baustelle - baustelle - baustelle - baustelle - under construction - under construction - Seite zuletzt ergänzt am 9. Juni 2026



Filmplakat, veröffentlicht von Leonine Studios, 11.3.2026
Ein Münchner im Himmel
–  Ab 23. April 2026 in den deutschen und österreichischen Kinos. Quellen: Blickpunkt:Film, 3.3.2025 / The Spot, 13.11.2025

–  Industrie-Premiere am 21. Januar 2026 in den Mathäser Kinos während der 21. Münchner Filmwoche

–  Kinostart zurückgestellt auf 14. Mai 2026. Quelle: Leonine Presseportal, 25.2.2026

–  Offizielle Webseite zum Film, auch mit einigen neuen Szenenfotos: Webseite

–  Die Premiere war am Mittwoch, 6. Mai 2026 ab 19:30 Uhr im Mathäser Kinopolast in München.



Auch eine kleine Kinotour durch Bayern mit Besuch von Maximilian Brückner und David Dietl mit Publikumsgespräch gab es. Die 5 Termine:
Cineplex Neufahrn: Mo, 18.5., 19:30 Uhr ; CineStar Ingolstadt: Mo, 18.5., 20 Uhr ; Cinecitta' Multiplexkino Nürnberg: Di, 19.5., 19 Uhr ; Regina Filmtheater Regensburg: Di 19.5., 20 Uhr ; Kinopolis Rosenheim: Mi, 20.5., 19:30 Uhr: Fotosammlung

–  Am Fr 15.5. waren David Dietl und Komponist Michael Kamm zum Publikumsgespräch im Thalia Kino in Augsburg: Fotos
–  Am Mi 21.5. war Maximilian Brückner nach den beiden Abendvorstellungen in Mike's Kino aus Prien am Chiemsee zu Gast: Fotos
–  Am So 24.5. nach der 19:30 Uhr Vorstellung kam Regisseur David Dietl ins Kino am Tegernsee in Rottach-Weißach
–  Am Mi 27.5. nach der 20 Uhr Vorstellung gab es ein Filmgespräch mit Regisseur David Dietl im Münchner Leopold Kino: Mein Bericht mit Fotos
–  Am Mo 8.6. war Maximilian Brückner nach der 20 Uhr Vorstellung zum Filmgespräch in Marias Kino in Bad Endorf: Quelle mit Foto


"Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang" ist im 2. Quartal 2026 drei Mal für den Jupiter Award nominiert:
1. Kategorie 'Bester Film (Kino) national': Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang
4. Kategorie 'Beste Darstellerin (Kino) national': Momo Beier
5. Kategorie 'Bester Darsteller (Kino) national': Maximilian Brückner
Bis zum 31. Juli 2026 abstimmen und aus zwölf Kategorien das Beste aus Kino, Streaming und TV im 2. Quartal 2026 wählen. Die Filme, Serien und Darsteller*innen mit den meisten Stimmen von Q1-Q4 kommen in die Endwahl und werden mit dem Jupiter Award 2027 ausgezeichnet. Zur Abstimmung
Es kann mehrfach abgestimmt werden, aber immer in allen 12 Kategorien, man kann aber jeweils auch einen eigenen Vorschlag machen, z.B. in Kategorie 3 'Beste Serie national': "Kommissar Rex" und in Kategorie 7 'Bester Darsteller (TV & Streaming) national': Maximilian Brückner.
Ein Publikums-Award der Zeitschriften cinema und TV Spielfilm



Kurzinhalt: Als Taxifahrer Ludwig „Wiggerl“ Brunner, ein waschechter Münchner Lebenskünstler, von einer Tram erfasst wird und daraufhin im Himmel landet, gibt es nur einen Weg zurück in sein geliebtes Bayern: Er muss sein Karma-Konto schnellstmöglich auf Vordermann bringen. Denn Wiggerl will keinesfalls als frohlockender Engel enden. Schnell wird ihm klar, dass seine Tochter Toni der Schlüssel dafür ist. Er setzt alles daran, gemeinsam mit ihr seine „kleinen Fehler“ wieder geradezubiegen ... doch reicht das wirklich oder gibt es da noch so viel mehr, was Wiggerl vor seinem Ableben hätte regeln sollen?
Komödie ; Produktion: Wiedemann & Berg Film, München ; Drehbuch: Marcus Pfeiffer ; Regie: David Dietl ; Erfolgsdarlehen EUR 95.749,39
Quelle: FFF Bayern, 8.5.2024

Ein Münchner im Himmel: Als Taxifahrer Ludwig „Wiggerl“ Brunner, ein waschechter Münchner Lebenskünstler, von einer Tram erfasst wird und daraufhin im Himmel landet, gibt es nur einen Weg zurück unter die Lebenden: Er muss sein Karma-Konto auf Vordermann bringen. Als irdischer Halbengel und mit der Hilfe seiner Tochter Toni sollte das doch ein Leichtes sein. Doch Toni, bislang sträflich vernachlässigt von ihrem Vater, ziert sich, ihm bei seinen leichtsinnigen Widergutmachungsaktionen beizustehen. Nach und nach läuft Wiggerl die Zeit davon und ihm wird klar, dass sich die wirklich großen Sünden nur mit großen Taten aufwiegen lassen … Herstellungsförderung ÖFI+ 2.492.600 €
Quelle: Österreichisches Filminstitut



Teaser-Trailer vom 15.1.26




„Hallelujah!!“ Haupttrailer vom 4.3.26


Besetzung:
Maximilian Brückner - Ludwig Anton "Wiggerl" Brunner
Hannah Herzsprung - Kathi Brunner, Wiggerls Ex
Momo Beier - Toni, Wiggerls Tochter
Michaela May - Rosi, Wiggerls Schwiegermutter
Marcel Mohab - Lucky, Concierge und Wiggerls bester Freund
Simon Pearce - Klausi, Polizist und Wiggerls zweitbester Freund
Trixi Strobel - Eva, Fremdenführerin und Wiggerls One Night-Stand
Franz-Xaver Zeller - Berti, ihr Ehemann
Heiner Lauterbach - Carl, Wiggerls Vater
Sigi Zimmerschied - Parkplatz Pauli
Maxi Schafroth - Lehrer Rehm
Robert Palfrader - Petrus
Olli Schulz - Schutzengel Roxy
Ina Müller - Göttin
Hakon Hirzenberger - Arzt Dr. Kirchberger
Leopold Hornung - Matthias Schmidt, Hausverwaltung
Alessandro Capasso - Hotelboy Luca
Safira Robens - Lena
Pamina Fürst - Caro
Giovanni Francesco - Ben
Yasmin Ott - Lady mit Dackel
Michél Komzak - Mechaniker beim Parkplatz Pauli
Georg Grigorian - Pokerspieler
Stab:
Regie: David Dietl
Drehbuch: Marcus Pfeiffer mit Co-Autor Christian Lex
Maskenbild: Michaela Payer und Tatjana Krauskopf
Szenenbild: Theresia Anna Ficus
Kostümbild: Veronika Albert
Licht: Dennis Fischer
Ton: Max Vornehm
Kamera: Holly Fink und Leon Markl (Zusatz)
Musik: Michael Kamm. Hörproben
Soundtrack: Dreiviertelblut ("Deifedanz"), Spider Murphy Gang ("Skandal im Sperrbezirk"), Mathias Kellner ("De Zeit war schee", Bayerisches Cover von Green Day's "Good Riddance - Time of your life"), Sportfreunde Stiller mit Maximilian Brückner ("Da Kini") und als A-Capella-Version von Momo Beier
Standfotograf: Patrick Pfeiffer
Schnitt: Denis Bachter
Casting: Gwendolyn Clayton, Eva Roth ; Komparsencasting: Agentur Producer's Friend und PCA People Cast Agency GmbH
Produktionsfirmen: Wiedemann & Berg (D), Epo-Film (A)
Produzenten: Quirin Berg, Max Wiedemann und Marcus Welke (D) ; Jakob Pochlatko und Dieter Pochlatko (A) Produktionsförderung: 549.808,93 € DFF Deutscher Filmförderfonds, 2024 ; Erfolgsdarlehen: 95.749,39 € FFF Bayern, 8.5.2024 ; 2.492.600 € Österreichisches Filminstitut
Drehzeit: 5.9. - 11.10. 2024, 32 Drehtage
Drehorte: München und Wien
Verleih: Constantin / Leonine

David Dietl dreht persönlichen Film: "Münchner im Himmel" als Hommage an seinen Vater
Regisseur David Dietl arbeitet an einem neuen Projekt. Der Film "Münchner im Himmel" ist eine persönliche Hommage an seinen verstorbenen Vater. Am Viktualienmarkt wird schon gedreht. Maximilian Brückner, Hannah Herzsprung und Michaela May sind Teil des Ensembles.
Maximilian Brückner (45) sitzt auf einer Bank vor der Metzgerei Friedl am Viktualienmarkt. Der Schauspieler (Tatort) trägt Lederhosen, dazu eine Jacke gegen die Kälte. Neben ihm steht ein Kameramann. Ja, hier drehen sie gerade eine Münchner Film-Sensation!

Maximilian Brückner (l.) am Set von "Ein Münchner im Himmel" auf dem Viktualienmarkt. © Markus Götzfried

Ein Film-Mitarbeiter am Set am Viktualienmarkt. © Markus Götzfried
Nach tz-Informationen handelte es sich beim Set mitten in München um Dreharbeiten für einen Streifen in Anlehnung an Ludwig Thomas Klassiker "Der Münchner im Himmel".
Die legendäre Satire rund um den grantigen Dienstmann Alois Hingerl erschien schon 1962 als Zeichentrickfilm. Kaum ein Münchner, der nicht den schimpfenden Engel mit der Harfe kennt („Halleluja! Luja, sog i!“). Nun kommt ein Nachfolger der Ur-Münchner Geschichte mit echten Darstellern auf die Leinwand. Und statt Dienstmann Alois soll Taxler Wiggerl die Bühne betreten...
Auch am Set: Regisseur David Dietl (44). Der Film hat ihm zufolge viel mit seinem 2015 verstorbenen Vater Helmut Dietl (Kir Royal, Monaco Franze) zu tun. Das sagte Dietl im Juni im Gespräch mit der tz: „Das Projekt 'Münchner im Himmel' habe ich nach dem Tod meines Vaters begonnen zu entwickeln. Der Film setzt sich mit der Frage auseinander, was geschieht wohl danach? Es geht um einen Vater, der zu früh aus dem Leben gerissen wird und auf die Erde zurückkehrt, um die vernachlässigte Beziehung zu seiner Tochter aufzubauen. Ein sehr persönlicher Film, den ich meinem Vater noch gern gezeigt hätte.“
Am Set ist zu hören, dass Hannah Herzsprung (43) und Michaela May (72) mitspielen. May bestätigt: „Es wird ein Kinofilm, eine neue Interpretation des Klassikers. Ich spiele die Rolle der Rosi, die Schwiegermutter der Hauptfigur. Als Münchnerin passt der Film gut zu mir.“
Ein wichtiger Münchner Ort kommt im Film allerdings nicht vor. In der Ur-Geschichte geht Engel Aloisius mit Gottes Erlaubnis zurück auf die Erde - und versumpft im Hofbräuhaus. Laut dem Sprecher des Wirtshauses wird dort für den neuen Film nicht gedreht.
Von Astrid Kistner, Nina Bautz, Thomas Gautier, tz / Münchner Merkur, 18.9.2024

