‼️ Veranstaltungsvorankündigungen ‼️
➡️ Es gibt neue Termine für die Kneissl-Lesung in 2026:
– Donnerstag, 25. Juni, 19:30 Uhr, Käser Alm, bei der
Hochriesbahn-Mittelstation, 83122 Samerberg.
Kartenvorverkauf nur auf der Käser Alm und im Getränkemarkt
Wiesholzer, Grainbach, Hochriesstr. 47
– Sonntag, 5. Juli, 11 Uhr, Altes Schulhaus Unterweikersthofen.
Veranstaltungshalle Guggenberg, Römerfeld, 85253 Erdweg,
Einlass 10 Uhr - Karten per Email:
schulhausverein@t-online.de, Tel. 017684391840 + okticket
➡️ Bereits im Vorverkauf! Samstag, 10. April 2027,
20 Uhr, Weilachmühle
- Kleinkunstbühne, Am Mühlberg 5, 85250
Altomünster/Thalhausen. Einlass/Abendessen ab 18:00 Uhr,
Programmbeginn 20:00 Uhr, Sitzplatz für Abendessen und
Programm reserviert. Infos & Karten 39,90 €
‼️ Obacht: parallel bereiten wir mit Max Brückner eine
andere Lesung vor 💀🐛 „memento mori“ 🦋☠️ Vom Leben und vom
Sterben
Am Sonntag 28. Juni findet diese neue musikalische Lesung
zum 3. Mal statt, auf Schloss Amerang, Schloss 1, 83123
Amerang, Tel. 08075-91920 um 11 Uhr als Matinee. Infos und Karten, 28,00-36,00 €
"Memento Mori": Vom Sterben und vom Leben - ernsthaft,
lebensklug und mit leisem Augenzwinkern. Das Memento Mori
-"Gedenke des Todes" - ist eines der großen Themen
europäischer Kultur – doch wie nähert man sich ihm an?
Maximilian Brückner und die Riederinger Musikanten wählen
den Weg der Verbindung: Literarische Texte treffen auf
bayerische Volksmusik, Ernsthaftigkeit paart sich mit Witz,
Tiefe mit Heimeligkeit. Was entsteht, ist ein Vormittag
voller Poesie, Weisheit und unverhoffter Heiterkeit – eine
Feier des Lebens durch die Reflexion des Todes.
Freitag, 2. Oktober, Irschenbergfestival bei der Dinzler
Kaffeerösterei. 20 Uhr, Einlass Festivalzelt: 18 Uhr. Karten (ohne Menü): 34,50 € ; Karten (mit 3-Gang Menü): 84,00 €. Bei
Menübuchung erfolgt automatisch eine Tischreservierung sowie
eine Reservierung in den vorderen Sitzreihen des
Festivalzelts.
Quellen: Webseite und Facebookseite der Riederinger
Musikanten (auch mit Musikterminen ohne Maximilian
Brückner), 4.4.2026
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Stifung Kunst und Natur Nantesbuch, Karpfsee 12, 83670 Bad Heilbrunn
Jäger & Wilderer – Musikfest, 29. - 30. Juni 2024
Sonntag, 30. Juni, ab 11 Uhr: Kneißl und andere Räuber mit
Maximilian Brückner & den Riederinger Musikanten
Als Räuber Kneißl brillierte Brückner in Marcus H. Rosenmüllers
Meisterwerk. Mit den bekannten Riederinger Musikanten lädt er zur
szenischen und musikalischen Lesung, mit Briefen von Kneißl, mit
eigens für diesen Tag kuratierten Texten, die Bayerns Geschichte von
Armut und Wilderei in die Jetztzeit holt.
Franziska Eimer (bei der Stiftung die Leitende Kuratorin für die
Bereiche Musik und alpenländische Kultur) und ihr Team haben dafür
besondere Texte ausgesucht, die „von Kneißl und anderen Räubern“
handeln, wie Eimer berichtet. Wichtig waren ihr bei der
Zusammenstellung auch gesellschaftliche Aspekte jener Zeit, in der
Hunger und Ungerechtigkeit den Alltag der Menschen bestimmten. „Wir
haben viel Zeit und Liebe in dieses Projekt gesteckt“, sagt Eimer.
Bei der szenischen und musikalischen Lesung, mit Briefen von Kneißl,
mit eigens für diesen Tag kuratierten Texten, die – über
Jennerwein und den Boarisch Hiasl hinaus – Bayerns Geschichte von
Armut und Wilderei in die Jetztzeit holt, wird der Schauspieler auf
der Bühne von den Riederinger Musikanten begleitet, zu denen
übrigens einige seiner Geschwister gehören.
Danach ab 14 Uhr laden die Well-Buam zum Volkstanz.
Quelle
Fotos: Riederinger Musikanten auf Instagram
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Trakl-Sound im Münchner Volkstheater
Andere Schauspielagenturen geben Sommerfeste oder Weihnachtsfeiern
für und mit ihren Klienten, aber die Chefin der Agentur Lambsdorff
hatte während der Pandemie die Idee für eine Lyrik-CD um alle ihre
32 Schaupielerinnen und Schauspieler (Johannes Allmayer, Emma
Bading, Paula Beer, Luise Berndt, Florian Brückner, Maximilian
Brückner, Sascha Geršak, Max von der Groeben, Hannah Herzsprung,
Aaron Hilmer, Mo Issa, Stephan Kampwirth, Amelie Kiefer, Waldemar
Kobus, Felix Kramer, Taddeo Kufus, Bekim Latifi, Béla Lenz, Anton
von Lucke, Nicole Marischka, Philipp Moog, Tobias Moretti, Antonia
Moretti, Friedrich Mücke, Louis Nitsche, Clemens Schick, Albrecht
Schuch, Karoline Schuch, Janna Striebeck, Carin C. Tietze, Enno
Trebs) zu beschäftigen. Torsten Feuerstein machte den Vorschlag für
die Werke von Georg Trakl (österreichischer Dichter des
Frühexpressionismus, *1887 - †1914), und meinte nach
Veröffentlichung der CD, dass man es auch mit vier oder fünf
Schauspielern auf die Bühne bringen könnte, aber Frau Lambsdorff
antwortete: Nein, dann ALLE! Und da sie dank der Brückners einen
guten Kontakt zum Münchner Volkstheater hat klappte das nach einem
Anruf dort.
