Servus Eddie – Spätes Glück / Aus, Äpfel, Amen

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  Servus Eddie – Spätes Glück
  war: Aus, Äpfel, Amen!
– Fernsehpremiere in der ARD/Das Erste: Freitag, 31. Juli 2026, 20:15 Uhr ; Wdh. Sa 1.8.26, 01:30 Uhr. In der ARD-Mediathek bereits ab Donnerstag, 30. Juli 2026

Eine hochkarätige Besetzung und viel Lokalkolorit: In der bayerischen Landeshauptstadt fiel am 13. August 2024 die letzte Klappe für "Aus, Äpfel, Amen!" (AT). In der neuen ARD-Degeto-Film-Komödie für den Sendeplatz „Endlich Freitag im Ersten“ ist Maximilian Brückner als Polizeihauptmeister Eddie auf der Spur des Obdachlosen Adam, gespielt von TV-Urgestein Günther Maria Halmer, der sich mit seinem Diebesgut aus dem Staub macht. Vor der Kamera von Wolfgang Aichholzer standen neben Maximilian Brückner und Günter Maria Halmer u.a. Jutta Speidel, Gerhard Wittmann und Marlene Morreis. Felix Karolus inszenierte das Drehbuch von Gerlinde Wolf und Felix Karolus. Gedreht wurde von Mitte Juli bis Mitte August in München und Umgebung.

Besetzung:
Günther Maria Halmer - Adam Einmiller
Maximilian Brückner - Eddie Kolozecik
Jutta Speidel - Maria Kolozecik, Eddies Mutter
Marlene Morreis - Frau Schröder
Gerhard Wittmann - Carlo Reitner
Ercan Karacayli - Deniz
Andrea Beblo-Krause - Ärztin
Kathrin von Steinburg - Frau Wedig
Josef Eder - Herr Haller
Anastasia Papadopoulou - Amalia
Julian Baschab - Max
Emil Vorbrugg - Moritz
Stefan Betz - Herr Friedel
Astrid Polak - Frau Schwarzenbeck
Ewa Patricia Klosowski - Schwester Milena
Lars Krone - Felix Schneider, Polizist
Monika Maria Herzing - Marion Fischer, Polizistin
Christine Garbe - Emma Müller, Polizistin
Heinz Wanitschek - Obdachloser
Luca Verhoeven - Nachbar mit Baby
Christian Hofer - Race Car Fahrer
Christian Nils Dlusztus - Ehemann
Anna Kaminski - Ehefrau
Sophie Röhrmoser - Marlene Naun
Stab:
Regie: Felix Karolus
Drehbuch: Gerlinde Wolf und Felix Karolus
Casting: Stefany Phohlmann ; Komparsen/Kleindarsteller: Du Bist Film GmbH
DoP: Wolfgang Aichholzer
Setfotograf: Hendrik Heiden
Kostümbild: Silke Schmelzer
Maskenbild: Germaine Mouth und Barbara Spenner
Szenenbild: Christian Kettler
Licht: Fred Dombrowka
Ton: Attila Makai
Schnitt: Florian Leitl
Musik: Andrej Melita
Stunts: StuntMac GmbH (Mac Steinmeier)
Produzenten: Christian Hofer und Luca Verhoeven
Produktionsfirma: New!Move Films für ARD/Degeto
Drehzeit: 15.7. - 13.8. 2024
Drehort: München und Umgebung

Quelle: Crew-United, 13.8.24


First day of shooting Day 1 😎👋 #newmovie #film #actor #setup
Maximilian Brückner auf Instagram, 16.7.24


Am Set 🎬 mit wundervollen Kolleg:innen und einem tollen Team. ❤️
Andrea Beblo-Krause auf Instagram, 18.7.24 (mit weiteren Fotos)

Andrea Beblo-Krause mit Günther Maria Halmer
Instagram, 18.7.24

Maximilian Brückner am Set mit Emil Vorbrugg (m.), Julian Baschab (r.)