David Dietl verfilmt "Der Münchner im Himmel"
Nach einer Kurzserie über den Aufstieg des FC Bayern (Gute Freunde - Der Aufstieg des FC Bayern) widmet sich der Regisseur, Sohn von Helmut Dietl, nun einem Klassiker und adaptiert die Geschichte des Dienstmanns Alois Hingerl. Hosianna!
Eigentlich sollte noch nichts über die Dreharbeiten an die Öffentlichkeit gelangen. Aber Geheimhaltung wird schwierig, wenn an Orten wie etwa dem Viktualienmarkt gedreht wird. Und so wurde vergangene Woche dann doch bekannt, dass Regisseur David Dietl nun einen Münchner Klassiker adaptiert, "Der Münchner im Himmel". Von diesem Projekt war schon länger die Rede, jetzt ist auch ein Zeitplan klar, an dem der Film zu sehen sein wird. Laut Dietl wird er Ende 2025 fertig. Mitte September 2024 allerdings wird dementsprechend dann eben auch schon gedreht, laut tz etwa mit den Darstellern Maximilian Brückner oder Michaela May.
Dietl, 44, widmet sich damit nach einer Kurzserie über den Aufstieg des FC Bayern wieder einem sehr münchnerischem Thema und folgt dabei auch den Arbeiten seines Vaters Helmut Dietl. Der hatte als Regisseur mit Serien wie "Münchner Geschichten" mit Günther Maria Halmer, "Monaco Franze" mit Helmut Fischer oder "Kir Royal" mit Franz Xaver Kroetz als Baby Schimmerlos seine größten Erfolge. Diese Geschichten der Münchner Gesellschaft und Münchner Figuren werden noch immer regelmäßig im BR wiederholt, weil es bis heute gültige und treffende Beschreibungen der Stadt und ihrer Bewohner sind.
Nun also "Der Münchner im Himmel", der Dietl als Inspiration für seinen Kinofilm mit dem Arbeitstitel "Der Münchner" dient. Es ist die Geschichte von Ludwig Thoma über den Dienstmann Alois Hingerl, der am Münchner Hauptbahnhof seinen Dienst verrichtet, ehe er vom Schlag getroffen wird und im Himmel als Münchner Grantler nicht wirklich zurechtkommt, auf jeden Fall nicht mit dem Frohlocken, woraufhin er ab und an wieder nach München zurück darf.
Von Philipp Crone, SZ, 22.9.2024, aus 'Münchner Leute der Woche'

Kostümbildnerin Veronika Albert:
Seit September laufen die Dreharbeiten zu der Kinokomödie "Ein Münchner im Himmel" unter der Regie von David Dietl, wo ich viel Spaß hatte am Finden der perfekten Engelskostüme. Gedreht wird in München und Wien bis Ende Oktober. Quelle (mit einem Foto eines Darstellers im Engelskostüm), Sept. 2024
Meine Engel...so schön sind sie geworden! 💛 Instagram (mit Fotos u.a. von Kostümen der weiblichen und der männlichen Engel, aufgenommen im Treppenhaus vom Kunsthistorischem Museum in Wien), 4.10.2024

"Ein Münchner im Himmel": Diese Stars spielen mit Maxi Brückner und Michaela May
Der Sohn von Helmut Dietl, David, dreht einen Film mit Maximilian Brückner, Hannah Herzsprung und Michaela May. Jetzt werden weitere Stars bekannt.
Dieser Film lässt Münchner Herzen höher schlagen: Helmut Dietls Sohn David dreht gerade den Kinofilm "Ein Münchner" mit Maximilian Brückner, Hannah Herzsprung und Michaela May (tz berichtete). Jetzt werden weitere bekannte Schauspieler bekannt: Mit dabei sind laut der Produktionsfirma auch Heiner Lauterbach (71, "Männer", "Rossini"), der Münchner Comedian Simon Pearce (43) und Kabarettist Sigi Zimmerschied (70). Bayern-Power pur!
Die Geschichte ist an Ludwig Thomas Satire "Der Münchner im Himmel" angelehnt. Die legendäre Satire rund um den grantigen Dienstmann und schimpfenden Engel Alois Hingerl erschien 1962 als Zeichentrickfilm. Nun kommt der Nachfolger der Ur-Münchner Geschichte mit echten Darstellern auf die Leinwand.
Maximilian Brückner spielt die Hauptrolle des Taxifahrers Ludwig „Wiggerl“ Brunner. Ein waschechter Münchner Lebenskünstler, der nach einem Unfall im Himmel landet. Dort will er nur eins: so schnell wie möglich wieder unter die Lebenden. Dafür muss er sein schlechtes Karma-Konto dringend aufbessern. Als Halbengel, zurück in der realen Welt, ist seine Tochter Toni die Einzige, die ihn sehen und helfen kann, die aus Wiggerls Perspektive „kleinen Verfehlungen“ auszubügeln. Doch die smarte, introvertierte Toni ist nicht gut auf ihren Vater zu sprechen.
Am Viktualienmarkt mitten in München drehte das Ensemble bereits, dazu kommen weitere Drehorte in Bayern und Niederösterreich. Das Drehbuch stammt ebenfalls von einem Bayern: dem Ebersberger Marcus Pfeiffer (43, "Beckenrand Sheriff", "Viktor bringt’s"). Wann der Film in die Kinos kommen soll, ist noch nicht klar.
Der Film hat nicht nur Stars aufzubieten – er ist eine Herzensprojekt des Regisseurs David Dietl (44). Die Geschichte habe viel mit seinem 2015 verstorbenen Vater Helmut Dietl ("Kir Royal", "Monaco Franze") zu tun, verriet er der tz: „Das Projekt ,Münchner im Himmel‘ habe ich nach dem Tod meines Vaters begonnen zu entwickeln. Der Film setzt sich mit der Frage auseinander, was geschieht wohl danach? Es geht um einen Vater, der zu früh aus dem Leben gerissen wird und auf die Erde zurückkehrt, um die vernachlässigte Beziehung zu seiner Tochter aufzubauen. Ein sehr persönlicher Film, den ich meinem Vater noch gern gezeigt hätte.“
Von Thomas Gautier, tz / Münchner Merkur, 14.10.2024

Der Jung-Schauspieler Giovanni Francesco, der im Film Ben spielt, hatte heute, 31.10.24 auf seinem Instagram Account 'giovanni_mogito' einige Fotos (eins davon mit Regisseur David Dietl und Maximilian Brückner in Kostüm und Maske vom Wiggerl) und Clips vom Dreh an der Münchner Eisbachwelle und in Wien gepostet, die inzwischen aber wieder entfernt wurden. Um mich nicht in eventuelle rechtliche Nesseln zu setzen, habe ich mich entschlossen, dieses Foto für einen späteren Zeitpunkt aufzuheben.
Update 4.3.26: Jetzt sind Fotos aund Clips vom Dreh wieder online.

Kostümbildnerin Veronika Albert: Abgedreht! Wieder ein Film mit meinen Kostümen im Kasten. 😊 "Ein Münchner im Himmel" mit Maxi Brückner, Hannah Herzsprung, Heiner Lauterbach u.v.m., Regie David Dietl Zu sehen voraussichtlich Herbst 2025 im Kino. Instagram, 1.11.2024

Hannah Herzsprung, gebürtige Hamburgerin, die in München aufgewachsen ist (beim 49. Deutschen Filmball in München am 25.1.25 in einem senfgelben Wollkleid von Gucci, zu dem ihr ihre Stylistin Lena Zimmermann geraten hatte), drehte letztes Jahr den Kinofilm "Ein Münchner im Himmel" mit Maximilian Brückner unter der Regie von David Dietl: „Da durfte ich Bairisch sprechen, es war wunderbar.“ Privat habe sie den Dialekt vollkommen abgelegt, „aber ich kann es noch!“ Quelle: tz, 27.1.2025, Druckausgabe, S.15


Quirin Berg: [...] Dann erwartet uns ein großartiger Film von David Dietl, produziert von Marcus Welke: „Ein Münchner im Himmel“ kommt am 23. April 2026 in die Kinos und macht schon im Titel gute Laune. Die gleichnamige Kult-Geschichte von Ludwig Thoma ist sicher einer der bekanntesten bayerischen „Klassiker“ und liefert uns hier einen prominenten Startpunkt für eine sehr heutige Komödie über das Leben und seine Endlichkeit. Maxi Brückner, Hannah Herzsprung, Momo Beier und Maxi Schafroth werden vor allem das bayerische Kinopublikum begeistern. [...]
Aus: CCO Quirin Berg zum deutschen Line-up von LEONINE Studios: „Für alle Herausforderungen gut aufgestellt“, Exklusiv-Interview von Thomas Schultze für The Spot, 13.11.2025
Foto Credit: LEONINE Studios

Jahresauftakt der Branche: Das Programm der 21. Filmwoche München steht. Warner eröffnet, Universal beschließt: An diesem traditionellen Ablauf wird auch bei einer Filmwoche 2026 (20.-23.1.) nicht gerüttelt, die insgesamt ganze 14 Verleihpräsentationen und diverse begleitende Programmpunkte von Dienstleistern bietet.
Teil des Programms sind zudem zwei Screenings von Filmen in kompletter Länge. Während Warner auf eine Überraschung setzt (am Di 20.1., 21:00 - 23:15 Uhr), gibt es bei Leonine "Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang" zu sehen, am Mittwoch, 21.1., 11:30 - 13:05 Uhr in den Mathäser Kinos K6, K9 und K10, gefolgt von Fassbieranstich mit Bayerischer Brotzeit, ebenfalls von Leonine.
Akkreditierungen für die Filmwoche München 2026 sind noch bis 12. Januar via www.muenchnerfilmwoche.de möglich.
Quelle: Marc Mensch für The Spot, 2.1.2026 / Komplettes Programm

Mit EIN MÜNCHNER IM HIMMEL - DER TOD IST ERST DER ANFANG bringt Regisseur David Dietl einen der größten bayerischen Klassiker ins Hier und Heute. Eine Komödie mit Charme und viel Herz für die große Leinwand. Maximilian Brückner liefert eine grandiose Interpretation des "Münchners", begleitet von einem wunderbaren Ensemble.
LEONINE Studios bringt die Produktion von Wiedemann & Berg Film in Koproduktion mit EPO Film am 23. April 2026 in die Kinos.
Taxifahrer und Münchner Original Wiggerl (Maximilian Brückner) landet nach einem Autounfall im Himmel - aber statt Bier und Blasmusik gibt's hier nur Soja-Manna und Yoga zu Harfenklängen. Ein Albtraum für den aufmüpfigen bairischen Dickkopf.
Damit im Himmel wieder Ruhe und Frieden einkehrt, schickt man ihn kurzerhand mit einer Mission zurück. Wenn er es schafft sein Karma-Konto auf Vordermann zu bringen, darf er auf der Erde bleiben.
Allerdings ist Wiggerls Tochter Toni (Momo Beier) die Einzige, die ihn jetzt noch sehen und hören kann. Für alle anderen ist er Luft. Seine Bitte, ihm zu helfen, schmettert Toni ab - schließlich hat sich ihr Vater zu Lebzeiten kaum um sie und ihre Mutter (Hannah Herzsprung) gekümmert. Nur mit einer ordentlichen Portion Selbsterkenntnis gelingt es Wiggerl schließlich wieder etwas Vertrauen zurückzugewinnen. Aber der Wettlauf gegen die Zeit ist noch nicht vorbei und Wiggerl dämmert so langsam, worum es bei seiner Mission eigentlich geht...
EIN MÜNCHNER IM HIMMEL - DER TOD IST ERST DER ANFANG ist eine charmant-bayerische Komödie über Familie, Freunde und zweite Chancen. Regie führte David Dietl ("Feste & Freunde - Ein Hoch auf uns!", "Gute Freunde - der Aufstieg des FC Bayern"), der mit gewohnt feinem Gespür für besondere und berührende Geschichten das Münchner Lebensgefühl auf unverwechselbare Weise einfängt. Für das Drehbuch zeichnet Marcus Pfeiffer ("Beckenrand Sheriff") verantwortlich. Rund um Maximilian Brückner ("Wunderschöner") als Wiggerl spielt ein wunderbarer Cast: darunter Hannah Herzsprung als Tonis Mutter, die bereits in "Der Boandlkramer und die ewige Liebe" ihr Gespür für bayerische Geschichten unter Beweis gestellt hat, Momo Beier ("Alter weißer Mann") als seine Tochter Toni, Marcel Mohab ("Wie kommen wir da wieder raus") als Wiggerls alter Freund Lucky, Michaela May ("Familienfest") als Tonis Oma, Heiner Lauterbach ("Enkel für Fortgeschrittene"), Simon Pearce ("Wer gräbt den Bestatter ein?), Sigi Zimmerschied ("Rehragout-Rendezvous"), Robert Palfrader ("Dampfnudelbluesl"), Maxi Schafroth ("Servus Baby", "Pumuckl und das große Missverständnis") ") sowie Olli Schulz und Ina Müller.
EIN MÜNCHNER IM HIMMEL - DER TOD IST ERST DER ANFANG ist eine Produktion von Wiedemann & Berg Film, in Koproduktion mit EPO-Film. Die Produzenten sind Marcus Welke, Quirin Berg und Max Wiedemann, Koproduzenten sind Jakob Pochlatko und Dieter Pochlatko. Gefördert wurde das Projekt durch das Österreichische Filminstitut (ÖFI+, Standortprinzip), den Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und den FilmFernsehFonds Bayern (FFF).