"Trakl Sound" lädt ein zu einer besonderen Reise durch die Verse von
Georg Trakl, einem Dichter, der wie kein anderer die düstere
Melancholie und geheimnisvolle Atmosphäre der dunklen Jahreszeit
beleuchtete. Doch dies ist keine Lesung im herkömmlichen Sinn: 32
Schauspieler/innen geben den Gedichten und Texten ihre Stimmen,
während der Komponist & Musiker Rainer Oleak live einen
einzigartigen Klangteppich webt – eine musikalische Umarmung und
Herausforderung zugleich. 🎹
Trakls Worte, seine Bilder zwischen Verfall und Ewigkeit, treffen
auf Klänge, die irgendwo zwischen Winterstille und kosmischer
Kakophonie schweben. Der Advent als Zeit des Wartens, der Besinnung,
aber auch der Ahnung, dass etwas Großes bevorsteht – all das findet
hier eine Bühne. 🤫
Am 1.Dezember heißt es also: Lauschen, Staunen, Eintauchen. Ein
Abend, der nicht nur Trakl-Liebhaber in seinen Bann ziehen wird,
sondern all jene, die sich dem Unerwarteten öffnen. Ein
Jahresausklang, der nicht nur die Ohren, sondern auch die Seele
trifft. Seid dabei und lasst euch von der Magie des Wortes und des
Klangs verzaubern. ✨ Friedrich Mücke auf Instagram, 19.11.24
Sonntag, 1.Dezember 2024 ab 19:30 Uhr
Lesung
der Gedichte von Georg Trakl durch die Schauspielerinnen und
Schauspieler die bei der Agentur Lambsdorff unter Vertrag sind
im Münchner Volkstheater, Idee und Konzeption: Torsten
Feuerstein, Sounddesign: Rainer Oleak.
Christian Stückl sah nach dem Rechten und begrüßte einige der
Zuschauer, unter denen sich viele Schauspieler und Künstler der
anderen Münchner Theater befanden. Vor Vorstellungsbeginn
informierte uns Pressesprecher Frederik Mayet, dass sie zwar
vollmundig 32 Mitwirkende angekündigt hätten, aber
krankheitsbedingt Paula Beer, Hannah Herzsprung, Janna
Striebeck, Florian und Maximilian Brückner sowie Clemens Schick
ausfallen würden. Mist!
Das einzige Mal dass ich mit dem Werk von Georg Trakl
konfrontiert worden war, war zu Schulzeiten - ziemlich lang her
- ich war also offen für alles. Albert Schuch eröffnete und
beendete den Abend mit Lesung aus Briefen von Trakl, und der
Stolzeste am Ende des Abends war Tobias Moretti (den ich das
letzte Mal 2012 im Münchner Residenztheater in Karl Schönherrs
"Weibsteufel" auf der Bühne gesehen habe), als er auf seine
Tochter Antonia sah. Friedrich Mücke stand wieder auf der Bühne
vom Volkstheater, das er 2010 verlassen hatte. Ein ebenso
beeindruckender wie anstrengender Abend sowohl für die auf der
Bühne wie auch für die vor der Bühne. Am Ende der 2-stündigen
Vorstellung gab es verdienten Applaus – von beiden Seiten. EFi,
1.12.24
Trakl-Lesung
im Münchner Volkstheater: Prominente Tischgesellschaft für
Trakls Lyrik. 26 Schauspielerinnen und Schauspieler der
deutschen Film- und Fernsehprominenz lesen gemeinsam im
Münchner Volkstheater. Und zwar Gedichte von Georg Trakl.
Wer hätte das vorher geglaubt?
Es passt zu einer Lesung mit Georg Trakl-Gedichten, dass es
erst einmal um Verlust geht. Paula Beer ist nämlich nicht
da. Clemens Schick auch nicht. Durch den dicht besetzen,
großen Saal im Volkstheater geht ein Raunen, Ahs und Ohs
werden gestöhnt, als die Namen der Abwesenden verlesen
werden. Hannah Herzsprung, Florian und Maximilian Brückner,
Janna Striebeck – nicht da. Das ist möglicherweise schade,
aber das Bedauern im Publikum hält nicht lange an. Denn 26
Schauspielerinnen und Schauspieler sind ja trotzdem auf der
Bühne, deren Namen ähnlich schillern. Und die machen das,
wozu sie nur ein einziges Mal in einem Theater
zusammenkommen, sie lesen Trakls Lyrik. Echt jetzt.
Schon der Programmtext auf der Volkstheater-Homepage klingt
nach einem Aprilscherz. Aber: falsche Jahreszeit. 32
Schauspielerinnen und Schauspieler der deutschen Film- und
Fernsehprominenz hat das Haus für den Abend „Trakl-Sound.
Gedichte“ am ersten Dezember als die „Liveshow“ angekündigt.
Und würde es nicht das gleichnamige Hörbuch geben, das eben
jene Truppe unter der Regie von Torsten Feuerstein und mit
dem Sounddesign von Rainer Oleak eingesprochen hat, so würde
das komplett unglaubwürdig klingen. Also hin ins
Volkstheater, sozusagen zum Faktencheck. Für den Sound. Für
Georg Trakl.
Dort hebt sich der Vorhang anfangs erst einmal nicht.
Stattdessen sind Live-Kamera-Bilder von Albrecht Schuch zu
sehen. Der mehrfache Deutsche Filmpreisträger und Thomas
Brasch-Darsteller sitzt an einem spärlich beleuchteten
Tisch, liest aus einem Brief Trakls. Es sind dessen letzte
Wünsche vor seinem Ableben. Dann folgt „Grodek“. Es ist
Trakls letztes Gedicht, er schrieb es 1914 unter dem
Eindruck des Krieges, psychisch zerrüttet von der brutalen
Schlacht und den Verwundeten, die er im Feldlazarett nicht
versorgen konnte. Kurz darauf starb der Dichter 27-jährig an
einer Überdosis Kokain.
