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Der Unfall  -  19. Film der ZDF-Reihe "Nachtschicht"   –  Premiere am Montag, 31. März 2025 im ZDF als 'Fernsehfilm der Woche' ; bereits seit Samstag, 22.3.2025, 10:00 Uhr, für ein Jahr in der ZDF-Mediathek
war: Nichts kann uns trennen (AT)

"Nachtschicht" holt beste Quote aller Zeiten. Der neueste Film "Der Unfall" lief am gestrigen Montag mit 5,41 Millionen Zuschauern ab drei Jahren und einem Marktanteil von 21,1 Prozent.
Quelle: Quotenmeter, 1.4.25

Im 19. Film der Reihe "Nachtschicht" ermittelt das KDD-Team – Erichsen (Armin Rohde), Tülay Yildirim (Idil Üner), Ömer Kaplan (Özgür Karadeniz) und Mimi Hu (Minh-Khai Phan-Thi) – nicht nur gegen die Kollegen, sondern kommt auch illegalen Geschäften und einem Menschenschmuggler auf die Spur. Und: Roland Orbach (Maximilian Brückner) aus dem 16. Film "Cash & Carry" ist zurück – wie er damals in einem Interview seine Rolle beschrieb: "So ein kleines rassistisches Arschloch!" ...
Den Film gibt es noch in der ZDF-Mediathek.

Besetzung:
Armin Rohde - Erich Bo Erichsen
Idil Üner - Tülay Yildirim
Özgür Karadeniz - Ömer Kaplan
Minh-Khai Phan-Thi - Mimi Hu
Albrecht Ganskopf - Wachhabender Walter
– Episodenrollen:
Rocío Luz - Mona Nowak
Maximilian Brückner - Roland Orbach
Sogol Faghani - Hasty Rostami
Altamasch Noor - Joon Rostami
Nadeshda Brennicke - Astrid Kühne
Aziz Dyab - Jalil
Marcel Heuperman - Mario Trudda
Selam Tadese - Bas Petros
Gustav Peter Wöhler - Recchtsanwalt Theo Klein
Nazmi Kirik - Akram Luqman
Maryam Abu Khaled - Dora Diarra
Anna Blomeier - Gerichtsmedizinerin
Stab:
Drehbuch und Regie: Lars Becker
Szenenbild: Daniela Herzberg
Kostümbild: Regina Tiedeken
Maskenbild: Antonia Petschow und Claudia Gaertig
Licht: Yassin Khateeb
Kamera/DoP: Alexander Sachs
Standfotograf: Nik Konietzny
Ton: Christian Wegner
Schnitt: Sanjeev Hathiramani
Musik: Stefan Wulff und Hinrich Dageför
Casting: Sandra Köppe
Produzenten: Wolfgang Cimera und Bettina Wente
Produktionsfirma: Network Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH & Co. KG fürs ZDF
Redakteur ZDF: Daniel Blum
Drehzeit: 19.2. - 22.3. 2024
Drehort: Hamburg

In Hamburg und Umgebung entsteht derzeit der 19. Film der ZDF-Kultkrimireihe "Nachtschicht" mit dem Arbeitstitel "Nichts kann uns trennen". Für Buch und Regie zeichnet wieder Lars Becker verantwortlich. Der Iraner Joon Rostami (Altamasch Noor) soll von der Bundespolizei abgeschoben werden. Als er sich im Handgemenge die Dienstwaffe des Polizisten Roland Orbach (Maximilian Brückner) schnappt, wird er von dessen Kollegin Mona Nowak (Rocío Luz) in Notwehr erschossen. Die Fotos eines Pressefotografen belegen allerdings, dass Joon die Waffe ablegen wollte, bevor auf ihn gefeuert wurde – was ein anderes Licht auf Monas Notwehr-Aussage wirft. Das KDD-Team – Erichsen (Armin Rohde), Tülay Yildirim (Idil Üner), Ömer Kaplan (Özgür Karadeniz) und Mimi Hu (Minh-Khai Phan-Thi) – ermittelt nicht nur gegen die Kollegen, sondern kommt auch illegalen Geschäften und einem Menschenschmuggler auf die Spur. In weiteren Rollen spielen Albrecht Ganskopf, Sogol Faghani, Nadeshda Brennicke, Aziz Dyab, Marcel Heuperman, Selam Tadese, Nazmi Kirik, Maryam Abu Khaled, Anna Blomeier, Gustav Peter Wöhler und andere.
Es produziert Network Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH, Wolfgang Cimera und Bettina Wente, Köln. Daniel Blum ist der verantwortliche ZDF-Redakteur. Ansprechpartnerin: Susanne Priebe, Telefon: 040 - 66985180, pressedesk@zdf.de
Quelle: ZDF-Pressemappe, Übersicht über aktuelle ZDF-Dreharbeiten in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein


Maximilian Brückner: Shooting #nachtschicht #hamburg #larsbecker. Instagram, 17.3.24

Maximilian Brückner: Ich liebe Nachtdrehs. Instagram, 17.3.24

BTS. Fotoquelle: Minh-Khai Phan-Thi auf Instagram, 20.3.24


BTS. v.l. Aziz Dyab, Altamasch Noor, Rocío Luz, Maximilian Brückner

BTS. v.l. Rocío Luz, Aziz Dyab, Maximilian Brückner, Armin Rohde, Altamasch Noor
Altamasch Noor: It’s a wrap for me 🎬 NACHTSCHICHT (19) abgedreht. Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte. Ich hatte eine tolle Drehzeit mit wundervollen Menschen, es war mir ein Fest mit euch 🖤! Liebe geht auch raus an das gesamte Team! Und ein großes Dankeschön an Regisseur und Maestro Lars Becker, vielen Dank für dein Vertrauen in mir 🖤! Instagram, 21.3.24 (mit 2 weiteren BTS Fotos)


Roland Orbach (Maximilian Brückner), Mona Nowak (Rocío Luz), Erich Bo Erichsen (Armin Rohde). Foto © ZDF / Nik Konietzny
Inhalt:
Der Iraner Joon Rostami ist illegal im Land – schon wieder – und soll nun von der Bundespolizei abgeschoben werden. Aber Joon will nicht. Im Handgemenge schnappt er sich die Waffe des Polizisten Roland Orbach und nimmt ihn als Geisel. Erst als das KDD-Team auftaucht, beruhigt sich die Lage, und Joon lässt die Waffe sinken. Zu schnell und zu missverständlich für die junge Polizistin Mona, die ihn in vermeintlicher Notwehr vor aller Augen erschießt.
Die Ermittler befragen die Zeugen: Wer war Rostami? Wie ist es zu dem Handgemenge gekommen? Wo ist seine Familie? Eine Frau berichtet, dass Rostamis schwangere Frau Hasty am Flughafen in Mario Truddas illegaler Putzkolonne arbeitet. Weitere Befragungen deuten auf die Ausübung von Polizeigewalt durch Orbach hin. Ein Zeuge will dies gefilmt haben, doch der ist plötzlich verschwunden. Die Ermittler befürchten, dass Orbach oder einer seiner Kumpane den Mann aus dem Weg geräumt haben könnte, um Beweismittel zu beseitigen.
Die Gerichtsmedizinerin bestätigt schwere frische Verletzungen bei Rostami, und die Aufzeichnung einer Bodycam zeigt, dass Joon die Waffe ablegen wollte, bevor er erschossen wurde – was ein anderes Licht auf Monas Notwehr-Behauptung wirft, und tatsächlich gesteht Mona, dass sie übermüdet und verkatert war.
Das KDD ermittelt nicht nur gegen die Kollegen, sondern kommt auch Truddas illegalen Geschäften und dem Menschenschmuggler Bas Petros auf die Spur. Unterdessen bricht Hasty Rostami auf, um den Tod ihres Mannes zu rächen.

Joon Rostami (Altamasch Noor, l.) bedroht Roland Orbach (Maximilian Brückner, M.) mit der Waffe. Jalil (Aziz Dyab, r.) steht mit gezogener Waffe vor Ihnen.
Foto © ZDF / Nik Konietzny

