein, Produzenten: Eine Serie im bis heute machtbesessenen Milieu der Münchner Brauereien im Jahr 1900 zu kreieren, hat einen großen erzählerischen Reiz auf uns Produzenten ausgeübt. Ein faszinierendes Setting, das wir so noch in keiner modernen Serie gesehen haben, und dessen Derbheit und Düsternis im Kontrast zur Lebensfreude der weltberühmten Schwabinger Bohème mit Künstlern wie Kandinsky und Thomas Mann eine großartige, spannende Bühne für ein Familienepos Shakespeare´schen Ausmaßes bietet.
Inhalt / München, 1900: Als Georg Prank (Misel Maticevic), ein Großbrauer aus Franken, sich in den Kopf setzt, auf das Oktoberfest zu expandieren, geraten die Machtverhältnisse in der Stadt ins Wanken. Als "Auswärtiger" darf Prank keine Schanklizenz auf dem Oktoberfest erwerben, geschweige denn sein fränkisches Bier ausschenken. Mit Bestechung und Erpressung ergaunert Prank sich fünf aneinander liegende, damals noch maximal 300 Gäste fassende Wirts-Parzellen auf dem Oktoberfest, um darauf ein größenwahnsinniges Riesen-Zelt für sechstausend Gäste zu errichten. Ein vermessener Plan, der die kleinen Münchner Traditionsbrauereien wie das Deibel Bräu der Familie Hoflinger (Francis Fulton-Smith, Martina Gedeck, Klaus Steinbacher, Markus Krojer) an den Rand der Existenz drängt und einen brutalen Überlebenskampf auslöst, an dessen Ende alle Seiten schmerzhafte Opfer erleiden.
"Oktoberfest - 1900" (AT) ist eine Produktion von Zeitsprung Pictures in Zusammenarbeit mit Violet Pictures in Ko-Produktion mit BR, ARD Degeto, WDR und MDR für Das Erste, gefördert von dem FFF Bayern, der Filmstiftung NRW und dem German Motion Picture Fund. Den Weltvertrieb übernimmt Beta Film GmbH. Die Redaktion liegt federführend bei Bettina Ricklefs (BR) und Daniela Boehm (BR). Weitere Redakteurinnen sind Carolin Haasis (ARD Degeto), Elke Kimmlinger (WDR) und Meike Götz (MDR). Produzenten sind Michael Souvignier, Till Derenbach (Zeitsprung Pictures), Alexis von Wittgenstein (Violet Pictures) und Felix von Poser.
Zu einem Pressetermin am Set in der Nähe von Dachau wird noch gesondert eingeladen.
Pressekontakt: Regine Baschny, JUST PUBLICITY GmbH, Tel.: 089/20 20 82-60, E-Mail: r.baschny@just-publicity.com
Quellen: Pressemeldung der ARD, Pressemeldung des BR & Pressemeldung Degeto, 5.6.2019, 11:11 Uhr


Hinten (v.l.): Brigitte Hobmeier, Misel Maticevic, Mercedes Müller; sitzend (v.l.): Klaus Steinbacher, Martina Gedeck und Regisseur Hannu Salonen.
Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. "obs/ARD Das Erste/Dusan Martincek". Bildrechte: BR/Zeitsprung Pictures GmbH. Quelle: ARD/Degeto, 5.6.19

Oktoberfest • Historische Eventserie der ARD
Nein, "Oktoberfest - 1900" (so der Arbeitstitel) wird keine mittelunterhaltsame Komödie um ein tagelanges Saufgelage. Die ARD-Produktion fokussiert sich auf einen spannenden Konkurrenzkampf.
Es geht um
... das bekannteste Volkfest der Welt und um zwei Brauereifamilien, die sich einen erbitterten Konkurrenzkampf liefern.
Sollte man sehen weil
... es um das Oktoberfest geht. Das lieben schließlich nicht nur die Bayern. Dazu eine spannende Geschichte, historische Kulissen und Kostüme.
"Oktoberfest - 1900" – Die Schauspieler & ihre Rollen
– Mišel Maticevic spielt Georg Prank: Georg Prank will als Bierbrauer aus Franken auf dem Oktoberfest ausschenken und sich einen Teil des wirtschaftlichen Erfolges sichern. Das sehen die Einheimischen gar nicht gerne. Mišel Maticevic gehörte 2018 zum Hauptcast der Serie "Dogs of Berlin". Den gebürtige Berliner kennt man außerdem aus "Babylon Berlin" und weiteren TV-Formaten. Auch in einigen Kinofilmen war er zu sehen, darunter in einer Nebenrolle in "Kokowääh".
– Francis Fulton-Smith spielt Ignaz Hoflinger: Herr Hoflinger leitet mit Unterstützung seiner Frau das Münchner Deibel Bräu und versucht es gegen die unternehmensgefährdenden Maßnahmen Pranks zu verteidigen. Francis Fulton-Smith stammt auch im wahren Leben aus München. Man kennt ihn aus vielen TV-Serien, darunter als Hauptdarsteller in "Familie Dr. Kleist". Er gehörte 2019 auch zum Hauptcast einer weiteren Serie, dem SciFi-Format "Spides".
– Martina Gedeck spielt Maria Hoflinger: Frau Hoflinger ist die Matrarchin des Deibel Bräus. Auch sie tut ihr möglichstes, um das Familienunternehmen zu sichern. Martina Gedeck ist eine der renommiertesten deutschen Darstellerinnen, die sich auch im Ausland große Anerkennung mit ihrer Hauptrolle in "Das Leben der Anderen" sicherte. Die gebürtige Münchnerin kennt sich auch in Sachen Serie aus, war ab 2015 in "Tannbach" zu sehen und zuletzt in der Komödie "Arthurs Gesetz". Weitere Kino-Highlights ihrer Karriere sind "Die Wand", "Der Baader Meinhof Komplex" und "Nachtzug nach Lissabon".
Weitere Rollen:
– Klaus Steinbacher spielt ein Mitglied der Familie Hoflinger. Den in Bad Tölz geborenen Darsteller kennt man aus der Jugendserie "Der Fluch des Falken". 2018 war er in der ersten Staffel des Serien-Remakes von "Das Boot". Im Kino spielte er eine Nebenrolle in "Schwere Jungs".
– Markus Krojer spielt ein Mitglied der Familie Hoflinger. Der bayerische Darsteller gab sein Kinodebüt in Markus H. Rosenmüllers Kinofilm "Wer früher stribt ist länger tot", eine weitere Hauptrolle übernahm er in Rosenmüllers "Die Perlmuttfarbe". In TV-Serien war er bislang nur als Gastdarsteller zu sehen.
– Mercedes Müller war ab 2006 in 32 Folgen der Telenovela "Wege zum Glück" zu sehen. Einen größeren Part übernahm sie auch 2015 in "Tannbach". Eine ihrer ersten Rollen spielte die 2003 im Kinofilm "4 Freunde & 4 Pfoten".
– Brigitte Hobmeier wurde ebenfalls in München geboren. Ihr Kinodebüt gab sie 2003 in einer Hauptrolle in "Stiller Sturm", es folgten weitere Highlights auf der großen Leinwand wie 2006 die "Winterreise" neben Joseph Bierbichler und 2008 eine Hauptrolle in "Räuber Kneissl" neben "Oktoberfest"-Kollege Maximilian Brückner.
– Maximilian Brückner startete seine Karriere am Theater, trat ab 2003 dann auch vor die Kamera und war seither in vielen Kino- und TV-Produktionen zu sehen. Man kennt den Darsteller aus München unter anderem aus seiner Hauptrolle in "Räuber Kneissl" und aus "Rubbeldiekatz" mit Matthias Schweighöfer. Eine Serien-Hauptrolle übernahm Brückner 2016 in "Hindafing" und 2018 in "Arctic Circle".
– Martin Feifel war ebenfalls ein erfolgreicher Theaterdarsteller, bevor er sich Film und Fernsehen zuwandte. Den Schauspieler aus München sah man schon in sehr vielen Serien, zuletzt 2019 in der Sky-Eigenproduktion "Der Pass". Auch in Kinofilmen wirkte er mit, darunter in "Jud Süß - Film ohne Gewissen".
– Michael Kranz stammt aus Regensburg, war aber auch schon in einigen internationalen Kinoproduktionen zu sehen. Darunter in Steven Spielbergs "Die Gefährten". Seine erste Rolle übernahm er neben "Oktoberfest - 1900"-Kollege Maximilian Brückner in "Räuber Kneissl", mit ihm stand er auch für die TV-Serie "Hindafing" vor der Kamera.
– Vladimir Burlakov wurde in Moskau geboren, wuchs in Deutschland auf. Zum Hauptcast einer Serie gehörte er auch schon 2015 und 2018 in "Deutschland 83" und "Deutschland 86".
Was passiert in "Oktoberfest - 1900" – Staffel 1?
1989 in München. Ausschank und Bewirtung der Gäste des beliebten Oktoberfestes liegt in den Händen der Traditionswirte der Stadt, darunter auch der Familie Hoflinger, denen das Deibel Bräu gehört. Alles ändert sich, als Georg Prankl, ein Bierbrauer aus Nürnberg auf den Plan tritt und sich trotz allen Widerstands – mit Tricks und unbeugsamem Willen einen Platz auf der Festwiese erkämpft. Auf dem will er ein Riesenzelt errichten, das sechstausen Gästen Platz bieten soll. Dieses Vorhaben schient der Konkurrenz nicht nur größenwahnsinnig, es bringt auch kleinere Brauereien wie die der Hoflingers in arge Bedrängnis bringt.
TV & Streaming: Wann und wo kann man die Serie sehen?
Die erste Staffel der Serie wird in der ARD 2020 zu sehen sein, ein konkretes Sendedatum gibt es noch nicht.
Die Macher: Produziert wird die Serie von Zeitsprung Pictures zusammen mit BRD, ARD Degeto, WDR und MDR für das Erste. Die Regie übernimmt Finne Hannu Salonen.
Die Dreharbeiten haben im Mai 2019 begonnen.
Quelle: HÖRZU, 5.6.2019
Kostümanprobe, 5.6.2019