Schuch trägt die Zeilen ohne Pathos, weich und unaufgeregt
vor, umspült von unheimlichen Soundwellen aus Oleaks
Synthesizer. Der Ton ist damit gesetzt, Trakls Klage,
Schmerz, Leiden an der Welt ist freigelassen. Der Vorhang
hebt sich und öffnet den Blick auf eine lange Tafel, an der
jene sitzen, die der Lyrik zwei Stunden lang ihre Stimme
geben sollen. Die Kleidung changiert zwischen Glitzer- und
Sport-Chic. Die Haltung gleicht der einer Arbeitssitzung,
manchmal auch eines Wartesaals. „Verflossen ist das Gold der
Tage“, rezitiert Schuch noch aus „Rondel“, Oleak mischt
Pfeifen, Vogelgezwitscher, Wind dazu. Dann wandert das Mikro
zur nächsten, zu Emma Bading. [...]
Es ist in diesem Sinne ein Vorhöllen-Sound, man hört, wie
immer wieder das Leben in das Fleisch eines Sehnsüchtigen
schneidet. Doch die 26 Vortragenden haben nicht die Absicht,
das in Pathos köcheln zu lassen. Sie lauschen, tauschen
Plätze, legen sich nieder, tragen wechselweise die Gedichte
vor, mehr als 60. Jeder findet über sein Sprechen einen
eigenen Zugang, der das Publikum neu aufhorchen lässt, oft
mitträgt. [...]
So gleicht nichts dem Vorhergehenden. Und auch, wenn jeder
einzeln spricht, so arbeiten sie alle gemeinsam an einem
Mosaik. Dass es so prächtig ausfällt, liegt natürlich auch
an der großartigen Dichtung Georg Trakls. Ein solcher Sound,
er gehörte einfach öfter auf der Bühne abgemischt.
Vollständige Kritik von Yvonne Poppek, Süddeutsche Zeitung, 2.12.24 |

Foto: Florian Peljak, Süddeutsche Zeitung
(v.l. Emma Bading (stehend), Carin C. Tietze, Aaron
Hilmer, Tobias Moretti (am Mikrofon), Karoline Schuch,
Anton von Lucke, Pablo Striebeck und Taddeo Kufus)

Foto: Hannes Magerstaedt, GettyImages |
"Trakl-Sound" erschienen als mp3-CD und Download, 2h 27min, ISBN
978-3-7424-3282-7, veröffentlicht am 12.9.24 bei DAV. Mehr Infos,
Pressetext, Cover und Hörprobe hier
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Alter Wirt, Rosenheimer Str. 2, 83083 Riedering
Sonntag, 8. Dezember 2024, ab 11:30 Uhr: "Jäger & Wilderer -
Kneißl und andere Räuber".
Lesung mit musikalischer Untermalung im Alten Wirt zu Riedering mit
Maximilian Brückner und den Riederinger Musikanten. Fotos von der Veranstaltung auf dem Instagram
Account von den Riederingern
Ein paar Eindrücke von der vergangenen Kneissl-Lesung mit Max
Brückner beim Alten Wirt z‘Riadaring und bei de Riederinger
Spuileit. Diese Lesung könnt ihr im kommenden Jahr noch mal sehen
und hören, denn es sind weitere Aufführungen geplant. Wann und wo?
Darüber werden wir euch rechtzeitig informieren 😉
Quelle: Riederinger Musikanten auf Facebook, 10.12.24
Zwischen Verbrechen und Verzweiflung – Maximilian Brückner und die
Riederinger Musikanten erzählen von Jägern, Wilderern und dem Räuber
Kneißl
Riedering – Es war ein Heimspiel: Im großen Saal vom Alten Wirt
gaben Maximilian Brückner und die Riederinger Musikanten eine
musikalische und szenische Lesung. Gsteckt voll war der Saal: „Bitte
nur flach atmen“, hatte schon der Hugl Sepp zur Begrüßung empfohlen.
Und was die 14 Musikanten und Schauspieler dann auf der Bühne boten,
war derart unterhaltsam und doch auch zum Nachdenken animierend, war
derart brillant und doch geerdet, dass man die Enge ganz vergaß. Es
war ein gelungener Mix aus Volkstheater und Weltliteratur plus
traditionelle Blasmusik und ästhetische Volksmusik.
Maximilian Brückner, der schon am Volkstheater und im Kino als
Räuber Kneißl brillierte, las aus Briefen Kneißls, vermeldete die
letzten Polizeinachrichten, die als Telegramm nach München gekabelt
wurden (großartig, wie er sich obrigkeitshörig mit erhobenem
Zeigefinger und angedeutetem Lispeln mit so manchem Zungenbrecher
wie „Strei-fen-pat-rouil-le“ abmühte), träumte mit seiner Geliebten
Mathilde vom Auswandern nach Amerika oder gab den Regisseur für
Szenen auf der Flucht oder im Wirtshaus. Wie selbstverständlich
erhob sich da so manche und mancher aus den Reihen der
Blasmusikanten und gab die Wirtin, die Gendarmen, die des Kneißl
habhaft werden sollen, oder die Knechte, die sich über die
vergeblichen Versuche der Polizei lustig machen. Dazwischen immer
perfekt die Szenerie illustrierende Blasmusik, Gesang und Paschen.
War Kneißl nun ein Verbrecher, der sich wie Schillers Räuber im
Räuberchor (Brückner wurde hier ganz Theaterschauspieler) damit
brüsten kann: „Stehlen, morden, huren, balgen, morgen hängen wir am
Galgen, darum lasst uns heute lustig sein.“? Oder war er, der aus
bescheidenen Verhältnissen stammte und nach einem
Gefängnisaufenthalt als Zuchthäusler keine anständige Arbeit mehr
bekam, einfach nur verzweifelt? „Als Zuchthäusler ist man kein
Mensch mehr:“ Eindringliche Worte für die Ausweglosigkeit und Tragik
Kneißls. Armut und Wilderei, Rebellentum und Zusammenhalt schließen
sich da nicht aus.