~ ~ Teaser-Trailer ~ ~


Pressekontakt:
PR (Print, TV, Hörfunk): Kerstin Böck, Clea Fricke & Viviana Wagner, Telefon: 089-20 20 82 60, E-Mail: info@just-publicity.com
Online-PR: Franziska Buchholz, Anne Bombien & Ann-Kathrin Scheffel, Telefon: 089-954 28 28 20, E-Mail: presse@frandly-pr.com
Original-Content von: LEONINE Studios, übermittelt durch news aktuell







Maximilian Brückner als "Wiggerl" Brunner auf der "Nackertenwiese" im Englischen Garten. Auf dieser Wiese finden sich aber im wahren Leben nur noch runzlige Althippies - nicht mehr die Attraktion die in Reiseführern über München angepriesen wird...
Szenenfoto aus "Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang", Fotograf & Bildrechte © LEONINE Studios

Quelle: Leonine-Presseportal, 15.1.2026

Leonine hat den ersten Teaser zu David Dietls neuer Komödie "Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang" veröffentlicht. Die zeitgemäße Neuinterpretation von Ludwig Thomas Klassiker setzt auf viel Lokalkolorit und erzählt von einem Bayern, der sich selbst im Jenseits das Bier nicht verbieten lassen will. Kinostart ist am 23. April.
Nach dem Tod wird weiter gegrantelt – so war es bereits in Ludwig Thomas Satire "Ein Münchner im Himmel", die der Regisseur in die Gegenwart übersetzt hat. Für "Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang" wurde nun der erste Teaser veröffentlicht. Maximilian Brückner spielt den Münchner Wiggerl, der sämtliche bayerischen Klischees auf sich vereint. Nach einem Autounfall landet der bierdurstige Grantler im Himmel, eckt dort jedoch schnell bei den anderen Jenseitsbewohner:innen an. Um wieder Ruhe einkehren zu lassen, erhält Wiggerl eine zweite Chance: Er wird auf die Erde zurückgeschickt und soll sich durch gute Taten sein Leben zurückverdienen.
Quelle: Vollständiger Artikel von Damian Sprenger mit dem Teaser für The Spot, 16.1.2026

Der nächste Kult-Film? Wie Taxler Wiggerl zum Münchner im Himmel wird
Wenn sie den Titel "Ein Münchner im Himmel" hören, denken die meisten an die klassische Satire von Ludwig Thoma. Nun kommt im April ein neuer Film in die Kinos – der diesen ur-bayerischen Stoff anklingen lässt, aber doch eine ganz andere Geschichte erzählt. Hat er das Zeug zum Kult?
München – Was genau nach dem Tod passiert? Logisch – man kommt in den Himmel! Jedenfalls wenn’s nach Ludwig Thoma geht. Da darf sogar ein grantiger Dienstmann namens Alois Hingerl mit den Engerln frohlocken. Ob er mog oder ned! Keine Frage: Mit der Figur des Münchners im Himmel schaffte Schriftsteller Thoma bayerisches Kulturgut. Im Jahre 1962 erschien dann ein Zeichentrickfilm. Und nun bringt Regisseur David Dietl (46) den Klassiker ins Hier und Heute. Der Nachfolger der Münchner Ur-Geschichte mit echten Darstellern kommt am 23. April auf die Leinwand. Doch einiges wird anders sein. So betritt statt Dienstmann Alois der Taxler Wiggerl (Maximilian Brückner) die himmlische Bühne...
Als Dienstmann Alois Hingerl im Zeichentrickfilm 1962 in den Himmel kommt, hat er als Engel Aloisius direkt einen genauen Tagesablauf: Morgens ist Frohlocken angesagt, anschließend Hosianna singen. Es gibt kaum einen Münchner, der nicht den schimpfenden Engel mit der Harfe kennt („Halleluja! Luja, sogi!“). Dem wütenden Alois fehlen sein Schnupftabak und vor allem das bayerische Bier. Recht fad scheint es im Himmel zu werden. Damit er zufriedener ist, soll er der Bayerischen Regierung göttliche Ratschläge überbringen. Er fliegt sofort los. Doch als er den Münchner Boden erreicht, verschlägt es ihn ins Hofbräuhaus. Und so wartet die Regierung bis heute auf die göttlichen Ratschläge.
Die neue Verfilmung unterscheidet sich inhaltlich vom Zeichentrickfilm, hat David Dietl zufolge viel mit seinem 2015 verstorbenen Vater, Regisseur Helmut Dietl ("Kir Royal", "Monaco Franze"), zu tun. 2024 sagte David im Gespräch mit der tz, dass es ein sehr persönlicher Film werde.
Auch in der Verfilmung landet Taxifahrer Wiggerl zunächst im Himmel. „Du bist tot“, sagt Petrus. Wiggerl antwortet: „Aber jetzt ist doch dann die Wiesn!“ Das wird nicht seine einzige Sorge bleiben. Man schickt ihn mit einer Mission zurück: Wenn er es schafft, sein Karma-Konto auf Vordermann zu bringen, darf er auf der Erde bleiben. Allerdings ist Wiggerls Tochter Toni (Momo Beier) die Einzige, die ihn sehen und hören kann. Seine Bitte, ihm zu helfen, schmettert Toni ab – hat sich ihr Vater zu Lebzeiten doch kaum um sie und Mama (Hannah Herzsprung) gekümmert. Nur mit viel Selbsterkenntnis gelingt es Wiggerl, Vertrauen zurückzugewinnen. Ob der Film das Zeug zum Bayern-Klassiker hat? Schau ma moi.
Quelle: Franziska Weber, tz Onlineausgabe, 16.1.2026



Auch in der Druckausgabe der tz, Wochenende 17./18.1.2026, S. 5 (siehe rechts)



Quelle: Oberbayerisches Volksblatt, Nr. 13, Wochenende 17./18.1.2026



Verleihpräsentation:
Leonine hat heute, Mittwoch auf der Filmwoche München mit seiner superstarken Programm-Slate vorgelegt. Ob deutsche Filme, Hollywood-Blockbuster, Familienunterhaltung, Action oder Horror – überall scheinen die Löwen hittechnisch stark aufgestellt zu sein.
[...] Auch als Feel Good Movie gut getestet wurde die neue David-Dietl-Komödie "Ein Münchner im Himmel" (Start: 23.4.) über einen von Maximilian Brückner gespielten Bayer, dem der Himmel nach seinem Ableben ohne Bier zu fad ist und der eine zweite Chance auf der Erde bekommen könnte, wenn er sein Karmakonto richtig auffüllt. Mit dabei sind auch Hannah Herzsprung und Momo Beier, die alle mit auf der Bühne des Mathäsers waren. Brückner fühlte sich bei den Dreharbeiten irritiert, dass er als Geist zu wenige direkte Szenen mit Herzsprung hatte. Er sei regelrecht eifersüchtig auf die anderen Kollegen geworden, weil er seiner Figur entsprechend am Set so viel igoniert wurde. Für Dietl sei es ein „Herzensprojekt” gewesen. [...]
Aus: Leonine auf der Filmwoche von Michael Müller für The Spot, 21.1.2026

Warners gestriger Überraschungsfilm war übrigens "Ach, diese Lücke, die entsetzliche Lücke" von Simon Verhoeven, Start: 29.1.




Quelle: Programm der 21. Filmwoche München, 20.-23.1.2026



Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang




Von Spot Media & Film:
Leonine Studios präsentierte auf der Filmwoche München "Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang", sogar in voller Länge!
Im neuen Film von David Dietl spielen Maximilian Brückner, Momo Beier und Hannah Herzsprung die Hauptrollen.
Wir haben die vier im Mathäser Filmpalast getroffen!
"Ein Münchner im Himmel" wurde von Wiedemann und Berg produziert und kommt voraussichtlich am 23. April 2026 in die Kinos.

Screenshots (l.) stammen aus dem Interview-Video




Von Schymanski Deko & Event: Unsere Mission heute: In 3 Stunden bayerisches Feeling ins Mathäser Kino in München zu bringen! Jede Menge Stoffbahnen geschnitten, gehängt, geklebt, drapiert, Stehtische und Biertische verkleidet usw. Wozu? Die Filmpremiere "Ein Münchner im Himmel" neu verfilmt mit Maximilian Brückner, Hannah Herzsprung, Heiner Lauterbach u.v.m. Filmstart ist am 23. April 2026. Danke an LEONINE Studios für diesen coolen Job! Es hat mega großen Spaß gemacht 🙏
Hannah Herzsprung zapft das erste Fass an, Maxi das zweite. 🙂 Video von der Premierenparty auf der Filmwoche München am 21.1.2026


Die Brunners - Kathi und Wiggerl: Hannah Herzsprung und Maximilian Brückner

Wiggerl (Maximilian Brückner) und sein bester Freund Lucky (Marcel Mohab)

Kathi mit dem unsichtbaren Wiggerl beim Lehrer Rehm (Maxi Schafroth)

Bei Wiggerls Gedenkfeier: Rosi, seine Schwiegermutter (Michaele May), Kathi, seine Frau (Hannah Herzsprung) und Toni, seine Tochter (Momo Beier)
Diese und weitere Setfotos auf Filmstarts.de, 25.2.2026, © Leonine – Kinostart von "Ein Münchner im Himmel" zurückgestellt auf 14. Mai 2026. Leonine Presseportal, 25.2.2026


Der Jung-Schauspieler Giovanni Francesco, der im Film Ben spielt, hatte am 31.10.24 auf seinem Instagram Account 'giovanni_mogito' einige Fotos (eins davon dieses mit Regisseur David Dietl und Maximilian Brückner in Kostüm und Maske vom Wiggerl) und Clips vom Dreh in Wien und an der Münchner Eisbachwelle gepostet, die noch am selben Tag aber wieder entfernt wurden. Um mich nicht in eventuelle rechtliche Nesseln zu setzen, hatte ich mich entschlossen, dieses Foto für einen späteren Zeitpunkt aufzuheben. ~ Update 4.3.26: Jetzt sind Fotos und Clips wieder online.