und Gerhard Wittmann. Instagram, 23.7.24


Filmabsicherung 🎥 Heute waren wir bei einem Filmdreh am Wasser zur Absicherung. 🌊🎬 Wir hatten viel Spaß und gute Laune mit der gesamten Film Crew, unter anderem mit @bruecknermaximilian 😊☀️
DLRG OV Geretsried e.V. auf Instagram, 29.7.24



Und wie grillt ihr immer so? 🍔😅😉 #grillmaxe #neuerstandort #neuerdreh. Maximilian Brückner auf Instagram, 6.8.24


Aus Aepfel Amen
v.l.: DoP Wolfgang Aichholzer, Produzent Luca Verhoeven (new!move films), Marlene Morreis (Rolle: Frau Schröder), Regisseur Felix Karolus, Günther Maria Halmer (Rolle: Adam) und Maximilian Brückner (Rolle: Eddie) bei Dreharbeiten für “Aus, Äpfel, Amen”.
Foto: ARD Degeto Film | new!move films | Hendrik Heiden
Abgedreht: "Aus, Äpfel, Amen!" (AT)
Zum Inhalt: Ex-Kommissar Eddie Kolozecik (Maximilian Brückner) ist Polizeibeamter mit Leib und Seele. Trotz seiner Zurückstufung in den Streifendienst macht der eigenmächtige Mittvierziger weiter Jagd auf Drogenhändler – in seiner Freizeit, vor Dienstbeginn! Auf dem Weg mit zwei Kleindealern zur Wache gerät Eddie überraschend in einen Routinefall: Frau Schröder (Marlene Morreis) verfolgt den Obdachlosen Adam (Günther Maria Halmer), der sich am Kollektekorb der nahen Kirche bedient hat. Eddie sieht sich sofort gezwungen einzugreifen, aber sein Einsatz endet im Fiasko: Die Dealer und der Dieb entkommen – und die erboste Frau Schröder droht mit Konsequenzen! Um die Sache in Ordnung zu bringen, macht sich Eddie auf die Suche nach Adam. Dabei muss er auf die Unterstützung seines langjährigen Kollegen Carlo (Gerhard Wittmann) weitgehend verzichten, denn der hat Eddies Faxen, die zunehmend auch Carlos Job gefährden, langsam satt. Als Eddie mehr über den betagten Ex-Zahnarzt Adam erfährt, beginnt er mit seiner verwitweten Mutter Maria (Jutta Speidel), die eigene Familiengeschichte zu reflektieren.
"Aus, Äpfel, Amen!" (AT) ist eine Produktion der new!move films GmbH im Auftrag der ARD Degeto Film für die ARD. Als Produzenten zeichnen Christian Hofer und Luca Verhoeven verantwortlich. Die Redaktion liegt bei Claudia Grässel und Stefan Kruppa (beide ARD Degeto Film).
Ein Sendetermin steht noch nicht fest.
Quelle: Degeto


Mit der Titelschutzanzeige Nr. 7398 wurde am 14.12.2024 Titelschutz für folgenden Titel beantragt: SERVUS EDDIE - Spätes Glück

Bildquelle: New!Move Films, allerdings ohne weitere Informationen (12/2024)