So folgte dem Lied „Der Gebirgler macht sich nix draus, geht die
Welt auch morgen unter“ ein weiteres Telegramm des Gendarmen: Wer
dem Kneißl Unterschlupf gewährt, denen bringt er Gestohlenes. Das
tragische Ende wird mit einer blues-artigen Blasmusiknummer
eingeläutet. Sein Ableben – Kneißl wird bei seiner Verhaftung schwer
verletzt und stirbt, nachdem man ihn aufgepäppelt hat, unter dem
Fallbeil – schildert Brückner minutiös. Und die Riederinger
Musikanten vertonen das tragische Ende mit dem Kneißl-Lied:
„Zuagricht, hergricht, higricht.“
Brückner zitiert auch aus den Münchener Ratsch-Kathln, einer von
1889 bis 1921 in München herausgegebenen Wochenzeitung: „Jetzt haben
sie ihn, den Schwerverbrecher (….) wie ein Wild gehetzt, nur durch
Verrat gefangen“. Da nützt auch nicht das Wort des
Pflichtverteidigers (Brückner gibt hier den hochdeutsch sprechenden
Beamten), dass Kneißl vom Papa beigebracht bekommen habe, nicht auf
Gendarmen zu schießen.
Bleibt die Frage: Braucht es für derlei „Verbrechen“ die
Todesstrafe? Da passt das Lied „De guade oide Zeit (…) doch weiß
kein Mensch, wann sie gewesen war“. Es ist halt so, wie es schon
immer war: Die Großen lässt man laufen. „Wär er in München gebor’n
und nicht in Moos, wär er Aufsichtsrat word’n.“
Aber auch eine Moritat braucht ein gutes Ende, darum singen alle auf
der Bühne noch zum guten Schluss: „Darum lasst den Mut nicht sinken
… Lasst uns froh und fröhlich sein, trinket aus und schenket ein.“
In einem Interview hat Maximilian Brückner mal gesagt, dass die
bayerische Blasmusik Herz und Kraft hat, und dass das auch auf
bayerischen Dialekt zutreffe. Die musikalische Lesung bewies das
aufs vortrefflichste. Da darf, nein, da muss man einfach „Dankschee“
sagen.
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Im großen Saal des Alten Wirts in Riedering fand eine
besondere Veranstaltung statt: Schauspieler Maximilian
Brückner und die Riederinger Musikanten präsentierten eine
eindrucksvolle Kombination aus Volkstheater, Literatur und
traditioneller Blasmusik.
Kritik und Foto von Elisabeth Kirchner für die OVB-Heimatzeitungen, 11.12.24 |
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Maximilian Brückner: Neben den Dreharbeiten zu Kommissar Rex in
Wien zieht’s mich immer wieder heim – zurück zu meinen Wurzeln,
zurück zur Musik. Mit den Riederinger Musikanten – Spezl und
Familie – steh ich auf der Bühne. Mit ihnen hab ich angefangen,
mit ihnen geht’s jetzt weiter. 🎭🎺 Gemeinsam erzählen wir
die Geschichte vom Mathias Kneißl – Räuber, Rebell oder einfach
ein Kind seiner Zeit? Musikalische Lesung. Echt. Berührend.
Bayerisch. Instagram
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"Räuber
Kneissl – Opfer oder Täter?" Eine musikalische
Lesung, die dem Leben des legendären bayerischen
"Schachenmüller-Hiasl" nachspürt. Schauspieler
Maximilian Brückner und die Riederinger Musikanten
gestalten gemeinsam einen Abend voller Geschichten,
Musik und bayerischer Geschichte. Ein besonderes
Highlight zu unserer Jubiläumssaison 2025.
Volkstheater Flintsbach,
Theaterweg 2, 83126 Flintsbach am Inn |
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Voller Wucht und Zwischentöne – Maximilian Brückner
begeistert in Flintsbach mit musikalischer Kneißl-Lesung

Maximilian Brückner (vorne) verleiht dem
"Räuber Kneißl" Stimme und Tiefe – eindrucksvoll,
nuanciert und mit unverwechselbarem Timbre.
Links: Franz Staber, hinter der Tuba: Martin Weyerer,
rechts: Dominikus Brückner. Foto © Steffenhagen
Im ausverkauften Volkstheater Flintsbach präsentierte
Schauspieler Maximilian Brückner eine eindringliche Lesung
über den Räuber Mathias Kneißl, begleitet von den
Riederinger Musikanten.
Im bis auf den letzten Platz gefüllten Volkstheater
Flintsbach erlebte das Publikum kürzlich einen Theaterabend,
der weit über klassische Erzählformen hinausging. Ein
besonderes Schmankerl im Rahmen des 350jährigen Jubiläums,
denn die Theatertradition in Flintsbach reicht bis ins Jahr
1675 zurück.
Vollständiger Artikel und Foto von Volkhard Steffenhagen auf
ovb.de, 29.7.25
Videoclip von Claudia Reinhard auf Instagram, 25.7.25
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Wochenrückblick ✌🏼 Am Donnerstag durften wir
Maximilian Brückner und die @riederinger_musikanten bei uns
begrüßen. Vielen Dank für eure tolle Darbietung von Räuber
Kneissl - schee war‘s! 🫶🏼
Text und Fotos vom Volkstheater Flintsbach auf Instagram, 28.7.25
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Maximilian Brückner und die Riederinger Musikanten zu Gast beim 10.
Irschenberg Festival am Dienstag 30. September 2025, ab 20
Uhr:
Erleben Sie den renommierten Schauspieler Maximilian Brückner
gemeinsam mit den Riederinger Musikanten mit ihrer musikalischen
Lesung "Räuber Kneißl – Opfer oder Täter?" live auf der
Festivalbühne des Irschenberg Festivals bei der Dinzler Kaffeerösterei. Das Kulturhighlight am
Irschenberg erstrahlt zum 10-jährigen Jubiläum in neuem Glanz. In
einer einzigartigen, familiären Atmosphäre begrüßen wir vom 26.
September bis zum 5. Oktober 2025 renommierte Musiker und
Kabarettisten im Festival-Zirkuszelt vor dem beeindruckenden
Alpenpanorama am Irschenberg. Dieses Jahr neu mit erweitertem
Rahmenprogramm, Foodtrucks und vielen weiteren aufregenden Aktionen.