Maximilian Brückner: Don’t talk to me!!! #bloodandbeer #oktoberfest #blablabla. Instagram

Maximilian Brückner: Man in black #blablabla. Instagram


Curt Prank (Mišel Maticevic)
"Empire Oktoberfest" (WT)
Original title: "Oktoberfest"
Format: 6 x one hour, HD
Limited Series
Oktoberfest is a 6-part limited series portraying two beer brewer dynasties fighting for domination of the famous beer festival in Munich.
Set in Munich in 1898, the story revolves around a young girl who falls in love with a poor brewer's son against her father's wishes, who himself is a rich mobster who has come to town to try and bully his way into the inner circle of Munich's brewer dynasties. Soon blood is shed and the young brewer has to fight desperately in order to protect his own family from his love's father.
A thrilling drama about intrigues, emancipation, love and class conceits that sheds light on the secluded world of breweries and pubs - the places where Munich's truly powerful secretly carry out their affairs - set against the backdrop of the world-famous, iconic beer spectacle.
Source: Beta Film
Beta Film builds “Empire Oktoberfest” (WT)

Curt Prank (Mišel Maticevic)

Die Hoflingers (v.l.): Markus Krojer, Martina Gedeck, Klaus Steinbacher
Shooting is underway for Beta Film’s new high-end series "Empire Oktoberfest" (WT) by Hannu Salonen (Shades of Guilt, Arctic Circle) for BR/ARD Degeto. The thrilling six-hour series about the fierce battle between two family breweries, set in Munich in 1900, stars Mišel Maticevic (Babylon Berlin), Martina Gedeck (Academy Award-winning Lives of Others) and the up-and-coming talents Klaus Steinbacher (Das Boot) and Mercedes Mueller (Passenger 23). The drama sheds light on a chapter in the history of the world-famous, iconic public festival, where Munich's truly powerful secretly carry out their affairs. Shooting in Bavaria, North Rhine-Westphalia and Prague, the Zeitsprung/Violet Pictures-production will be wrapped mid-August. Beta Film handles the world sales and will present first images at MIPCOM in Cannes this fall.
Producers Michael Souvignier, Till Derenbach and Alexis von Wittgenstein: “The power-obsessed milieu of Munich’s breweries in 1900 is a fascinating setting for a series. The contrast between roughness, gloom and the ease of the world-famous Schwabing bohemia with eccentric artists such as Wassily Kandinsky and Thomas Mann is a great, exciting stage for a family epic of Shakespearian scale.”
Empire Oktoberfest (WT) portrays two beer-brewing dynasties fight for domination of the famous beer festival. The story revolves around a young girl who falls in love with a poor brewer's son. Their feelings are against her father's wishes - a rich mobster, who has come to town to try and bully his way into the inner circle of Munich's brewery dynasties. Soon, blood is being shed and the young brewer has to fight desperately to protect his own family from his love's father.
Empire Oktoberfest (WT) is produced by Zeitsprung Pictures in cooperation with Violet Pictures in co-production with BR, ARD Degeto, WDR and MDR for Das Erste, supported by FFF Bayern, Film- und Medienstiftung NRW and German Motion Picture Fund.
For further information: Dorothee Stoewahse Tel: + 49 89 67 34 69 15 Cell: + 49 170 63 84 627 press@betafilm.com, www.betafilm.com
Source: Beta Film, 6.6.2019 - Also in Variety & Deadline