Roland Orbach (Maximilian Brückner), Erichsen (Armin Rohde), Joon Rostami (Altamasch Noor), Jalil (Aziz Dyab), Tülay Yildirim (Idil Üner), Mona Nowak (Rocío Luz). Foto © ZDF / Nik Konietzny
Fragen an Maximilian Brückner
Was zeichnet die ZDF-Kultreihe "Nachtschicht" von Autor und Regisseur Lars Becker aus?
Dass man manchmal meint, eine Dokumentation zu sehen – so authentisch wirken die Filme von Lars. Man merkt das schon beim Lesen der Bücher, die Lars alle selbst schreibt und während des Drehs auch ständig weiterentwickelt. Sprache, Tonus und Emotionen stimmen auf den Punkt. Der einzige "Makel": Nachtdrehs. Ist einfach nicht meins (lacht).
Ich empfinde es wirklich als Ehre, mit ihm drehen zu dürfen.
Wie tickt Orbach als Polizist?
Roland Orbach ist das negative Produkt einer fehlgeleiteten Asylpolitik. Polizisten müssen tagtäglich die Abschiebepraxis der jeweiligen Regierung umsetzen. Sie müssen von Mensch zu Mensch diese Entscheidungen umsetzen, die im Beamtendeutsch sehr abstrakt wirken, in der Realität aber ihre ganze Grausamkeit entfalten. Irgendwo in diesem unmenschlichen Vakuum hat Orbach seinen moralischen Kompass verloren. Er ist Täter und Opfer zugleich.
Orbach und Erichsen sind sich bereits im 16. Film der Reihe, "Nachtschicht – Cash & Carry" begegnet. Was denkt Orbach über Kommissar Erichsen?
Ich glaube, früher haben sie sich vielleicht sogar respektiert und geschätzt. Aber Stück für Stück hat Orbach sich eine andere Weltanschauung zusammengebastelt, um sein Verhalten zu rechtfertigen. Erichsen blieb sich treu.
Was waren die Herausforderungen beim Dreh für Sie?
Die größte Herausforderung war für mich, so viel nachts zu drehen. Nach ein paar Tagen zehrt das an der Kraft, macht aber einen großen Teil dieser Reihe aus. Die Darsteller sehen ständig übermüdet aus und müssen das nicht behaupten. Damit wird der Name zum Programm.

Quelle: ZDF-Pressemappe, mit weiteren Fotos

Weitere Fotos: Network Movie

Trailer
Interview mit Armin Rohde
Was zeichnet diese 19. "Nachtschicht" aus?
Die neue "Nachtschicht" zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass wir uns mit einem sehr aktuellen und relevanten Zeitgeschehen beschäftigen, das wir, trotz seiner Härte und Aktualität, spannend und unterhaltsam erzählen.
Erichsen und Orbach sind sich bereits im 16. Film der Reihe, "Nachtschicht – Cash & Carry" begegnet. Was denkt Erichsen über Orbach?
Da Erichsen selbst schon viele Jahre Polizist ist, weiß er sehr genau, was der Beruf mit einem machen kann. Durch seine Erfahrung kann er also bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, dass jemand wie Orbach durch den Beruf deformiert wird und sich verändert.
Sie sagten einmal, Sie beurteilen Ihre Figuren beim Arbeiten nie. Wären Sie dennoch froh, auf einen Kommissar wie Erichsen zu treffen, wenn Sie Hilfe von der Polizei bräuchten?
Höchstwahrscheinlich (lacht). Wobei ich stark hoffe, dass ich mir diese Frage nie stellen muss.
2003 wurde die erste "Nachtschicht" ausgestrahlt. Wie sehr ist Ihnen Erichsen im Laufe der Jahre ans Herz gewachsen?
Erichsen ist mir schon sehr ans Herz gewachsen. Er ist mit mir und ich mit ihm gealtert. Wenn man sich alle 19 Folgen hintereinander anschaut, sieht man auch einem Menschen beim Altern zu. Ich mag die Figur sehr. Wenn wir drehen, ist oft ein Jahr oder mehr vergangen, dann brauche ich die ersten zwei, drei Tage Anschub und Hilfe von der Regie, um wieder in die Rolle zu finden, bis es dann von alleine funktioniert.
Lars Becker und Sie verbinden inzwischen 29 Filme. Das ist außergewöhnlich. Was bedeutet Ihnen die Arbeit mit Lars Becker?
Die Filme stehen und sprechen für sich. Zeitweise denkt man, sie fungieren als mein Alter Ego. Ich spiele zwei Kommissare, einen in Hamburg, den anderen in Berlin ["Der gute Bulle"]. Der eine ist ein eher mürrischer Melancholiker, der andere hat sich, ohne zynisch zu werden, eine eher offensive Haltung vorgenommen. Die Zusammenarbeit mit Lars Becker besteht schon seit drei Jahrzehnten und ist inzwischen ein nicht mehr wegzudenkender Teil meines Berufsleben geworden, den ich auf keinen Fall missen möchte.
Das Deutsche FernsehKrimi-Festival zeichnet Sie für Ihre herausragenden schauspielerische Leistungen aus, unter anderem für "Nachtschicht". Freuen Sie sich auf diese Auszeichnung?
Ich freue ich mich sehr darauf! Es ist doch immer schön, wenn man Anerkennung für seine Arbeit erfährt. Bei jedem meiner Preise habe ich es genossen, mich feiern zu lassen. Aber fast genauso gern, wie selbst gefeiert zu werden, halte ich eine Laudatio auf andere Kollegen. Ich mag es, jemand anderem zu sagen, wir finden Dich gut, weil ... Das mag ich wirklich genauso gerne, wie selbst ausgezeichnet zu werden.