Hart, härter - Eddie! So sieht sich der Münchner Polizeibeamte Eddie Kolozecik. Mit seiner „Smith & Wesson“ als Partner möchte der Stadtsheriff die Isarmetropole aufräumen. Leider schießt Eddie dabei gern übers Ziel hinaus und ist nach seiner Degradierung im Streifendienst gelandet. Um in den höheren Dienst zurückzukommen, legt Eddie vor Dienstbeginn private Sonderschichten ein. Als verdeckter Ermittler in Zivil stellt er zwei harmlosen Kleindealern eine Falle. Doch ausgerechnet ein Zusammenstoß mit Adam Einmiller, der kurz zuvor eine Kirchen-Kollekte geklaut hat, bringt den sicher geglaubten Ermittlungserfolg ins Wanken. Bei der Kollision mit dem obdachlosen Senior verliert Eddie nicht nur seine Dienstwaffe, sondern handelt sich durch eine Zeugin auch gewaltigen Ärger ein. Um den Schaden wiedergutzumachen, kümmert er sich um Adam - und entdeckt dabei eine unerwartete Verbindung. Als Eddie schließlich erfährt, dass der ältere Mann seiner Mutter keineswegs unbekannt ist, wird sein Ermittlerinstinkt endgültig geweckt …
Seine Rolle als Adam Einmiller setzt den bewegenden Schlusspunkt unter Günther Maria Halmers außergewöhnliche Karriere mit mehr als 180 Film- und Fernsehrollen sowie zahlreichen Theaterengagements [zuletzt als „Brandner Kaspar“ im Münchner Residenztheater]. Der beliebte Schauspieler verstarb im Mai 2026 im Alter von 83 Jahren. Als urbayrischer Stadtsheriff schlüpft der mehrfach ausgezeichnete Maximilian Brückner in eine ebenso kantige wie tragikomische Hauptrolle. Um aus der Karrieresackgasse Streifendienst rauszukommen, muss der Titelheld sein hollywoodreifes Bad-Cop-Getue hinter sich lassen. "Polizeiruf 110"-Regisseur Felix Karolus, der gemeinsam mit Gerlinde Wolf das Drehbuch verfasste, zeigt ein wunderbares Gespür fürs Unterhaltsame. Zu dem exzellenten Cast mit Marlene Morreis und Gerhard Wittmann zählen die Münchner Schauspiel-Ikonen Jutta Speidel und Günther Maria Halmer, der in "Servus Eddie - Spätes Glück" in seiner letzten Filmrolle zu sehen ist. München als „Weltstadt mit Herz“ bildet die Kulisse für einen Fernsehfilm, der pointierten Dialogwitz und turbulente Wendungen mit berührenden Momenten verbindet.
Quellen: TV-Info und Fernsehserien.de

Eddie (Maximilian Brückner, l.) stellt die beiden Drogendealer Max (Julian Baschab, Mitte) und Moritz (Emil Vorbrugg, r.) am Isarufer.
Foto: ARD Degeto Film | new!move films | Hendrik Heiden

Adam Einmiller (Günther Maria Halmer, Eddie Kolozecik (Maximilian Brückner) und seine Mutter Maria (Jutta Speidel).
Foto: ARD Degeto Film | new!move films | Hendrik Heiden. Quellen: Filmstarts und ARD Pressekit
Letzte Filmrolle von Günther Maria Halmer: «Servus Eddie»
Mit „Spätes Glück“ setzt Das Erste Ende Juli auf eine bayerische Tragikomödie mit Maximilian Brückner und der letzten Filmrolle von Günther Maria Halmer.
Das Erste zeigt am Freitag, den 31. Juli 2026, um 20.15 Uhr die neue Tragikomödie «Servus Eddie - Spätes Glück». Bereits einen Tag zuvor wird der Film in der ARD Mediathek veröffentlicht. In der Hauptrolle ist Maximilian Brückner als Münchner Polizeibeamter Eddie Kolozecik zu sehen, der sich selbst als knallharten Cop betrachtet, in Wirklichkeit aber nach einer Degradierung im Streifendienst festhängt.
Regisseur Felix Karolus, der gemeinsam mit Putzi von Adamo auch das Drehbuch verfasste, erzählt die Geschichte eines Mannes, der zwischen beruflichen Rückschlägen, familiären Konflikten und seiner eigenen Vergangenheit einen neuen Weg finden muss. Als Eddie bei einer privaten Ermittlungsaktion die Kontrolle verliert und ausgerechnet mit dem obdachlosen Adam Einmiller zusammenstößt, gerät sein ohnehin fragiles Leben weiter aus den Fugen. Die Begegnung entwickelt sich jedoch zu einer unerwarteten Verbindung, die Eddie schließlich auf die Spur eines lange verdrängten Familiengeheimnisses führt.
Neben Brückner stehen Jutta Speidel als seine Mutter Maria, Marlene Morreis, Gerhard Wittmann und Ercan Karacayli vor der Kamera. Eine besondere Bedeutung kommt Günther Maria Halmer zu, der den obdachlosen Adam Einmiller verkörpert. Der Schauspieler verstarb im Mai 2026 im Alter von 83 Jahren. „Spätes Glück“ markiert seine letzte Filmrolle und bildet den Abschluss einer Karriere mit mehr als 180 Film- und Fernsehproduktionen.
Im Begleitmaterial erinnert sich Maximilian Brückner an die Zusammenarbeit mit Halmer, dessen Familie bereits seit vielen Jahren mit seiner eigenen verbunden war. Umso größer sei die Freude gewesen, erstmals gemeinsam vor der Kamera zu stehen. Auch Jutta Speidel würdigt ihren langjährigen Kollegen, mit dem sie über Jahrzehnte hinweg mehrfach gearbeitet hatte. Sein Tod habe sie sehr getroffen, erklärte die Schauspielerin. Gedreht wurde die Produktion der new!move films GmbH bereits im Sommer 2024 in München und Umgebung.
Quelle: Fabian Riedner für Quotenmeter