Raphael Dwinger (Dr. Kleckow) und Michael Kranz (Stadtrat Urban) in Kostüm und Maske. Invalidovna/Prag, 7.6.19 –

"Empire Oktoberfest": drama alemão sobre briga de cervejarias entra em produção
A produção da série Empire Oktoberfest (título provisório) já está em andamento.
O drama alemão ambientado na cidade de Munique em 1900 será protagonizado por Martina Gedeck (A Vida dos Outros) e ainda contará com Mišel Maticevic (Babylon Berlin), Klaus Steinbacher (O Barco) e Mercedes Mueller (Passenger 23). A série é produzida pela Beta Film e será lançada internacionalmente na Mipcom em outubro.
Empire Oktoberfest contará a feroz batalha entre duas cervejarias que lutam pelo domínio do famoso festival, onde os poderosos de Munique realizam seus negócios secretamente. A história centrará em torno de uma jovem que se apaixona pelo filho pobre de um cervejeiro. O casal terá seu como empecilho para o seu relacionamento o pai da menina, um rico mafioso que chegou à cidade para integrar à força ao fechado e poderoso círculo das dinastias de cervejeiros de Munique.
"O contraste entre a aspereza, a melancolia e a facilidade da boemia mundialmente famosa de Schwabing com artistas excêntricos como Wassily Kandinsky e Thomas Mann é um grande palco para um épico familiar de escala shakespeariana", declararam os produtores Michael Souvignier, Till Derenbach e Alexis Von Wittgenstein em um comunicado. Eles ainda declararam que um ambiente obcecado pelo poder das cervejarias de Munique em 1900 é um cenário fascinante para uma série.
A série contará com 6 episódios e as filmagens serão realizadas na Baviera, Renânia do Norte-Vestfália e Praga.
Este texto foi escrito por Rafaela Ferreira da Silva via nexperts. (Fontes Variety), Minha Série (Brasil), 13.6.2019


Agentur unitone: Eisi sendet liebe Grüße vom Set. Den Herrn daneben müsstet ihr auch kennen.
Eisi Gulp (r.) mit echtem Bart und Maxi (l.) mit angeklebtem Kunsthaar. Instagram, 27.6.19

Dreharbeiten in Landshut: Die Burg Trausnitz als Filmkulisse
Ab Montag, 15. Juli werden dort voraussichtlich eine Woche lang Szenen für die neue historische ARD-Eventserie mit dem Arbeitstitel (AT) „Oktoberfest – 1900“ aufgenommen. Diese wird von Zeitsprung Pictures in Zusammenarbeit mit Violet Pictures und in Ko-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk, ARD Degeto, dem Westdeutschen Rundfunk und dem Mitteldeutschen Rundfunk für Das Erste produziert.
Im Mittelpunkt der sechsteiligen, historischen Eventserie steht der erbitterte Kampf zweier Brauerei-Clans um die gesellschaftliche und wirtschaftliche Vormachtstellung im München des Jahres 1900. Die Dreharbeiten haben übrigens bereits im Mai in Prag begonnen. Gedreht wird voraussichtlich noch bis Mitte August; neben Landshut sind auch andere Orte in Bayern sowie in Tschechien und Nordrhein-Westfalen als Schauplätze vorgesehen. Vor der Kamera stehen zahlreiche bekannte Schauspieler wie Mišel Matičević, Francis Fulton-Smith, Klaus Steinbacher, Mercedes Müller, Maximilian Brückner, Brigitte Hobmeier und nicht zuletzt auch die in Landshut aufgewachsene Martina Gedeck.
Oberbürgermeister Alexander Putz: „Für unsere Stadt ist das natürlich beste Imagewerbung“, sagt er. „Einer breiten Öffentlichkeit immer wieder zur besten Sendezeit die einzigartige Schönheit Landshuts und Sehenswürdigkeiten wie die Burg Trausnitz präsentieren zu können, ist viel wert - das lässt sich in Geld gar nicht ausdrücken.“ Putz hofft darauf, dass die Eventserie „Oktoberfest – 1900“ (AT), die voraussichtlich in drei Doppelfolgen 2020 im Ersten ausgestrahlt werden soll, dabei hilft, den Bekanntheitsgrad Landshuts weiter zu steigern und insbesondere noch mehr Touristen in die Stadt zu locken.
Wieso ausgerechnet Landshut als Drehort ausgewählt wurde? „Wir haben nach einer imposanten Location gesucht, die wir als Münchner Bierkeller erzählen können“, so der Produzent der Serie, Alexis von Wittgenstein. Der alte, imposante Weinkeller im Berg der Burg Trausnitz könnte sich in einen Bierkeller verwandeln.
Die am Montag anlaufenden Dreharbeiten für „Oktoberfest – 1900“ (AT) gehen indes mit kleineren Verkehrsbehinderungen im Bereich der Burg Trausnitz und des Hofgartens einher. So wird von Montag, 15. Juli, 7 Uhr, bis voraussichtlich Samstag, 20. Juli, 5 Uhr, eine vier Parkreihen umfassende absolute Haltverbotszone am Hofgartenparkplatz eingerichtet. Der Bereich ist mit den entsprechenden Zeitangaben ausgeschildert. Ein absolutes Haltverbot gilt außerdem von Freitag, 19. Juli, 17 Uhr, bis Samstag, 20. Juli, 5 Uhr, auf der Edmund-Jörg-Straße in einem insgesamt rund 45 Meter umfassenden Abschnitt entlang der Anwesen Haus-Nummer 13 bis 17. Im selben Zeitraum wird darüber hinaus in Absprache mit der Burgverwaltung der Wehrgang zur Trausnitz temporär gesperrt. Die Stadt Landshut bittet alle Anwohner und Besucher der betroffenen Bereiche um Verständnis für die mit den Dreharbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten.
Quellen: Wochenblatt, 10.7.2019 und IDoWa, 11.7.2019

[Tournage] "Empire Oktoberfest" à Prague! – – Dreharbeiten von "Empire Oktoberfest" in Prag!

L’Oktoberfest, ça vous dit quelque chose? Si vous êtes un amateur de bière, ce nom évoque forcément quelque chose 🍻 Et si on faisait une série sur l’Oktoberfest en revenant aux origines de ce festival de la bière en Allemagne? Grâce à Beta Film (co-producteur et distributeur de la série), j’ai eu l’immense chance de me retrouver sur le tournage de la série "Empire Oktoberfest". C’est une série allemande dont une partie se tourne à Prague. Je me suis alors retrouvée plongée en plein décor de l’Oktoberfest de 1900 en République Tchèque. J’ai découvert le savoir-faire allemand en matière de séries télévisée ainsi qu’une belle collaboration entre les équipes allemandes de la série et les équipes tchèques sur place. De cette expérience sensationnelle, j’ai ramené des interviews passionnantes ainsi que de belles photos et vidéos. Allez, c’est parti pour un article au son de la fanfare en plein milieu de l’Oktoberfest de 1900.