Momo Beier mit Regisseur David Dietl und Maximilian Brückner am Drehtag 31.10.24 in Wien: Roll/Card A040 8019. Scene 37.8. Take 3
Dieses und weitere Fotos auf ihrem Instagram Account 'momo_06bei', gepostet am 4.3.26





Quelle: Leonine Studios, 13.+14.4.26 Interviewtag in München, Hotel Bayerischer Hof. Quellen: Schumacher PR & Maximilian Brückner, Instagram, 14.4.26

Warum muss man Ihren aktuellen/neuen/jüngsten Film unbedingt im Kino sehen? Regisseur David Dietl: Weil es in den Himmel geht und dann als Geist zurück auf die Erde. Und wurde das Kino nicht genau dafür erfunden; für Geschichten, die über das Leben hinaus gehen. „Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang“ kommt Mitte Mai ins Kino. The Spot

Momo Beier (Toni, Wiggerls Tochter) und Maximilian Brückner (Ludwig "Wiggerl" Brunner)

Maximilian Brückner
Interviewtag im Hotel Bayerischer Hof in München am 14.4.26. Diese und weitere Fotos von Felix Hörhager, Reuters Connect (dpa/picture alliance)




Enkelin Toni mit ihrem Großvater Carl

Toni muss, obwohl erst 16, das Auto fahren, da der Herr Papa ein Geist ist
Fotos: Offizielle Webseite zum Film

Den Tod irgendwie austricksen und ihm ein Schnippchen schlagen oder das Unvermeidliche zumindest etwas hinauszögern: ein uralter Traum, seit der Mensch weiß, dass das irdische Dasein endlich ist. Das ewige Himmelreich mag ein Trost sein, doch das Risiko, in der Hölle zu landen, ist nicht unerheblich. Und wer will schon in den Himmel, wenn’s da kein Bier gibt? Alois Hingerl jedenfalls nicht. Der Grantler ist der Titel-Antiheld von Ludwig Thomas 1911 erschienener Erzählung "Der Münchner im Himmel", und es ist mehr als verwunderlich, dass die saftige Bayern-Satire bislang bloß als kurzer Zeichentrickfilm (1962) adaptiert worden ist. Natürlich wäre der Handlungskern – Alois kommt in den Himmel und stänkert so lange ’rum, bis er wieder heimgeschickt wird – nicht abendfüllend, aber Marcus Pfeiffer (Buch) und David Dietl (Regie) ist das Kunststück gelungen, dem wohl bekanntesten Werk der bayerischen Volksliteratur als Gegenwartsgeschichte über Vergebung und Versöhnung eine völlig neue Ausrichtung zu geben und dem Geist der Vorlage dennoch treu zu bleiben.
Anders als Alois ist Ludwig Anton Brunner, genannt Wiggerl, ganz im Sinn von Helmut Dietls TV-Klassiker "Monaco Franze" (1983) mit Helmut Fischer ein „ewiger Stenz“, also das, was man zu Thomas Zeiten einen Weiberhelden nannte. Außerdem ist Wiggerl ein Filou, der seinen Kopf allein dank eines beträchtlichen Charmes und vor allem mit Hilfe seiner Freunde immer wieder aus der Schlinge ziehen kann; Maximilian Brückner ist genau die richtige Besetzung für diese Rolle. Da Wiggerl in seinem Leben immer nur an sich gedacht hat, ein miserabler Ehemann und Vater war sowie zudem ein echter Gauner, sieht’s nicht gut für ihn aus, als er nach einem Autounfall vor Petrus steht: Sein Sündenkompass ist tiefrot. Als er ähnlich wie sein klassisches Vorbild rebelliert, schickt ihn Gott (selbstverständlich weiblich) genervt mit Ratschlägen für die bayerische Staatsregierung nach München zurück.
Bei Thoma endet die Geschichte damit, dass Alois erst mal ins Hofbräuhaus geht und dort versackt. Auch bei Pfeiffer kommt der Brief nie an, doch seine Version geht nun erst richtig los. Natürlich freut sich Wiggerl über sein unerwartetes Comeback, aber nur solange, bis ihm klar wird, dass er als nichtstoffliches Wesen zurückgekehrt ist: Die Leute gehen wie weiland in "Ghost – Nachricht von Sam" (1990) einfach durch ihn durch, jegliche Form des haptischen Zupackens ist ihm verwehrt. Einzig seine 16jährige Tochter Toni kann ihn sehen, und das entpuppt sich als Problem, denn sein Schicksal liegt in ihrer Hand: In Wiggerls echtem Körper steckt noch ein Fünkchen Leben. Sollte es ihm gelingen, sein Karmakonto auf Grün zu stellen, könnte er aus dem Koma erwachen. Jetzt muss er nur noch Toni davon überzeugen, ihm dabei zu helfen, ein besserer Mensch zu werden, aber die junge Frau will nichts mit ihm zu haben.
David Dietl ist spätestens mit seiner RTL-Serie "Gute Freunde" [ebenfalls mit Maximilian Brückner] über den Aufstieg des FC Bayern aus dem Schatten von Vater Helmut getreten und liefert mit "Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang" sein Meisterstück, ebenso wie Pfeiffer, dessen erstes verfilmtes Drehbuch die mitreißende Komödie "Beckenrand Sheriff" [Regie: Marcus H. Rosenmüller] war. Neben den Dialogen und vielen überraschenden Handlungswendungen, die Wiggerl unter anderem nach dreißig Jahren Funkstille ein Wiedersehen mit seinem Vater (Heiner Lauterbach) bescheren, sorgt vor allem die dank Blasinstrumenten, Akkordeon und Hackbrett sehr bayrisch geprägte Musik (Michael Kamm) für Tempo und Atmosphäre. Endgültig mehr als sehenswert wird der von Dietl in der Tradition von Joseph Vilsmaiers Abschiedswerk "Der Boandlkramer und die ewige Liebe" (2021) inszenierte Film durch die Besetzung: Hannah Herzsprung als Wiggerls zukünftige Witwe, Ina Müller als Gott sowie Olli Schulz als lebensmüder Schutzengel; nicht zu vergessen Nachwuchstalent Momo Beier als Tochter Toni. Großen Spaß machen auch die vielen kleinen Einfälle: Brückner oben auf dem Friedensengel erinnert an eine fast identische Szene mit Bruno Ganz auf den Schultern der Siegesgöttin in "Der Himmel über Berlin" (1987) von Wim Wenders. Wiggerls Himmel wiederum ist dem Trickfilm nachempfunden; die pompösen Szenen mit Petrus (Robert Palfrader) und Gott wurden im Kunsthistorischen Museum Wien gedreht. Sehr sympathisch ist auch die behutsame Verwendung digitaler Effekte: Als Gast auf Erden kann Wiggerl zwar durch Wände gehen, aber das wird nicht überstrapaziert; und der Schluss vor dem Epilog rührt zu Tränen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ von 6 möglichen Sternen
Tilmann P. Gangloff, tittelbach.tv

Kritik zum Film: Ein Münchner im Himmel
Mit der Kurzgeschichte "Der Münchner im Himmel" von Ludwig Thoma aus dem Jahr 1911 und der berühmten Vertonung durch Adolf Gondrell hat diese Komödie im Grunde nur die Prämisse gemein. Das eigentliche Vorbild ist ein anderes: die legendäre TV-Serie "Monaco Franze – Der ewige Stenz" mit dem legendären Helmut Fischer, Regie: Helmut Dietl. Und die Regie bei "Ein Münchner im Himmel" hat nun dessen Sohn David übernommen.
Aus Alois wurde Ludwig: Der von allen nur Wiggerl (Maximilian Brückner) genannte Münchner Taxifahrer ist ein Stenz vor dem Herrn: liebenswürdig, arbeitsunwillig, untreu, Gaunereien nicht abgeneigt – und dabei immer auf sein eigenes Wohl bedacht. Die Ehe zu seiner Noch-Gattin Kathi (Hannah Herzsprung), Kellnerin auf dem Viktualienmarkt, blieb dabei genauso auf der Strecke wie die Beziehung zu seiner Tochter Toni (Momo Beier). Dann passiert’s: Wiggerl landet nach einem Autounfall im Koma, ist quasi tot. Aber eben nur quasi. Im Himmel oben sind Petrus (Robert Palfrader) und Göttin (Ina Müller) so genervt von Wiggerls Gezeter, dass sie ihn als Geist zurück nach München schicken. Fortan ist unser „Held“ damit beschäftigt, seinen gefährlich ins Rot tendierenden Sündenkompass wieder auf Grün zu bringen; nur so ist ein Weiterleben möglich. Es muss also eine Läuterung für den Stenz her. Und für die ist die Aufarbeitung der Beziehung zu einigen Menschen notwendig, allen voran zur Tochter und zum seit Jahrzehnten verstoßenen Vater (Heiner Lauterbach). Die beiden sind die einzigen, die – aus welchen Gründen auch immer – Wiggerl sehen und hören können.
Diese von Herzen kommende Hommage an die Stadt München und an das bayerische Lebensgefühl ist recht hübsch anzuschauen und hat mit Maximilian Brückner auch einen idealen Stenz sowie knackige Gastauftritte der Kabarettisten Maxi Schafroth und Sigi Zimmerschied sowie anderen Promis wie Oli Schulz oder Ina Müller zu bieten. Recht einfühlsam werden dabei Themen wie Familienbande, Vertrauen und Egoismus gestreift. Allerdings wünscht man sich doch, dass der Drehbuchautor Marcus Pfeiffer ("Beckenrand Sheriff") bezüglich der legendären bayerischen Anarchie etwas mehr auf die humoristische Kacke gehauen hätte.
Martin Schwarz, Doppelpunkt, 16.4.26