Freitag im Ersten – "Servus Eddie - Spätes Glück": Ab Donnerstag, 30. Juli 2026 in der ARD-Mediathek ; Am Freitag, 31. Juli 2026, 20:15 Uhr in Das Erste/ARD
Als urbayrischer Stadtsheriff schlüpft der mehrfach ausgezeichnete Maximilian Brückner in eine ebenso kantige wie tragikomische Hauptrolle. Um aus der Karrieresackgasse Streifendienst rauszukommen, muss der Titelheld sein hollywoodreifes Bad-Cop-Getue hinter sich lassen. Polizeiruf-Regisseur Felix Karolus, der gemeinsam mit Putzi von Adamo das Drehbuch verfasste, zeigt ein wunderbares Gespür fürs Unterhaltsame. Zu dem exzellenten Cast mit Marlene Morreis und Gerhard Wittmann zählen die Münchner Schauspiel-Ikonen Jutta Speidel und Günther Maria Halmer – der in „Servus Eddie - Spätes Glück“ in seiner letzten Filmrolle zu sehen ist. München als „Weltstadt mit Herz“ bildet die Kulisse für einen Fernsehfilm, der pointierten Dialogwitz und turbulente Wendungen mit berührenden Momenten verbindet.
Hart, härter – Eddie! So sieht sich der Münchner Polizeibeamte Eddie Kolozecik (Maximilian Brückner). Mit seiner „Smith & Wesson“ als Partner möchte der Stadtsheriff die Isarmetropole aufräumen. Leider schießt Eddie dabei gern übers Ziel hinaus und ist nach seiner Degradierung im Streifendienst gelandet. Um in den höheren Dienst zurückzukommen, legt Eddie vor Dienstbeginn private Sonderschichten ein. Als verdeckter Ermittler in Zivil stellt er zwei harmlosen Kleindealern eine Falle. Doch ausgerechnet ein Zusammenstoß mit Adam Einmiller (Günther Maria Halmer), der kurz zuvor eine Kirchen-Kollekte geklaut hat, bringt den sicher geglaubten Ermittlungserfolg ins Wanken. Bei der Kollision mit dem obdachlosen Senior verliert Eddie nicht nur seine Dienstwaffe, sondern handelt sich durch eine Zeugin (Marlene Morreis) auch gewaltigen Ärger ein. Um den Schaden wiedergutzumachen, kümmert er sich um Adam und entdeckt dabei eine unerwartete Verbindung. Als Eddie schließlich erfährt, dass der ältere Mann seiner Mutter (Jutta Speidel) keineswegs unbekannt ist, wird sein Ermittlerinstinkt endgültig geweckt …

Frau Schröder (Marlene Morreis), Carlo Reitner (Gerhard Wittmann), Eddie Kolozecik (Maximilian Brückner), Adam Einmiller (Günther Maria Halmer)