"Empire Oktoberfest", c’est avant tout un drama qu’une série purement historique
Oktoberfest est une série de 6 épisodes centrée sur deux dynasties de brasseurs de bière se battant pour l’hégémonie du célèbre festival de la bière à Munich. L’histoire se déroule à Munich en 1898 et raconte l’histoire d’une jeune fille qui tombe amoureuse du fils d’un pauvre brasseur contre le gré de son père, lui-même un riche gangster venu en ville pour tenter de se faire une place au sein des dynasties de brasseurs de Munich. Rapidement le sang coule et le jeune brasseur doit se battre pour protéger sa propre famille du père de son dulcinée.

Oktoberfest, sagt es Ihnen etwas? Wenn Sie ein Bierliebhaber sind, erinnert Sie dieser Name unweigerlich an etwas 🍻 Was wäre, wenn wir aus dem Oktoberfest eine Serie zu den Ursprüngen dieses Bierfestivals in Deutschland machen würden? Dank Beta Film (Co-Produzent und Verleiher der Serie) hatte ich großes Glück, das Set der Serie "Empire Oktoberfest" zu besuchen können. Es ist eine deutsche Serie, die teilweise in Prag gedreht wird. Ich befand mich mitten in der Oktoberfestlandschaft von 1900 in der Tschechischen Republik. Ich entdeckte das deutsche Know-how bei Fernsehserien sowie die gute Zusammenarbeit zwischen den deutschen Teams der Serie und den tschechischen Teams vor Ort. Von dieser sensationellen Erfahrung habe ich spannende Interviews sowie wunderschöne Fotos und Videos mitgebracht.

"Oktoberfest Empire" ist vor allem ein Drama, eine rein historische Serie
Oktoberfest ist eine Serie mit 6 Folgen, die sich mit zwei Dynastien von Bierbrauern befassen, die um die Herrschaft über das berühmte Bierfestival in München kämpfen. Die Geschichte spielt 1898 in München und erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, das sich gegen den Willen seines Vaters - selbst ein reicher Gangster, der in die Stadt kam, um sich einen Platz in den Münchner Brauerdynastien zu erkämpfen - in den Sohn eines armen Brauers verliebt. Schnell fließt das Blut und der junge Brauer muss kämpfen, um seine eigene Familie vor dem Vater seiner Liebsten zu schützen.

Curt Prank (Mišel Maticevic)
Je suis arrivée à Prague la veille de la visite du tournage "Empire Oktoberfest". Après une visite de la ville, dîner avec toute l’équipe de la série et surtout réalisation des premières interviews.

Interview vidéo réalisateur et directeur de photographie - en anglais
Rencontre avec Felix Cramer, directeur de la photographie, et Hannu Solonen, un réalisateur finlandais qui travaille en Allemagne depuis des années. Avec eux, j’ai échangé sur le défi de tourner dans un décor d’époque, comment on adapte la caméra à un tournage 1900 et l’apport de la ville de Prague dans cette série sur l’Oktoberfest.

Ich kam am Tag vor dem "Empire Oktoberfest" Setbesuch in Prag an. Nach einem Besuch der Stadt konnte ich mit dem gesamten Team der Serie zu Abend essen, und die ersten Interviews führen.

Videointerview mit Regisseur und Kameramann - auf Englisch
Mein Treffen mit Kameramann Felix Cramer, und Hannu Solonen, einem finnischen Regisseur, der seit Jahren in Deutschland arbeitet. Mit ihnen tauschte ich mich über die Herausforderung des Filmens in einem historischen Zeitraum aus, wie man die Kamera an ein 1900er Shooting und den Beitrag der Stadt Prag in dieser Serie anpasst.
Interview vidéo scénographe et producteur - en anglais
Après j’ai continué avec une interview réunissant le Benedikt Herforth, le scénographe et un des producteurs Till Derenbach de la société de production Zeitsprung Pictures GmbH. On a discuté de comment réaliser un décor de 1900, le nombre de gens qui travaillent dessus et de l’avenir des décors pour une éventuelle saison 2.

Videointerview mit Szenenbildner und Produzent - auf Englisch
Anschließend führte ich ein Interview mit Szenenbildner Benedikt Herforth und Produzent Till Derenbach von der Produktionsfirma Zeitsprung Pictures GmbH. Wir diskutierten, wie man ein 1900-Set herstellt, wie viele Leute daran arbeiten und wie die Sets für eine mögliche 2. Staffel aussehen würden.
Interview vidéo de l’acteur Mišel Maticevic - en anglais
Le lendemain, je me suis retrouvée sur le tournage en plein milieu des décors. Je ne suis jamais à l’Oktoberfest actuel mais celui de 1900 m’a bien plu. Comme une foire d’antan, on y trouve toutes sortes de jeux, des spectacles comme la femme à barbe et aussi des petites échoppes toutes mignonnes qui vendent des fleurs, des cartes postales ou autres souvenirs du lieu. J’ai eu la chance d’assister à la fanfare comprenant les 400 figurants comme expliqué dans les vidéos. En plus, ils avaient bien du courage ces figurants qui devaient être à la préparation à 2h du matin et tourner sous un soleil de plomb en tenue historique ce qui veut dire manches longues et jupes longues à frout-frout pour mesdames et costumes trois pièces pour messieurs. Ils ont répété le défilé de la fanfare plusieurs fois afin que notre réalisateur Hannu Solonen puisse avoir tous les angles possibles. Avant que la fanfare entre en piste, le personnage de Curt Prank est présent. Interprété par le comédien d’origine croate Mišel Maticevic, j’ai pu m’entretenir avec lui entre deux prises.

Videointerview mit dem Schauspieler Mišel Maticevic - auf Englisch
Am nächsten Tag befand ich mich mitten auf dem Set. Ich war noch nie auf dem aktuellen Oktoberfest, aber ich mochte das von 1900. Wie in früheren Zeiten gibt es alle möglichen Spiele, Shows wie die bärtige Frau und auch kleine Läden, in denen Blumen, Postkarten oder andere Souvenirs des Ortes verkauft werden. Ich hatte das Glück, am Einzug der Blaskapelle teilzunehmen, zusammen mit den 400 Statisten, wie in den Videos erklärt wird. Die Statisten, die sich bereits ab 2 Uhr morgens vorbereiten und in historische Kostüme schlüpfen mussten, was lange Ärmel und lange Röcke mit vielen Unterröcken für Damen und dreiteilige Anzüge für Herren bedeutete, mussten Durchhaltevermögen beweisen, da in der prallen Sonne gedreht wurde. Der Einmarsch der Blaskapelle wurde mehrmals wiederholt, damit Regisseur Hannu Solonen ihn aus verschiedenen Blickwinkel filmen konnte. Der Einmarsch wird von Curt Prank angeführt. Zwischen zwei Einstellungen konnte ich mit dessen Darsteller, dem kroatischen Schauspieler Mišel Maticevic sprechen.
Interview scénariste et producteur
Enfin, ma journée s’est achevée par une interview de scénariste en chef, Ronny Schalk, qui a aussi travaillé sur la série allemande "Dark" et d’un autre producteur Alexis von Wittgenstein. Cet entretien permet d’en savoir plus sur la genèse du projet Oktoberfest qui vient d’une idée d’Alexis von Wittgenstein.