Diese besondere musikalische Lesung widmet sich dem Leben des
legendären Räubers Mathias Kneißl. War er ein brutaler Gesetzloser
oder das tragische Produkt seiner Zeit? Brückner, bekannt aus
Theater, Film und Fernsehen, gibt dieser schillernden Figur
erzählerische Tiefe und emotionale Vielschichtigkeit. Begleitet wird
er von den Riederinger Musikanten, deren Blasmusik feinfühlig auf
die Erzählung abgestimmt ist. Mal stimmungsvoll, mal nachdenklich –
ihre Musik unterstreicht die Geschichte auf eindrucksvolle Weise und
verleiht dem Abend seine besondere Atmosphäre. Ein mitreißender
Streifzug durch bayerische Geschichte, Literatur und Musik –
kraftvoll, berührend und authentisch.
Im Vorprogramm ab ca. 17 Uhr die Perlseer ; ab ca. 19:30 Uhr im
Zirkuszelt Reiwas
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Video vom Abend mit Interview mit Maxi von
rfo
Vom Flötzinger Bräu und der Dinzler Kaffeerösterei: Meet
& Greet unserer 4 Ticket-Gewinner:innen mit Maximilian
Brückner und den Riederinger Musikanten beim Irschenberg
Festival. 🤩 Und als Höhepunkt des Abends
natürlich eine phantastische musikalische Lesung „Räuber
Kneißl - Täter oder Opfer?“ 🎺🫶
Dazu das Video von Korbi (Korbinian Weber, verantworlich
fürs Festival-Programm und ansonsten Trompeter bei
LaBrassBanda) auf Instagram
Video vom Abend von den Riederinger Musikanten auf Facebook
Quellen: 1. und 2. Foto simone.kneissl (Studio Kneissl) ;
alle anderen im jeweiligen Foto ; alle auf Instagram |
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Im Karmelitersaal München (Karmeliterstraße 1) findet am Dienstag,
11. November, die Aktion Wilde Tafel statt, an der Kardinal Marx,
Erzbischof von München und Freising, teilnimmt und ein Grußwort
spricht. Ab 18.30 Uhr sind dort Bedürftige zu einem Drei-Gänge-Menü
mit Wildbret eingeladen. Als kulturelles Programm treten in diesem
Jahr der Schauspieler Maximilian Brückner und die Riederinger
Musikanten mit einer musikalischen Lesung von „Räuber Kneißl“ auf.
Quelle und weitere Veranstaltungen zu St. Martin: Pressestelle Erzbistum München und Freising,
4.11.25
Die Aktion
Wilde Tafel ist ein ehrenamtlicher Verbund bayrischer Jäger,
die ihr geschossenes Wild an Hilfsbedürftige stiften.
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Fotos,
und Videos mit Interviews und Ton von der Veranstaltung zu
St. Martin der Aktion Wilde Tafel für Bedürftige im
Karmelitersaal am 11. November 2025, heuer mit dem Thema
"Jäger & Wilderer: Zwischen Hirschragout und Heimatklang
- Räuber Kneissl kehrt zurück", u.a. mit dem Bläserkorps des
Bayerischen Jagdschutz- und Jägerverbandes München und mit
Maximilian Brückner und den Riederinger Musikanten mit ihrer
Räuber Kneißl-Lesung.
Quellen: Aktion Wilde Tafel ; Erzbistum München ; Pirsch-1 ; Pirsch-2
Ein Bericht über die Veranstaltung "Ein Abend voller Wärme"
in Pirsch Magazin
🌟 Ein besonderer Moment: Kardinal Reinhard Marx sprach
persönlich den Segen für den Abend – ein Zeichen tiefer
Verbundenheit zwischen Kirche, Jagd und sozialem Engagement.
🎼🎶 Ein Highlight gab es am Ende noch: Unser Erzbischof
durfte ein eigens für ihn von den Riederinger Musikanten
komponiertes Stück dirigieren. 🙂 Erzbistum München
Heute in der 'Abendschau - Der Süden' der Bericht über
eine saugute Aktion am St. Martinstag von Benjamin Klose
und vielen ehrenamtlichen Helfern (seit 2022): Die Aktion
Wilde Tafel ist ein ehrenamtlicher Verbund bayrischer
Jäger, die ihr geschossenes Wild an Hilfsbedürftige
stiften.
🦌🐗🌿📯🍻 Video
Quelle: Facebook-Seite der Riederinger
Musikanten, 13.11.25 |
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🦌 Wärme, Wild & Waidgerechtigkeit: Die Wilde Tafel
2025. Ein Abend, der unter die Haut ging:
Am 11. November fand zum dritten Mal die Wilde Tafel in
München statt – und berührte Herzen. Im historischen
Karmeliter-Saal servierten engagierte Jägerinnen und Jäger
gemeinsam mit der Erzdiözese München und Freising rund 60
bedürftigen Gästen ein festliches Drei-Gänge-Menü aus
Wildbret – liebevoll gekocht vom Gasthof Beim Huber in
Linden. |

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Maximilian Brückner und die Riederinger Musikanten am
Samstag 29. November 2025 ab 19:30 Uhr im Festsaal im Münchner
Künstlerhaus
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»160
gegen Einen!« - was für ein Erlebnis!
In dieser musikalischen Lesung erzählt Maximilian Brückner
vom Leben des legendären Räubers Kneißl. War er ein brutaler
Außenseiter oder das traurige Kind seiner Zeit? In einer
gelungenen Kombination aus Volkstheater, Literatur und
traditioneller Blasmusik zeichnen der vielseitige
Schauspieler und die Riederinger Musikanten den
abenteuerlichen Weg von Bayerns berühmtesten Räuber so
fesselnd nach, dass jeder Besucher bis zur letzten Minute
den Atem anhält. Berührend, echt, bayerisch.