Interview mit David Dietl in SZ, 1.5.26

Interview zur Weltpremiere - David Dietl zu „Ein Münchner im Himmel“: „Der ist echt, der ist wahrhaftig, der kommt von mir“
Mit „Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang“ legt David Dietl seinen ungewöhnlichsten und persönlichsten Film bislang vor: Das emotionale Schelmenstück mit Maximilian Brücker als buchstäblich ewigen Stenz feiert heute in München seine Weltpremiere – und kommt am 14. Mai im Verleih von LEONINE Studios in die Kinos. Wir haben mit dem Filmemacher gesprochen.
The Spot: Wer einen Film macht, der „Ein Münchner im Himmel“ heißt, der muss auch Fragen über München beantworten: Was ist ein richtiger Münchner? Was zeichnet ihn aus, macht ihn besonders?
David Dietl: Ich habe eine ziemlich gute Vorstellung davon, was ein Münchner ist. Auch wenn ich nicht in München geboren bin, bin ich doch in München aufgewachsen, bin mittlerweile nach München zurückgekehrt und würde mich durchaus, im Guten wie im Schlechten, als Münchner bezeichnen. Nicht von ungefähr würde ich sagen, dass dies auch mein wohl persönlichster Film ist. Er hat tatsächlich viel mit mir zu tun wie auch mit meinem Verhältnis zu München. Was ich an dieser Stadt mag, ist auch dieses Selbstverständnis der Münchner, dass München eigentlich schöner ist als der Himmel oder zumindest der Himmel auf Erden. Ich selbst konnte das eine Zeit lang nicht so sehen. Nach 15 Jahren, in denen ich hier nicht gelebt habe und dann wieder zurückgekehrt bin, konnte ich erkennen, wie die Münchner das meinen. Ich habe es für mich mal so definiert, dass München der perfekte Ort ist, um aufzuwachsen und um Kinder in die Welt zu setzen. Dazwischen muss man mal woanders gelebt haben, weil man sonst nicht weiß, wie gut man es hier hat.
The Spot: Was macht den Wiggerl, Ihre Hauptfigur in „Ein Münchner im Himmel“, zu einem so archetypischen Münchner?
David Dietl: Für mich ist er jemand, den ich durchaus beobachte in München, ein Lebemann im fortgeschrittenen Alter, der noch mit Anfang Mitte 40 das Leben vor allem genießt, nicht erwachsen werden will, seinem Traum nachgeht und die Haare vielleicht einen Tick zu lang trägt für sein Alter. Bei schönem Wetter lässt er den Tag im Englischen Garten am Schwabinger Bach beginnen und sich dann entweder durchs Glockenbachviertel oder durch die Max-Vorstadt treiben, um zu sehen, was der Tag so bringt. Dazu muss ich anmerken, dass es wahrscheinlich nicht mehr so einfach ist, sich allein als Taxifahrer diese Stadt zu leisten. Deswegen haben wir gesagt, der Wiggerl muss wahrscheinlich noch so ein paar andere Nebeneinkünfte haben – leider aber nicht als Musiker, was der besagte Traum ist, den er immer noch lebt: als Musiker doch noch den Durchbruch zu schaffen und erkannt zu werden als das Genie, das er in sich schlummern sieht. Ich finde es faszinierend, dass es immer noch eben genau diese Art Männer gibt, diese Lebenskünstler, die sich irgendwie ein München leisten können, das eigentlich für alle zu teuer geworden ist. Unser Wiggerl muss im Angesicht des Todes allerdings erkennen, was wichtiger ist im Leben, was er versäumt hat, in erster Linie die Zeit mit seiner Tochter.
The Spot: Wenn man Wiggerl sieht, kann man nicht umhin, an die ikonischen Figuren zu denken, die Ihr Vater, Helmut Dietl, in seinen Serien legendär gemacht hat, den Tscharlie, den Monaco Franze, den Baby Schimmerlos. Mein Eindruck ist es, dass Sie den Zeitpunkt gut gewählt haben, sich dem künstlerischen Vermächtnis Ihres Vaters zu stellen, es zu kommentieren, auf diese Weise auch mit ihm in Dialog treten zu können – aus einer Position des gefestigten Filmemachers mit eigener Handschrift heraus.
David Dietl: Das finde ich gut beobachtet. Obwohl ich schon vor zehn Jahren begonnen habe, diesen Film zu entwickeln, bin ich froh, dass ich ihn erst jetzt gemacht habe. Die Entwicklung habe ich damals nach dem Tod meines Vaters begonnen, der Film steht in ganz unmittelbarem Zusammenhang mit ihm. Da ging es mir zuerst einmal um Verarbeitung, wie es ist, jemanden zu verlieren, der mir so nahestand, aber auch zu sehen, wie tabubehaftet mein eigener Umgang mit dem Tod davor war. Meinen Vater und mich verbindet keine einfache Beziehung. Ich bin sehr dankbar, dass ich noch eine durchaus versöhnliche Zeit mit ihm verbringen konnte angesichts seines Todes. Das waren die emotionalen Herzstücke, um diesen Film machen zu wollen. Und trotzdem habe ich erstmals das Gefühl, eben auch filmemacherisch da angekommen zu sein, wo ich es mir erlauben kann, einen Film zu machen, der in München spielt, der „Ein Münchner im Himmel“ heißt, und der vielleicht den einen oder anderen hier und da an Figuren aus dem Werk meines Vaters erinnert.
The Spot: Aber das war nicht von Anfang große Absicht?
David Dietl: Am Anfang stand das Thema, der Umgang mit Verlust, auch Versöhnung. Und auch wirklich das Bedürfnis, einen persönlichen Film zu machen, der mit mir zu tun hat. Da spielt München und das Bayerische durchaus eine Rolle. Es sollte auch ein Film sein über die Generation, die sich von diesem monolithischen Blick auf München emanzipieren will, was sich eben auch in der Sprache niederschlägt. Momo Beier spricht als Wiggerls Tochter in dem Film kein Bairisch, ebenso wie Heiner Lauterbach.
The Spot: Es ist kein Film, der Ihnen leicht gefallen sein kann. Und doch sieht man ihm das nicht an.
David Dietl: Schon die Frage danach, ob ich diesen Film mache und wie ich ihn mache, ist mir nicht leichtgefallen. Das hat sich durch den gesamten Prozess gezogen. Ich bin froh, dass es so war, weil es eben auch ein sehr interessanter und wahrhaftiger Prozess war. Man kann auch auf die Schnauze fliegen, wenn man einen Film für ein großes Publikum macht, der so persönlich ist. Ich musste mir erst einmal das Selbstvertrauen erarbeiten, mich das zu trauen. Ich habe aber gemerkt, ich kehrte immer wieder zurück zu diesem Stoff, konnte diesen Film nach diesen vielen Jahren der Entwicklung nicht gehen lassen. Mittendrin gab es schon mal die Überlegung zu sagen, ich mache diesen Film nicht mehr. Ich bin aber sehr froh, dass ich diesem Impuls nicht nachgegeben habe. Dass ich dann gesagt habe, ich mache das. Ich traue mich, in die Vollen zu gehen, die Flucht nach vorne anzutreten. Irgendwann war mir klar: entweder ganz oder gar nicht. Das war nur möglich, weil ich immer Vertrauen in den emotionalen Kern der Geschichte hatte, weil ich wusste: der ist echt, der ist wahrhaftig, der kommt von mir. Und er wird funktionieren.
The Spot: Man sieht dem Film an, dass er wichtig für Sie ist. Dass Sie sich auf eine Suche begeben haben, um ein Kapitel abzuschließen und ein neues beginnen zu können.
David Dietl: Und weil ich meinen Frieden geschlossen habe. Mit dem Thema und mit mir. Deswegen war es genau der richtige Zeitpunkt, diesen Film zu machen. Es war auch interessant, weil der Film sich wirklich beim Machen selbst noch einmal sehr entwickelt hat. Das hatte ich vorher in dieser Form noch nicht so erlebt. Es hat sich während des Drehens einiges verändert. Im Schnitt haben wir auch nochmal viel aufgemacht. Gerade die Musik hat diesem Film die richtige Tonalität gegeben, seine Welt definiert. Relativ früh gab es den Song, der der Hit von Wiggerls Band war. Den haben die Sportfreunde Stiller netterweise beigesteuert, der war relativ früh unsere Hymne, weil wir den natürlich auch für den Dreh brauchten. Der Score von Michael Kamm hat sich dann erst im Schnitt entwickelt. Wir waren ursprünglich sehr viel bräsiger, bayerischer, haben Bläser und Blech betont, bis wir gemerkt haben, dass das den Film in eine falsche Richtung führt. Erst als wir das Akkordeon in den Mittelpunkt rückten und die Musik eine märchenhafte Anmutung wie aus „Die fabelhafte Welt der Amelie“ bekam, stimmte der Ton, konnten wir uns zwischen komisch und tragisch bewegen und hatten einen Rahmen, in dem diese sehr unterschiedlichen Tonalitäten koexistieren konnten.
The Spot: Wie haben Sie sich gefühlt, als der Film fertig war?
David Dietl: Ich habe mich gut gefühlt. Ich fand es interessant, dass sich die Fertigstellung hingezogen hat, was auch mein Glück war, sonst hätte ich „Emil und die Detektive“ nicht machen können. Weil wir aber schon bald wussten, dass wir erst jetzt im Frühjahr ins Kino kommen würden, lag ein nicht ganz so großer Druck auf einer zeitnahen Fertigstellung. So war es möglich, dass ich das Projekt an einem gewissen Punkt ruhen lassen und mich auf „Emil“ konzentrieren konnte. Die Mischung und das Grading habe ich dann nach dessen Dreh gemacht. Sonst wäre es sich zeitlich gar nicht ausgegangen. Ich bin sehr dankbar, dass Quirin Berg, Max Wiedemann und Marcus Welke mir diese Möglichkeit gegeben haben. Besonders toll war für mich das erste Screening, als ich meinen Schauspielern den Film zeigen konnte. Alle waren anwesend, es war sehr emotional und berührend. Ich bin sehr froh, dass sie alle mitgemacht haben, weil es doch ein ungewöhnlicher Stoff ist. Es ist schön, dass meine Mitstreiter glücklich sind mit dem, was wir gemacht haben. Bei einem Testscreening in Rosenheim habe ich kurz erlebt, was für eine Kraft dieser Film im Kino entwickeln kann, wenn man ihn gemeinsam sieht, und wie stark das gemeinsame Lachen und gemeinsame Berührtsein sein kann. Deswegen fiebere ich der Premiere sehr entgegen.
Thomas Schultze, The Spot - Media & Film, 6.5.26

Gerade feiert „Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang“ mit Maximilian Brückner Weltpremiere im Münchner Mathäser Kino – am 14. Mai kommt die neue Komödie von David Dietl im Verleih von LEONINE Studios in die deutschen Kinos.
Emotionale bairische Komödie über ein ewiges Schlitzohr, das erst nach dem Ableben entdeckt, was wirklich wichtig ist im Leben. Paraderolle für Maximilian Brückner als Inbegriff eines vermeintlich unbelehrbaren Münchner Lebenskünstlers.
REVIEW: Wer Ludwig Thoma sagt, der meint vielleicht die „Lausbubengeschichten“, wahrscheinlich aber „Der Münchner im Himmel“, seine köstliche Humoreske aus dem Jahr 1991, die so etwas wie das Sinnbild geworden ist für den bildlichen Münchner Grantler™, in Gestalt des Dienstmannes Nummer 172 auf dem Münchner Hauptbahnhof, Alois Hingerl, der nach seinem frühzeitigen Ableben im Himmel sein „Manna“ haben will, „Hallelujah“ auf unverkennbar bairische Weise als Fluch einsetzt und schließlich seine Erfüllung findet als himmlischer Botschaft im Hofbräuhaus, wo er auch heute noch in realitas frei schwebend als berühmtester Stammgast über die hineinströmenden Besucher wacht. Nun vermeidet es der Verleih, die berühmte Satire allzu nahe an „Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang“ zu rücken. Es besteht wohl der Argwohn, man könne David Dietls vierten und sofort spürbar persönlichsten Spielfilm als altmodisch und altbacken begreifen, ein Film für Nostalgiker und Silberrücken. Das stimmt natürlich nicht. Aber man kann auch Dietls Arbeit, geschrieben von Marcus Pfeiffer, und Thomas Vorlage nicht so einfach auseinanderdividieren, auch nicht mit einem uneleganten Untertitel, der den ursprünglichen Claim des für seine brettharten Ausflüge in die extremeren Spielarten des Heavy Metal bekannten Independentlabels Nuclear Blast aus dem schwäbischen und damit eindeutig unbayerischen Donzdorf einfach mal ins Deutsche übersetzt. Damit hat diese divine comedy ganz gewiss überhaupt nichts zu tun.
Viel zu tun hat sie indes mit David Dietl, der als Filmemacher nach dem schönen „Feste & Freunde – Ein Hoch auf uns!“, der im Januar 2025 weitaus mehr als 105.000 Besuchende verdient gehabt hätte, noch einmal an Eleganz und Klugheit gewonnen, seine ganz eigene Handschrift noch einmal weiter verfeinert hat, nunmehr Komödien für Erwachsene erzählt, die tatsächlich wahrhaftige Dinge über das Leben – und in diesem Fall den Tod – verhandeln, das aber zunehmend selbstbewusst gesehen durch seine ganz eigene Brille, die nur dann rosa ist, wenn es um die Liebe zu den Figuren und München geht. Viel zu tun hat der Film auch mit dem Vater des Regisseurs, aus dessen Schatten der Sohn nunmehr endlich treten kann und tritt, indem er in den Mittelpunkt SEINER Münchner Geschichte einen Helden stellt, wie sie Helmut Dietl in den 70er- und 80er-Jahren aus dem weißen Anzugärmel schüttelte wie kein anderer und die auf Generationen definiert haben, was man als Münchner Lebensart begreift, das dolce vita des Rom des Nordens, dem italienischen Außenposten im Süden der Republik: der Tscharlie aus „Münchner Geschichten“, der Lino Gailing aus „Der ganz normale Wahnsinn“ und dessen optimierte 2.0-Version, der Monaco Franze, der Baby Schimmerlos aus „Kir Royal“ – ihrerseits Epigonen des Alois Hingerl, wie durch die Persol-Sonnenbrille von Marcello Mastroianni gesehen. Und nun eben der Wiggerl, gespielt von Maximilian Brückner, David Dietls Version eines ewigen Stenz, der im Jahr 2026 nicht Adriano Celentano hört, sondern Sportfreunde Stiller (die den Signature-Song des Films beigesteuert haben, „Der Kini“), ansonsten aber das Carpe diem als Lebensphilosophie verinnerlicht hat, ein Leben diesseits jeder Verantwortung, was die Menschen in seinem Umfeld zu spüren bekommen, besonders seine Ex, gespielt von Hannah Herzsprung, die nichts lieber täte, als endlich mit den Scheidungspapieren durchzudringen, und ihre gemeinsame Tochter Toni, gespielt von Momo Beier in ihrer besten Rolle bislang, die den Vater, der niemals da war, innerlich so sehr ablehnt, dass sie dem Bairischen entsagt und ausschließlich hochdeutsch spricht. Strafe muss sein.
Ein bisschen ist der Wiggerl aber auch Joe Pendleton nachempfunden, der Figur, die Warren Beatty in seinem „Der Himmel soll warten“ spielt, noch so ein Wanderer im Bardo, der unerwartet aus dem Leben gerissen wird und noch einmal auf die Erde zurückkehrt, weil es da noch Dinge gibt, die gerichtet werden müssen. Bei Wiggerl ist es ein Unfall in seinem Taxi, der ihn ins Jenseits befördert und in einen Himmel, in dem Ina Müller Gott und Robert Palfrader Petrus und Olli Schulz ein auf die Erde abgesandter Schutzengel ist, kein Ort, an dem es einer wie der Dahingeschiedene lange aushalten könnte: Was hat ein Lebenskünstler im Reich der Toten zu suchen? Hier ist der Film am nächsten dran am Original von Thoma, weil der maulende Querulant noch einmal zurückgeschickt wird, um der Bayerischen Staatsregierung einen Brief mit den göttlichen Ratschlägen zu übermitteln. Der alsbald in der Isar landet, weil der Wiggerl in der roten Portiersjacke, Lederhose und barfuß wie Paul McCartney auf dem Cover der „Abbey Road“ („Paul Is Dead“) buchstäblich noch offene Rechnungen hat, für die er zunächst seine Tochter einspannen will. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, wie Wilhelm Busch sagt, der zwar kein Bayer ist, aber einer sein könnte, wenn man solche Sätze formuliert. Oder einfach: Ois Tschikago. Damit das Gute-Taten-Barometer auf Grün springt und sein komatöser Körper wieder mit Leben erfüllt werden kann, will er es gut machen mit Toni. Erst aus Eigennutz, dann, und da erlebt der Saulus seine Wandlung zum Paulus, aus Überzeugung. Weil, und da sind wir wieder bei den Beatles, Liebe alles ist, was man braucht. Nirgendwo mehr als im Kino. Das weiß David Dietl bei seiner Feier des Lebens, die immer auch Liebeserklärung ist an die bayerische Hauptstadt, ganz besonders, wenn der Wiggerl vom Friedensengel den Blick über die nächtliche Innenstadt links der Isar schweifen lässt, ein bisschen wie es Otto Sander vorgemacht hat in „Der Himmel über Berlin“.
Thomas Schultze, The Spot - Media & Film, 6.5.26