Question: Alexis, vous avez eu l’idée d’une série sur l’Oktoberfest et vous avez recruté Ronny pour le job...
Alexis von Wittgenstein: «J’ai grandi à Munich et l’Oktoberfest a toujours fait partie de ma vie. Parfois, c’était une partie importante de ma vie surtout quand j’étais un ado. Un de mes meilleurs amis vient d’une famille de brasseur et je savais qu’il y avait des histoires intéressantes autour de ce monde. On a fait des recherches et on a découvert qu’il y avait des histoires riches dans ces 200 ans d’Oktoberfest avec aussi de nombreux conflits intéressants. Je l’ai couché sur papier en 10 pages ce qui n’était pas un script mais des intrigues et des chiffres. Puis, nous avons cherché les experts, les scénaristes, ces génies. Ronny a été le premier scénariste recruté de l’équipe. Il a fait "Dark" auparavant mais à ce moment-là, la série n’était pas encore diffusée. ça été de l’intuition. Puis, lors de Noël 2016, nous nous sommes enfermés pendant une semaine».
Ronny Schalk: «On avait la storyline, on avait les personnages et ça nous a pris une semaine pour créer l’histoire».
Alexis von Wittgenstein: «On part d’une personnalité historique et on imagine : et si ce gars avait une fille?»

Interview mit Drehbuchautor und Produzent
Mein Tag endete mit einem Interview mit dem Hauptdrehbuchautor Ronny Schalk, der auch an der deutschen Serie "Dark" und mit einem der Produzenten, Alexis von Wittgenstein, arbeitete. In diesem Interview erfahren Sie mehr über die Entstehung des Oktoberfest-Projekts, das auf einer Idee von Alexis von Wittgenstein basiert.

Frage: Alexis, du hattest die Idee einer Serie auf dem Oktoberfest und hast Ronny für den Job rekrutiert...
Alexis von Wittgenstein: «Ich bin in München aufgewachsen und das Oktoberfest war schon immer ein Teil meines Lebens. Manchmal war es ein wichtiger Teil meines Lebens, besonders als ich ein Teenager war. Einer meiner besten Freunde stammt aus einer Brauerfamilie und ich wusste, dass es in dieser Welt interessante Geschichten gibt. Wir haben recherchiert und entdeckt, dass es in diesen 200 Jahren Oktoberfest auch viele interessante Konflikte gab. Ich habe es in 10 Seiten auf Papier gebracht, noch kein Drehbuch, sondern nur Geschichten, Intrigen und Zahlen. Dann haben wir nach den Experten, den Drehbuchautoren, diesen Genies gesucht. Ronny war der erste angeworbene Drehbuchautor im Team. Er hat vorher an "Dark" gearbeitet, aber zu diesem Zeitpunkt war die Serie noch nicht gesendet worden. Es war eine Eingebung. Dann, während Weihnachten 2016, haben wir uns für eine Woche eingesperrt.»
Ronny Schalk: «Wir hatten die Handlung, wir hatten die Charaktere und es dauerte eine Woche, um die Geschichte zu erstellen.»
Alexis von Wittgenstein: «Wir gehen von einer historischen Persönlichkeit aus und stellen uns vor: Was wäre, wenn dieser Kerl eine Tochter hätte?»
Ronny Schalk: «C’est basé sur de vrais gens mais c’est seulement basé sur eux et après vous broder. Cette série est véritablement centrée sur les personnages. Les intrigues viennent des personnages. Puis, vous avez envie de parler de l’époque et tout particulièrement sur les personnages féminins».
Ronny Schalk: «C’est le moment parfait car c’est le changement de siècle. C’est un nouveau siècle qui arrive et le début de la modernisation. C’est parfait car vous avez l’écart avec la modernisation, un nouveau horizon. Puis, vous avez cette guerre incessante entre la modernisation et la tradition. C’était idéal pour un drama».
Le triangle vertueux auteur - réalisateur - producteur
Ronny Schalk: «Souvent au titre de scénariste, vous écrivez trop de texte. Hannu (réalisateur) est venu me dire, ils peuvent jouer cette partie parce que je n’arrivais pas à me séparer de certains dialogue».
Alexis von Wittgenstein: «Nous avons essayé de suivre le modèle scandinave qui d’avoir une vision partagée entre le réalisateur, l’auteur et le producteur. Un triangle qui a bien marché».

J’espère que mon récit de tournage et toutes les informations collectées sur la série "Empire Oktoberfest" vous donneront autant que moi envie de découvrir cette série allemande qui s’annonce prometteuse. Je remercie les équipes de Beta Film pour avoir fait confiance à une envoyée spéciale française pour couvrir cette série.
Lubiie @ Lubie-en-Série, 16 juillet 2019

Ronny Schalk: «Es basiert auf echten Menschen, aber es basiert nur auf ihnen und und dann findet sich deren Geschichten. Diese Serie konzentriert sich wirklich auf die Charaktere. Die Intrigen kommen von den Charakteren. Dann möchten wir über die Epoche und insbesondere über die weibliche Charaktere erzählen.»
Ronny Schalk: «Es ist die perfekte Zeit, weil es die Jahrhundertwende ist. Es ist ein neues Jahrhundert und der Beginn der Modernisierung. Es ist perfekt, weil Sie die Lücke mit der Modernisierung haben, einen neuen Horizont. Dann haben Sie diesen unerbittlichen Krieg zwischen Modernisierung und Tradition. Es war ideal für ein Drama.»
Das tugendhafte Dreieck - Autor - Regisseur - Produzent
Ronny Schalk: «Oft schreibst du als Drehbuchautor zu viel Text. Hannu (Regisseur) kam, um mir zu sagen, dass sie diese Rolle spielen können, weil ich mich nicht von einigen Dialogen trennen konnte.»
Alexis von Wittgenstein: «Wir haben versucht, dem skandinavischen Modell einer gemeinsamen Vision zwischen Regisseur, Autor und Produzent zu folgen. Ein Dreieck, das gut funktioniert hat.»