Der bekannte Schauspieler Maximilian Brückner, der schon
2010 in Marcus H. Rosenmüllers gleichnamiger Verfilmung in
der Rolle des umstrittenen Volkshelden begeisterte, zeichnet
den ungestümen Weg von Bayerns berühmtestem Räuber anhand
von historischen Dokumenten und Briefen in einer Kombination
aus Volkstheater, Literatur und traditioneller Blasmusik der
Riederinger Musikanten so fesselnd nach, dass das Publikum
bis zur letzten Minute den Atem anhält.
Münchner Künstlerhaus, Lenbachplatz 8,
80333 München
Video
vom Abend von den Riederinger Musikanten (mit
Ausschnitten aus dem Programm):
vielen Dank, bearig war’s 😊 Den Abend hat unser
Simon Daxlberger (Waldhorn) mit seiner neuen Kamera
(Insta360) aufgenommen und damit u.a. dieses kleine
Demovideo erstellt. |
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Anzeige auf einer Münchner Litfaßsäule
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Foto: Oskar Strømtrum |
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Maximilian
Brückner und die Riederinger Musikanten mit ihrer Lesung
mit Musik über den Räuber Kneißl am 29. November 2025 im
Festsaal vom Münchner Künstlerhaus
Und dieses Mal war ich auch im Publikum … 3. Reihe Mitte
mit einem guten Blick auf die Bühne.
Vor der Vorstellung traf ich im Foyer auf den Staber
Sepp, wir begrüßten uns und wechselten ein paar Worte
bevor er sich weiteren Bekannten zuwandte.
Die stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes vom
Künstlerhaus Jennifer Ruhland in einem schicken Dirndl
begrüßte das Publikum, stellte die Riederinger und den
Mathias Kneißl vor und wünschte uns dann viel Vergnügen.
Die Riederinger kamen dieses Mal in ganz großer
Besetzung, vier Damen, zehn Herren und in der Mitte vor
ihnen am Tisch der Max. Auch er begrüßte das Publikum,
freute sich, dass sie in einem so prächtigen Saal
spielen dürfen und dass es auch alle Musiker hierher
geschafft hätten, denn sonst seien ihre Besuche in
München nur im Volkstheater und hinterher schnell wieder
weg.
Das Programm war zusammengestellt aus Quellen wie
Verhandlungsprotokollen, Zeitungsartikeln,
Augenzeugenberichten, Briefen und Auszügen aus dem
Drehbuch für den Film von Marcus H. Rosenmüller.
Dazwischen gab es zeitgenössische und/oder passende
Musik, zum Teil mit Gesang, und gelegentlich auch
Dialoge mit einigen der Musiker.
Das Münchner Publikum war wie oft eher zäh, vermutlich
konnten einige den Texten in bayerischer Sprache nicht
recht folgen, aber es gab doch viel Applaus. Als Zugabe
spielten und sangen die Riederinger „Lasset uns das
Leben genießen“ und dabei wurde auch im Publikum
mitgesungen und geklatscht.
Schön wars und ich habe mich gefreut, das endlich auch
zu erleben, aber nach einer guten Stunde war alles
leider schon wieder vorbei, und wie so oft hat mich auf
den Nachhauseweg der öffentliche Nahverkehr mal wieder
im Stich gelassen.
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v.l. Christina Maier, Johanna Bachmaier, Angelina Braun,
Andreas Englmann, Simon Daxlberger, Agnes Staber, Martin
Weyerer, Franz Maier, Franz Staber, Maximilian Brückner,
Dominikus Brückner, Florian Brückner, Marinus Strasser,
Sebastian Schwaiger, Josef Staber
Text
und Fotos © EFi für maxgesucht, 1.12.25
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Leseglück - Grenzenlos Literatur - Literaturfest 2026: 16
Kultureinrichtungen aus den Landkreisen Berchtesgadener Land,
Traunstein, Altötting, Mühldorf und Rosenheim, 15. Januar bis 28.
Februar 2026
Maximilian Brückner & die Riederinger Musikanten "Räuber Kneißl
- Täter oder Opfer?", am Sonntag 18. Januar 2026 ab 11 Uhr im
Kurhaus Bad Aibling:
Als Räuber Kneißl brillierte Maximilian Brückner in Marcus H.
Rosenmüllers filmischen Meisterwerk. Diese außergewöhnliche
musikalische Lesung beleuchtet das Leben des berüchtigten Räubers
Mathias Kneißl. War er ein rücksichtsloser Verbrecher oder vielmehr
ein Opfer seiner Umstände? Schauspieler Brückner verleiht dieser
ambivalenten Figur erzählerische Tiefe und emotionale Nuancen.
Musikalisch begleitet wird er von den Riederinger Musikanten, deren
feinfühlige Blasmusik die Erzählung kunstvoll ergänzt. Mal kraftvoll
und lebendig, mal ruhig und nachdenklich - ihre Klänge verstärken
die Wirkung der Geschichte und schaffen eine eindrucksvolle
Stimmung. Ein facettenreicher Vormittag zwischen Literatur, Musik
und bayerischer Geschichte - lebendig, authentisch und kulturell
bereichernd.
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Die
Geschichte des Matthias Kneißl.
Maximilian Brückner lädt zusammen mit den Riederinger
Musikanten ein. Sie zeichnen anhand von historischen
Dokumenten und Briefen in einer Kombination aus
Volkstheater, Literatur und traditioneller Blasmusik das
Leben des Schwerverbrechers und Volkshelden Matthias Kneißl
nach, der zu Beginn des 20.Jahrhunderts die bayerischen
Gemüter erhitzte.
Sonntag, 25. Januar 2026, 20:00 Uhr im Seeforum, Nördliche Hauptstraße 35,
Rottach-Egern. Veranstalter: Kunst- u. Kultur Förderverein e.V.
Wahrheit und Dichtung. Mathias Kneißl ist eine Figur, die
schon zu Lebzeiten als Freiheitskämpfer stilisiert wurde.
Schauspieler Maximilian Brückner und die Riederinger
Musikanten lassen den 1902 hingerichteten Räuber Kneißl
aufleben und entreißen ihn dabei einer einseitigen
Interpretation.
Von Kulturvision und Andreas Wolkenstein auf Instagram, mit zwei Fotos von A.