~ Weltpremiere am 6. Mai 2026 im Mathäser Kino in München ~


Foto links und dieses: Leonine / Andreas Büttner
Maximilian Brückner, Heiner Lauterbach, Momo Beier, Michaela May, Hannah Herzsprung, Regisseur David Dietl


Maximilian Brückner mit der Spider Murphy Gang: v.l. Willy Duncan, Dieter Radig, Ludwig Seuss, MB, Günter Sigl, Andreas Keller, Barny Murphy.
Foto: Nikita Kolinz

Regisseur David Dietl (m.) mit den Produzenten Max Wiedemann (l.) und Quirin Berg (r.) von W & B

v.l. Marcel Mohab, Simon Pearce, Hannah Herzsprung, Heiner Lauterbach, Momo Beier, Maximilian Brückner, David Dietl, Michaela May, Giovanni Francesco, Maximilian Schafroth.
Alle Getty Fotos: Gisela Schober

Gestern Abend feierte David Dietls moderne bayerische Komödie "Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang" Premiere in München. Im Mathäser Filmpalast wurde das gutgelaunte Ensemble um Maximilian Brückner, Hannah Herzsprung, Momo Beier, Michaela May, Heiner Lauterbach, Marcel Mohab, Maxi Schafroth, Simon Pearce und Sigi Zimmerschied begeistert auf dem Roten Teppich empfangen. Gemeinsam mit Regisseur David Dietl sowie den Produzenten Marcus Welke, Quirin Berg und Max Wiedemann verbrachten Cast und Crew einen rundum gelungenen Premierenabend. Im vollbesetzten Kinosaal ließ sich das Premierenpublikum von der ebenso humorvollen wie emotionalen Geschichte mitreißen und belohnte das gesamte Filmteam nach der Vorführung mit langanhaltendem Applaus. Wiedemann & Berg Presseportal, 7.5.26

– Video vom roten Teppich von Leonine Studios mit Moderatorin Sandra Rieß

– Video vom roten Teppich mit bisher ungesehenen Filmausschnitten, Dreharbeiten und Interviews am Roten Teppich mit Maximilian Brückner, Maximilian Schafroth („Es sind überall nur noch Brückners: Bei meinem Stück "Wachse oder weiche" in den Kammerspielen, beim Pumuckl und in dem Film hier“), Heiner Lauterbach und Regisseur David Dietl: münchen.tv

– Zahlreiche weitere Fotos von der Premiere: GettyImages, Brauer Photos, Imago, APA-Images

Cast und Crew auf dem roten Teppich. Foto: Nikita Kolinz

Ein Almauftrieb im Kino: Bei der Premiere von "Ein Münchner im Himmel" mit Maximilian Brückner und Hannah Herzsprung ist die meistgestellte Frage des Abends eine, die mit dem Film gar nichts zu tun hat.


v.l. Michaela May, Hannah Herzsprung, Maximilian Brückner und Momo Beier. Foto: Robert Haas


Die Zeiten, in denen man sein teures Trachtengewand nur einmal im Jahr ausführen konnte, sind längst vorbei. Heute tragen die Münchnerinnen und Münchner ihre Dirndl, Lederhosen oder Landhausmodeversuche nicht mehr nur zur Wiesn, sondern das ganze Jahr über. Anlässe gibt es genug, zuletzt etwa beim Frühlingsfest oder auf dem Nockherberg, am Mittwochabend aber auch im Mathäser Filmpalast: Dort wird David Dietls neuer Kinofilm „Ein Münchner im Himmel“ uraufgeführt, und da verwechseln so manche eine Premiere mit einem Almauftrieb.
Die Trachtendichte im Publikum ist erstaunlich, ganz verdenken kann man es den Latz- und Schürzenmenschen aber nicht: Der Film bezieht sich auf das gleichnamige Volksstück des Schriftstellers und Urbayern Ludwig Thoma, das Hörspiel dazu gehörte einst in jeden gut sortierten bayerischen Plattenschrank („Luhja, sog I!“). In der Version von 2026 lächelt Hauptdarsteller Maximilian Brückner barfuß und in seiner Krachledernen vom Filmplakat. Allerdings kombiniert er sie mit einer Portiersjacke, was auf eine recht freie Interpretation von Volksstück, Film und Kostüm schließen lässt. Brückners Perücke geht wohl ebenfalls nur im Film so durch, im wahren Leben könnte man so wohl nicht einmal über die Auer Dult laufen.
Das weiß der Schauspieler vermutlich, am roten Teppich lässt er sich in weiter Hose, engem Shirt und Kurzhaarfrisur fotografieren. Die langen Haare seien schon etwas Besonderes gewesen, gesteht er lachend: „Mir gehen sie ja schon eher aus.“ Auch seine Kolleginnen und Kollegen halten sich in Sachen Tracht zurück, nur Maxi Schafroth hat einen Jägerhut auf. Könnte ebenfalls etwas mit Haaren zu tun haben – zu lang oder kurz, zu viel oder wenig sind sie ja oft einmal. Ansonsten tragen viele Künstler- oder Friedhofschwarz, vielleicht als Anspielung auf den Untertitel des Films: „Der Tod ist erst der Anfang.“
Mit Anfängen nimmt man es an diesem Abend auch sehr genau: Der Filmbeginn wurde extra vorverlegt, damit wirklich alle das anschließende FC-Bayern-Debakel in voller Länge durchleiden können. Mit dem Termin haben sich die Produzenten Marcus Welke, Max Wiedemann und Quirin Berg ohnehin keinen Gefallen getan: Am selben Abend findet auch die Eröffnung des Dok-Fests München statt. Für Film- oder Fußballfans eigentlich eine unlösbare Angelegenheit, für Heiner Lauterbach nicht: Der entscheidet sich für Event-Hopping. Im Film spielt er den hochdeutsch sprechenden Vater von Brückner, im wahren Leben läuft er über den roten Teppich und lässt sich mit Teamkollegen und Influencerinnen ablichten. Für Kurz-Interviews hat er auch Zeit, den Gang in den Kinosaal spart er sich: „Ich habe den Film schon gesehen, ich muss jetzt zum Fußball.“
Hannah Herzsprung entscheidet sich für die Eins-nach-dem-anderen-Methode. „Ja, logisch“, antwortet sie auf die wohl meistgestellte Frage des Abends: Ob sie den Bayern die Daumen drücken werde. Zuvor erledigt sie aber ihre Arbeit auf dem roten Teppich und beim Schlussapplaus auf der Bühne. Herzsprung lebt schon lange nicht mehr in München, ist aber hier aufgewachsen: Da sei so ein Premierentermin auch eine kleine Reise zurück in die Vergangenheit, sagt sie. Das passt zum Film, der ein München zeigt, das es so vermutlich nie gegeben hat. Und der einen Männertyp feiert, den man kaum mehr antrifft in der Stadt - nicht nur der Frisur wegen.
Zeitlos dagegen ist der Auftrag aus Ludwig Thomas Vorlage aus dem Jahre 1911, der es auch ins Kino geschafft hat: Da wird der titelgebende Münchner aus dem Himmel zurück auf die Erde geschickt, um der bayerischen Regierung göttliche Eingebungen zu überbringen. Braucht es so etwas heute noch, will man von Maximilian Brückner wissen. Dieser setzt sein treuherzigstes Lächeln auf und sagt: „Schaden tut es sicher nicht.“
Josef Grübl, SZ, 7.5.26


Die Band Schwäbischwild, die den Soundtrack mit eingespielt hat, begrüßte die Premierengäste vor der Vorstellung.

Alle Beteiligten und Mitwirkenden am Film (minus Heiner Lauterbach, der Fußball schauen wollte) nach der Vorstellung.
Fotoquelle: Konstantin Egerndorfer, Instagram, 6.5.26

Bayern-Humor mit Herz: "Ein Münchner im Himmel" feiert große Premiere in München
Im Münchner Mathäser Filmpalast flossen Freudentränen und Schampus, als das stargespickte Ensemble die Rückkehr eines bayerischen Kult-Stoffes feierte.
Ein bayerischer Dickkopf im Yoga-Himmel – kann das gutgehen? Gestern Abend verwandelte sich der Münchner Mathäser Filmpalast in ein Epizentrum bayerischer Lebensfreude, als Regisseur David Dietl seine moderne Komödie "Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang" präsentierte. Das prominent besetzte Ensemble um Maximilian Brückner und Hannah Herzsprung strahlte im Blitzlichtgewitter der Fotografen, während Fans und Kamerateams den Roten Teppich belagerten. Es war ein Premierenabend der Extraklasse, der bewies, dass der bayerische Humor lebendiger ist denn je.
In der humorvollen Geschichte landet der Münchner Taxifahrer Wiggerl, gespielt von einem glänzend aufgelegten Maximilian Brückner, nach einem Autounfall plötzlich im Jenseits. Doch die himmlische Realität gleicht für das bayerische Original eher einer Bestrafung: Statt kühlem Bier und zünftiger Blasmusik erwarten ihn Soja-Manna und meditativen Harfenklänge. Damit im Himmel wieder Frieden einkehrt, schickt man den aufmüpfigen Grantler mit einer Mission zurück auf die Erde. Sein Karma-Konto schreit nach einer Aufbesserung, doch es gibt ein gewaltiges Problem: Nur seine Tochter Toni, verkörpert von Nachwuchstalent Momo Beier, kann den „Geister-Papa“ sehen und hören.
Regisseur David Dietl beweist erneut sein feines Gespür für das Münchner Lebensgefühl. Neben Brückner glänzten Schauspielgrößen wie Heiner Lauterbach, Michaela May und Sigi Zimmerschied auf der Leinwand. Besonders berührend: Das Zusammenspiel zwischen Wiggerl und seiner Ex-Frau (Hannah Herzsprung), die sich im Film erst wieder mühsam annähern müssen. Im vollbesetzten Kinosaal wurde jede Pointe mit Applaus quittiert, bevor die Crew den Erfolg ausgiebig feierte. Die Produktion von Wiedemann & Berg Film setzt ein klares Ausrufezeichen für das bayerische Kinojahr.
Wer wissen will, ob Wiggerl sein Karma rechtzeitig rettet, muss sich nicht mehr lange gedulden. LEONINE Studios bringt die charmante Geschichte über zweite Chancen und familiären Zusammenhalt am 14. Mai 2026 bundesweit in die Kinos. Mit Gastauftritten von Olli Schulz und Ina Müller verspricht der Streifen schon jetzt, ein echter Publikumsmagnet zu werden. Das Premierenpublikum war sich jedenfalls einig: Dieser Film ist ein himmlisches Vergnügen, das man nicht verpassen darf.
Thomas Leitner, Tips (Österreich), 7.5.26