Ich hoffe, dass meine Filmgeschichte und alle Informationen, die ich über die Serie "Empire Oktoberfest" gesammelt habe, bei Ihnen genauso viel Interesse an dieser vielversprechenden deutsche Serie wecken werden wie bei mir. Ich danke den Beta Film-Teams dafür, dass sie einer französischen Spezialkorrespondentin für die Berichterstattung über diese Serie vertraut haben.
Lubiie @ Lubie-en-Série, 16. Juli 2019 (Übersetzung mit Google & Bing)

Photos: Dusan Martincek – Beta Film

Königswinter. Auf Schloss Drachenburg finden ab der kommenden Woche erneut Dreharbeiten für eine große Fernsehproduktion statt.
Fernsehteams geben sich auf Schloss Drachenburg die Klinke in die Hand, die einzigartige Kulisse ist begehrt bei Filmschaffenden. Das Anwesen dient Anfang August als Set für Szenen der historischen Eventserie „Oktoberfest 1900“. Während der Auf- und Abbauarbeiten und an den eigentlichen Drehtagen komme es von Montag, 5. August, bis Samstag, 14. August, teils zu Einschränkungen bei Besichtigungen. Darauf weist die Schloss Drachenburg gGmbH hin.
An den Aufbautagen – Montag bis Mittwoch, 5. bis 7. August – könne es in Schlossbereichen zeitweise zu Umlenkungen der Besucher kommen. Am Donnerstag und Freitag, 8./9. August, sowie am Montag und Dienstag, 12./13. August, werde das Schloss alleine von der Filmproduktion genutzt; der museale Teil des Schlosses bleibe an diesen Drehtagen geschlossen.
Der Park, die Wagenhalle mit der Ausstellung zur Geschichte des Naturschutzes in Deutschland, die Ausstellung zur Schlossgeschichte, der Nordturm sowie die Sonderausstellung in der Vorburg „heimat.nrw“ seien aber zu besichtigen. Auch am Samstag und Sonntag, 10./11. August, sei ein Besuch von Schloss und Park möglich. Der Abbau des Drehsets ist für Mittwoch, 14. August, geplant; an diesem Tag sei die Schlossbesichtigung möglich, kurze Einschränkungen seien aber erneut denkbar.
„Oktoberfest 1900“ erzählt von einer Zeit, in der die wahre Macht in München von den größten Arbeitgebern der Stadt ausgeht: den Brauereien. „Oktoberfest 1900“ ist eine Gemeinschaftsproduktion von Zeitsprung Pictures und Violet Pictures in Co-Produktion mit BR, ARD Degeto, WDR und MDR für Das Erste. Das Projekt wird gefördert vom FilmFernsehFonds Bayern, der Filmstiftung NRW und dem German Motion Picture Fund.
Quelle: General-Anzeiger Bonn, 30.7.2019
Auf Schloss Drachenburg sind vier Drehtage (8., 9., 12. und 13. August) angesetzt. Das Team reise mit rund 100 Leuten an, so Produzent Michael Souvignier. Am Montag 5.8. würde mit dem Aufbau des Sets begonnen. „Unser Oktoberfest spielt 1900. Da muss man immer Bauwerke nehmen, die älter sind“, erklärt Souvignier die Drehort-Wahl. Und Schloss Drachenburg sei ein wunderschönes Motiv. „Wir drehen im Innern ganze Szenen, aber auch Außenszenen.“ Für Besucher von Schloss Drachenburg bedeuten die Filmarbeiten allerdings Einschränkungen. So bleibt an den Drehtagen der museale Teil geschlossen, Park, Wagenhalle, die Ausstellung zur Schlossgeschichte, der Nordturm sowie die Sonderausstellung in der Vorburg sind hingegen geöffnet. An den Aufbautagen (5. bis 7. August) sowie am Abbautag (14. August) muss man nur mit Einschränkungen rechnen. Am 10. und 11. August – also zwischen den Drehtagen – ist ein Besuch von Schloss und Park Drachenburg wie gewohnt möglich. Mit etwas Glück können die Königswinterer ab nächster Woche dann sogar so manchen Schauspieler treffen. Denn nicht nur das Team, auch die Stars der Serie würden in unmittelbarer Nähe des Drehortes untergebracht werden, wie Produzent Michael Souvignier verrät.
Quelle: Express Bonn, 1.8.2019

Am Set der historischen Eventserie "Oktoberfest 1900" (AT) fand gestern ein Pressetermin mit Förderern und Produzenten statt.
In Bayern und Nordrhein-Westfalen wird noch bis Mitte August die sechsteilige historische Eventserie mit dem Arbeitstitel "Oktoberfest - 1900" gedreht, die im kommenden Jahr in Doppelfolgen im Ersten ausgestrahlt wird. Bei einem Pressetermin besuchten gestern u.a. Förderer und Produzenten das Set in der Nähe von Dachau.

Am Set von "Oktoberfest - 1900" (AT): die Darsteller Brigitte Hobmeier, Vladimir Burlakov, Martina Gedeck, Mercedes Müller und Markus Krojer (sitzend, v.l.n.r.), Gabriele Pfennigsdorf (FFF), Daniela Boehm (BR), Dorothee Erpenstein (FFF), Meike Götz (MDR), Produzent Michael Souvignier (Zeitsprung Pictures), Bettina Ricklefs (BR), Produzent Alexis von Wittgenstein (Violet Pictures), Produzent Felix von Poser, Drehbuchautor Ronny Schalk, Produzent Till Derenbach (Zeitsprung Pictures), Kameramann Felix Cramer, Regisseur Hannu Salonen, Moritz Herzogenberg (Beta Film) sowie die beiden Darsteller Misel Maticevic und Klaus Steinbacher (stehend, v.l.n.r.). Bild: BR/Zeitsprung Pictures/Stephan Pick
Quelle: BlickpunktFilm, 1.8.2019