Eddie Kolozecik (Maximilian Brückner) und Kollege Carlo Reitner (Gerhard Wittmann)
Interviews
Fragen an Maximilian Brückner als Eddie:
Wie würden Sie den Polizisten Eddie, die von Ihnen gespielte Titelfigur, beschreiben?
Eddie ist ein Träumer, der sich für einen Cop à la Bruce Willis hält, aber nicht im Entferntesten Ähnlichkeit mit jenem hat. Er lebt immer noch bei seiner Mutter, was tief blicken lässt.
„Servus Eddie - Spätes Glück“ erzählt sensibel von Schuld, Trauer und Versöhnung. Besonders die drohende Auflösung des Grabes von Eddies Vater zwingt Eddie, sich seinem Verlust zu stellen. Setzen Sie sich selbst bereits mit dem Thema Tod auseinander?
Ich verdränge ihn halt auch – wie alle anderen.
Der Film ist tief in München und Bayern verwurzelt – atmosphärisch, sprachlich und auch durch seine Besetzung. Warum ist dieses starke regionale Kolorit offenbar auch überregional beim Publikum beliebt?
Weil es sehr authentisch ist. Der Dialekt hat eine eigene Kraft und Wärme. Mich erinnert „Servus Eddie - Spätes Glück“ ein bisschen an die „Münchner Geschichten“ von Helmut Dietl. Dieses alte Giesing, das so gar nicht nach Stadt wirkt, sondern eher wie ein Dorf. Die Typen, denen man dort begegnet, und die versuchen, sich durchs Leben zu kämpfen.
Ende vergangenen Jahres wurden Sie mit dem Bayerischen Verfassungsorden ausgezeichnet – für schauspielerische Leistungen, die die Werte der Bayerischen Verfassung lebendig machen. Was bedeutet Ihnen diese besondere Ehrung persönlich?
Ich habe mich sehr gefreut über diese Auszeichnung. Ich lebe hier und fühl‘ mich unserer Kultur stark verbunden. Die Verfassung ist ein unglaubliches Gut, das wir gerade in Zeiten wie diesen pflegen und schützen müssen.
Mit Günther Maria Halmer stand für „Servus Eddie - Spätes Glück“ ein großer Schauspieler vor der Kamera, der leider die Ausstrahlung des Films nicht mehr erleben konnte. Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit ihm erlebt? Kannten Sie sich bereits vor diesem Projekt – und wie werden Sie ihn in Erinnerung behalten?
Meine Eltern waren gut mit Günther und seiner Frau befreundet. Er war oft beim Essen bei uns zu Hause. Mir war er natürlich schon lange von seinen Filmen bekannt. Ich habe mich wahnsinnig gefreut, dass wir endlich zusammen gespielt haben. Umso trauriger, dass es das letzte Mal war. Ich hab‘ viel von ihm gelernt, er war äußerst präzise.