Screenshots: EFi 

"Nachtschicht – Der Unfall". Armin Rohde, Idil Üner, Sogol Faghani, Rocio Luz, Maximilian Brückner, Lars Becker. Es war (keine) Notwehr!
In Zeiten, in denen der öffentliche Diskurs zum Thema Asyl vor allem von der AfD-Politiklinie bestimmt wird, ist es ein Verdienst dieser "Nachtschicht"-Episode, auf die andere verfassungs- und menschenrechtliche Seite des Asylrechts hinzuweisen. Dies ist aber nur ein Grund, weshalb "Der Unfall" (Network Movie) mit zu den besten der immer sehr guten ZDF-Reihe gehört. Was mit der Erschießung eines Iraners durch eine junge Polizistin beginnt, entwickelt sich bald zu einem dichten Interaktionsreigen, in den alle an diesem tödlichen Vorfall und seiner Aufklärung beteiligten Kräfte spannend eingebunden sind: die Asylbewerber, die Heim-Security, das LKA, die KDDler, der König der Schleuser, der Arbeitsvermittler, die Bundespolizei und vor allem jene überforderte Kollegin. Die Verhöre und polizeilichen Besprechungen sind konzentriert, sie liefern Fakten, verdichten die Standpunkte und wirken dank eines physisch agierenden und gut gecasteten diversen Ensembles lebendig und nie übermäßig wortlastig. Wie meist in Lars Becker Polizeifilmen trifft auch hier Realismus aufs Genre mit einem Schuss Utopie.
5 ⭐⭐⭐⭐⭐ von 6 möglichen
Vollständige Kritik von Rainer Tittelbach auf tittelbach.tv