Fotos: Ursula Düren / dpa / picturedesk.com

"Man muss das spüren, das Derbe"
Mit großem Aufwand dreht der BR eine historische Serie, die 2020 ins Fernsehen kommt. Sie handelt vom Oktoberfest und dem rasanten Wandel des Biergeschäfts um die Jahrhundertwende.
Drehort ist ein altes, verlassenes Wirtshaus in der Blumenstr. 18 in Deutenhausen im Landkreis Dachau, es riecht muffig nach feuchtem Holz, in den Raum neben der Wirtsstube dringt nur wenig Tageslicht. Hier haben sich etwa zehn Leute der Filmcrew postiert, sie blicken gebannt auf zwei Monitore, während die Brauerswitwe und Wirtin Maria Hoflinger, gespielt von Martina Gedeck, mit einer Brotzeit die düstere Stube betritt, in der ein paar Bierdimpfl hocken.
Ein Mann kommt herein, Schnauzbart, Gehrock, herrische Manieren. Die ganz in Schwarz gekleidete Wirtin bringt zwei Bierkrüge, man verhandelt. Das Gespräch läuft schief, am Ende wirft der Mann, der Brauunternehmer Curt Prank (Mišel Matičević), missmutig eine Münze auf den Tisch und geht. Maria Hoflinger steckt das Geld beiläufig in den Beutel, der an ihrem Gürtel hängt.
Die Szene, die am gestrigen Mittwoch in Deutenhausen gedreht wurde, ist Teil einer sechsteiligen historischen Serie, die im nächsten Jahr im Ersten in Doppelfolgen auf den TV-Bildschirm kommt. "Oktoberfest - 1900" lautet der Arbeitstitel des Filmprojekts, und nach allem, was am Set zu sehen und zu hören ist, wird es ein großes Drama, in dessen Mittelpunkt der Kampf zweier Brauerei-Clans um die wirtschaftliche und gesellschaftliche Vormachtstellung in München steht.
Worum es unter anderem geht, ist in der kurzen Szene in der Wirtsstube schon mal angedeutet: Auf der einen Seite das alte München, die Tradition, der bodenständige Deibel-Bräu der Familie Hoflinger, und auf der anderen Seite die neue Zeit, der sogenannte Fortschritt, die industrielle Bierproduktion, mit welcher der aus Berlin stammende und über Franken nach München gekommene Großbrauer Curt Prank - historisches Vorbild ist der Großgastronom Georg Lang, der 1898 die erste riesige Oktoberfesthalle errichtet hat - die Stadt und nicht zuletzt die Wiesn beglücken will.

Stadtrat Urban (Michael Kranz, links) und Clara Prank (Mercedes Müller) mit ihrem Vater Curt Prank (Mišel Matičević).
"Es geht um den Wandel", sagt Mitproduzent Alexis von Wittgenstein, der die Idee zu der Serie hatte. Und was würde den Wandel, von dem Bayern und vor allem München in der Zeit um die Jahrhundertwende ergriffen worden ist, besser verkörpern, als das Brauereiwesen, damals der größte Arbeitgeber in der Stadt?
Die kapitalistische Dynamik schuf unerbittlich Fakten: Die kleinen Brauereien gingen eine nach der anderen zugrunde, übrig blieben die großen Produktionsstätten der Bierbarone, die das Bier in industrieller Manier brauten - und dies in einer Stadt, die ständig wuchs, die umtriebig war, konservativ und fortschrittlich, und in der, jenseits des ökonomischen Treibens, die Boheme den Aufbruch in die künstlerische Moderne unternahm.
Die Regie führt Hannu Salonen, der sich unter anderem mit der Ferdinand von Schirach-Verfilmung "Schuld" einen Namen gemacht hat. "Es darf kein zu glatter Film werden", sagt er. "Er muss nach etwas schmecken, muss nach was riechen, man muss das spüren, das Derbe." Der kurze Trailer, der am Set zu sehen war, nährt die Hoffnung, dass dies gelingen könnte.
Allein die Kulissen sind beeindruckend. Irgendwo im tschechischen Hinterland hat man eine alte Brauerei gefunden, die noch so aussieht, wie die Kleinbrauerein im alten München ausgesehen haben könnten. Und dann das Oktoberfest von anno 1900, das man nach historischen Fotos in Prag aufgebaut hat. Schauspielerin Brigitte Hobmeier, die das zum Höhenflug ansetzende Biermadl Colina Kandl (die schöne Coletta Möritz, die "Schützenliesl", lässt da aus dem Jenseits grüßen) verkörpert, war geradezu überwältigt, als sie die Wiesn-Replik auf einer Wiese in Prag betrat: "Die Kulisse war so groß, so bombastisch, und alles sah so lebendig aus."

Der Steyrer Hans, der "Bayerische Herkules", der einen 528 Pfund schweren Stein mit dem Finger lupfen konnte, war der Erfinder des Einzugs der Wiesnwirte.


Colina Kandl (Brigitte Hobmeier) spricht auf dem Podium in der Oktoberfest-Gasse vor der neuen Bierburg von Curt Prank.
Man darf ja nicht zu viel verraten, aber mit schlechtem Gewissen sei hier gesagt, dass es in dieser Serie nicht ohne Blutvergießen abgehen wird und dass auch Freunde und Freundinnen dramatischer Liebesgeschichten nicht zu kurz kommen werden. Hin und hergerissen zwischen familiärer Pflicht und amourösen Gefühlen ist nicht zuletzt die Großbrauerstochter Clara Prank, in deren Rolle Mercedes Müller schlüpft.
Überhaupt ist zu hören, dass die Drehbuchautoren Ronny Schalk und Christian Limmer Frauenfiguren geschaffen haben, die sich nicht in die traditionelle Rolle der Ehefrau und Mutter fügen wollen. Vor allem Maria Hoflinger, die tapfere Witwe, ist eine Frau, die gleichsam bis zur letzten Patrone kämpft, um ihre Familienbrauerei zu retten. "Sie ist sehr brachial, und sie führt einen großen Kampf", sagt ihre Darstellerin Martina Gedeck. "Sie ist seelisch verletzt und traumatisiert, aber daraus schöpft sie auch Kraft."

Das Brauerei-Ehepaar Maria Hoflinger (Martina Gedeck) und Ignaz Hoflinger (Francis Fulton-Smith).


Ignaz Hoflinger und die Bordell-Besitzerin Gerdi (Petra Berndt) bei einer geheimnisvollen Absprache.
Natürlich muss man abwarten, ob die pulsierende und vor Antagonismen fast berstende Stadt, die München um 1900 war, in der Serie mehr ist als nur pittoreske Kulisse. Produzent Alexis von Wittgenstein und Drehbuchautor Ronny Schalk versichern, sich in die historische Materie vertieft zu haben. Auch das Proletariat, das zu dieser Zeit in München politisches Selbstbewusstsein entwickelt, wird im Film vorkommen, und es versteht sich fast von selbst, dass auch die Boheme ein Rolle spielt.

Ignaz Hoflinger (Francis Fulton-Smith)


Ludwig Hoflinger (Markus Krojer)
Ludwig Hoflinger (Markus Krojer), der Sohn der Brauereibesitzerin, liebäugelt sogar mit dem freien, die Konventionen sprengenden Leben, das die Künstlerinnen, Künstler, Spinner, Käuze und Mitläufer in Schwabing führen. Und die Bohemen, verrät Wittgenstein, wird sich schon am folgenden Drehtag in Gestalt einer ihrer prominentesten Akteure am Drehort zeigen. Franziska zu Reventlow (Ines Hollinger), die schöne geistreiche Gräfin, bekommt ihren Auftritt. Es ist alles vorbereitet, damit München endlich mal wieder richtig leuchtet.
Quelle: Wolfgang Görl, Süddeutsche Zeitung, 1.8.2019. Fotos: Dusan Martincek/BR

Setfotos vom FilmFernsehFonds Bayern – – Mehr Fotos der Schauspieler –


Maximilian Brückner: Meet lovely Mr Stifter. You won’t like him. #Octoberfest #blood&beer #blablabla. Instagram, 5.8.19

Maximilian Brückner vor Schloss Drachenburg: My home is my castle #octoberfest #blood&beer #blablabla Video auf Instagram, 11.8.19. Morgen und übermorgen wird dort noch gedreht.