Adam Einmiller (Günther Maria Halmer) und Maria Kolozecik (Jutta Speidel)
Fragen an Jutta Speidel als Maria:
Im Film soll nach 30 Jahren das Grab von Eddies Vater aufgelöst werden – ein Moment, der alte Wunden wieder aufreißt. Welche Bedeutung haben Erinnerungsorte für Sie persönlich? Braucht Trauer einen konkreten Ort wie ein Grab?
Das muss jeder für sich entscheiden. Ich habe zu Friedhöfen eher weniger Beziehung. Die Menschen, die von mir gegangen sind und die mir viel bedeutet haben, trage ich im Herzen, dazu brauche ich keinen Pilgerort.
Maria sagt im Film einen zentralen Satz: Man müsse lernen, sich selbst zu verzeihen und Frieden mit sich zu schließen. Inwieweit leben Sie auch privat nach diesem Motto?
Ja, das ist ein guter Ansatz, auch um zu lernen, anderen zu verzeihen. Ich tue das, wenn die Beziehung es mir wert ist, jedoch gibt es auch Menschen, die ich komplett aus meinem Leben gestrichen habe und denen ich keine Träne nachweine.
Als Eddie plötzlich auf ihre Hilfe angewiesen ist, verlässt Maria trotz ihrer Angststörung erstmals seit Jahren wieder ihre sichere Wohnung. Über sich selbst hinauswachsen, ein Wagnis eingehen: Ist das etwas, das auch Sie selbst auszeichnet?
Mutig zu sein und aus dem eigenen Hamsterrad auszutreten, ist absolut ein Lebensmotto von mir, immer schon. Jedoch lässt es sich leicht reden, wenn man unter keiner Angststörung leidet. Maria, die Arme, hat eine schwere Form dieser Störung, ihre Geschichte allein wäre einen eigenen Film wert.
Mit Adam zeigt der Film eine Figur, die am Rand der Gesellschaft lebt und sich als Obdachloser durch München kämpft. Das berührt auch Ihr eigenes Engagement für wohnungslose Mütter. Ist diese Arbeit über die Jahre fordernder geworden in einer Stadt wie München?
Mein Verein für obdachlose Mütter und deren Kinder wird im nächsten Jahr 30 Jahre alt, und ich muss leider sagen, dass sich die Lage bezüglich unserer Familien und im gesamten Land nicht verbessert hat, sondern dass es schlimmer ist als je zuvor.
Günther Maria Halmer, mit dem Sie bereits mehrfach zusammengearbeitet haben, ist im Mai dieses Jahres verstorben und konnte die Ausstrahlung des Films leider nicht mehr erleben. Welche Erinnerungen verbinden Sie mit ihm – als Kollege und als Mensch?
Ich kannte Günther als Kollegen seit sicherlich 40 Jahren und habe einige sehr schöne Filme mit ihm gemacht. Sein Tod, der für mich plötzlich kam, hat mich sehr traurig gemacht. Wieder ist ein unverwechselbarer Schauspieler aus unseren Reihen gegangen. Wünschen wir ihm, dass es ihm gut geht, wo er ist, und dass er dort mit vielen weltberühmten Kollegen außerirdische Filme dreht.
Quelle: ARD Pressekit. Redaktion: Alessandra Crivellaro und Carina Hoffmeister. Fotos: ARD Degeto Film | new!move films | Hendrik Heiden


Eddie Kolozecik (Maximilian Brückner, M.) hat die beiden Drogendealer Moritz (Emil Vorbrugg, l.) und Max (Julian Baschab, r.) im Schlepptau

Eddie (Maximilian Brückner, l.) versucht seinen Kollegen Felix Schneider (Lars Krone, r.) zu bestechen

Eddie Kolozecik (Maximilian Brückner) und die wohnungslose Frau Schröder (Marlene Morreis.) kommen sich näher

Dart-Date: Eddie (Maximilian Brückner) und Frau Schröder (Marlene Morreis) zocken bei Deniz (Ercan Karacayli, r.)
Diese und weitere Setfotos (ARD Degeto Film | new!move films | Hendrik Heiden) auf Moviepilot

"Servus Eddie" könnte auch eine neue Freitagsreihe werden: Ähnlich wie in "Ein Münchner im Himmel" spielt Maximilian Brückner in "Spätes Glück" (Degeto/new! Move films) einen Ur-Bayern, diesmal nicht als Taxifahrer, sondern als zum Streifenpolizisten degradierter Kommissar, der sich mit seiner eigenwilligen Art immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Die schönere Rolle (und seine letzte) hat allerdings der im Mai verstorbene Günther Maria Halmer als Zahnarzt, den der Tod seines Sohnes vor 30 Jahren aus der Bahn geworfen hat. Die Inszenierung ist so entspannt wie der bayerische Bluesjazz, die Handlung wirkt mitunter etwas unrund, aber das Ensemble, zu dem auch Marlene Morreis, Jutta Speidel und Gerhard Wittmann gehören, macht Lust auf mehr. Vollständige Kritik von Tilmann P. Gangloff auf Tittelbach.tv. 3 1/2 von 6 möglichen Sternen