Göttliche Überraschung in Dietls Kultfilm-Update
Wellness-Paradies statt Wolkenbank: David Dietl schickt einen Münchner ins Paradies und hat für den göttlichen Thron eine Überraschung aus Hamburg parat. So ist der neue "Münchner im Himmel"-Kinofilm.
Halleluja-Gesänge statt Stammtisch-Reden, himmlisches Manna statt bayerisches Bier? Nicht für Münchner, für die ja schon ihre eigene Stadt der Himmel auf Erden ist. Wie der Dienstmann Alois Hingerl nach seinem Tod gegen das göttliche Paradies rebelliert, zeigt der legendäre Kurzfilm "Ein Münchner im Himmel" von 1962 - nach der Kurzgeschichte von Ludwig Thoma.
Nun wurde die Geschichte in die heutige Zeit geholt - von David Dietl, Sohn von "Kir Royal"-Schöpfer Helmut Dietl. Hat seine prominent besetzte Hommage an München das Zeug zum Klassiker? Und welche sehr besondere Rolle spielt die Kabarettistin Ina Müller in dem neuen Film "Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang"?
Worum geht es?: Anders als in dem 10-minütigen Kult-Zeichentrickfilm heißt der Münchner nun Wiggerl und ist ein Taxifahrer. Nach einem Unfall landet er im Himmel, einer Art Wellness-Tempel mit Soja-Manna und Yoga mit Harfe. Wiggerl ist entsetzt, mischt den Laden auf und wird prompt wieder auf die Erde geschickt für eine wichtige Mission. Dort versucht er, Fehler und Versäumnisse seines irdischen Lebens wiedergutzumachen, vor allem seiner Tochter Toni gegenüber. Gar nicht so leicht, wie er bald feststellt.
Die irdischen Schauspieler: Maximilian Brückner, seit kurzem neuer Ermittler in der Sat.1-Serie "Kommissar Rex", gibt diesen Wiggerl als Münchner Stenz, der sorglos in den Tag hineinlebt und mit windigem Charme den Frauen nachsteigt. Die Leidtragenden: seine Tochter Toni, großartig gespielt von Momo Beier ("Die drei ??? - Toteninsel") und deren Mutter Kathi (sehenswert: Hannah Herzsprung - "Woodwalkers"). Auch dabei: Heiner Lauterbach, Michaela May, Maxi Schafroth und Marcel Mohab.
Die Himmels-Besetzung: Im Himmel sorgt Dietl für eine Überraschung. Hier herrscht nicht Gott als Vater, sondern eine Frau. Die Sängerin und Entertainerin Ina Müller spielt diese Göttin, die mit norddeutscher Schnoddrigkeit das Paradies bestens im Griff hat. "Das ist längst überfällig", sagt Regisseur Dietl dazu. "Für mich hat das Göttliche schon immer eher etwas Weibliches." Der Göttin zur Seite: Robert Palfrader ("Pumuckl und das große Missverständnis") als österreichischer Petrus.
So ist der Himmel: Auch sonst hat Dietls Paradies mit bayerisch-katholischem Volksglauben nichts zu tun. Es eine Wellness-Oase, die das moderne Streben nach einem möglichst langen Leben, der Longevity, parodiert. "Ich habe das Gefühl, dass wir als Gesellschaft einen so starken Wunsch nach Selbstoptimierung haben, um auch dem Tod zu entkommen", erklärte der Regisseur der dpa. "Da dachten wir, dass das etwas sein könnte, was der Himmel den Leuten als Angebot machen könnte, um ihnen ihr Leben in der Unendlichkeit schmackhafter zu machen."
Ob das was für eine Hauptfigur aus einer Kultserie von Dietls Vater Helmut gewesen wäre? "Ich glaube, auch der Monaco-Franze sitzt lieber vorm "Café Münchner Freiheit" als da oben beim Wolken-Yoga", ist sich David Dietl sicher.
Von Sturschädeln und himmlischer Bayern-Quote: Der Münchner Filmemacher erzählt gleichermaßen humorvoll wie berührend - und mit Anklängen an den sturschädeligen "Engel Aloisius" von 1962, etwa wenn Wiggerl im Himmel flucht: "Halleluja, Himmel, Herrgott, Sakrament" und die Göttin entnervt stöhnt: "Diese Münchner."
Anders als Alois ist Wiggerl aber kein bierseliger Grantler, der den Himmel auf Erden im Hofbräuhaus wähnt. Der Taxler liebt dieses spezielle München-Gefühl, diese Mischung aus Selbstgefälligkeit, Herzlichkeit, derber Direktheit und Gemütlichkeit - und der Prise Aufsässigkeit, die die Geduld der Engel auf die Probe stellt. Fragt die Göttin entnervt von Wiggerls Treiben: "Was macht denn dieser Münchner hier?". Antwortet Petrus: "Bayern-Quote!".
Was soll der lebenslustige Taxifahrer auch mit dem himmlischen Stundenplan anfangen? "Yoga im Wolkenmeer", am frühen Morgen. Komisch auch, wenn er als Geist auf der Erde feststellt, dass er unsichtbar und körperlos ist. Dabei war sein Motto bislang immer: "Scheiss da nix, dann feid da nix", auf Hochdeutsch "Scher dich um nichts, dann fehlt dir nichts".
Das geht ans Herz: Die Komik verbindet Dietl gekonnt mit einer hochemotionalen Ebene. Denn tief drin hegt Wiggerl eine große Sehnsucht, die ihm erst nach seinem Tod bewusst wird - nach seiner Tochter. Die hat er jahrelang vernachlässigt. Nun will er sich mit ihr aussöhnen, dann eben als Geist. Doch wie soll er ihr das klarmachen? Es sind Szenen voller Hingabe und Wissen um Vergänglichkeit, aufs Schönste getragen von der Musik, die als Soundtrack zum Kinostart erscheint. Hörenswert ist vor allem der Song "Da Kini", der die Themen auf den Punkt bringt: Lebenslust, Vergänglichkeit und das schmerzhaft schöne Gefühl Liebe.
Göttliche Eingebung für die Staatsregierung?: Dietl hat eine wunderbare Komödie inszeniert, eine Hommage an seinen Vater und seine Heimatstadt. Und er macht klar: München ist vor allem ein Gefühl, schön, abgründig und widersprüchlich. Und im "Mia san mia"-Überschwang skeptisch gegenüber anderen Meinungen. Und wo ist der Brief mit den göttlichen Eingebungen, den der Engel Aloisius schon im 64 Jahre alten Kurzfilm im himmlischen Auftrag in den bayerischen Landtag bringen sollte, aber den er verschlampt hat? Auf den muss die Staatsregierung auch nach diesem Film immer noch warten. [Dem Wiggerl fällt der goldene Umschlag nämlich ungeöffnet in die Isar.]
Sarah Knauth, News.de, 7.5.26

Maximilian Brückner singt in "Ein Münchner im Himmel" einen Song der Sportfreunde Stiller - und verrät, warum ihn das so gefreut hat.
Wiggerl ist der Typ, der im Café sitzt, Frauen hinterherschaut und sich für einen verkannten Rockstar hält - während er in Wirklichkeit Taxi fährt. Maximilian Brückner (47) spielt diese Figur in "Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang", dem neuen Film von Regisseur David Dietl (46), der am 14. Mai in die Kinos kommt. Und er singt dabei einen Song, der von Sportfreunde Stiller (seit 1996) geschrieben wurde. Für den gebürtigen Münchner ist das mehr als ein nettes Detail.
"Ich bin mit denen aufgewachsen und war ein Riesenfan. Dass sie das geschrieben haben, war der Hammer für mich", sagt Brückner im Gespräch mit spot on news. Tobias Kuhn und Peter Brugger von den Sportfreunden Stiller haben "Da Kini" für die fiktive Band von Wiggerl, Lucky (Marcel Mohab) und Klausi (Simon Pearce) komponiert - einen Song über den Münchner Stenz, der nie ganz erwachsen wurde. Wer hinter dem Stück steht, ist tatsächlich kaum zu überhören. "An der Melodieführung und am ganzen Sound - außer dass es bayerisch ist", bestätigt Brückner. Über seine eigenen Gesangskünste fügt er hinzu: "Ich kann schon ein bisschen singen, war aber da schon aufgeregt, es hat trotzdem riesigen Spaß gemacht - und mit ein paar Filtern drüber passt schon."
[...] Sein persönliches Highlight des gesamten Drehs kam durch seine Filmtochter: Nachwuchstalent Momo Beier, die Toni spielt, singt "Da Kini" am Ende des Films a cappella in einer Scheunenszene. "Als sie gesungen hat, haben hinten alle geheult, dreimal hintereinander. Das hat einen echt gepackt. Ich musste mich wirklich zusammenreißen." Für Brückner steckt darin das Grundprinzip des Projekts: "Gute Komödie funktioniert eigentlich nur über Drama. Wenn das passt, erwischt es einen auch. Das ist wie bei 'Ziemlich beste Freunde'. Der Film ist komisch, hat aber einen harten Kern, ein klares Drama", sagt er über die französische Tragikomödie aus dem Jahr 2012.
Regie bei "Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang" führte David Dietl, mit dem Brückner bereits bei der Miniserie "Gute Freunde - Der Aufstieg des FC Bayern" (2023) zusammengearbeitet hat. "Er ist total ausgeglichen, für alle Ideen offen und weiß am Schluss doch genau, was er haben will - auch wenn ich es manchmal nicht will", schwärmt Brückner über den Sohn von Kultregisseur Helmut Dietl (1944-2015, "Münchner Geschichten", "Monaco Franze", "Kir Royal", "Rossini").
Vollständiger Artikel "Maximilian Brückner als "Münchner im Himmel": Sportfreunde-Stiller-Song findet er "Hammer!" in Stern u.a., 11.5.26

Ein Interview mit David Dietl - Eine Interviewerin (Astrid Kistner) - Zwei Artikel
Darum ging mir dieser Film so nah
tz, 9./10.5.26, Druckausgabe, Seite 27. Scan anklicken zu lesbarer Größe
München ist für mich der Himmel auf Erden
Hallo München, 16.5.26, Druckausgabe, Seite 10. Scan anklicken zu lesbarer Größe



Der Wiggerl flirtet an der Soja-Bar im Himmel mit der Göttin und der genervte Petrus passt auf. Foto aufgenommen am 23.9.24, © Leonine Studios


Leben nach dem Tod - Maximilian Brückner über zweite Chancen und Leben im Himmel
Ein Vater kehrt zurück, eine Tochter hadert mit Vergebung: Brückner spricht über Fehler, Entschuldigungen und Leben nach dem Tod, während Filmtochter Momo Beier über Verzeihen aus Egoismus nachdenkt.
Ein Leben nach dem Tod? Für den Schauspieler Maximilian Brückner klingt das verlockend. „Ich würde das wahnsinnig gerne glauben“, sagte der 47-Jährige der dpa in München. In seinem aktuellen Kinofilm "Ein Münchner im Himmel" spielt Brückner den Taxifahrer Wiggerl, der nach dem Tod auf die Erde darf und sich mit Tochter Toni aussöhnen will. „Wir haben uns diesen bayerischen Himmel gebaut als zweite Chance. Wenn da oben alle sind, dann kann ich zu allen hin und mich für alles entschuldigen, das ich falsch gemacht habe.“

Fotos © Felix Hörhager/dpa
Ob es wirklich nach dem Tod weitergeht? „Es ist noch keiner zurückgekommen, das ist das Problem an dieser ganzen Geschichte, deswegen können wir darüber nur spekulieren“, räumt der Münchner lachend ein. Sich versöhnen und verzeihen sollte man sich aber dennoch. „Ich finde, es ist nie zu spät und man hat immer die Möglichkeit auf eine zweite Chance und eine Entschuldigung.“
Brückners Filmtochter Momo Beier weiß allerdings, wie schwierig das mit dem Verzeihen ist - schließlich muss sie als Wiggerls Tochter Toni überlegen, ob sie ihrem Vater vergibt, dass er sie jahrelang vernachlässigt hat. „Man muss einen richtigen Grat finden“, hat die 19-Jährige durch die Rolle gelernt. „Menschen, die Fehler machen, zu verzeihen und sich damit aber selbst nicht zu verraten oder zu viel zu schlucken, so dass man für den Rest seines Lebens einen Groll gegen diesen Menschen hegt“, sagt Beier. „Manchmal ist es auch etwas Egoistisches, zu verzeihen, weil es einfach zu anstrengend ist, sauer zu sein.“
Brückners Rat: jeden Tag genießen und trotzdem daran denken, dass das Leben nicht ewig währt. „Zwischen Carpe Diem und Memento Mori - dazwischen sollte man sich bewegen“, findet der Schauspieler. „Man ist im Hier und Jetzt und sollte das bestmögliche Leben leben, und das fällt für jeden anders aus.“
Cordula Dieckamnn. Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet. Quellen: SZ, AZ (und zahlreiche weitere Zeitungen), 25.5.26