Wolkenstein |
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Kunst-
u. Kultur Förderverein und Seeforum Rottach-Egern:
Wir bedanken uns von Herzen für diesen grandiosen Abend
mit Euch! Vor ausverkauftem Haus durften wir
@bruecknermaximilian mit den @riederinger_musikanten zum
Räuber Kneißl begrüßen. Eine musikalische Lesung, die Jung
& Alt gleichermaßen mitgerissen hat! Es war uns ein
Fest! Vielen Dank an die genialen Künstler, das Team
@bluemer_gastronomievielfalt, unsern lieben
@donpedro131276 für die Technik, @feinkost_sollacher für
die Künstlergrschenke und an Euch / das beste Publikum! ❤️
DANKE
#dankbar #musik #kuk #riederingermusikanten
#bruecknermaximilian
Quelle: Instagram mit weiteren Fotos und
Videos, 26.1.26
Noch ein Video
und ein Foto. |
Von den Riederinger Musikanten: Rezension unserer letzten
Kneissllesung am 25. Januar in Rottach-Egern im Münchner Merkur, geschrieben von Reinhold
Schmid. Bärig.🧸 Facebook, 29.1.26
Wahrheit und Dichtung im Seeforum Rottach-Egern
Mathias Kneißl ist eine Figur, die schon zu Lebzeiten als
Freiheitskämpfer stilisiert wurde. Schauspieler Maximilian
Brückner und die Riederinger Musikanten lassen den 1902
hingerichteten Räuber Kneißl aufleben und entreißen ihn
dabei einer einseitigen Interpretation.
Räuberei und bittere Armut
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass am Tegernsee –
der als Refugium der Reichen und Mächtigen gilt – das Leben
des Mathias Kneißl (1875-1902) zur Aufführung kommt. Der als
Räuber Kneißl bekannte und zum Robin Hood stilisierte
Schachermüller Hias (benannt nach der Schachermühle bei
Sulzemoos, die die Familie ab 1886 bewirtschaftete) hat
sich, so will es der Volksmund, stets gegen Obrigkeit, Macht
und Staatsgewalt aufgelehnt. Auf seiner Flucht vor den
Gendarmen, die ihn wegen verschiedener Vorwürfe – von Raub
und räuberischer Erpressung bis hin zu Mord und versuchtem
Totschlag – suchten, bekam er die Unterstützung der
bäuerlichen Bevölkerung zwischen München und Augsburg, die
Ende des 19. Jahrhunderts in bitterer Armut lebte.
Schon zu Lebzeiten begann die Verklärung des Räubers in
Liedern, Gedichten und Sagen, den die wirtschaftlichen
Umstände und eine erste Zeit im Gefängnis (1893-1899) in die
Fänge des Staates und letztlich in den Tod führten. Als
ehemaliger Häftling und somit als „Zuchthauspflanze“ fand er
nach der ersten Haft keinen Anschluss mehr an die
Gesellschaft und musste seinen Lebensunterhalt durch Raub
und Diebstahl sichern. Das und weniger ein in der Volksseele
verortetes Freiheitsstreben machen aus Menschen wie Mathias
Kneißl Kämpfer gegen die Obrigkeit.
Musikalische Lesung mit Maximilian Brückner
Auch davon berichtet das Bühnenstück, das nun im
Rottach-Egerner Seeforum von Schauspieler Maximilian
Brückner und den Riederinger Musikanten aufgeführt wurde.
Als musikalische Lesung angekündigt entpuppt sich das Stück
schnell als veritables Theaterstück, denn Schauspieler und
Musikanten bringen die Figur des Räubers Kneißl derart
lebendig auf die Bühne, dass die Zuschauer in die raue,
gewaltvolle und arme Welt des 19. Jahrhunderts regelrecht
mitgenommen werden. Dann etwa, wenn die Figur des Räubers
mit seiner Lebensgefährtin davon träumt, nach Amerika
auszuwandern. Oder wenn er beklagt, dass er als ehemaliger
Häftling keine Chance auf Resozialisierung, wie wir es heute
nennen würden, hat.
Mit einer theater-gleichen Lesung aus historischen Quellen
und literarischen Werken über den Räuber gelingt es
Maximilian Brückner, die so sehr stilisierte Figur dem
reinen Brauchtumsblick zu entreißen. Vielleicht nicht im
Vordergrund, doch aber im Zentrum stehen Fragen nach
sozialer und historischer Gerechtigkeit, nach der
Erklärbarkeit und letztlich Entschuldbarkeit von Verbrechen,
nach einer angemessenen Einordnung des Räubers Kneißl.
Zwischen Wahrheit und Fiktion
Die Mischung aus historischer Verortung und literarischer
Verarbeitung, bei der Wahrheit und Fiktion nicht immer
leicht zu trennen sind, entspricht der Art und Weise, wie
sich Mathias Kneißl in das kollektive bayrische Gedächtnis
eingebrannt hat. Bekannt ist sein Ausspruch „De Woch fangt
scho guad o, heit wird i g‘köpft“ – der Legende nach gesagt
zu Beginn der Woche, in der er den Tod finden sollte,
nachdem sein Gnadengesuch bei Prinzregent Luitpold abgelehnt
worden war. Dass Mathias Kneißl an einem Freitag geköpft
wurde, ist da nicht wirklich relevant. Schon zu Lebzeiten
erfanden die Bauern zwischen München und Augsburg Legenden,
Hymnen und Sagen über Kneißl, bei denen dem Unterschied
zwischen Wahrheit und Fiktion keine größere Bedeutung zukam.
Keine Verklärung
Maximilian Brückner, der auch in der filmischen Bearbeitung
des Stoffs durch Marcus H. Rosenmüller (2008) den Kneißl
mimte, gab sich stimmgewaltig, gefühlvoll, rau, laut und
leise und stellte so die ganze Bandbreite an Emotionen dar,
die im Leben des Mathias Kneißl vorkommen. Die Riederinger
Musikanten umrahmten sein Spiel auf gekonnte Weise, mitunter
wurden sie in kleineren Szenen auch textlich einbezogen.