– Ehre, Intrigen und jede Menge Bier - Der erbitterte Kampf zweier Brauerei-Clans um gesellschaftliche und wirtschaftliche Vormachtstellung im München des Jahres 1900 steht im Mittelpunkt der historischen Eventserie "Oktoberfest - 1900", die nächstes Jahr in der ARD läuft. Ein BR-Drehbericht (mit den ersten bewegten Bildern) vom Set in Deutenhausen am 31. Juli, mit Interviews mit Mišel Matičević, Martina Gedeck und Brigitte Hobmeier in "Abendschau" im Bayerischen Fernsehen, am 6.8.2019, 18:00 Uhr, 4 Min. Video
– Regisseur Hannu Salonen: Empire Oktoberfest looking into the abyss. Five remaining shooting days. Today Klaus Steinbacher alias Roman got “done”. Looking forward to finalize the 1st Season! Foto auf Instagram, 7.8.19
– Klaus Steinbacher: klappe zu kladde zu abgedreht. 2 Fotos (auch mit Mercedes Müller und Michael Kranz) auf Instagram, 7.8.19

Die neue Serie "Oktoberfest - 1900" zeigt das Volksfest von einer ganz anderen Seite
Gerade sind am "Drachenfels" in der Nähe von Bonn die Dreharbeiten zur Eventserie "Oktoberfest - 1900" zu Ende gegangen. "Das Thema ist ungeheuer spannend, da das Oktoberfest mal von einer ganz anderen Seite her betrachtet wird", sagte Schauspielerin Martina Gedeck der Deutschen Presse-Agentur. In dem Sechsteiler, der die Entstehung des weltbekannten Volksfests um 1900 erzählt, spielt sie eine der Hauptrollen: "Eine weibliche Hiobsfigur, die alles verliert und sich gegen ihr Schicksal aufbäumt." [...]
"Oktoberfest" entstand in 66 Drehtagen an Locations in Deutschland und Tschechien. [...] Die über zehn Millionen Euro teure Produktion wird voraussichtlich Ende nächsten Jahres bei der ARD zu sehen sein. Sowohl Martina Gedeck als auch Produzent Michael Souvignier betonen die Aktualität des Stoffs: Schließlich gehe es um turbokapitalistische Marktmechanismen und den Widerstand dagegen.
Vollständiger Artikel u.a. in Stern, Focus, 10.8.19

Regisseur Hannu Salonen: Empire Oktoberfest - one more day to go! You might think we ran out of actors. That’s a misunderstanding. They are still there. But this scene is about one man building the DREAM. Instagram, 12./13.8.19

Dreharbeiten zu „Oktoberfest – 1900“ beendet
Nach Dreharbeiten in Prag und Bayern wurde in Nordrhein-Westfalen „Oktoberfest - 1900“ (AT) abgedreht. Die von der Filmstiftung geförderte sechsteilige historische Serie unter der Regie von Hannu Salonen wurde von der Kölner Zeitsprung Pictures mit u.a. Mišel Matičević, Martina Gedeck, Brigitte Hobmaier und Maximilian Brückner produziert. In NRW wurde u.a. auf der Drachenburg gedreht.

v.l. Regisseur Hannu Salonen, Mišel Matičević, Michael Kranz, Irina Wanka, Produzent Till Derenbach, Sigrid Strohmann (Film- und Medienstiftung NRW) und Produzent Michael Souvignier am Set von „Oktoberfest - 1900“ auf der Drachenburg
© Zeitsprung Pictures
Zum Inhalt: Das Oktoberfest ist eine weltweit bekannte und beliebte Institution. Doch kaum einer weiß etwas über seine Anfänge. Das wollen wir ändern: anhand unseres Protagonisten Georg Prank erleben wir, wie ein Auswärtiger aus Nürnberg erbittert um ein Zelt und die nötige Schanklizenz auf dem Münchener Oktoberfest kämpft. Als Zuschauer werfen wir hier nicht nur einen spannenden Blick in die Zeit um 1898, sondern auch hinter die Kulissen des bekannten Festes, wo auch vor Mord nicht Halt gemacht wird!
Regisseur Hannu Salonen drehte nach den Büchern von Ronny Schalk und Christian Limmer, die auf eine Idee von Alexis von Wittgenstein zurückgehen. Vor der Kamera von Felix Cramer stehen Mišel Matičević, Martina Gedeck, Francis Fulton-Smith Klaus Steinbacher, Mercedes Müller, Brigitte Hobmeier, Maximilian Brückner, Markus Krojer und Martin Feifel.
Im kommenden Jahr werden Doppelfolgen im Ersten ausgestrahlt. Zeitsprung Pictures produziert in Zusammenarbeit mit Violet Pictures und in Ko-Produktion mit BR, ARD Degeto, WDR und MDR. Gefördert wird die Serie der Film- und Medienstiftung NRW, dem FFF Bayern sowie dem German Motion Picture Fund.
Quelle: Film und Medien Stiftung NRW, 28.8.2019


Betafilm wird die Serie auf den MIPCOM Markets - The World's Entertainment Content Market, 14-17 October 2019, Palais des Festivals, Cannes, Frankreich internationalen Käufern präsentieren.
Ein Trailer wurde dafür auch angekündigt, aber hier ist erstmal der Werbeprospekt:

Empire Oktoberfest
1900. Munich's Oktoberfest. A traditional annual celebration of the long-since-faded Bavarian royalty. After already running for nearly a century, it is a major source of income – especially for the city's brewery bosses. Many are reliant on the profits made from selling beer at the Oktoberfest, as is the small family brewery headed by Ignaz and Maria Hoflinger (Francis Fulton-Smith and Martina Gedeck). When Curt Prank (Mišel Maticevic), a new player, comes to town, his ruthless acquisition methods upset the balance of power. Resisting his shadowy buy-out, Maria soon pays a bloody price for sticking to her guns. The thirst for revenge leads to a devastating and vicious war breaking out among Munich's beer mafia, revealing the ugly face that lurks behind the festive façade of the Oktoberfest. Yet in the chaos, a forbidden love between Maria's elder son Roman (Klaus Steinbacher) and Curt's beautiful daughter Clara (Mercedes Müller) is blossoming…
Quelle

Elise Brockmann (Irina Wanka) begrüsst Clara Prank (Mercedes Müller) und ihren Vater Curt (Mišel Maticevic)


Seite erstellt am 5. Juni 2019 von EFi ; zuletzt ergänzt am 22.9.19 zurück
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