Drei Todesfälle überschatten ARD-Film "Servus Eddie"
Am 31. Juli zeigt das Erste "Servus Eddie - Spätes Glück", hinter dem eine besonders tragische Geschichte steckt: Weder der ursprüngliche Hauptdarsteller noch der Ideengeber oder der spätere Hauptdarsteller Günther Maria Halmer erleben die TV-Ausstrahlung.
Eigentlich war Elmar Wepper für die Hauptrolle des obdachlosen Adam Einmiller vorgesehen. Die Figur war sogar speziell für den beliebten Schauspieler entwickelt worden. Doch dazu kam es nicht mehr: Elmar Wepper starb am 31. Oktober 2023 im Alter von 79 Jahren überraschend an Herzversagen – Monate vor Beginn der Dreharbeiten.
Nach seinem Tod musste die Produktion kurzfristig neu besetzt werden. Die Wahl fiel auf Günther Maria Halmer, der die Rolle schließlich übernahm.
Der nächste Schicksalsschlag traf Produzent Luca Verhoeven im Frühjahr 2024. Sein Vater, der Regisseur Michael Verhoeven, starb im Alter von 85 Jahren – nur wenige Monate vor Drehbeginn.
Dabei wäre "Servus Eddie - Spätes Glück" ohne ihn wohl nie entstanden. Michael Verhoeven hatte seinen Sohn auf die Idee gebracht, die Geschichte eines Obdachlosen und eines Polizisten neu zu erzählen. Inspiriert wurde er dabei von seinem eigenen Film „Gefundenes Fressen“ aus dem Jahr 1977. Trotz des schweren Verlustes hielt Luca Verhoeven an dem Projekt fest und verstand den Film auch als Hommage an seinen Vater.
Der dritte Todesfall macht den Film endgültig zu einem besonderen Vermächtnis. "Münchner Geschichten"- und "Anwalt Abel"-Star Günther Maria Halmer starb am 10. Mai 2026 im Alter von 83 Jahren nach einer Krebserkrankung. „Das ist so tragisch. Ich hätte mir gewünscht, dass Günther den Film, den er maßgeblich mitgetragen hat, noch hätte sehen können“, so Luca Verhoeven zu 'Bild'. „Es war ein menschliches Vergnügen, mit ihm zu drehen. Am Set hingen wir alle an seinen Lippen. Er hat die Rolle grandios gespielt und die Dreharbeiten bei teilweise 30 Grad tapfer durchgehalten. Er hinterlässt eine riesige Lücke.“
"Servus Eddie - Spätes Glück" wurde damit zu seinem letzten Film. Als ehemaliger Zahnarzt Adam Einmiller verkörpert Halmer einen Mann, der nach einem schweren Schicksalsschlag alles verloren hat und mit seiner Vergangenheit ringt. Gedreht wurde der Film bereits im Sommer 2024 – lange bevor sein Tod absehbar war.
Darum geht es in "Servus Eddie - Spätes Glück": Im Mittelpunkt steht der Münchner Polizist Eddie Kolozecik (Maximilian Brückner), der nach einer Degradierung mit eigenmächtigen Aktionen wieder Karriere machen will. Bei einem missglückten Einsatz trifft er auf den obdachlosen Adam Einmiller (Halmer). Dabei verliert Eddie nicht nur seine Dienstwaffe, sondern stößt auch auf ein lange verborgenes Familiengeheimnis. Aus der zunächst zufälligen Begegnung entwickelt sich eine Geschichte über Schuld, Versöhnung und zweite Chancen. Artikel von Ina Milert, Focus, 20.7.26

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Trivia:

Marlene Morreis und Maximilian Brückner spielten das Geschwisterpaar Anna und Franz Germinger jr. in der 4-teiligen komödiantischen Krimireihe "Schwarzach 23" (2015-2020) fürs ZDF.

Seite erstellt im Juli 2024 von EFi ; zuletzt ergänzt im Juli 2026
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