BTS, März 2024 (Aziz Dyab und Maximilian Brückner). Sogol Faghani auf Instagram
"Nachtschicht – Der Unfall". Tödliche Polizeigewalt? Wenn Kommissare gegen Kollegen ermitteln
Abschiebungen, Menschenschmuggel, Polizeigewalt: Nach zweieinhalb Jahren kehrt Lars Beckers ZDF-Krimireihe "Nachtschicht" im neuen Fall "Der Unfall" gleich mit mehreren harten Themen zurück. Nach dem gewaltsamen Tod eines Iraners ermitteln die Kommissare um Armin Rohde gegen die eigenen Kollegen.
Lange mussten sich die Fans außergewöhnlicher Krimis gedulden: Zweieinhalb Jahre nach dem letzten Film feiert die ZDF-Thrillerreihe "Nachtschicht" nun mit dem 19. Fall ein Mini-Comeback. Und das hat es wie gewohnt in sich: Regisseur und Autor Lars Becker erzählt eine Geschichte von Polizeigewalt, Abschiebepolitik und menschlichem Versagen - packend, authentisch und realistisch. Wie viel Brisanz kann man in einem Krimi unterbringen? "Nachtschicht: Der Unfall" macht es eindrücklich vor. Hochaktuelle und explosive gesellschaftliche Themen flankieren die spannenden - und wie immer mit trockendem Witz garnierten - Ermittlungen des Hamburger KDD-Teams um Erichsen alias Armin Rohde.
Schon der actionreiche Einstieg lässt den Atem stocken: Der Iraner Joon Rostami (Altamasch Noor) soll abgeschoben werden, doch er widersetzt sich. In einem Handgemenge gelingt es ihm, die Waffe des Polizisten Roland Orbach (in Bestform: Maximilian Brückner) an sich zu reißen. Gerade als die Situation sich beruhigt, schießt die junge Polizistin Mona Nowak (Rocío Luz) - aus vermeintlicher Notwehr. Rostami stirbt vor aller Augen. Was folgt, ist eine nervenaufreibende Untersuchung, in der sich die Ermittler plötzlich gegen die eigenen Kollegen stellen müssen. "Irgendwer muss ja ermitteln", kommentiert Kommissar Erichsen (Rohde) trocken. Nach Drogendealern, Neonazis, Zuhältern und Co. nimmt sich Krimi-Experte Becker in einem gewohnt düsteren Thriller mit gebotener Ernsthaftigkeit und gehörigem Galgenhumor nun die Abgründe in der Polizei vor.
Das Team rund um Erichsen taucht - mit Hilfe der alten Bekannten Mimi Hu (Minh-Khai Phan-Thi) - tief in den Fall ein: War es wirklich Notwehr? Immerhin geht der nachvollziehbar verstört gespielten Polizistin die Fluchtgeschichte des Toten ziemlich nahe - "Muss ich aber ausblenden. Wir schieben ab". Welche Verbindungen gibt es zu illegalen Machenschaften am Flughafen, wo Rostamis schwangere Frau Hasty (Sogol Faghani) als Reinigungskraft arbeitet? Während sie den Tod ihres Mannes nicht wahrhaben will, ist ihr Chef Mario Trudda (Marcel Heuperman) ebenso wie Schleuser Bas Petros (Selam Tadese) einer, der "von Menschen profitiert, die Angst haben". Ein vermisster Zeuge und eine brisante Videoaufnahme führen die Ermittler auf eine dunkle Spur.
Es geht um Menschenschmuggel, Ausbeutung und das Schicksal der von allen Seiten wie Müll behandelten Geflüchteten. Schonungslos erzählt der Krimi von den Nutznießern der Verzweiflung - und von jenen, die im Versuch, dem Treiben Einhalt zu gebieten, selbst ihre Menschlichkeit zu verlieren drohen. Sie sind „Täter und Opfer zugleich“, wie es Maximilian Brückner im ZDF-Interview zum Film klug formuliert.
An seiner Figur, dem autoritären Cop Orbach, zeigt sich exemplarisch, was der Krimi mit realistischem Blick herausarbeitet: Strukturelle Probleme innerhalb der Polizei, von Unterbesetzung bis Überarbeitung, die Mauschelei und Rassismus begünstigen. Sprüche wie Ausländer hätten "keine Manieren", "Frauen sind für so einen Einsatz nicht gemacht" oder "Wer zuerst schießt, überlebt" lassen erahnen, welches Mindset hier regiert.
Orbach wurde durch die politischen Rahmenbedingungen seiner Arbeit moralisch deformiert, er ist „das negative Produkt einer fehlgeleiteten Asylpolitik“ so Brückner: „Polizisten müssen tagtäglich die Abschiebepraxis der jeweiligen Regierung umsetzen. Sie müssen von Mensch zu Mensch diese Entscheidungen umsetzen, die im Beamtendeutsch sehr abstrakt wirken, in der Realität aber ihre ganze Grausamkeit entfalten“. Eine harte Wahrheit, die der "Nachtschicht"-Film wie immer schonungslos auf den Tisch knallt.
Wie alle "Nachtschicht"-Folgen besticht auch "Der Unfall" durch eine dokumentarische Nähe. Das Drehbuch werde „während des Drehs auch ständig weiterentwickelt“, lobt Brückner die besondere Arbeitsweise von Regisseur Becker. Visuell sorgt die düstere, kühle Bildsprache für eine beklemmende Atmosphäre. Auch, weil fast alle Szenen in der Nacht spielen - das Markenzeichen der beliebten Reihe. Dabei hinterlassen die Nachtdrehs Spuren, wie Brückner verrät: „Die Darsteller sehen ständig übermüdet aus und müssen das nicht behaupten.“
"Nachtschicht - Der Unfall" ist ein Film, der die Zuschauer herausfordert, der hochrelevante Fragen aufwirft und im Blick auf gesellschaftliche Missstände die unbequeme Realität nicht scheut. Mit starken Darstellern, einem pointierten Drehbuch und einer dichten Inszenierung beweist Lars Becker erneut, warum "Nachtschicht" zu den besten Krimireihen im deutschen TV zählt. Das liegt vor allem an Armin Rohde, dem Erichsen „"schon sehr ans Herz gewachsen“ sei, wie er gesteht. „"Er ist mit mir und ich mit ihm gealtert“, so der Schauspieler, der in diesem April 70 Jahre alt wird. Die kongeniale Zusammenarbeit mit Becker, die man seit drei Jahrzehnten und zudem in der nicht minder grandiosen Krimireihe "Der gute Bulle" bewundern darf, „"ist inzwischen ein nicht mehr wegzudenkender Teil meines Berufsleben geworden“, Und das freut auch das Publikum.
Von Maximilian Haase auf SWYRL, 28.3.25