"Ein Münchner im Himmel" … oder: Warum der Wiggerl 'Wiggerl' heißt...
Für Mittwoch, 27. Mai 2026 war Regisseur David Dietl (DD) zum Gespräch mit den Zuschauern der 20 Uhr Vorstellung seines Films "Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang" in den Münchner Leopold-Kinos angekündigt. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen – ich lerne ja gerne dazu.
Bereits vor der Vorstellung begrüßte er uns und freute sich, dass trotz des schönen Wetters so viele gekommen seien, und dann wünschten er und Michael Hehl, Geschäftsführer der Kinos uns viel Spaß beim Film.
Ja, der Film … er ist gut gemacht, toll gefilmt, sehr unterhaltsam, viel zum Lachen, zum Mitfiebern und auch zum Mitleiden und gegen Ende hatten alle feuchte Augen.
Also anschauen, auch wenn die eigene Kenntnis der Bayerischen Sprache eher minimal wäre, die Gefühle sind universell. Und eigentlich ist jeder Papa irgendwie ein Schutzengel seiner Töchter (oder sollte es zumindest sein) – egal in welchem Universum er sich befindet (Spoilervermeidung!).
Der Abspann wurde abgekürzt, damit das Publikumsgespräch früher anfangen konnte.
Ich konnte nicht an mich halten und begann gleich mit einem Kompliment: „So schön und eindrucksvoll wie hier haben wir München selten gesehen, sogar die Landwehrstraße schaut gut aus“, worüber DD sich offensichtlich freute.
Das Folgende nicht unbedingt in der Reihenfolge der Fragen, sondern eher wie ich mich daran erinnere.
Der Film ist nicht nur eine Hommage an seinen Vater Helmut Dietl, sondern auch ein wenig eine Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte, vor allem deren Ende.
Warum es 10 Jahre bis zum fertigen Film gedauert hat: DD kannte natürlich die Geschichte von Ludwig Thoma, und arbeitete mit einem Drehbuchautor an einer Filmfassung, aber es passte nicht so ganz. Bei der Drehbuchwerkstatt lernt er Marcus Pfeiffer kennen, der bereits das Drehbuch für "Beckenrand Sheriff" geschrieben hatte. Zwischenzeitlich ging leider die Produktionsfirma insolvent, aber mit Wiedemann & Berg und der österreichischen Epo-Film fanden sich neue Partner.
Auf die Frage, warum es keine Einstellungen vom Oktoberfest gäbe: Es lag am fehlenden Geld. Als sie den Antrag bei der bayerischen Filmförderung stellten, gab es gleichzeitig so viele prestigeträchtige bayerische Projekte, die unbedingt gefördert werden mussten, wie der neue Bully-Film und der Pumuckl-Film. So blieb für sie nicht viel Geld übrig. Gottseidank sprang die österreichische Filmförderung ein, die damals noch finanziell gut ausgestattet war – inzwischen hat sich das leider geändert. Sie hätten schon gerne den Wiggerl am Fuß der Bavaria sitzend auf das nächtliche Oktoberfest blickend gefilmt, aber sie hatten nur drei Drehtage in München. Die Dreharbeiten in der Landwehrstraße hatte es komplett verregnet, die morgendlichen Aufnahmen im Englischen Garten mussten wegen nur 2 Grad auf den Nachmittag verschoben werden, da hatte es dann immerhin 10 Grad und das Ganze am Freitag vor dem Beginn der Wiesn. Es gab also nicht mehr genügend erschwingliche Hotelzimmer für das ganze Team. Daher verlagerten sie die weiteren Dreharbeiten nach Wien, wo alle Innenaufnahmen gefilmt wurden.
DD dachte, München und Wien sähen ähnlich aus, was sich bei der Locationsuche als schwierig herausstellte. Er wollte für die Brunner-Familie einen Wohnblock ähnlich dem finden, in dem sein Vater in Laim aufgewachsen war. Die eindrucksvolle Treppe, die zum Eingang zum Himmel führt und auch dieser finden sich im Kunsthistorischen Museum am Maria-Theresien-Platz gegenüber dem Naturhistorischen Museum, beide errichtet auf Wunsch von Kaiser Franz Joseph I.
Auf die Frage nach den Spezialeffekten: Ich liebe Geisterfilme, sind aber auch eine Geldfrage. Wiggerl konnten sie daher nicht durch jede Wand schicken, nach zweien sollten die Zuschauer es verstanden haben, ebenso dass er nicht durch die Böden fällt – warum er aber auf dem Boden sitzen und liegen kann, oder auch im Auto, aber weder Tachometer noch Lenkrad anfassen oder die Seiten eines Fotoalbums umblättern kann, bleibt ungeklärt. Auch kann er auf den Stufen zum Friedensengel und auf dessen Arm sitzen. Diese Einstellung entsprang dem nächtlichen Besteigen des Gerüsts für die Renovierung zum hundertjährigen Jubiläum des Friedensengels 1999 durch den jugendlichen DD und der bleibenden Erinnerung an den beeindruckenden Ausblick über das leuchtende München. Ich war auch droben...
Ich wieder: „Ich wollte ihnen eine Frage stellen, die sie garantiert noch nie gefragt wurden oder gar beantwortet haben.“ DD lachend: „Jetzt bin ich aber gespannt!“ „Warum haben sie Maximilian Brückner – abgesehen davon dass er ein toller Schauspieler ist – für den Wiggerl engagiert?“ DD: „Wir haben ja schon zusammen eine Serie über den FC Bayern gedreht ["Gute Freunde"], in der er deren Manager Robert Schwan spielte, und ich wollte wieder mit ihm arbeiten. Allerdings war er gegen Ende der Dreharbeiten ziemlich angefressen, denn alle Beteiligten nahmen seine Unsichtbarkeit sehr ernst, so dass er sich beinahe unerwünscht fühlte. Außerdem liebt er es mit Requisiten zu spielen, und ich musste es ihm verbieten. Er mag es auch, unangenehme Charaktere zu spielen und im Gegensatz zu vielen anderen Schauspielern beschützt er seine Figuren nicht, sondern stürzt sich voll hinein.“
Wieso ihn seine Tochter und sein Vater sehen können – wir haben uns das mit Blutsverwandtschaft erklärt, und die Hunde können ihn zwar nicht sehen, aber riechen. Sie können das ja wesentlich besser als Menschen.
Wie bekamen sie Ina Müller? „Wir wollten unbedingt jemand aus dem Norden, damit die Sache mit den Münchnern und der Bayern-Quote funktioniert. Olli Schulz stellte den Kontakt her. Ich habe selten eine seltsamere Frage gestellt: Wollen Sie die Göttin spielen? Ina kannte die Kurzgeschichte von Ludwig Thoma, ihre Elten hatten die Schallplatte, die sie als Kind vielfach gehört hatte. Sie war sehr aufgeregt, da es ihre erste Filmrolle war und nahm sogar extra Harfenunterricht, obwohl ich ihr versicherte, das würden wir hinterher bearbeiten.“
Von wem ist der Song "Die Zeit war schee"? Das ist von einem bayerischen Liedermacher, der internationale Songs auf bayrisch singt, Mathias Kellner. Das können sie auf Youtube sehen. Von ihm die Rechte zu bekommen war einfach, allerdings liegen die Originalrechte bei der amerikanischen Band Green Day mit "Good Riddance - Time of your life", und sie zu überzeugen, dass das auch auf bayrisch super klingt, dauerte einige Zeit.
Heiner Lauterbach bot uns an, seine Rolle auf Bayerisch zu spielen, aber nach einer Probe haben wir uns entschlossen, seine Hintergrundgeschichte anzupassen, dass auch sein Charakter Carl aus Köln kommt und nach Bayern geheiratet hatte.
Momo Beier musste "Da Kini" 20 Mal singen, und das ganze Team war jedes mal zu Tränen gerührt. Sie kommt aus Hamburg und eigentlich wollten wir sie gar nicht zum Casting einladen, aber Wiedemann & Berg, die mit ihr schon "Alter weißer Mann" produziert hatten, haben uns überredet. Das Bayerische hat sie im Studio in Augsburg mit dem Komponisten Michael Klamm geübt, hatte aber keine Ahnung was sie singt.
Läuft der Film auch außerhalb von Bayern und Österreich, und wie sieht es mit deutschen Untertiteln aus? Er läuft in einen größeren deutschen Städten oberhalb des Weißwurschtäquators, so mit einer bis zwei Vorstellungen pro Woche, ohne Untertitel, aber Freunde in Berlin haben schon Schwierigkeiten den Film zu sehen.
Und warum der Wiggerl 'Wiggerl' heißt? Eine Zuschauerin hatte die Vermutung, ob das wohl eine Hommage an Ludwig Thoma (1867-1921) sei. Richtig vermutet, sie hatten zwar Bedenken, weil der im späteren Leben sehr unschöne Ansichten äußerte, weswegen inzwischen auch Schulen ihren Namen geändert haben, aber die Satire "Der Münchner im Himmel" wurde ja bereits 1911 veröffentlicht.
Antworten auf viele weitere Fragen gibt es in den zahlreichen offiziellen Interviews von Regisseur, Produzenten und Schauspielern, daher lasse ich diese hier weg. Und vermutlich habe ich auch einige vergessen.
Zum Abschluss fragte Michael Hehl DD, wie denn die Zuschauerzahlen bisher wären und welche DD sich wünscht. Sie hätten extra den Kinostart in den Mai verlegt, weil es da weniger Konkurrenz gibt und sie daher eine längere Kinolaufzeit bekommen. Mit den Previews hätten sie zum Ende der 2. Woche etwa 140.000 Zuschauer, und sie hoffen – auch mit den kommenden zahlreichen Open-Air Vorstellungen – am Ende auf mindestens 250.000 Zuschauer zu kommen.
Es gab noch viel Applaus, und damit wurde David Dietl in den lauen Frühsommerabend und seine Reise nach Venedig am nächsten Tag verabschiedet.


Text & Fotos © EFi für maxgesucht           /          Mehr Fotos vom Leopold-Kino


Besucherzahlen:
👏 Himmelfahrt war ein himmlisches Fest für die deutschen Kinos, die den besten Tag des laufenden Jahres verzeichneten. [...] Auf Platz 7 lief "Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang" (LEONINE Studios) mit 30.000 Tickets / 305.000 Euro / 220 Kinos an und bescherte Regisseur David Dietl den besten Starttag seiner Karriere. Hier steht ein WE mit knapp 100.000 Tickets ins Haus. [...]
Quellen (mit den deutschen Top 10 vom Vatertag): Maximilian Brückner auf Instagram, Vatertag war Kinotag!, Kinozahlen Deutschland (14.–17.5.2026), 15.5.26
👏 Starkes Heimspiel für den "Münchner im Himmel": Mit knapp 89.000 Besuchen inklusive Previews war "Ein Münchner im Himmel" im Gesamtmarkt auf Platz 6 ins Rennen gegangen und hatte den bislang besten Start von Regisseur David Dietl markiert. In Bayern ging es noch deutlich höher hinaus: Wie Leonine meldet, schaffte der Film mit einem bayerischen Kopienschnitt von 589 Besuchen pro Kino am Gesamtwochenende sogar Platz 2 hinter "Der Teufel trägt Prada 2". Für zusätzlichen Schwung zu Wochenbeginn sollte nun die Kinotour sorgen, auf die sich Dietl und sein Hauptdarsteller Maximilian Brückner ab heute durch die Häuser des Freistaates begeben – davon zumindest legt der stichprobenartige Blick auf die Saalpläne mehrerer Veranstaltungsorte Zeugnis ab (im Kinopolis Rosenheim waren beim Schreiben dieser Zeilen am Mittwoch noch exakt zwei von 234 Plätzen frei, im Regina Regensburg für morgen kein einziger mehr). Quelle: The Spot, 18.5.26


Seite erstellt im Sep. 2024 von EFi, zuletzt ergänzt am 9.6.2026 zurück
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