Es ist zu hoffen, dass die musikalische Lesung Maximilian
Brückners und der Riederinger Musikanten, die den Kneißl
eben nicht nur als Volkshelden, sondern als verortet in der
bäuerlichen Gesellschaft im Bayern des ausgehenden 19.
Jahrhunderts darstellt, zum Nachdenken anregt. Denn
ansonsten würde aus der zuvor angesprochenen Ironie etwas
anderes werden: Die Verklärung des Räubers Kneißl würde zur
Belustigung einer Oberschicht werden, die aus realer Armut
ein Schauspiel macht. Das Leben des Räuber Kneißl hat uns
schließlich auch heute etwas zu sagen: Der Aufstand gegen
die Obrigkeit ist weniger der Ausdruck einer Freiheitsnatur,
sondern bedingt durch Armut, die wiederum durch ungerechte
Machtstrukturen verursacht ist.
Text und Fotos: Andreas Wolkenstein, Kulturvision Onlinemagazin, 6.2.26
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Zeigen großen schauspielerischen und
musikalischen Einsatz: Maximilian Brückner und die
Riederinger Musikanten
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🎺 Ein Abend zwischen Mythos und Musik: Räuber Kneißl mit
Maximilian Brückner und den Riederingern. Was passiert, wenn
bayerische Geschichte auf moderne Architektur trifft? Ein verdammt
guter Abend. Heute Abend durften wir in der Dynafit Speed Factory
in Kiefersfelden eine ganz besondere Ausgabe von „Montag und
Musik“ erleben. Der Schauspieler Maximilian Brückner hat uns mit
seiner musikalischen Lesung tief in das Leben des legendären
Mathias Kneißl entführt.
Das Highlight: Die Riederinger Musikanten haben das Ganze nicht
nur begleitet, sondern den Raum mit einem Klang gefüllt, der
direkt unter die Haut ging. Es war die perfekte Mischung aus: •
Spannung: War Kneißl nun Opfer oder Täter? • Heimatgefühl: Fein
abgestimmte Blasmusik, die einfach sitzt. • Atmosphäre: Ein
Atrium, das durch blau-violettes Licht und volle Ränge zum Leben
erwacht ist. Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten für diese
Reise durch die bayerische Geschichte. Wer nicht dabei war, hat
definitiv etwas verpasst – aber keine Sorge, die Bilder sprechen
(fast) für sich. 📸 Kaiser-Reich Kiefersfelden, Instagram, 13.4.26
Eine urbeirsche Geschichte wundervoll erzählt von Maximilian
Brückner und genauso wundervoll musikalisch untermalt von den
Riederinger Musikanten mit ihrer symphonischen Blasmusik 🎶 Die
Konzerte in dieser Location sind einfach einmalig.
VANDOG_Family, Instagram,
13.4.26
Es war ein berührender Abend! Die Herzen sind dem Räuber Kneissl,
Maximilian Brückner und den fabelhaften Riederinger MusikerInnen
zugeflogen. DANKE Euch von Herzen! anahita_ahsef, Instagram, 14.4.26
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Am Sonntag, 19. April gab es abends die 2. Vorstellung von
"Memento Mori - Vom Sterben und vom Leben" beim Alten Wirt
z‘Riadaring und de Riederinger Spuileit.
Clip von der Vorstellung: Riederinger Musikanten auf Facebook
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‼️ Veranstaltungsvorankündigungen ‼️
➡️ Es gibt neue Termine für die Kneissl-Lesung in 2026:
– Donnerstag, 25. Juni, 19:30 Uhr, Käser Alm, bei der Hochriesbahn-Mittelstation,
83122 Samerberg. Kartenvorverkauf nur auf der Käser Alm und im
Getränkemarkt Wiesholzer, Grainbach, Hochriesstr. 47
– Sonntag, 5. Juli, 11 Uhr, Altes Schulhaus Unterweikersthofen.
Veranstaltungshalle Guggenberg, Römerfeld, 85253 Erdweg, Einlass 10
Uhr - Karten per Email: schulhausverein@t-online.de, Tel.
017684391840 + okticket
➡️ Bereits im Vorverkauf! Samstag, 10. April 2027, 20 Uhr, Weilachmühle
- Kleinkunstbühne, Am Mühlberg 5, 85250 Altomünster/Thalhausen.
Einlass/Abendessen ab 18:00 Uhr, Programmbeginn 20:00 Uhr, Sitzplatz
für Abendessen und Programm reserviert. Infos & Karten 39,90 €
‼️ Obacht: parallel bereiten wir mit Max Brückner eine andere Lesung
vor 💀🐛 „memento mori“ 🦋☠️ Vom Leben und vom Sterben
Am Sonntag 28. Juni findet diese neue musikalische Lesung zum 3. Mal
statt, auf Schloss
Amerang, Schloss 1, 83123 Amerang, Tel. 08075-91920 um 11 Uhr
als Matinee. Infos und Karten, 28,00-36,00 €
"Memento Mori": Vom Sterben und vom Leben - ernsthaft, lebensklug
und mit leisem Augenzwinkern. Das Memento Mori -"Gedenke des Todes"
- ist eines der großen Themen europäischer Kultur – doch wie nähert
man sich ihm an? Maximilian Brückner und die Riederinger Musikanten
wählen den Weg der Verbindung: Literarische Texte treffen auf
bayerische Volksmusik, Ernsthaftigkeit paart sich mit Witz, Tiefe
mit Heimeligkeit. Was entsteht, ist ein Vormittag voller Poesie,
Weisheit und unverhoffter Heiterkeit – eine Feier des Lebens durch
die Reflexion des Todes.
Freitag, 2. Oktober, Irschenbergfestival bei der Dinzler
Kaffeerösterei. 20 Uhr, Einlass Festivalzelt: 18 Uhr. Karten (ohne Menü): 34,50 € ; Karten (mit 3-Gang Menü): 84,00 €. Bei
Menübuchung erfolgt automatisch eine Tischreservierung sowie eine
Reservierung in den vorderen Sitzreihen des Festivalzelts.
Quellen: Webseite
und Facebookseite der Riederinger Musikanten (auch
mit Musikterminen ohne Maximilian Brückner), 4.4.2026
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