"Der Unfall", die 19. Episode der "Nachtschicht", gehört zu den stärksten Fällen der Serie. Bewertung: Vier von fünf Punkten. Vollständiger Artikel "Wir sind alle nur Menschen" von Wolfgang Platzeck auf WAZ, 30.3.25

"Nachtschicht: Der Unfall" nimmt sich des Reizthemas illegale Migration an, wenn ein Iraner bei der Abschiebung von einer Polizistin erschossen wird. Der Krimi spart nicht mit Kritik, ohne dabei aber zu moralisch zu werden. Vielmehr zeigt der Film ein System auf, in dem vieles kaputt ist. Auch wenn das insgesamt weniger originell und humorvoll ist als andere Teile, lohnt sich ein Blick. 7 von 10 möglichen Punkten. Vollständiger Artikel von Oliver Armknecht auf Filmrezenzionen, 30.3.25

TV-Tipp: "Nachtschicht: Der Unfall". Seit über zwei Jahrzehnten erzählt Lars Becker nun schon Geschichten über die nächtliche Arbeit des Teams vom Kriminaldauerdienst Hamburg. Mit nahezu jedem neuen Film setzt der Autor und Regisseur einen weiteren Glanzpunkt. Dass "Nachtschicht" bislang noch keinen bedeutenden Fernsehpreis bekommen hat, ist erstaunlich. Wie gut der Ruf der Reihe in der Branche ist, belegt nicht zuletzt die imposante Liste der prominenten Mitwirkenden.
Vollständiger Artikel von Tilmann P. Gangloff auf evangelisch.de, 31.3.25

🙌 Video von den Dreharbeiten im März 2024 von und mit Maximilian Brückner

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"Nachtschicht" holt beste Quote aller Zeiten
Der neueste Film "Der Unfall" lief am gestrigen Montag mit 5,41 Millionen Zuschauern ab drei Jahren und einem Marktanteil von 21,1 Prozent. In den Pandemie-Jahren ging die ZDF-Krimireihe "Nachtschicht" jährlich auf Sendung und spielte tolle Ergebnisse ein. Der Film "Cash & Carry" [ebenfalls mit Maximilian Brückner als Roland Orbach] sicherte sich im Mai 2020 rund sieben Millionen Zuschauer, "Blut und Eisen" im März 2021 unterhielt 6,29 Millionen Menschen. Im Oktober 2022 war "Die Ruhe vor dem Sturm" für 5,37 Millionen Zuschauer interessant. Vollständiger Artikel von Veit-Luca Roth auf Quotenmeter, 1.4.25

Top 5 Einschaltzahlen, Montag 31.3.25 ab 20:15 Uhr, Gesamtpublikum ab 3 Jahren: 1. Nachtschicht - Der Unfall (ZDF) - 5,41 Mio Zuschauer = 21,1% Marktanteil
2. 75 Jahre. Fürs Erste! (ARD) - 4,69 Mio ZS = 18,10% MA ; 3. Wer wird Millionär? (RTL) - 2,99 Mio ZS = 13,4% MA ; 4. Inspector Barnaby (ZDFneo) - 1,62 Mio ZS = 6,4% MA ; 5. Promis unter Palmen (Sat.1) - 0,92 Mio ZS = 3,9% MA.
Quellen: AGF/GfK DAP AGF Scope für Quotenmeter und DWDL, 1.4.25

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Trivia:

Maximilian Brückner und Armin Rohde haben nicht nur in "Nachtschicht - Cash & Carry" (2020) zusammen gespielt, sondern zuvor bereits auch in "Freche Mädchen 2" (2010), "Pregau" (2016), und "Luther - Zwischen Himmel und Hölle" (2017).


Seite erstellt im März 2024 von EFi ; zuletzt ergänzt im April 2025
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